Tipps & Tricks
Übersicht:
Gartentipps vom Schrebergarten 06
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Rasen
Giersch
Obstbaumschnitt und Obststrauchschnitt
Obstbaumpflege
Rosenschnitt und Rosenpflege
Gartenhygiene
Baumflechten
Sprühfleckenkrankheit an Kirschbäumen

Gartentipps BKD Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands e.V.
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
  

Gartentipps vom Schrebergarten 06
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember

Gartenarbeiten im Januar
Allgemeines
  • Bei Schneefall: Schneelast vom Geäst der Bäume, Hecken und Ziersträucher schütteln, da sonst Astbruch und Auseinanderfallen der Hecken drohen.
  • Bei starkem Schneefall: Schnee vom Laubendach gleichmäßig entfernen. Bei unterschiedlichen Dachneigungen auf Schneesackbildung achten!
  • Schnee von Gewächshäusern entfernen.
  • Sträucher und Hecken dürfen nur noch bis zum 28. Februar kräftig zurückgeschnitten werden.
  • Bei frostfreiem Wetter Kompost umsetzen und sieben.
  • Rankhilfen ausbessern und ggf. streichen.
  • Gartengeräte reparieren und reinigen, Rost mit Schleifgeräten entfernen und ggf. einölen.
  • Nistkästen aufhängen.
  • Fallen gegen Wühlmäuse wirken jetzt am besten.
Obst- und Gemüsegarten Ziergarten
  • Knollen und Blumenzwiebeln im Winterlager kontrollieren, faule und schimmelige Pflanzen entfernen, da sonst Ansteckungsgefahr im ganzen Bestand droht.
  • Überwinterte Kübel auf Trockenheit überprüfen, ggf. vorsichtig gießen.
  • Bei immergrünen Gehölzen die Bodenfeuchtigkeit überprüfen, bei frostfreien Perioden gießen, um Trockenschäden zu vermeiden. Bei zu starker Wintersonne mit Vlies schattieren, um vorzeitigen Austrieb zu verhindern.
  • An frostfreien Tagen alte Äste des Hartriegels für einen kräftigen Neuaustrieb bodennah zurückschneiden.
  • Äste des ausgedienten Weihnachtsbaumes bei Rosen oder Stauden als Kälteschutz verwenden.
  • Tipp: Den Rasen im Winter möglichst nicht betreten!

Gartenarbeiten im Februar
Allgemeines
  • Bei Schneefall: Schneelast vom Geäst der Bäume, Hecken und Ziersträucher schütteln, da sonst Astbruch und Auseinanderfallen der Hecken drohen.
  • Bei starkem Schneefall: Schnee vom Laubendach gleichmäßig entfernen. Bei unterschiedlichen Dachneigungen auf Schneesackbildung achten!
  • Schnee von Gewächshäusern entfernen.
  • Sträucher und Hecken dürfen nur noch bis zum 28. Februar kräftig zurückgeschnitten werden.
  • Wer bei milden Temperaturen jetzt schon die Unkräuter beseitigt, erspart sich im Frühjahr und Sommer viel Arbeit.
  • Bei frostfreiem Wetter Kompost umsetzen und sieben.
  • Jetzt schon Giersch bekämpfen.
  • Nistkästen aufhängen.
  • Bevor die eigentliche Gartenarbeit los geht, kann man jetzt schon eine Bodenuntersuchung vornehmen, um den Düngebedarf des Gartens zu kennen. Für eine einfache PH-Untersuchung genügt ein Bodentest-Set z. B. von Neudorff (ca. 5 €). Eine aufwendige Bodenanalyse kann man z. B.  an die Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt NRW oder an den Raiffeisen Laborservice schicken. Diese Untersuchung kann natürlich jederzeit durchgeführt werden.
  • Fallen gegen Wühlmäuse wirken jetzt am besten.
Obst- und Gemüsegarten
  • Es können bei frostfreiem Wetter Obstbäume geschnitten werden.
  • Fruchtmumien von Obstbäumen entfernen.
  • Wintergemüse(Grünkohl, Rotkohl, Weißkohl, Rote Bete, Pastinake, Topinambur, Schwarzwurzel, Steckrübe, Feldsalat, Endivie, Winterkresse, Winterportulak, Chicorée) ernten.
  • Weisen die Johannisbeeren angeschwollene, rundliche Knospen auf, kann man von einem Schädlingsbefall ausgehen. Gallmilben überwintern in Knospen und verursachen eine rundliche Anschwellung. Die Knospen wegschneiden und über den Hausmüll entsorgen.
  • Für die ganz Ungeduldigen: TomatenPaprikaMelonen und Zucchini können auf der Fensterbank vorgezogen werden. Möhren können direkt ins Freilandbeet gesät werden.
  • Beete für die Aussaat vorbereiten.
  • Frühkartoffeln können vorgekeimt werden.
  • Pflücksalat und Feldsalat im Frühbeet aussäen.
Ziergarten
  • An frostfreien Tagen werden sommerblühende Ziersträucher wie Sommerflieder, Spiersträucher, Weigelien oder Hortensien zurückgeschnitten. 
  • Bei Rispenhortensien werden die Zweige ca. 30 cm über dem Boden abschneiden, da die neuen Triebe aus dem gesunden Wurzelbereich austreiben.
  • Blauregen sollte jetzt stark zurückgeschnitten werden, sodass von den letztjährigen Trieben nur die Basis mit den Blütenknospen stehenbleibt. Blütenknospen erkennt man daran, dass sie viel größer sind als die Blattknospen.
  • Bei immergrünen Gehölzen die Bodenfeuchtigkeit überprüfen, bei frostfreien Perioden gießen, um Trockenschäden zu vermeiden. Bei zu starker Wintersonne mit Vlies schattieren, um vorzeitigen Austrieb zu verhindern.
  • Wenn die Frühjahrsblüher bei frostigen Temperaturen schon zu sehen sind, sollten sie durch Abdeckung mit Reisig o. ä. geschützt werden. Bei stärkeren Bodenfrösten erleiden die Austriebe Schäden.
  • Chinaschilf, Pampasgras und andere Ziergräser kurz vor dem Austrieb stutzen.
  • Spätsommer- und Herbstblüher wie Fetthenne, Sonnenhut oder Astern bei nicht gefrorenem Boden teilen.

Gartenarbeiten im März
Allgemeines
  • Bevor der Gartenverein Ende März/Anfang April das Wasser aufdreht, sollten alle Gartenfreunde  kontrollieren, ob das Wasserventil hinter der Wasseruhr zugedreht ist. Nach dem Aufdrehen des Wassers in der Gartenanlage sollten zunächst die Hähne der Endverbraucherstellen aufgedreht werden, bevor das Ventil hinter Wasseruhr aufgedreht wird, sonst können die Leitungen platzen. Wenn die Luft aus den Leitungen raus ist, können alle Hähne wieder zugedreht werden. Kontrolliert nach dem Aufdrehen, ob die Wasseruhr wirklich still steht. Kontrolliert dies und den Wasserstand einen oder wenige Tage später noch einmal. 
  • Insektenhotels und andere Nisthilfen sowie Ohrwurmtöpfe spätestens jetzt aufhängen.
  • Wenn der Frost langsam den Boden verlässt, kann der alte Mulch von den Beeten entfernt und auf den Kompost gebracht werden. Mulch wirkt wie eine Isolierung und hemmt die frühjährliche Bodenerwärmung.
  • Erst wenn der Boden frostfrei und nicht zu nass ist, sollte er für die beginnende Gartensaison bearbeitet werden.
  • Wenn noch eine Gründüngung den Boden bedeckt, kann diese jetzt mit dem Kultivator flach eingearbeitet werden.
  • Wenn Beete erst im Mai mit kälteempfindlichen Blumen oder Gemüsepflanzen belegt werden, empfiehlt sich jetzt das Aussäen einer Gründüngung.
Obst- und Gemüsegarten
  • März und April sind (neben dem Herbst) die besten Monate, um Obstbäume zu pflanzen.
  • Kernobstbäume (Apfelbäume und Birnbäume) schneiden.
  • Obstbäume sollten alle 2 Jahre im März mit reifem Kompost plus Hornspäne gedüngt werden.
  • Baumscheiben sollten gewässert werden.
  • Mandel- und Kirschbäume während der Blüte auf Monilia (Spitzendürre) kontrollieren (Blüten werden braun und verkümmern, Blätter am einjährigen Holz hängen vertrocknet am Zweig, befallene Zweige sterben von der Spitze her ab). Die wichtigste Maßnahme ist ein zeitiger Rückschnitt bis 30 cm ins gesunde Holz. Befallene Teile dürfen auf keinen Fall auf dem Kompost, sondern müssen über den Hausmüll (graue Tonne) entsorgt werden.
  • Kiwi-Pflanzen schneiden.
  • Kräuter (Bohnenkraut, Rosmarin, Salbei und Thymian) um ein bis zwei Drittel zurückschneiden.
  • Radieschen, Rettich und Möhren können ausgesät werden.
  • TomatenPaprikaMelonen und Zucchini können auf der Fensterbank vorgezogen werden. Möhren können direkt ins Freilandbeet gesät werden.
  • Frühkartoffeln können jetzt vorgetrieben werden.
  • Alle braunen oder verwelkten Blätter der Erdbeerpflanze abschneiden, die Erde lockern und etwas reifen Kompost einarbeiten. Erdbeerpflanzen sollten im Freien mit Vlies abgedeckt werden, um die Entwicklung zu beschleunigen. Das Vlies sollte entfernt werden, sobald die Blüten zu sehen sind. Bei wieder auftretendem (Nacht-)Frost sollte das Vlies vorsichtshalber wieder benutzt werden. Damit ist bis Mitte Mai zu rechnen.
Ziergarten
  • Lavendel um bis zu zwei Drittel zurückschneiden. Junge Triebe dürfen nicht entfernt werden.
  • Rhododendren können jetzt gedüngt werden. Rhododendren vertragen nicht jeden Dünger - so darf der Dünger keinen Kalk enthalten.
  • Staudenbeete sollten jetzt erst aufgeräumt werden, da die stehengebliebenen Pflanzenreste Vögel ernährt, Insekten beherbergt und die Staude selber vor Frost geschützt haben. Dabei können die Stadenbeete gleich gedüngt werden.
  • Zwiebelblumen düngen.
  • Sommerblüher sollten jetzt nur gesetzt werden, wenn der Standort frostfrei ist. Empfindliche Sommerblüher wie Gladiolen und Lilien sollten erst im April oder Mai in den Boden kommen.
  • Die zum Frostschutz angehäufelte Erde an Buschrosen kann jetzt entfernt werden.
  • Einjährige Sommerblumen auf der Fensterbank vorziehen.
  • Wenn die Forsythien blühen, sollten Rosen geschnitten werden.
  • Von Mitte März bis Ende April können (neben dem Herbst) neue RosenStauden und Clematis gepflanzt werden.
  • Rasen wächst nur, wenn die Tagestemperaturen über 10 Grad und die Nachttemperaturen nicht unter 5 Grad liegen. Dies ist normalerweise erst Ende März/Anfang April der Fall. Folglich sollte er auch erst dann  - und nicht früher - bearbeitet werden.

Gartenarbeiten im April
Allgemeines
  • Der Winterschutz sollte spätestens jetzt entfernt werden. Der Schutz sollte aber noch für eventuelle Frosteinbrüche parat gehalten werden.
  • Schnecken und Schneckeneier sollten weiterhin gesammelt werden.
  • Ab April schlüpfen die Raupen des Kleinen Frostspanners. Sie sollten rechtzeitig abgesammelt werden, bevor sie im Juni zur Verpuppung in den Boden wandern.
  • Das Unkraut, das jetzt bekämpft wird, erleichtert später die Gartenarbeit.
  • Beim Einsetzen des Pflanzenwachstums sollten die Pflanzen im Wurzelbereich mit Dünger (Kompost oder organischer Dünger) versorgt werden. Auf mineralischen Dünger (NPK-Dünger) sollte in unserem Schrebergarten möglichst verzichtet werden. Nur im Ausnahmefall - wie akuter Nährstoffmangel - kann ein mineralischer Dünger wie Blaukorn die richtige Wahl sein, da er schneller wirkt.
  • Die Beete können weiterhin vorbereitet werden.
Obst- und Gemüsegarten
  • Die ersten Rhabarberstiele können zur Ernte ab Ende April aus dem Wurzelstock herausgedreht werden.
  • Mandelbäumchen werden nach der Blüte geschnitten.
  • Gurken und Melonen können vorgezogen werden.
  • Salat kann ausgesät werden.
  • Für Gemüse und Kräuter beginnt jetzt die Hauptpflanzzeit. Späte Gemüsearten (Grünkohl, Chinakohl) können ab Ende April vorgezogen werden.
  • Beerensträucher können jetzt noch, falls dies nicht schon im Herbst erfolgt ist, neu gepflanzt werden. Eine Pflanzung im Herbst ist aber besser, weil dann die erste Ernte reichhaltiger ausfällt.
  • Kartoffeln können gesetzt werden.
Ziergarten
  • Der Rasen kann, wenn die Temperatur tagsüber konstant über 10 und nachts über 5 Grad ist, erstmals mit nicht zu tiefer Schnitthöhe (5 bis 6 cm) gemäht werden. Ende April bietet sich das Vertikutieren und Düngen des Rasens an.
  • Kübelpflanzen können jetzt umgetopft und bei Bedarf in Form geschnitten werden.
  • Im Frühling blühende Stauden sollten nach der Blüte zurückgeschnitten werden.
  • Forsythien werden nach der Blüte ausgelichtet (Ende April/Anfang Mai).
  • Gehölze und Rosen als Containerware (mit Wurzelballen) können jetzt noch gepflanzt werden. Wurzelnackte Gehölze und Rosen sollte besser zwischen Oktober und März (bei Frostfreiheit) gepflanzt werden.
  • Rosen können geschnitten und gepflegt werden, sobald die Forsythie blüht.
  • Einjährige Sommerblumen können jetzt vorgezogen werden.
  • Stauden können jetzt, falls dies nicht schon im Herbst erfolgt ist, neu gepflanzt oder geteilt werden.
  • Pflanzzeit für Blumenzwiebeln, die im Sommer blühen, ist von März bis Mai. Zwiebeln von frostunempfindlichen Pflanzen (Lilien) können bereits im März ausgesetzt werden; Dahlien sollten dagegen erst nach den Eisheiligen (16. Mai) gepflanzt werden. 
  • Bodendecker können jetzt gepflanzt werden - auch so kann das Unkraut bekämpft werden.
  • Buchs und Lavendel vertragen jetzt (wenn keine Dauerfröste mehr erwartet werden) einen kräftigen Rückschnitt.
  • Rhododendren können jetzt noch gedüngt werden. Rhododendren vertragen nicht jeden Dünger - so darf der Dünger keinen Kalk enthalten.
  • Rhododendren werden im April gepflanzt. Sie benötigen einen sehr humusreichen, durchlässigen, kalkarmen und sauren (ph-Wert unter 6, optimal sind 4 bis 5) Boden.
  • Ziergräser werden jetzt (und nicht im Herbst) gesetzt.

Gartenarbeiten im Mai
Allgemeines Obst- und Gemüsegarten Ziergarten

Gartenarbeiten im Juni
Allgemeines
  • Bei großer Trockenheit auch die Pflanzen in benachbarten Gemeinschaftsbeeten gießen
  • Pflanzen regelmäßig gießen
  • Unbenutzte (oder abgearbeitete) Beete mit einer Gründüngung versehen, z. B. Phacelia
Obst- und Gemüsegarten Ziergarten

Gartenarbeiten im Juli
Allgemeines
  • Bei großer Trockenheit auch die Pflanzen in benachbarten Gemeinschaftsbeeten gießen
  • Pflanzen bei Trockenheit zweimal wöchentlich kräftig gießen, am besten morgens und am Wurzelansatz (nicht über das Grün)
  • Bei lang anhaltender Hitze den Kompost gelegentlich kräftig wässern
  • Regentonnen abdecken (zur Vermeidung von Brutstätten für Stechmücken)
  • Regelmäßig Unkraut jäten
  • Bei Trockenheit Rasen selten (ein Mal die Woche), aber viel (1 Stunde) wässern
  • Den Garten genießen!!!
Obst- und Gemüsegarten Ziergarten
  • Stauden, die sich zu breit machen, sollten jetzt mit einem Spaten am Wurzelballen abgestochen werden. Die abgestochenen Stauden nicht wegwerfen, sondern dem Nachbarn oder in der Whatsapp-Gruppe anbieten.
  • Mäßig blühende Narzissen sollten jetzt geteilt werden
  • Große Dahlien jetzt abstützen
  • Stockrosen aussäen
  • Iris und Narzissen pflanzen
  • Verwelkte Blütentriebe des Salbei abschneiden, damit er im Spätsommer ein zweites Mal blüht
  • Zum letzten Mal Rosen düngen
  • Wucherndes Efeu klein halten, indem die jungen Triebe abgeschnitten werden
  • Dahlien oder Gladiolen düngen
  • Verblühten Rispen des Sommerflieders entfernen, damit sich neue Blüten bilden können.
  • Weigelien nach der Blüte auslichten
  • Hecken nur schneiden, wenn in ihnen keine Vögel nisten
  • Samenstände von Akelei, Fingerhut und Frauenmantel entfernen, wenn eine Selbstaussaat vermieden werden soll.
  • Kletterpflanzen durch Ableger vermehren
  • Warnung: Bittere Zucchini nicht verzehren, da sie giftige Stoffe enthalten können

Gartenarbeiten im August
Allgemeines
  • Den Rasen evtl. entfilzen, ihn aber nicht zu kurz schneiden, weil er sonst austrocknet.
  • Wenn die Sonne kräftig scheint darauf achten, dass die Pflanzen (auch die im Außenbeet) nicht vertrocknen.
  • Bitterlupine, Buchweizen, Feldsalat und Winterwicke als Gründüngung aussäen
  • Den Garten genießen!!!
Obst- und Gemüsegarten Ziergarten

Gartenarbeiten im September
Allgemeines Obst- und Gemüsegarten
  • Radieschen, Schnittsalat, Spinat, Feldsalat aussäen.
  • Knoblauch, Rhabarber und mehrjährige Kräuter pflanzen.
  • Kernobst ernten.
  • Sanddorn-Beeren, Hagebutten und Kornelkirschen ernten.
  • Thymian ernten.
  • Fallobst sollte, da es häufig Raupen enthält, in der Biotonne und nicht auf dem Kompost entsorgt werden.
  • Bei hochwachsenden Tomaten den Hauptrieb kappen und neue Blüten entfernen; alle vergilbten Blätter laufend entfernen.
  • Kürbisse auf einer dicken Lage Stroh betten.
Ziergarten
  • Stauden teilen.
  • Rosen noch einmal mit chloridarmen Kalium (z. B. Patentkali) düngen.
  • Blumenzwiebeln pflanzen.
  • Zweijährige Blumen (z. B. Bartnelken, Fingerhut, Glockenblumen, Goldlack, Stockmalven, Vergissmeinnicht und Veilchen) aussäen.
  • Verwelkte Blüten an Stauden und Dahlien regelmäßig abschneiden.
  • Die Kokardenblume kräftig zurückschneiden, auch wenn sie noch blüht. Nur so kommt sie durch den harten Winter.
  • Blütentragende Kurztriebe des Blauregen bis auf 30 bis 50 Zentimeter zurückschneiden.
  • Blütenansätze von Chrysanthemen ausdünnen.

Gartenarbeiten im Oktober
Allgemeines
  • Hecken und Sträucher dürfen ab dem 1. Oktober (bis zum 28. Februar des Folgejahres) stark zurückgeschnitten werden.
  • Jetzt sollten alle Nistkästen verlassen sein und können gereinigt werden.
  • Zum Einsäen eines neuen Rasens (oder zum Ausbessern von kahlen Stellen im Rasen) wird es höchste Zeit. Wenn es im Oktober bereits recht kalt ist, sollten diese Arbeiten auf das Frühjahr verschoben werden.
  • Für das Umgraben gilt: je später, desto besser. Denn auf geschlossenen Böden tun sich die
    Schnecken schwer mit der Eiablage. Bietet man den Schnecken künstliche Ablageplätze an, kann man die Eier gezielt vernichten. Dazu wird mit einem Spaten eine Spalte gestochen und mit grünem Schnittabfall überdeckt. Die vorgefundenen Eier werden am besten mit kochendem Wasser überbrüht.
  • Es wird nicht mehr gedüngt, Kalk oder Gesteinsmehl als Bodenverbesserer werden besser über
    den Kompost verabreicht. Wer den Nährstoffbedarf kennen lernen möchte, lässt noch rasch seinen Boden untersuchen.
  • Bevor der Frost einsetzt, sollte man nochmals den Kompost umsetzen und fachgerecht aufschichten, da beim Abräumen der Beete eine Menge Material anfällt. Reifen Kompost kann man ernten und oberflächlich einarbeiten. Anschließend ist er unbedingt mit einer dicken Mulchschicht abzudecken. 
  • Fruchtmumien entfernen und über den Hausmüll entsorgen.
  • Bei allen Pflanzen, die sauren Boden lieben (Rhododendren, Azaleen und Kamelien), kann jetzt Eichenlaub als Mulchschicht angehäufelt werden.
  • Nicht verwertetes Fallobst sollte 24 Stunden gewässert werden, damit Maden und Ungeziefer austreten und ertrinken und somit nicht in den Kompost einwandern.
  • Nach dem Laubabfall ist der beste Termin zur Pflanzung von Laubgehölzen.
  • Junge Bäume (nicht älter als 5 Jahre) und Sträucher können gut versetzt werden, solange es noch frostfrei ist. Je größer der Wurzelballen erhalten bleibt, desto besser ist die Chance, dass die Pflanzen am neuen Ort wieder gut angehen.
Obst- und Gemüsegarten
  • Rhabarber sowie robuste mehrjährige Kräuter und Stauden können geteilt und verpflanzt werden.
  • Einjährige Küchenkräuter wie Kerbel und Kresse aussäen.
  • Die späten Apfelsorten können geerntet werden.
  • Quitten ernten, sobald die ersten Früchte fallen.
  • Kürbisse mit einem 10 cm langen Stiel ernten.
  • Holunderbeeren und Trauben ernten.
  • Abgetragene Ruten der Himbeeren sollten spätestens jetzt zurückgeschnitten werden, wenn dies nicht bereits nach der Ernte erfolgt ist.
  • Alle Tomatenblüten entfernen, damit die vorhandenen Früchte besser reifen können. Nach dem ersten Frost alle (auch die grünen) Früchte ernten und ggf. in einem wohltemperierten Raum an einer Schnur oder einem Haken nachreifen lassen.
  • Knoblauchzehen stecken.
  • Winter-Steckzwiebeln pflanzen.
Ziergarten
  • Zweijahresblumen und Frühlingsblumenzwiebeln können noch gepflanzt werden, solange der Boden frostfrei ist.
  • Im Herbst können (wurzelnackte) Rosen am besten und preiswertesten gepflanzt werden. Bei der Pflanzung von Rosen ist darauf zu achten, dass die Veredlungsstelle 5 cm tief im Boden sitzt.
  • Dahlienknollen vorsichtig aus dem Boden nehmen, sobald die oberirdischen Teile abgestorben sind,
    aber bevor die Speicherwurzeln vom Frost gefährdet werden. Diese überwintern in einem kühlen Raum. Es empfiehlt sich, die Knollen zu etikettieren.
  • Rosenblätter, die von Sternrußtau befallen sind, sollten eingesammelt und über den Hausmüll entsorgt werden.
  • Zwiebelblumen von Frühblühern sollten jetzt gesetzt werden, damit die nächste Gartensaison farbenfroh beginnt. Staunässe muss in jedem Fall vermieden werden.
  • Rosen nicht im Herbst und Winter zurückschneiden (dies sollte erst im März erfolgen).

Gartenarbeiten im November
Allgemeines
  • Abgeerntete Beete mit Mulch zudecken.
  • Hochbeet bauen.
  • Rasen und Beetstauden von Laub befreien; evtl. das Laub auf Baumscheiben oder Beete rechen oder kompostieren. Laub kann vielfältig und sinnvoll verwendet werden - es gehört nicht in die graue Tonne.
  • Kompost abdecken.
  • Immergrüne Stauden und Stauden mit Frucht- und Samenständen sowie Gräser jetzt nicht zurückschneiden (sondern erst im zeitigen Frühjahr), um das Überleben von Insekten und Vögeln zu verbessern.
  • Bei milden Temperaturen im November kontrollieren, ob der Rasen noch mal geschnitten werden muss.
  • Winterquartier für Igel einrichten.
  • Rasenmäher reinigen und einwintern, ggf. die Messer schärfen.
  • Rasenkanten abstechen.
  • Frisch gepflanzte Bäume und Gehölze wässern.
  • Grünkohl und Rosenkohl erst dann ernten, wenn es mindestens einmal richtig gefroren hat.
  • Gartenwerkzeug reinigen.
  • Nach dem Abdrehen des Wassers in der Gartenanlage (wird durch Aushang bekannt gegeben) alle Wasserhähne aufdrehen und bei den neuen Wasseruhren das Entlüftungsventil vor der Wasseruhr öffnen, damit das Wasser ablaufen kann und die Leitungen leer sind.
  • Vor dem ersten Frost alle Wasserbehälter und Gartenschläuche entleeren und frostsicher verwahren. 
  • Die neuen Wasseruhren brauchen nicht mehr ausgebaut zu werden.
  • Arbeitskarten abgeben (Termin siehe Aushang).
Obst- und Gemüsegarten
  • Tomatenhaus abbauen.
  • Stämme von Obstbäumen an frostfreien, trockenen Tagen auf trockenem Stamm mit Kalkanstrich schützen.
  • Holunder schneiden.
  • Kranke und überalterte Bäume ausgraben.
  • Fruchtmumien entfernen und über den Hausmüll entsorgen.
  • Kiwis ernten.
  • Gemüsebeete abräumen.
Ziergarten
  • Montbretien und Gladiolen mit einer dicken Schicht aus Blättern, Reisig, Rindenmulch oder Kompost bedecken oder im geschützten Keller überwintern; ggf. die jungen Nebenknollen der Montbretien vorher zur Vermehrung trennen. Die Tochterzwiebeln der Gladiolen bilden sich erst während der Überwinterung; diese werden erst vor dem Aussetzen im späten Frühjahr getrennt.
  • Alle mehrjährigen, aber frostempfindlichen Balkon- und Kübelpflanzen im Winterquartier lagern (dabei auf Schneckeneier überprüfen).
  • Rosen als Winterschutz anhäufeln.
  • Pfingstrosen winterfest machen.
  • Neue Hecken pflanzen.
  • Robuste und winterharte Zier- und Blütensträucher jetzt pflanzen.
  • Frühlingsstauden pflanzen.
  • Wurzelnackte Rosen pflanzen.
  • Boden für neue Blumenbeete vorbereiten.
  • Das Laub der abgestorbenen Dahlien abschneiden und die Knollen einlagern.

Gartenarbeiten im Dezember
Allgemeines
  • Bei Schneefall: Schneelast vom Geäst der Bäume, Hecken und Ziersträucher schütteln, da sonst Astbruch und Auseinanderfallen der Hecken drohen.
  • Eine Mulchschicht schützt den Boden und seine Lebewesen gegen tiefes Eindringen vor Frost. Abgefrorene Gründüngung kann deshalb auf den Beeten liegen bleiben.
  • Schwere Lehmböden vor dem ersten Frost umgraben.
  • Solange der Boden noch warm ist, können Gehölze und Ziersträucher umgesetzt oder neu gepflanzt werden.
  • Frisch gepflanzte Bäume und Gehölze wässern.
  • Die im Oktober angebrachten Leimringe kontrollieren und ggf. ersetzen.
  • Früchte von Gehölzen nicht abschneiden, sondern den Vögeln als Winterfutter lassen.
  • Futterplätze für Vögel einrichten.
  • Füllung für Verstecke für Ohrwürmer erneuern und mit etwas Kaninchendraht schützen.
  • Gartengeräte reinigen und desinfizieren.
  • Regenrinnen reinigen.
Obst- und Gemüsegarten
  • Topinambur kann ab jetzt geerntet werden.
  • Bei milder Witterung kann man bereits Gehölze schneiden - begonnen wird mit unempfindlichen  Ziersträuchern. Zweige von Obstbäumen, Forsythien, Birke oder Haselnuss eignen sich für Barbarazweige (am 4. Dezember schneiden). (Achtung: der eigentliche Rückschnitt von Forsythien erfolgt erst nach der Blüte; also Mitte/Ende April.)
  • Grünkohl und Rosenkohl erst dann ernten, wenn es mindestens einmal richtig gefroren hat.
Ziergarten
  • Unter groben Rindenborken überwintern allerlei Schädlinge. Deshalb lohnt es sich, diese jetzt mit einer Stahlbürste abzureiben. Dabei werden auch Flechten und Moose entfernt. Ein Anstrich der Rinde behindert ebenfalls die Überwinterung und schützt gleichzeitig vor Frostrissen.
  • Rhododendren mulchen.
  • Immergrüne Gehölze (Rhododendron, Kirschlorbeer, Buchs und Eibe) wässern.
  • In trockenen Wintern sollten Christrosen gegossen werden.
  • Triebe von frisch gepflanzten Rosen sollten mit Reisig oder Vlies abgedeckt werden.
  • Kübelpflanzen überwintern.

Rasen
Neuanlage

Der richtige Zeitpunkt, um einen Rasen neu anzulegen, ist im April. Jedoch kann ein neuer Rasen auch im Sommer oder im Herbst bis September ausgesät werden. Beachtet werden muss, dass Rasen nur bei Bodentemperaturen von über 8 Grad wächst. Sehr große andauernde Hitze und Trockenheit sind nicht gut für das Wachstum des Rasens.

Die zukünftige Rasenfläche muss gut vorbereitet werden:
  • Die Fläche muss vom Unkraut befreit und komplett umgegraben werden. Dabei müssen größere und mittlere Steine entfernt und die Fläche danach gerade gezogen werden.
  • Der Rasensamen kann mit einem Streuwagen gleichmäßig ausgebracht werden. Anschließend kann der Rasensamen mit einer Walze angedrückt werden - der Verein verleiht dafür seine Walze kostenlos. Alternativ kann auch eine dünne Schicht Erde aufgetragen werden, damit Vögel die ausgebrachten Samen nicht aufpicken.
Tipp: Wenn man zusätzlich ein helles Vlies auf der Fläche locker festmacht, wächst der Rasen unter dem Vlies viel besser wegen der feuchten Atmosphäre und Unkrautsamen können sich nicht ausbreiten.

Bei trockenem Wetter muss die Fläche regelmäßig und vorsichtig gewässert werden.

Der Rasen sollte erst vorsichtig betreten werden, wenn die Grashalme 5 cm hoch sind. Der erste Schnitt kann erfolgen, wenn der Rasen eine Höhe von über 8 cm erreicht hat.

Vorbereitung

Unter Vlies nach 2 Wochen

Fertig nach 4 Wochen
Pflege

Der Rasen benötigt Pflege von Anfang April bis in den späten Herbst.

Vor dem ersten Mähen sollten heruntergefallene Blätter und Pflanzenreste entfernt werden. Grundsätzlich sollte nur bei trockenem Wetter gemäht werden. Die Schnitthöhe sollte ungefähr 4 bis 4,5 cm betragen. Bei Trockenperioden sollte sie höher sein (ca. 6 cm) Auch wenn der Rasen länger nicht geschnitten worden ist, zum Beispiel nach dem Urlaub oder nach Trockenperioden, sollte man die Rasenschnitthöhe beim ersten Schnitt erhöhen.

Regelmäßiges Mähen (im Sommerhalbjahr ruhig 1 x die Woche) hat angenehme Nebeneffekte. Der Rasenschnitt muss nicht aufgefangen werden, sondern kann liegen bleiben. Regelmäßiges Mähen vertreibt wegen des Lärms unerwünschte unterirdische Bewohner. Bei langer Trockenheit ist ein wöchentlicher Schnitt nicht notwendig.

Gemäht werden sollte der Rasen solange die Bodentemperatur über 8 Grad liegt, denn solange wächst der Rasen noch. Gerade im späten Herbst sollte darauf geachtet werden, damit der Rasen im Winter nicht zu lang ist.

Klee, Löwenzahn und Gänseblümchen sollten mitsamt Wurzeln durch regelmäßiges Ausstechen im Rasen entfernt werden.

Das Vertikutieren dient dem Lüften des Rasens. Idealer Zeitraum ist im April/Mai bei mäßig feuchtem Boden. Vor dem Vertikutieren sollte der Rasen kurz gemäht und nach dem Vertikutieren kann ggf. Sand aufbracht werden. Der Verein verleiht einen elektrischen Vertikutierer (gegen eine Leihgebühr von 5 €). Wenn im Spätsommer vermooste Stellen im Rasen festgestellt werden, kann auch dann ein Vertikutieren sinnvoll sein.

Tipp: Neuer Rasen braucht in den ersten 3 Jahren nicht vertikutiert zu werden.

Einmaliges Düngen im April reicht in der Regel. Nur bei offensichtlichem Bedarf kann noch mal im Spätsommer gedüngt werden. Im späten Herbst sollte man grundsätzlich nicht mehr düngen, da Rasen bei Bodentemperaturen von unter 8 Grad nicht mehr wächst und im Winter seine Ruhe braucht.

Tipp: Bei nassen Stellen im Rasen sollte mit einer stabilen Forke tief in den Rasen gestochen und ein wenig gerüttelt werden, damit das Wasser besser abfließen kann.

Im späten Herbst sollte Laub vom Rasen entfernt und ein letztes Mal gemäht werden. Im Winter sollte der Rasen möglichst nicht betreten werden.

Tipps zur Rasenpflege nach dem heißen Sommer 2018
Nachdem auch über unsere Gartenanlage zwischen den Monaten März bis August 2018 kaum Niederschlag gefallen ist, hat dies dem Rasen ordentlich zugesetzt. Besonders unter der zum Teil extremen Hitze hat der Rasen sehr gelitten. Im Gegensatz zu tief wurzelnden Pflanzen wie Bäume oder Rosen wurzelt der Rasen nur bis einer Tiefe von maximal 10 Zentimetern und litt deshalb besonders stark unter der großen Trockenheit. Glücklicherweise gehört der Rasen zu den sehr robusten Pflanzen. Selbst wenn die oberirdischen Grashalme bei Dürre absterben, überleben die Wurzeln trotz extremer Hitze. Nachdem im September die ersten Niederschläge fielen, erholten sich die meisten Rasenflächen schnell wieder. Allerdings muss damit gerechnet werden, dass sich Rasenunkräuter wie Klee, Löwenzahn, Breitwegerich usw. verstärkt in der Rasenfläche breit machen.

Um den Rasen im Herbst zu stärken, sollten die folgenden Arbeiten erledigt werden:

Herbstlaub absammeln

Vor dem ersten Mähen sollten heruntergefallene Blätter und Pflanzenreste entfernt werden. Am einfachsten geht das mit einem Rasenmäher mit Fangkorb - oder manuell mit dem Laubrechen.

Rasen wieder regelmäßig mähen

Sobald der Rasen wieder wächst, sollte er beim ersten Mal etwas höher (6 cm) und danach mit der normalen Mähhöhe (4 bis 4,5 cm) gemäht werden.

Gemäht werden sollte der Rasen solange die Bodentemperatur über 8 Grad liegt, denn dann wächst der Rasen noch. Gerade im späten Herbst sollte darauf geachtet werden, damit der Rasen im Winter nicht zu lang ist. Für die letzten Schnitte des Jahres wählt man die gleiche Mäheinstellung, die das ganze Jahr verwendet wurde, also eine Schnitthöhe von etwa vier Zentimetern. Das Schnittgut sollte jetzt aber möglichst komplett aufgefangen werden, weil es bei den kühler werdenden Temperaturen nicht mehr so gut verrottet.

Fallobst aufsammeln

Sammeln Sie Fallobst regelmäßig auf, damit der Rasen keinen Schaden nimmt.

Unkraut beseitigen

Klee, Löwenzahn und Gänseblümchen sollten mitsamt Wurzeln durch regelmäßiges Ausstechen im Rasen entfernt werden.

Einmal die Woche Rasen wässern

Rasen sollte nur einmal pro Woche gewässert werden - dann aber richtig. Als Richtlinie gelten 20 Liter je Quadratmeter. Lehmige Böden benötigen weniger, sandige Böden etwas mehr. Die ideale Zeit für das Bewässern sind die frühen Morgenstunden - notfalls gehen auch die späten Abendstunden nach Sonnenuntergang. Bei praller Sonne sollte man nicht wässern.

Herbstdünger ausbringen

Einmaliges Düngen im April reicht normalerweise aus. Da der Rasen in diesem Sommer eindeutig unterversorgt ist, sollte im Spätsommer noch einmal gedüngt werden. Im späten Herbst sollte man grundsätzlich nicht mehr düngen, da Rasen bei Bodentemperaturen von unter 8 Grad nicht mehr wächst und im Winter seine Ruhe braucht. Düngermangel sollte ein Gärtner nicht durch mineralischen (anorganischen) Dünger (NPK-Dünger) beheben. Mineraldünger enthalten überwiegend Salze, die keiner Pflanze und keinem Boden gut tun. Salze zerstören die mikrobielle Aktivität des Bodens! Alle Gärtner sollten ausschließlich organischen Dünger benutzen. Der beste und günstigste organische Dünger ist der selbst erzeugte Kompost ("das Gold des Gärtners"). Wenn dieser nicht oder in genügender Menge zur Verfügung steht, ist ein natürlicher Rasendünger wie Oscorna-Rasaflor Rasendünger empfehlenswert.

Vertikutieren gegen Filz, Unkraut und Moos

Das Vertikutieren dient dem Lüften des Rasens. Da nach dem heißen Sommer häufig vermooste Stellen im Rasen festgestellt werden, ist ein Vertikutieren jetzt sinnvoll. Vor dem Vertikutieren sollte der Rasen kurz gemäht und nach dem Vertikutieren kann ggf. Sand aufbracht werden. Der Verein verleiht einen elektrischen Vertikutierer.

Neuer Rasen braucht in den ersten 3 Jahren im Allgemeinen nicht vertikutiert zu werden.

Kahle Stellen nachsäen

Größere kahle Flächen im Rasen (mehr als 10 Zentimeter) sollten mit einer speziellen Nachsaat-Rasenmischung nachgesät werden, damit sich dort nicht Rasenunkräuter ausbreiten können. Dazu sollte der Boden zunächst mit einer Harke oder einem Vertikutierer aufgelockert und Unkräuter entfernt werden. Wenn man auf der neu ausgesäten Fläche zusätzlich ein helles Vlies auf der Fläche locker festmacht, wächst der Rasen unter dem Vlies viel besser wegen der feuchten Atmosphäre und Unkrautsamen können sich nicht ausbreiten. Bei trockenem Wetter muss die Fläche regelmäßig und vorsichtig gewässert werden.

Der neue Rasen sollte erst vorsichtig betreten werden, wenn die Grashalme 5 cm hoch sind. Der erste Schnitt kann erfolgen, wenn der Rasen eine Höhe von über 8 cm erreicht hat.

Letzte Pflege vor dem Winter

Im späten Herbst sollte Laub vom Rasen entfernt und ein letztes Mal gemäht werden. Im Winter sollte der Rasen möglichst nicht betreten werden.

Giersch bekämpfen
Giersch-Pflanze Giersch-Blütendolden Giersch-Blatt
Regelmäßig abhacken
Es ist wichtig, dass man noch so kleinen Gierschpflanzen schon im Frühjahr, sobald sich die ersten Blätter zeigen, konsequent zu Leibe rückt. Wenn man die Pflanzen mehrmals im Jahr mit der Hacke auf Bodenhöhe abschlägt, schwächt man sie allmählich und der Pflanzenteppich wird zusehends lückiger. Dennoch ist diese Methode langwierig und mühsam, denn selbst nach mehr als einem Jahr hat der Giersch immer noch genügend Kraft, um stellenweise neu auszutreiben.

Wurzelgeflecht roden
Auf humusreichen, nicht zu schweren Böden ist das Roden des dichten Wurzelwerks die effizientere Methode: Arbeiten Sie den Boden Stück für Stück mit der Grabegabel durch und sieben Sie das Rhizomgeflecht gründlich aus. Wichtig ist, dass keine Reste der elfenbeinfarbenen Kriechtriebe im Boden zurückbleiben, weil daraus wieder neue Pflanzen entstehen. Und: Graben Sie einen mit Giersch überwucherten Boden nicht um, denn damit lösen Sie das Problem nicht. Das frisch bepflanzte Beet sieht zwar vorübergehend wieder gut aus, aber die Rhizome werden durch das Abstechen zum Wachsen angeregt und die Pflanze erobert das verlorene Gebiet sehr schnell wieder zurück.

Ein Unkrautvlies verhindert, dass Wurzelunkräuter sich ausbreiten. Aus optischen Gründen kann es mit Rindenmulch abgedeckt werden.

Boden abdecken
Auf unbepflanzten Flächen oder unter größeren Gehölzen können Sie den Giersch relativ leicht bekämpfen, indem Sie den kompletten Boden mit einem Unkrautvlies aus Kunststoff oder eine feste Pappe und anschließend etwa zehn Zentimeter dick mit Rindenmulch abdecken. Nach spätestens zwei Jahren sind auch die Rhizome abgestorben. Die Samen bleiben allerdings lange keimfähig, so dass Sie auch weiterhin ein wachsames Auge auf die Fläche werfen müssen.

Bepflanzen können Sie ein solches Beet trotzdem: Schneiden Sie einfach Schlitze in das Vlies und setzen Sie an diesen Stellen Stauden oder Rosen ein.

Kartoffeln als Unkrautvernichter
Erfahrene Gärtner schwören auf Kartoffeln als effiziente Unkrautunterdrücker: Die Pflanzen beschatten den Boden mit ihrem dichten Laub und machen dem Giersch gleichzeitig Wasser und Nährstoffe streitig. Insbesondere vor der Anlage eines neuen Gartens auf einem Neubaugrundstück ist die einjährige Kartoffelkultur zu empfehlen, weil sie neben der Unkrautunterdrückung auch den Boden lockert.

Giersch einfach aufessen
Wer sich damit abfunden hat, dass er den Giersch nicht erfolgreich bekämpfen kann, sollte ihn einfach aufessen. Giersch ist gesund und enthält extrem viel Vitamin C. Besonders die jungen Triebe eignen sich hervorragend für frischen Salat. Giersch eignet sich aber auch als Brotaufstrich, Limonade, Tee und Gemüse.

Obstbaumschnitt und Obststrauchschnitt
Obstbäume und Obststräucher schneidet man ausschließlich mit der Hand, nie mit einer Kettensäge. Dazu werden nur scharfe und einwandfreie Geräte benutzt; eigentlich reichen eine gute Gartenschere sowie eine Astsäge.

Kernobst (Apfel und Birne) sollte im März (aber nicht bei Frost), Steinobst (Kirsche und Pflaume) und Beerenobst nach der Ernte zurückgeschnitten werden.
 
Kernobst schneidet man dicht (5 mm) hinter der (Außen-)Knospe. Beim Steinobst schneidet man nicht an Knospen, sondern man schneidet ganze Äste heraus.

Früchte von Kernobst wachsen an alten Ästen, Früchte von Steinobst und Beerenobst wachsen am jungen Trieb.

Der Apfel- und Birnbaum soll nicht in die Höhe, sondern in die Breite wachsen.

Nach innen wachsende Äste werden in der Regel rausgeschnitten, ebenso soll bei sich kreuzenden Ästen ein Ast weggeschnitten werden.
Morsches und krankes Holz muss immer bis zum gesunden Holz entfernt werden.

Äste werden nahe am Stamm geschnitten. Große und schwere Äste sollten in Etappen geschnitten werden. So verhindert man, dass das plötzliche Gewicht die Rinde einreißt und den Baum verletzt. 

Kurze Aststummel (so genannte Kleiderhaken - siehe Bild) sollten vermieden werden, da sie das Einfallstor für Bakterien sind.
Tipp: So genannte Wassertriebe (Wasserschosse) bilden sich nach einem zu starken Schnitt. Diese sollten regelmäßig entfernt werden. Effektiver als der Schnitt ist dabei das Reißen im zeitigen Sommer, da jeder Schnitt die Pflanze zum erneuten Austreiben anregt. Wassertriebe lassen sich auch vermeiden, indem von vorn herein nicht so viele einzelne Schnitte durchgeführt werden.

Weitere Tipps zum Baumschnitt und Erklärung vieler Fachbegriffe findet ihr bei Mein schöner Garten.

Obstbaumpflege
Baumscheibe
Obstbäume brauchen Platz. Deswegen sollte man Obstbäume nicht zu eng pflanzen. Aber auch am Boden sollte der frisch gepflanzte Baum nicht z. B. gegen Rasen um die Nährstoffe und Wasserzufuhr kämpfen müssen. Das tut beiden nicht gut. Für Abhilfe sorgen so genannte Baumscheiben, die von vornherein so groß im Durchmesser angelegt werden sollten, wie die Krone des Baumes groß wird. Baumscheiben schützen außerdem den Baum vor unbeabsichtigten Verletzungen durch Rasenmäher. Als Umrandung reichen einfache Pflastersteine. Innerhalb der Baumscheibe sollten eventuell vorhandene Grassoden möglichst flach abgestochen und entfernt werden. In diese Umrandung packt man eine ca. 10 cm dicke Schicht Rindenmulch, der die Fläche vor Unkraut schützt.

Apfelfrüchte ausdünnen
Einige Apfelsorten bilden einen so dichten Fruchtansatz, dass 3 oder mehr Früchte nebeneinander wachsen. Hier sollten nur 1 oder 2 Äpfel hängen bleiben, damit diese schön groß und dick werden. Die anderen Fruchtansätze sollten möglich früh vorsichtig abgeknipst werden.

Kalkanstrich
Das Kalken (Weißanstrich) von Obstbaumstämmen im Spätherbst hat mehrere Vorteile: Der Kalkanstrich vermindert ein Vermoosen der Baumstämme im Winter und er schützt den Baum im Winter und Frühjahr bei den ersten Sonnenstrahlen vor Frost-Rissen aufgrund der hohen Temperaturunterschiede zwischen Nacht und Tag. Außerdem werden dabei in der Baumrinde abgelegte Schädlingslarven gleich mit abgetötet.

Rosenschnitt und Rosenpflege
Die Wurzeln der Rosen werden vor dem Pflanzen leicht eingekürzt. Verletzte Wurzeln sollten entfernt werden. Die Wurzelballen sollten vor der Pflanzung getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Wurzelnackte Rosen sollten vor der Pflanzung mehrere Stunden in ein Wasserbad gelegt werden.
Die Schnitte werden etwa fünf Millimeter oberhalb eines Knospenansatzes (Auge) oder Triebes leicht schräg ausgeführt.

Alle durch Krankheiten, Verletzungen oder Frost geschädigten, bräunlichen Triebe werden bis in das gesunde, innen noch grünlichweiße Holz zurückgeschnitten. Sehr dünne und schwache Triebe werden ebenfalls am Triebansatz entfernt.
Der radikale Rückschnitt im Frühling(ab Beginn der Forsythienblüte) erfolgt auf 3 bis 5 gut verteilte junge Triebe. Geschnitten wird ca. 5 mm über einem nach außen weisenden Auge, um zu verhindern, dass die Triebe nach innen wachsen; dabei dürfen keine "Kleiderhaken" stehengelassen werden. Die Schnitthöhe bei den Beet- und Edelrosen variiert zwischen 20 und 40 Zentimetern über dem Boden. Aber vermeiden sie einen übertrieben tiefen Schnitt direkt über der Bodenoberfläche.
Der Sommerschnitt bei Rosen hat nichts mit den bisher beschriebenen Triebrückschnitten zu tun. Im Juni, also noch im Blütestand, können alle öfter blühenden Rosen unter der Blüte zurückgeschnitten werden, d.h. das Verblühte wird entfernt. Dabei wird unterhalb des ersten fünffach gefiederten Blattes 5 mm über dem Knospenansatz geschnitten. Dieser Sommerschnitt regt die Bildung neuer Blüten an.

Wer Hagebutten im Spätherbst ernten oder für die heimischen Vögel zur Verfügung stellen will, sollte nach August nicht mehr schneiden.
Wilde Triebe sind Zweige, die meist im Hochsommer unterhalb der Veredelungsstelle austreiben. Sie nehmen der Rose die Kraft. Man erkennt sie daran, dass sie anders aussehen als die Zweige der Edelrose. Sie sind sehr lang geschossen, hellgrün und haben keine Blüten. Entweder gräbt man sie bis zum Wurzelstock auf und schneidet die Wildlinge ab oder reißt sie gegen die Wuchsrichtung heraus.

Eventuell können Rosen noch mal im Herbst auf ca. 2/3 geschnitten werden, da in den Triebspitzen mitunter Schädlinge überwintern. Ansonsten kann der Herbstschnitt bei gesunden Pflanzen entfallen.

Rosen im Wurzelbereich und nicht von oben gießen.

Rosen erhalten die 1. Düngung im März/April und die 2. und letzte Düngung im Juni/Juli.

Mitte November können Rosen zum Winterschutz mit Erde oder Rindenmulch angehäufelt werden. Im Spätherbst und Winter dürfen Rosen nicht geschnitten werden!

Tipps zur Gartenhygiene
  • Fruchtmumien und befallene Pflanzenteile sollten spätestens im Winter beseitigt werden, um eine Verschleppung von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen zu vermeiden. Diese gehören nicht auf den Kompost, sondern in die graue Tonne.
  • Madiges Obst sollte, bevor es auf den Kompost geworfen wird, 1 bis 2 Tage in einem Wassereimer aufbewahrt werden, damit die Raupen und Maden ertrinken und sich nicht im Kompost vermehren können.
  • Gartengeräte (Messer, Scheren und Sägen) sollten nach bzw. vor jedem Gebrauch desinfiziert werden, damit keine Krankheiten (Pilze, Viren und Bakterien) übertragen werden.

Fruchtmumien

Sind Flechten für Bäume schädlich?
Flechten siedeln sehr gerne - meist auf älteren - Bäumen; besonders gerne auf Apfelbäumen mit gerissenen Rinden, weil sie sich dort gut festsetzen können. Sie sind - entgegen der landläufigen Meinung - aber nicht schädlich für den Baum. Sie entziehen den Bäumen keine Nährstoffe und dringen nicht in das Holz ein. Auch der Rinde schaden sie nicht. Flechten sollten nicht mit einer Drahtbürste abgebürstet werden, da die Rinde des Baumes sonst sehr leicht verletzt werden kann. Eine lockere Borke mit Flechtenbewuchs kann dagegen entfernt werden, da dort andere Schädlinge gerne überwintern.
Als Vorbeugung gegen Flechten hilft es, wenn der Obstbaum beim Schnitt gut ausgelichtet wird, sodass das Laub nach einem Regen schnell wieder abtrocknen kann.
Wenn ein Baum mit einer Flechte bedeckt ist, hat dies den Vorteil, dass keine anderen Bakterien oder Pilze dort siedeln können.

Flechten sind meist weiß oder gelb, können jedoch auch braun, rot, grün, grau oder schwarz sein.

Sprühfleckenkrankheit an Kirschbäumen
Wenn der Mai und Juni sehr feucht sind, wie beispielsweise im Jahr 2012, werden in unserer Anlage vermehrt Kirschbäume von der Sprühfleckenkrankheit befallen.

Bei dieser Pilzerkrankung, die auch bei Zwetschen auftreten kann, erscheinen auf der Blattoberseite kleine violett-rote Flecken und auf der Blattunterseite weiß-braune fleckenartige Sporenlager.

Wegen des feuchten Sommers steigt die Zahl der Flecken explosionsartig. Befallene Blätter vergilben und fallen vorzeitig ab. Der Ernteertrag ist in diesen Fällen meist nur gering, da die Früchte schlecht ausreifen.

Wenn ein Baum mehrere Jahre befallen wird, kann die Krankheit ihn innerhalb weniger Jahre zum Absterben bringen.

Vorbeugung und Bekämpfung

Da der Pilz in den abgefallenen Blättern überwintert, sollten alle befallenen Blätter sorgfältig aufgesammelt und über die graue Tonne entsorgt werden. Befallene Blätter gehören nicht in den Kompost oder die Beete.
Im Schrebergarten ist derzeit kein Pilzbekämpfungsmittel für die Sprühfleckenkrankheit zugelassen.

Behandlungen mit Pflanzenstärkungsmitteln, wie z. B. Neudo-Vital Obst-Pilzschutz von Neudorff; 250 ml ca. 6 €, erhöhen die Widerstandsfähigkeit befallener Bäume gegen die Krankheit.


Gartentipps BKD Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands e.V.
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Hinweis: Wenn sich die Gartentipps des BKD wiederholen, werden Sie hier nicht mehr aktualisiert.
Der Garten im Januar

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Tipp im Januar 2024 - Gefiederten Helfern helfen: Nistkästen sind wichtig zur Dezimierung von Schädlingen im Garten. Eine Reihe von Singvögeln vernichtet für unsere Gartengewächse schädliche Insekten und deren Larven. Ein Blaumeisenpaar beispielsweise geht teilweise bis zu 1000 Mal am Tag auf Futtersuche, um seine hungrigen Nestlinge zu füttern. Vorhandene Nistgelegenheiten können schon im Laufe des Januars gereinigt und instandgesetzt werden. Beseitigen Sie dabei auch eventuell vorhandene Risse in den Kästen. Der Luftzug, der sonst entstünde, wäre Gift für die Vogelbrut. Prüfen Sie auch, ob die Kästen noch sturmsicher, regendicht und geschützt vor Katzen und Waschbären aufgehängt sind.
Licht- oder Dunkelkeimer?
Damit die Aussaat gelingt und bald kleine Keimlinge sprießen können, ist es wichtig zu wissen, ob das Saatgut zur Keimung Licht benötigt, oder in der Dunkelheit keimen muss. Bei einigen Arten macht es keinen Unterschied, ob es zum Zeitpunkt der Samenkeimung hell oder dunkel ist – diese sind neutral wie die meisten Sommerblumen. Andere unserer im Kleingarten beliebten Gemüsearten haben hingegen hohe Ansprüche an die passenden Lichtverhältnisse zum Zeitpunkt der Keimung, die durch pflanzliche Fotorezeptoren gesteuert wird. Artischocken, Blumenkohl, Kohlrabi und Kürbis liegen während der Keimung tiefer unter der Erde. Licht zur Keimung benötigen hingegen Karotten, Kopfsalat, Tomaten oder Porree. Nicht zwangsläufig ist es so, dass die Samen der Lichtkeimer frei auf dem Substrat liegen sollten. Auch durch eine dünne Substratschicht von einem halben Zentimeter kommt genügend Licht hindurch, das der Keimung dienlich ist. Hier muss auf die individuellen Ansprüche jeder Pflanzenart eingegangen werden.
Artischocken aus Samen vorziehen
Wer es kaum erwarten kann mit dem Gärtnern im neuen Jahr fortzufahren, kann sich der Anzucht von Artischocken widmen. Da sie eine lange Keimzeit haben und die Entwicklung bis zur Jungpflanze viele Wochen dauert, ist es wichtig schon früh mit der Aussaat zu beginnen. Die Samen werden mit etwas Abstand zueinander etwa 3–5 cm tief in lockere Anzuchterde gesät. Die Erde sollte feucht aber nicht nass sein. Bei einer Temperatur von 20 – 25° C dauert es 2-4 Wochen bis sich die ersten Keimblätter zeigen. Nach der Keimung können die Jungpflanzen an einen kühleren Ort gestellt werden. Künstliche Beleuchtung fördert kräftiges, gesundes Wachstum. Sind die ersten echten Blätter entwickelt, ist es an der Zeit die Pflanzen zu vereinzeln. Pikiert wird in nährstoffreicheres Substrat. Bevor die Pflanzen ins Freiland gepflanzt werden, sollten sie abgehärtet werden, um sich an die Außentemperaturen zu gewöhnen. Mit ca. 1 m Abstand können Sie nach den Eisheiligen ins Freiland ausziehen. Der Boden sollte gut durchlässig und gemulcht sein.
Winterjasmin nach der Blüte schneiden
Der aus der Familie der Ölbaumgewächse stammende Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) ist eine der wenigen Pflanzen, die hierzulande im Winter blüht und dementsprechend gut winterhart ist. Die Blütezeit beginnt meist schon im Dezember und endet erst viele Wochen später im März oder April. Ob ein sonniger oder leicht schattiger Standort – hier stellt die Pflanze keine besonderen Ansprüche. Allerdings sollte der Boden, in dem sie wurzelt, nährstoffreich sein. Winterjasmin neigt dazu Ausläufer zu bilden und sich stark zu vermehren. Wer ihn im Zaum halten möchte, sollte alle Triebe, die auf dem Boden liegen, im Frühjahr bodennah zurückschneiden. Auch verblühte, überlange Triebe sollten entfernt werden. Damit wird nicht nur ein kompakterer Wuchs gefördert, sondern auch die Blütenbildung im nächsten Jahr angeregt. Winterjasmin kann als Kletterpflanze mit Rankhilfe oder als bodennahwachsende Pflanze kultiviert werden. Auch im Kübel macht sie sich gut. Dann benötigt sie in der Winterzeit allerdings einen zusätzlichen Frostschutz.
Tipp im Januar 2023: Vorfreude ist die schönste Freude – daher ist der Jahresbeginn die passende Zeit sich Gedanken um die neue Gartensaison zu machen und die Saatgutkataloge zu durchstöbern. Da manch ein Samen schon sehr frühzeitig in die Erde muss, lohnt es sich schon jetzt eine erste Auswahl zu treffen, um zum richtigen Zeitpunkt loslegen zu können mit der Anzucht. Denn der Frühling kommt Tag für Tag ein Stückchen näher.  
Keimfähigkeit von Saatgut
Wie lange Saatgut keimfähig ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Die Keimfähigkeit wird vor allem beeinflusst durch die Pflanzenart und die Art der Saatgut-Lagerung. Schwankende Temperaturen, Licht, Feuchtigkeit und Sauerstoff beeinflussen die Keimfähigkeit von Saatgut. Es sollte daher gut verschlossen, vor Licht geschützt an einem gleichmäßig kühlen Ort gelagert werden, um seine Haltbarkeit zu behalten. Wer sich fragt, ob die eigenen Saatgutbestände noch genutzt werden können, sollte wissen, dass die meisten Samen unserer im Kleingarten angebauten Kulturen recht lang keimfähig sind. Bis auf beispielsweise Samen von Zwiebeln, Porree oder Möhren, die es gerade einmal auf 1-2 Jahre bringen, ist das Saatgut der übrigen Kulturen wie Kohlarten, Spinat oder Kürbis zwischen 4-5 Jahre zuverlässig keimfähig. Tomatensamen können unter besten Umständen auch noch nach 10 Jahren Lagerung gesunde Jungpflänzchen hervorbringen.
Neue Beete bauen
Mehr Anbaufläche für Obst und Gemüse im Kleingarten schaffen? Wenn Sie niedrige Temperaturen nicht scheuen und auch im Winter produktiv werden wollen, können Sie jetzt beginnen neue Beete anzulegen. Ausgestattet mit dicken Klamotten, Handschuhen und ein wenig Motivation, lässt es sich im Januar an frostfreien Tagen gut werkeln. Konzipieren Sie dabei die Beetflächen so, dass sie von allen Seiten bis zur Mitte hin gut zu erreichen sind - ohne später zwischen die Pflanzen treten zu müssen. Beetrahmen aus natürlichen oder bereits im Garten vorhandenen Materialien können nicht nur helfen die Anbauflächen von den Wegen abzugrenzen. Beetrahmen sind auch optisch ein Hingucker. Zum Vergleich: ein Kunstwerk, das in einen Rahmen gefasst ist, wirkt durchaus ästhetischer als ein Bild ganz ohne Rahmen. Ist die Rasennarbe dann ausgehoben und der Rahmen verankert, füllen Sie das Beet mit frischem Kompost auf. Im Frühjahr kann es dann direkt losgehen mit dem beackern.
Bodenmüdigkeit vorbeugen: Auf Starkzehrer folgt Gründüngung
Bevor Sie in diesem Jahr mit der Beetplanung beginnen, denken Sie zurück an die letzte Gartensaison. Welche Pflanzen wuchsen dort an welcher Stelle in den Beeten? Waren es Starkzehrer wie Aubergine, Gurke, Kartoffel, Kohl- oder Kürbisarten, sollte auf einen erneuten Anbau dieser Kulturen an diesen Stellen im Beet idealerweise bis zu drei Jahre lang verzichtet werden. Denn der Boden wird „müde “, wenn ihm beim wiederholten Anbau der gleichen Pflanzen im selben Beet immer wieder die gleichen Nährstoffe entzogen werden. Es kommt zu einer Verarmung bestimmter Spurenelemente, der Anhäufung von Schaderregern im Boden und zur Anreicherung von Stoffwechselausscheidungen der Wurzeln, die das Wachstum hemmen oder Schadtiere anziehen. Setzen Sie besser auf Gründüngerpflanzen wie Leguminosen (Schmetterlingsblütler). Denn diese binden Stickstoff aus der Luft im Boden und lockern mit ihren Wurzeln verdichtete Böden wieder auf. Wird ihre Pflanzenmasse dann noch in den Boden eingearbeitet, erhöht sich zusätzlich die organische Substanz im Boden. Auf Starkzehrer folgt eine Gründüngung und in den beiden Folgejahren Schwach- und Mittelzehrer, bevor wieder Starkzehrer an ihren einstigen Standort zurückkehren können.
Tipp im Januar 2020: Bevor für die kommende Gartensaison Saatgut bestellt wird, sollten die Restbestände gesichtet werden. Von zahlreichen Gemüsearten bleiben die Samen mehrere Jahre keimfähig, wenn sie kühl und trocken gelagert werden. Eine Keimprobe schützt vor unangenehmen Überraschungen im Frühjahr. So wird die Saatgutbeschaffung besser geplant – und den Geldbeutel freut’s auch.
Schossende Unterlagen
An den Obstbäumen entstehen in Nähe des Wurzelhalses oft unerwünschte Wurzelschosse, die an ihrer Basis weggenommen werden müssen. Dazu wir der Boden so weit entfernt, dass die Schosse restlos abgeschnitten werden können. Manchmal entstehen die Triebe auch an den Wurzeln der Unterlage und kommen im Bereich der Baumscheibe ans Tageslicht. Hier sollte die Bodendeckschicht besonders sorgfältig beseitigt werden, um die Wurzeln nicht zu verletzen. Eine Grabegabel ist in jedem Fall besser dafür geeignet als ein Spaten. Außerdem sollte der Boden frostfrei sein.
Triebe ersetzen
Alte Stachelbeer- und Johannisbeersträucher bringen gleichmäßige Ernten, wenn überalterte Triebe jährlich entfernt und durch junge ersetzt werden. Überalterte Triebe sind dadurch zu erkennen, dass sie nur noch kümmerlichen Jahrestrieb hervorbringen. Sie fruchten zwar noch, aber die Beeren werden immer kleiner. Von den neuen Bodentrieben werden stets nur so viele erhalten, wie zum Ersatz des alten Holzes benötigt wird, und zwar die kräftigsten. Alle anderen werden entfernt. Zu beachten ist auch, dass alle Ersatztriebe so stehen, dass die Form des Strauches gewahrt bleibt. Durch behutsames Binden der Jungtriebe kann die Form des Strauches  – wenn nötig – ebenfalls korrigiert werden.
Rasen versorgen
Bei frostfreiem und trockenem Wetter können die Rasenflächen bereits im Januar mit gesiebter Komposterde verbessert werden. Kompost ist ein hochpotenter Dünger und versorgt die Rasenfläche nicht nur mit organischem Material, sondern auch mit vielen Nährstoffen.
Der Kompost sollte feinkrümelig sein und wird gleichmäßig 2 cm stark aufgestreut.
Wird die Rasenfläche danach mit einem Holzrechen (weite Zinken) abgeharkt, sorgt dies für eine gleichmäßige Auflage des Substrats.
Kübelpflanzen beobachten
In frostfreien Räumen überwinternde Kübelpflanzen wie Bleistrauch, Oleander, Eisenholzbaum oder verschiedene Solanum-Arten müssen auch im Winter ab und zu gegossen werden. Die Pflanzen verdunsten auch in kühlen Räumen laufend Wasser. Es muss ersetzt werden, damit die Kulturen nicht vertrocknen. Mit dem Gießen wird jedoch so lange gewartet, bis das Substrat in den Kübeln fast trocken ist. Ansonsten droht Wurzelfäulnis. Auch für eine gute Durchlüftung des Überwinterungsraumes sollte regelmäßig gesorgt werden. In feuchten Räumen tritt sehr schnell Mehltau auf, der den gesamten Bestand infizieren kann.
Tipp im Januar 2019: Nach den Feiertagen lassen sich Weihnachtsbaum und grüner Adventsschmuck gut zum Abdecken von Rosen, Steingartenstauden und auch Kübelpflanzen auf Balkon und Terrasse, etwa Hortensien, verwenden. Das Nadelreisig schützt vor Kahlfrösten ebenso wie vor zu starker Wintersonne. Deren Strahlung verführt Gehölze gerade in geschützten Ecken zu vorzeitigem Austrieb, der meist erfriert.
Schutzdecke für Rhabarber
Damit Rhabarber im Frühjahr möglichst zeitig austreibt, sollte er Anfang Januar mit einer dicken Schutzschicht versehen werden. Rhabarber gehört zu den frühesten Gemüsearten. Er treibt aus, sobald der Boden frostfrei ist. Eine dicke Laub- oder Torfschicht – über den Rhabarberstauden ausgebracht – sorgt dafür, dass der Boden nicht allzu tief durchfriert und somit der Austrieb verfrüht wird. Die Schutzschicht muss natürlich ausgebracht werden, bevor die obere Bodenschicht stark durchgefroren ist. Vliese oder Nadelreisig sichern das Laub zusätzlich. Sobald die Temperaturen milder werden, wird das Wärmepolster entfernt.
Obstgehölze auslichten
Zum Auslichten älterer Gehölze sind die Wintermonate bestens geeignet. Allerdings sollten nicht allzu starke Frostgrade herrschen. Das Auslichten wird dann notwendig, wenn der so genannte Instandhaltungsschnitt der Krone nicht jährlich erfolgte und diese daher zu dicht wurde. Entfernt werden alle nach innen wachsende, sich behindernde, beschädigte und kranke Äste und Triebe. Ziel ist eine bessere Durchlüftung und Belichtung der Krone. Das fördert die Fruchtqualität und hemmt den Pilzbefall von Laub und Früchten. Das Seitenholz wird als Begleitholz belassen. Kräftige Jungtriebe werden durch Einkürzen zur Verzweigung angeregt und somit langsam in Fruchtholz umgewandelt.
Beerenobst schneiden
Stachel- und Johannisbeersträucher tragen gleichmäßig, wenn jährlich das älteste Holz durch Jungtriebe ersetzt wird. Die ältesten Zweige der Sträucher haben die dunkelste Rinde. Sie fruchten zwar noch, aber die Beeren werden zunehmend kleiner und lassen sich schwerer ernten. Es werden nur so viele der kräftigsten neuen Bodentriebe belassen, wie für den Ersatz der alten erforderlich sind. So erfolgt ein regelmäßiger Ersatz von Altholz (maximal vier Jahre) durch Jungtriebe. Die sehr frostharten Strauchbeeren sollten zeitig im Jahr geschnitten werden, denn sie treiben früh aus.
Rittersterne pflegen
Blühfähige Rittersterne (Hippeastrum) müssen im Januar warm stehen, brauchen aber wenig Licht. Trotzdem werden sie kaum gegossen. Reichlich gewässert wird erst, wenn der Blütentrieb sichtbar wird. Andernfalls kann er steckenbleiben, und es entwickeln sich nur Blätter. Jetzt brauchen die Pflanzen auch viel Licht und Temperaturen um 18° C. Bei 15 bis 16° C dauert die Blütenentwicklung zwar länger, aber die Blüten werden viel schöner. Zeigt sich die Knospe, ist auch der richtige Zeitpunkt zum Umpflanzen. Dabei wird die obere Substratschicht entfernt, ohne den Wurzelballen zu zerstören. Verwendet wird handelsübliche Blumenerde, die mit etwas Sand vermischt wird. In kleinen Töpfen blühen die Pflanzen sicherer als in größeren. Ältere Exemplare brauchen nur alle drei bis vier Jahre umgepflanzt zu werden.
Tipp im Januar 2018: Die Samenkataloge sind da! Sichten Sie vor der Bestellung neuen Saatguts unbedingt ihre Restbestände. Von zahlreichen Gemüsesorten bleibt das Saatgut mehrere Jahre voll keimfähig, so dass altes Saatgut erneut verwendet werden kann. Das schont den Geldbeutel. Nicht benötigte Samen werden trocken und luftdicht aufbewahrt. Am besten geeignet sind dicht verschlossene Schraubverschlussgläser. Vor Überraschungen schützt in jedem Fall eine Keimprobe, die bereits jetzt am Küchenfenster durchgeführt werden kann.
Gute Gartengeräte
Beim Anschaffen von Gartengeräten sollten Sie auf deren Zweckmäßigkeit achten. Alle Geräte sollen Gartenarbeit ohne großen Kraftaufwand ermöglichen. Achten Sie beim Kauf auf solide Herstellung. Schlussendlich sind preiswert erworbene Geräte die teuersten. Bei Spaten, Hacke, Harke und Laubbesen sollten die Stiele so lang sein, dass damit ohne großes Rückenkrümmen gearbeitet werden kann. Das Arbeiten mit dem Spaten und der Grabegabel ist immer noch schwerste Arbeit im Garten. Erleichterung verschafft die richtige Stiellänge, die im Durchschnitt 85 cm beträgt. Auch die Griffform spielt beim Arbeiten eine Rolle. Der D-Griff ist gewöhnungsbedürftig, der Knopfgriff eignet sich eigentlich nur für leichte Böden. Aus gutem Grund werden Grabewerkzeuge mit T-Griff am häufigsten verwendet.
Gefiederten Helfern helfen
Nisthilfen für Singvögel gehören in jeden naturnahen Garten. Ihre Bewohner helfen, die Populationen von Schädlingen, in der Regel alle Entwicklungsstufen von Kerbtieren auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Ein Blaumeisenpaar beispielsweise geht teilweise bis zu 1000 Mal am Tag auf Beutezug, um seine hungrigen Nestlinge zu füttern. Nistkästen, die im letzten Jahr in Gebrauch waren, können bereits  jetzt gereinigt und instandgesetzt werden. Höhlenbrüter mögen es gern geschützt. Prüfen Sie deshalb, ob die Kästen noch sturmsicher, regendicht und geschützt vor Katzen aufgehängt sind.
Richtige Sorten wählen
Wer Gemüsesorten mit kurzer Entwicklungszeit anbaut, holt mehr aus der Fläche. Die eingesparte Standzeit im Quartier kann zum Anbau geeigneter Vor- und Nachfrüchte genutzt werden. So erhöht sich nicht nur die Biodiversität in ihrem Garten, es kommt auch Vielfalt auf den Tisch. Wenn es nicht auf spezielle Sorteneigenschaften wie Frostresistenz oder gute Lagerfähigkeit geht, lassen sich für den Spätanbau von Gemüse in vielen Fällen Frühsorten mit gleichem Erfolg anbauen. Bei Früh- oder Spätsorten geht es um die Tageslänge, die Einfluss auf die Ausbildung der Pflanzenorgane, die der Gärtner verzehren möchte, haben. Das gilt zum Beispiel für viele Kohl-Arten wie Blumenkohl, Kopfkohl und Kohlrabi.
Tipp im Januar 2017: Nach den Feiertagen lassen sich Weihnachtsbaum und grüner Adventsschmuck gut weiterverwenden, indem Tannen-, Kiefer- oder Fichtenreisig zum Abdecken von Rosen und Steingartenstauden gegen Kahlfröste und Wintersonne verwendet werden.
Nützliche Arbeit: Kompost umsetzen
Komposterde ist nur dann wertvoll, wenn der Komposthaufen richtig gepflegt wird. Dazu gehört das Umsetzen. Alles, was bisher an den Außenseiten lag, kommt nach innen und umgekehrt. So vermischen sich trockene und feuchte sowie weniger oder mehr verrottete Materialien. Komposthaufen werden jährlich wenigstens einmal umgeschaufelt. Wenn die Außenschicht beim Umsetzen schon gefroren ist, werden Stücke abgeschlagen und locker aufgestapelt, um sie mit dem Material, das bisher innen lag, zu bedecken. Auf diese Weise wird eine vorzügliche Durchlüftung des Komposthaufens erzielt, die die Rotte entscheidend beeinflusst. Beim Umsetzen sollte unbedingt auf Tiere wie Kröten, Igel oder Spitzmäuse, die eventuell ihr Winterschlafquartier im Haufen eingerichtet haben, geachtet werden. Gefundene  Tiere werden am besten in einen Schlupfwinkel des neuen Haufens gesetzt.
Anbauplanung: Gemüse mit kurzer Entwicklung
Kleingärtner sollten vorzugsweise Gemüsesorten anbauen, die nur kurze Zeit zur Entwicklung benötigen. So lassen sich die zur Verfügung stehenden Flächen effektiver nutzen. Der erzielte Zeitgewinn ermöglicht den Anbau geeigneter Vor- oder Nachfrüchte, was bei der Verwendung von Sorten mit langer Entwicklungszeit nicht möglich ist. Wenn es nicht unbedingt um Sorteneigenschaften, wie Frosthärte oder gute Lagerfähigkeit im Winterhalbjahr geht, lassen sich für den Spätanbau in vielen Fällen Frühsorten mit gleichem Erfolg im Herbst anbauen, wie die zeitaufwändigen Spätsorten. Das gilt zum Beispiel für Blumenkohl, Kopfkohl oder Kohlrabi.
Erdbeeren: Schutz vor Kahlfrost
Schneearmes, strenges Frostwetter kann Erdbeeren stark schädigen. In Frostlagen sollte die im Spätherbst ausgebrachte Bodenbedeckung auf den Erdbeerbeeten verstärkt werden, um Frostschäden durch Anheben der Pflanzen und Abreißen der Wurzeln zu verhindern. Besonders gilt das für Neupflanzungen. Als Deckmaterial kommen Kompost, Strohmist, Stroh oder Deckreisig in Frage. Wichtig ist, dass die Abdeckung nicht zu früh entfernt wird, denn Spätfrost richtet ebenfalls oft großen Schaden an. Zusätzlich sorgt die Abdeckung für eine Wärmeisolation, so dass die Pflanzen nicht zu früh austreiben und ein erneuter Kälteeinbruch größeren Schaden anrichten kann.
Balkonpflanzen: Putzen im Winterquartier
Pelargonien, Hängenelken, Fuchsien und andere Balkonpflanzen sollten im kühlen Überwinterungsraum regelmäßig durchgeputzt werden. Gleichzeitig wird so oft wie möglich gelüftet. Die Pflanzen verlieren im Winterquartier immer einige Blätter. Absterbendes Laub  wird entfernt, bevor es fault oder schimmelt und so gesunde Blätter und Triebe gefährdet. Triebe werden nur beschnitten, wenn sie Faulstellen aufweisen. Regelmäßiges, vorsichtiges Befeuchten der Topfballen darf nicht vergessen werden. Besonders nach dem Gießen sollte auf häufige Frischluftzufuhr geachtet werden. So verhindert man „Treibhausklima“, das die Pflanzen zu vorzeitigem Wachstum anregen würde.
Januar 2014 - Triebe ersetzen
Alte Stachelbeer- und Johannisbeersträucher bringen gleichmäßige Ernten, wenn überalterte Triebe jährlich entfernt und durch junge ersetzt werden. Überalterte Triebe sind dadurch zu erkennen, dass sie nur noch kümmerlichen Jahrestrieb hervorbringen. Sie fruchten zwar noch, aber die Beeren werden immer kleiner. Von den neuen Bodentrieben werden stets nur so viele erhalten, wie zum Ersatz des alten Holzes benötigt wird, und zwar die kräftigsten. Alle anderen werden entfernt. Zu beachten ist auch, dass alle Ersatztriebe so stehen, dass die Form des Strauches gewahrt bleibt. Durch behutsames Binden der Jungtriebe kann die Form des Strauches  – wenn nötig – ebenfalls korrigiert werden.
Tipp im Januar 2011: Selbst gezogene Kresse von der Fensterbank schmeckt nicht nur lecker, sondern enthält auch viele Vitamine. Dies gelingt ganz einfach: Ein Schälchen oder ein Blumenuntersetzer werden mit ein bis drei Schichten Küchenvlies ausgelegt, dieses befeuchtet und darauf Kressesamen gestreut. Ein warmer Platz auf der Fensterbank und regelmäßiges Feuchthalten fördern die Keimung. Eine erste Ernte ist nach 8 bis 10 Tagen möglich.
Jetzt schon an die Gartengeräte denken
Bei der geplanten Anschaffung neuer Gartengeräte sollten auf Zweckmäßigkeit größten Wert gelegt werden. Die Geräte sollten so beschaffen sein, dass die betreffenden Arbeiten ohne großen Kraftaufwand verrichtet werden können. Auch eine solide Herstellung ist wichtig. Auf Dauer sind gewöhnlich die billigsten Geräte am teuersten. Bei Hacken, Grubbern, Harken und Co. sollte der Stiel so lang sein, dass sie möglichst ohne Rückenkrümmung benutzt werden können.
Scharfe Scherenschnitte
Bei Gartenscheren erzielen nur zweischneidige Geräte einwandfreie Schnitte. Gartenscheren werden nicht nur im Obstgarten, sondern auch bei Gemüse, Gewürzkräutern oder im Ziergarten benötigt. Nicht umsonst werden die schnittigen Helfer häufig Rosenscheren genannt. Die Schneiden sollten aus Material, das die Schärfe gut hält, geschmiedet sein. Wichtig ist, dass die Schere keine Quetschwunden erzeugen darf. Die Größe der Schere wird den Hauptarbeiten im Garten entsprechend ausgewählt. Wer viel an Obstbäumen und anderen großen Gehölzen zu schneiden hat, braucht unbedingt eine Schere von 20 cm Länge. Für Rosen, Stauden und andere Kräuter genügt eine kleinere von 17 bis 18 cm Länge.
Gefiederten Helfern helfen
Nistkästen sind wichtig zur Dezimierung von Schädlingen im Garten. Eine Reihe von Singvögeln vernichtet für unsere Gartengewächse schädliche Insekten und deren Larven. Ein Blaumeisenpaar beispielsweise geht teilweise bis zu 1000 Mal am Tag auf Futtersuche, um die hungrigen Nestlinge zu füttern. Vorhandene Nistgelegenheiten sind schon im Laufe des Januars zu säubern und instand zu setzen. Dabei sollten auch eventuell vorhandene Risse in den Kästen beseitigt werden. Der Luftzug, der sonst entstünde, wäre Gift für die Vogelbrut. Geprüft werden sollte auch, ob die Kästen noch sturmsicher, regendicht und geschützt vor Katzen aufgehängt sind.
Gemüseanbau jährlich planen
Wer von einzelnen Gemüsearten gute Erträge erzielen will, darf bei der Anbauplanung die Bodenmüdigkeit nicht außer Acht lassen. Wenn eine Gemüseart mehrmals hintereinander auf derselben Stelle angebaut wird, werden die Erträge immer geringer. Der Fachmann spricht von Bodenmüdigkeit. Ihre Ursache ist komplexer Natur und noch nicht völlig geklärt. Im Allgemeinen wird angenommen, dass jede Pflanzenart den Boden in spezifischer Weise erschöpft, durch die Wurzeltätigkeit bestimmte Stoffe in den Boden abgibt und Wurzelreste hinterlässt, die für die gleiche Pflanzenart oder auch -gattung wachstumshemmend sind. Außerdem tritt bei wiederkehrendem Anbau derselben Gemüseart eine Häufung bestimmter Krankheiten und Schädlinge durch Anreicherung der Erreger im Boden auf. Deshalb sollten die Gemüsekulturen jährlich gewechselt und so eine bestimmte Fruchtfolge eingehalten werden. Auch auf gewisse Unverträglichkeitsbeziehungen zwischen einzelnen Gemüsearten, wie zum Beispiel alle Leguminosen (Erbsen, Bohnen, Erdnüsse) mit sich selbst und untereinander berücksichtigen.
Tipp im Januar 2010: Im Spätwinter können so genannte Wärmepunkte im Garten entdeckt werden. Dort, wo der Schnee als erstes schmilzt, erwärmt sich der Boden am schnellsten. Die Temperaturen dort werden ganzjährig immer um einige Grad höher sein als an anderen Stellen im Garten. Hier ist der richtige Standort für wärmeliebende Pflanzen oder solche, die ein mildes Klima benötigen, wie etwa Kamelie, Pfirsichsorten oder auch das Pampasgras.
Pläne schmieden
Der Winter ist die beste Zeit, Fachliteratur zu lesen und Pläne für die kommende Saison zu schmieden. Gute Gartenbücher und Fachzeitschriften machen sich oft schon bezahlt, wenn man auf Arten oder Sorten aufmerksam gemacht wird, die  regional besonders gut gedeihen oder sichere Erträge bringen. Auch Tipps zur Gesunderhaltung der Pflanzen sind wertvoll. Man sollte sich beizeiten nicht nur über Schädlinge und Krankheiten und deren Bekämpfung informieren, sondern auch darüber, wie man ihr Auftreten verhindert. Viele vorbeugende Maßnahmen fördern das biologische Gleichgewicht im Garten und machen ihn zu einem wertvollen Kleinbiotop mit Lern- und Erlebniseffekten – auch für Kinder.
Vogelnistkästen bauen
Zum Bau von Nistgelegenheiten für gefiederte Pflanzenschutzhelfer hat man jetzt die meiste Zeit. Bei einigem Geschick ist es nicht schwer, geeignete Nistkästen herzustellen. Berücksichtigen werden müssen die Bedürfnisse der einzelnen Vogelarten. Das betrifft nicht nur die Kastengröße, sondern vor allem die des Fluglochs. Auch die Form spielt eine Rolle. Nicht alle Vögel wollen runde Fluglöcher. Beispielsweise bevorzugen Gartenrotschwänzchen eine spaltartige Einflugöffnung, die nicht zu schmal sein darf. Damit das Säubern der Nistkästen erleichtert wird, sollten sich Vorder- oder Rückseite des Kastens leicht entfernen lassen. Alle Nistkästen sind katzensicher aufzuhängen. Bauanleitungen und Informationen, welche Singvogelart zum Beispiel welche Nisthilfe bevorzugt, sind  in großer Zahl im Internet zu finden, zum Beispiel auf der Internetseite des Natuschutzbundes (NABU).
Heilpflanzen vor Kahlfrost schützen
Ende Dezember kann mit dem Auslichten der Ziersträucher begonnen werden. Aber Achtung: Es darf sich nicht um Frühlings- oder Frühsommerblüher wie Forsythie, Weigelie, Zierkirsche oder Flieder handeln. Diese Gehölze legen ihre Blütenknospen nämlich schon im Vorjahr an: Man würde sich durch den Winterschnitt um die Blüte bringen. Solche Gehölze werden erst nach der Blüte im neuen Jahr ausgelichtet. Für alle andere gilt: Geschnitten wird den Winter über. Einzige Bedingung: Die Temperatur liegt über -5°C.
Blütenzauber im winterlichen Garten
Mit goldgelben oder bronzefarbenen Blüten überrascht bei milder Witterung bereits im Januar die Zaubernuss (Hamamelis mollis). Zusammengerollt vertragen die Blüten bis zu minus 10°C Frost. Beste Bedingungen findet der Strauch an einem sonnigen bis halbschattigen Standort mit tiefgründigem, humosem Boden. Zaubernüsse können drei bis fünf Meter hoch werden und haben einen ausladenden Wuchs. Dies sollte bei der Standortsuche von Anfang an beachtet werden, denn die schönen Winterblüher lassen sich nicht gerne verpflanzen. Für kleine Gärten empfehlen sich stärker aufrecht wachsende Sorten wie die ‚Spanish Spider‘, ‚Orange Peel‘ oder ‚Ruby Glow‘.
Tipp im Januar 2008: Humus für den Boden
Eine ordentliche Humuswirtschaft ist Voraussetzung für gutes Wachstum der Pflanzen und einen reichen Ertrag aus dem Garten. Humusreiche Böden weisen eine gute Struktur auf und fördern ein gesundes Pflanzenwachstum. Deshalb sollten alle Gartenabfälle kompostiert werden. Einige kranke Pflanzenteile, wie etwa mit Monilia-Spitzendürre befallene Zweige der Sauerkirsche, gehören in den Hausmüll. Mitunter sind sogar bestimmte Verpackungen (zum Beispiel Pappkartons für Obst oder Eier) kompostierbar. Solche Verpackungen sind besonders gekennzeichnet. Ein- bis zweijährige Komposterde kann schon im Winter auf den Beeten verteilt bzw. eingearbeitet werden. Für Topfpflanzen sollte der Kompost eine dreijährige Reifezeit hinter sich haben. Erdhaufen sollten jährlich umgeschaufelt werden, um eine gleichmäßige Rotte zu erzielen. Zum Bearbeiten und Umsetzen der Komposthaufen ist jetzt die beste Zeit.
Tipp im Januar 2006: Passender Spaten
Das Graben ist immer noch die anstrengendste Gartenarbeit. Die richtige Stiellänge bei Spaten und Grabegabel erleichtert diese Tätigkeit um einiges. Für kleine Personen beträgt sie 80 und für größere 90 cm. Auch die Griffform ist wichtig. Es wird zwischen T-Griff, D-Griff und Knopfgriff unterschieden, wobei der richtige Griff oft eine Glaubensfrage ist. Auf alle Fälle spielt die Gewöhnung an eine der Griffformen eine große Rolle. Spatenblatt und Zinken der Grabegabeln sollen aus gutem Stahl hergestellt sein. Als geeignetes Blattmaß gelten 27 cm Länge und 18 cm Breite. Eine feste Verbindung mit dem Gerätstiel durch den Schaft entscheidet über die Lebensdauer der Geräte.
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Der Garten im Februar

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Tipp im Februar 2024: Schnee ist die natürliche Schutzdecke für alle im Winter im Freien stehenden Pflanzen. Auf Wegen und sonstigen Flächen liegender Schnee leistet gute Dienste, wenn man ihn auf Beete und Rabatten bringt. Pulverschnee eignet sich vor allem als Schutzdecke für wintergrüne Stauden und andere niedrig bleibende Pflanzen, die bei Barfrost leiden. Die Arbeit lohnt sich auf jeden Fall, zumal Schnee auf Kulturflächen die Bodenfeuchtigkeit vermehrt. Nach starkem Schneefall ist der auf immer- und wintergrünen Pflanzen haften gebliebene Schnee vorsichtig zu entfernen, damit kein Schneebruch entsteht. Am besten eignet sich dazu eine Holzharke (Rechen). Mit ihr klopft man leicht von untern gegen die mit Schneebelasteten Triebe und zwar mit der Rückseite der Harke. 
Kalt- und Frostkeimer im Kräutergarten
Bei einigen unserer im Kleingarten beliebten Küchenkräuter handelt es sich um Kalt- und Frostkeimer. Dazu zählen unter anderem Dill, Schnittlauch, Salbei und Waldmeister. Die Samen dieser Kräuter können entweder sehr hart sein, der Pflanzenembryo ist noch nicht ausreichend entwickelt oder es befinden sich keimhemmende Stoffe in der Samenschale. Die Keimruhe, auch als Dormanz bezeichnet, kann durch Kältereiz und Lichteinwirkung aufgehoben werden. Wer es versäumt hat die Kräuter im Oktober oder November an Ort und Stelle im Beet auszusäen, kann sich jetzt einer Alternative bedienen. Die Samen werden ein bis zwei Tage in warmes Wasser eingeweicht und anschließend in Aussaaterde ausgesät. Die Oberfläche wird mit etwas Sand bestreut, um ein Austrocknen zu vermeiden. Zum Schluss wird durchdringend gewässert. Nun können die Töpfe an eine geschützte Stelle im Freien aufgestellt werden. Bei –4 bis +4 Grad Celsius wird die Keimruhe gebrochen. Sobald die Temperaturen im Frühjahr steigen, beginnt die Keimung.
Obstgehölze pflanzen – Standortbedingungen checken
Obstgehölze werden nicht mehr in erster Linie wegen hohem Ertrag angebaut. Im Vordergrund steht vielmehr die Selbstversorgung der Familie mit unbelasteten Früchten und auch immer mehr der Wunsch nach Sortenvielfalt im Obstgarten. Ganz gleich ob gängige, bekannte Sorten oder alte vom Aussterben bedrohte Sorten. Entscheidend ist, dass man sich den Standortbedingungen widmet, bevor ein neues Obstgehölz erworben und gepflanzt wird. Beurteilt werden sollten dementsprechend die Beschaffenheit des Bodens, das Klima vor Ort, die Lage und der zur Verfügung stehende Platz. Hat man sich für eine Obstart entschieden, sollte zudem ausgeschlossen werden, dass Pflanzen der gleichen Pflanzenfamilie vorher an selbigem Ort wuchsen, um z.B. Bodenmüdigkeit auszuschließen. Passen die Bedingungen, geht es an die Auswahl von Arten und Sorten. Obstgehölze können sorten- und erziehungsabhängig im Kronen- und Wurzelbereich mitunter sehr ausladend werden. Daher ist der Abstand zur Grundstücksgrenze genauso einzuhalten wie der zur eigenen Laube.
Wo sind Schmetterlinge im Winter?
Schmetterlinge fallen wie alle Insekten bei niedrigen Temperaturen in eine Kältestarre. Je nach Art überwintern sie als Ei, Raupe, Puppe oder als erwachsener Falter. Eine besondere Strategie hat der Zitronenfalter: Er lagert ein körpereigenes Frostschutzmittel in seine Zellen ein und friert selbst bei mehr als –10 °C nicht ein. Er hängt dann regungslos an Blättern und Zweigen und erwacht bereits im Februar oder März, um auf Partnersuche zu gehen. Andere ausgewachsene Falter wie das Tagpfauenauge ziehen sich an frostfreie Orte zurück. Man findet sie deswegen oft im Gartenhaus. Die meisten Schmetterlinge verbringen den Wintern jedoch als Raupe oder Puppe. Dafür bleiben sie an den Sträuchern, Kräutern und Gräsern, die ihnen als Futter dienen. Oder sie überwintern ganz in der Nähe im Boden oder unter Laub. Deswegen ist es wichtig, nicht zu früh mit dem Aufräumen anzufangen.
Tipp im Februar 2023: Kiwis sollten noch vor dem Knospenschwellen im zeitigen Frühjahr geschnitten werden. Denn Fruchttriebe, die im Vorjahr bereits Früchte getragen haben, werden in diesem Jahr keine neuen Früchte mehr ausbilden. So gilt es einen kräftigen Jungtrieb der Astpartie, der noch keine Früchte getragen hat, stehen zu lassen und alle anderen Triebe zu entfernen.   
Ökobilanz des eigenen Kleingartens verbessern
Um die Ökobilanz des eigenen Kleingartens zu verbessern, denkt man am besten in Kreisläufen und an Recycling. Nichts, was im Garten an organischem Material anfällt ist Müll. So können aus Ästen Totholzhecken angelegt werden, Häcksel und Grasschnitt können als Mulch dienen, manch hohler Halm in einem „Insektenhotel“ zur Bienenkinderstube werden. Die beste Gartenerde kann durch Kompostierung selbst hergestellt werden. Regenwasser kann aufgefangen werden statt Trink- und Grundwasser für die Bewässerung zu verwenden. Pflanzen und Saatgut können mit den Nachbarinnen und Nachbarn getauscht und Saatgut selbst vermehrt werden. Die Stärkung der Pflanzen wird durch die Auswahl standort- und klimaangepasster Sorten und Arten und durch die Berücksichtigung von Mischkultur, Fruchtfolge, Mulchen und eine achtsame Bodenpflege gewährleistet. Bauen Sie Ihr Lieblingsessen selbst an und kaufen Sie weniger Obst und Gemüse aus Übersee. Viele Kleingärtnerinnen und Kleingärtner fahren zudem gern mit dem Rad zum wohnortnahen Garten und verbringen ihren Urlaub auf ihrer Kleingartenparzelle. Auch das trägt zum Klimaschutz bei.
Der beste Platz für den Komposthaufen
Komposthaufen sind ein Muss in jedem Kleingarten. Pro 100 Quadratmeter Gartenfläche sollte idealerweise 1 Kubikmeter (1 m³) Kompostplatz zur Verfügung stehen, auf dem Pflanzenreste kompostiert werden. Die Menge des entstandenen Komposts sollte zur Düngung des Gartens ausreichen. Beim Kompostieren hat sich das rotierende Drei-Kammer-System bewährt: eine Kammer wird im Laufe des Jahres befüllt, in der zweiten Kammer kompostieren die organischen Materialien aus dem Vorjahr, aus der dritten Kammer kann frischer Kompost entnommen werden und im Garten zum Einsatz kommen. Ein Komposthaufen wird optimalerweise im Halbschatten angelegt und muss dabei auf unversiegeltem Boden stehen, denn nur so können sich Bodenlebewesen ansiedeln. Wichtig ist, dass der Komposthaufen gut durchlüftet ist, denn die Mikroorganismen und Bodenlebewesen benötigen Sauerstoff, um ihrer Arbeit nachgehen zu können. Ist keine gute Durchlüftung gegeben, kann es zu Fäulnisprozessen kommen. Der Kompostplatz sollte zudem nicht zu feucht und nicht zu trocken sein, in jedem Fall sollte er sich ausreichend erwärmen können, damit die Verrottung so richtig in Gang kommen kann.
Winterschnitt an Obstbäumen
Bei Obstbäumen wie Apfel, Birne oder Quitte empfiehlt es sich, den Schnitt Ende Februar oder Mitte März vorzunehmen. Schneidet man bereits im Herbst, würden die Wunden in der vegetationslosen Zeit nur schlecht verheilen. Vorteil im Februar oder März: Am Baum ist kein Laub, daher hat der Gärtner bessere Sicht. Zudem erfolgt jetzt bessere Wundheilung durch die bald endende Winterruhe. Beim Schnitt ist es wichtig, für eine ausreichende Belüftung der Krone zu sorgen. Denn dichtes Laub und dadurch wenig Luft in der Krone können Krankheiten begünstigen sowie den Ertrag und die Gesundheit des Gehölzes negativ beeinflussen. In die Krone wachsende, sich kreuzende Äste oder steil nach oben wachsende Äste (Wassertriebe) werden mit scharfem Werkzeug entfernt. Wassertriebe bilden sich nach starkem Rückschnitt und kosten den Baum unnötige Energie. Sie sind Konkurrenztriebe und sollten entfernt werden. Kranke, tote oder beschädigte Äste können jederzeit entfernen.
Tipp im Februar 2022: Damit der Anbau ausgewählter Kulturpflanzen gelingt und am Ende auch die Früchte der Arbeit geerntet werden können, ist eine gute Planung hilfreich. Wer Gemüse anbauen und ernten möchte, sollte bereits im Januar oder Februar beginnen zu überlegen, welche Kulturen in der kommenden Gartensaison im Beet stehen sollen. Denn, vorausgesetzt man möchte seine Jungpflanzen selbst anziehen, muss bei manchen Kulturen bereits im Februar mit der Aussaat begonnen werden. Man sollte bei der Gemüsebeet-Planung das gesamte Gartenjahr einmal komplett durchspielen und notieren welches Gemüse im Garten wachsen oder letztendlich auf dem Teller landen soll.
Ordnung in der Saatgutbox schaffen
In Vorfreude auf die kommende Gartensaison ist es jetzt an der Zeit für Ordnung in der Saatgutbox zu sorgen. Nehmen Sie sich die Zeit und sichten Sie das noch vorhandene Saatgutsortiment. Doch wie soll man die vielen Tütchen am besten ordnen? Am einfachsten ist es das Saatgut nach Aussaattermin zu sortieren. Pflanzen, die bereits ab Februar ausgesät werden, kommen ganz nach vorn in die Kiste. Dort würden sich dann also Samen von Chili, Paprika, Aubergine oder Physalis finden lassen. Im März reihen sich dann Samen von frühen Gemüsesorten wie Kohlrabi oder auch Stauden ein. Im April sind beispielsweise Tomaten für die geschützte Aussaat im Haus dran. Zucchini und Kürbisse werden ab Mitte Mai im Freiland ausgesät. Für die Freilandaussaat sind im Mai ebenso Sommerblumen in der Box zu finden. Über diese Ordnung hinaus, erhält man einen guten Überblick darüber, welche Pflanzensamen den Bestand noch bereichern könnten, damit von Frühjahr bis in den Winter hinein frisches Gemüse geerntet und blühende Beete bestaunt werden können.
Aussaaterde - das passende Substrat für die Vorkultur
Das besondere an Aussaaterde ist, dass sie leicht und locker, nährstoffarm, frei von Samen und keimfrei ist. Warum ist das alles wichtig? In leichtem und lockerem Substrat können die jungen, zarten Wurzeln ohne große Kraftanstrengung gut Fußfassen. Nährstoffarm sollte das Substrat sein, weil Düngesalze die jungen Wurzeln verbrennen können und das zum Absterben der Jungpflanzen führen kann. Frei von Samen sollte das Anzuchtsubstrat sein, um unnötige Konkurrenz im Jungpflanzenbeet zu vermeiden. Torf sollte die Aussaaterde ebenso nicht enthalten. Denn die Torfvorkommen sind begrenzt und der Abbau zerstört wertvolle Lebensräume.
Wärmeliebendes Gemüse aussäen
Einige Gemüsearten entwickeln sich nach der Aussaat recht schnell und bilden erste Früchte, andere benötigen viel mehr Zeit für ihre Entwicklung – wie wärmeliebende Gemüse. Für den Kleingärtner ist es daher gut zu wissen, welche Pflanzen eine eher lange Entwicklungszeit (Zeit von der Aussaat bis zur ersten Ernte) haben, um frühzeitig mit der Vorkultur beginnen zu können. Da unter anderem Artischocke, Aubergine, Chili, Paprika oder Physalis zu den Gemüsearten gehören, die viele Monate benötigen, um erste Früchte zu bilden, ist es ratsam bereits jetzt mit der Vorkultur im Zimmer zu beginnen. Der Standort für die Jungpflanzenanzucht sollte in erster Linie warm sein, denn bei den Samen liegt die optimale Keimtemperatur je nach Gemüseart zwischen 20 und 28 Grad. Temperaturen deutlich darüber oder darunter lassen das Saatgut meist gar nicht erst aufgehen. Sind die Pflänzchen gekeimt, ist es an der Zeit die Pflanzen an einen hellen Platz zu stellen oder entsprechende Pflanzenlampen für eine optimale Belichtung zu nutzen.
Tipp im Februar 2020: Die erste Rasenmahd ist zwar meist erst im April fällig, trotzdem sollten Sie bereits jetzt Ihren Rasenmäher fit für die Saison machen. Im Februar ist noch ausreichend Zeit für Zündkerzencheck, Ölwechsel oder Kabelkontrolle – und zwar stressfrei. Ein Messerschliff tut gleichfalls oft Wunder. Wer dies selbst erledigt, muss das Messer vor dem erneuten Einbau sorgfältig austarieren. Dann steht einer entspannten Rasenmahd-Saison nichts mehr im Weg.  
Gemüse vorziehen
Frühbeetkästen und Kleingewächshäuser eignen sich ab Ende Februar sehr gut zur Anzucht von Jungpflanzen. Geeignet sind alle Gemüsearten mit geringem Wärmeanspruch. Vor allem bei Kopfsalat, Kohlrabi, Radieschen und Rettich lohnt sich diese Anzuchtmethode. Die Aussaat erfolgt in Reihen mit einem Abstand von 10 cm. Es sollte möglichst dünn ausgesät werden, das fördert die Entwicklung kräftiger, gesunder und gleichmäßig großer Jungpflanzen. Das Saatbeet sollte bis zum Auflaufen nicht gelüftet werden, um den empfindlichen Keimprozess durch Temperaturschwankungen nicht zu unterbrechen. Sind die Jungpflanzen kräftig genug – also nach 2 bis 3 Wochen – werden sie durch regelmäßiges Lüften für das Freiland abgehärtet.
Dahlienknollen kontrollieren
Frostfreie Wintertage sollte zum Lüften und zur Kontrolle der Lager für Dahlienknollen genutzt werden, denn hohe Luftfeuchtigkeit verursacht schnell Fäulnis im Lager.  Der Wurzelhals, aus dem der Frühjahrstrieb erfolgt, darf keinen Schaden erleiden. Bildet sich an Stängelrückständen Schimmel, muss dieser entfernt und der Lagerraum gründlich gelüftet werden. Der Schimmel greift sonst schnell auf den Wurzelhals über. Liegen die Knollen zu dicht übereinander, sollten sie umgeschichtet oder auseinander gelegt werden. Stark infizierte, verfaulte Knollen werden rasch entfernt.
Vergessene Tulpen setzen
Wer im vergangenen Herbst versäumt hat, Tulpenzwiebeln zu pflanzen, kann dies noch im Februar nachholen. Einzige Voraussetzung: der Boden muss frostfrei sein. Wichtig ist, dass die Zwiebeln den Winter über gut aufbewahrt wurden. Beim Pflanzen sollten ein paar Dinge beachtet werden. So ist im Februar kurz vor dem natürlichen Austrieb der Zwiebelboden meist schon geschwollen und an manchen Zwiebeln bereits die Triebspitze erkennbar. Beide dürfen nicht beschädigt werden, so dass die Pflanzung besonders vorsichtig durchgeführt werden muss. Die Zwiebeln dürfen deshalb nicht einfach in den Boden gedrückt werden, sondern müssen sorgfältig in ausgehobene Pflanzgruben gesetzt werden.
Gehölze schneiden
Ein sachgemäßer Schnitt hält Ziergehölze gesund und reguliert ihre Form und Größe. Die Schnittmaßnahmen sollten Ende Februar abgeschlossen sein, denn bald beenden die Gehölze ihre Winterruhe und der Saftstrom in den Pflanzen beginnt. Bei allen Schnittmaßnahmen sollten die wichtigsten Schnittregeln für Blütensträucher beachtet werden. Es spielt eine große Rolle, ob die Gehölze am vorjährigen Holz blühen, ihre Blütenanlagen also bereits im vergangenen Jahr ausgebildet wurden oder ob sich die Knospen an den diesjährigen Trieben entwickeln. Werden Frühjahrsblüher wie Forsythie, Scheinquitte oder Flieder im Februar zurückgeschnitten, entfernt man mit dem Schnitt die Blütenknospen – die Sträucher blühen nicht. Sommerblüher wie Pfeifenstrauch, Feuerdorn oder Schneeball können dagegen jetzt noch bedenkenlos in Form gebracht werden.
Tipp im Februar 2019: Ende des Monats werden Klettergehölze ausgelichtet und alte sowie abgestorbene Triebe herausgeschnitten. Bei älteren Blauregen (Wisteria) und Trompetenblumen (Campsis) werden die Vorjahrestriebe bis auf drei Knospen zurückgeschnitten. Das unterstützt die Blühwilligkeit dieser Pflanzen enorm.
Gemüse: Saatbeet vorbereiten
Um den Garten frühzeitig zu bestellen, müssen nicht unbedingt Frühbeetkästen oder Kleingewächshäuser zur Verfügung stehen. Denn auch im Freiland kann leichter Boden in sonniger Lage bei frostfreiem Wetter schon ab Ende Februar für Aussaaten vorbereitet werden. Als Kultur kommen frühe Möhren, Radieschen, Kresse, Zwiebeln oder Saubohnen in Frage. Der Boden sollte nicht mehr allzu feucht sein, trotzdem gilt: Das Land wird nur mit einem Grubber bearbeitet und mit der Harke zu einem feinkrümeligen Saatbett vorbereitet, um ausreichend Bodenfeuchtigkeit zu erhalten. Die Wege zwischen den Beeten sollten ungefähr das gleiche Höhenniveau haben wie die Beete selbst. Anderenfalls stehen später die Randreihen der Gemüsekulturen bei sonnigem Wetter stets zu trocken, was ein zügiges Wachstum behindert.
Weinreben schneiden
Weinreben können den ganzen Winter geschnitten werden. Diese Arbeit sollte aber spätestens Ende Februar abgeschlossen sein, da die Saftbewegung des Weins sehr früh beginnt. Bei zu spätem Schnitt verliert die Rebe durch starken Saftaustritt aus den Schnittwunden („Bluten“) wertvolle Aufbaustoffe. Grundsätzlich wird zwischen zwei Augen und nicht – wie bei Obst sonst üblich – nahe über dem Auge geschnitten. Nur die einjährigen Sommertriebe des Weins bilden Fruchtholz mit Blütenständen, den so genannten Gescheinen. Der vorjährige Trieb wird bis auf zwei Augen zurückgeschnitten, es verbleibt der so genannte Zapfen. Aus ihm entstehen zwei Austriebe, die Bogrebe und der zukünftige Ersatzzapfen. Gewöhnlich fruchten beide. Im Folgejahr wird die Bogrebe weggeschnitten und der Zapfen wieder auf zwei Augen gekürzt. Der Zapfen ist also das wichtigste unentbehrliche Erneuerungsorgan des Weins. Über ihn wird dauernd verjüngt.
Knollenlager lüften
Jeder frostfreie Wintertag ist zum Lüften der Knollenlager für Dahlien, Gladiolen und Co zu nutzen. Dabei sollten die Speicherorgane regelmäßig kontrolliert werden, da besonders Dahlien gefährdet sind, wenn die Luftfeuchtigkeit im Lagerraum zu hoch ist. Dann bildet sich nämlich Schimmel an den Stängelrückständen, der den Wurzelhals infizieren kann. Liegen die Knollen zu dicht beieinander, müssen sie umgeschichtet und mit größerem Abstand gelagert werden. Auch Gladiolenknollen müssen laufen auf Befall mit Lagerfäule untersucht werden. Angefaulte Knollen werden rigoros entfernt und vernichtet. Die gesunden Knollen werden sofort an einen warmen und relativ trockenen Ort gebracht, um eine weitere Ausbreitung der Infektion zu verhindern.
Schnee schadet nicht
Schnee auf im Februar oder März blühenden Sträuchern schadet nicht. Zaubernuss, Seidelbast, Duft-Schneeball oder Winter-Jasmin sind aus ihrer Heimat Kälte und Schnee gewohnt. Bei ihnen kann Schnee auf den Blüten liegen, ohne dass sie Schaden nehmen. Das passiert eher beim Abstreifen des Schnees, da die empfindlichen Blütenblätter verletzt würden, was zu vorzeitigem Absterben führt. Erlaubt, aber nicht notwendig ist lediglich leichtes Schütteln.
Tipp im Februar 2018: Jetzt ist die beste Zeit für eine Bodenuntersuchung – besonders bei der Übernahme oder Neugestaltung eines (Klein-)Gartens. Eine Bodenuntersuchung gibt Auskunft über Struktur und Zusammensetzung (Humusgehalt), Nährstoffgehalt und pH-Wert des Gartenbodens. Erst danach liegen konkrete Angaben vor: zur Art und Menge einer Düngung und ob diese überhautp notwendig ist. Exakte Dünge- und Kalkempfehlungen nützen den Pflanzen, schonen die Umwelt und oft auch den Geldbeutel. Wie Proben entnommen und wo diese untersucht werden, erklärt der Vereinsfachberater.
Frühbeete aufbauen
Frühbeete werden im Februar bei frostfreiem Wetter aufgebaut. Einfache Frühbeete werden in Ost-West-Richtung aufgestellt, damit die (einzige) Fensterneigung nach Süden zeigt. Doppelfrühbeete werden in Nord-Süd-Richtung aufgestellt, so dass eine FEnstereneigung nach Osten, die zweite nach Western zeigt. Einfache Frühbeete erwärmen sich schneller als doppelte, durch den kleineren Luftraum sind sie aber auch schneller überhitzt. Wander- bzw. Minifrühbeete mit deutlich kleineren Maßen und aus leichten Materialien wie Alu-Acrylglas-Konstruktionen können auch bei Frost aufgestellt werden, da keine Pfähle einzuschlagen sind.
Frühmöhren säen
Wer rechtzeitig Möhren ernten möchte, muss für die frühe Aussaat spezielle Frühsorten verwenden. Eine Aussaat bereits Ende Februar ist nur auf humosen Sandböden in sonniger Lage sinnvoll. Sonst liegt der Samen zu lange im Boden und keimt nicht. Der Reihenabstand sollte 20 cm betragen, außerdem ist  Markiersaat (Radieschen) sinnvoll. Möhrensamen sind so klein, dass 1 Gramm 800 bis 900 Körner enthält! Deshalb werden Möhren oft zu dicht gesät. Je Quadratmeter werden maximal nur 0,5 Gramm Saatgut verwendet. Der Trick: Die Möhrensaat wird mit der doppelten Menge an trockenem Quarzsand gemischt. Eine Abdeckung des Saatbeets mit Schutzvlies oder Lochfolie verbessert das Auflaufergebnis.
Beerenobst pflanzen
Stachel- und Johannisbeeren können bei frostfreiem Boden schon jetzt gepflanzt werden. Sie vertragen Minustemperaturen ohne Weiteres und treiben sehr früh aus. Das Pflanzloch für Beerensträucher muss nur so groß sein, dass die Wurzeln bequem hineinpassen. Stallmist gehört nicht in die Pflanzgrube, ist aber zur Abdeckung der Pflanzstelle sehr gut geeignet, weil er das Austrocknen verhindert und laufend Nährstoffe zum raschen Anwachsen nachliefert. Stachel- und Johannisbeeren werden als Busch erzogen, der später aus 6 bis 8 Bodentrieben bestehen soll. Es ist aber auch möglich, kräftige Pflanzen mit nur 1 bis 3 Trieben wie Brombeeren am Spalier zu erziehen. Hochstämme erlauben eine Unterpflanzung, benötigen jedoch immer einen Stützpfahl, sind oft empfindlicher und bringen weniger Ertrag. Im Naschgarten kann das durchaus erwünscht sein.
Überwinterte Fuchsien schneiden
Fuchsien im Winterquartier werden Ende Februar um die Hälfte zurückgeschnitten. So treiben sie kräftig aus und entwickeln sich buschig. Sind mehrjährige Fuchsien zu hoch geworden, kann auch ins zweijährige Holz zurückgeschnitten werden. Damit sich der neue Austrieb kurz und gesund entwickelt, ist ein kühler und sehr heller Platz mit Temperaturen von 12 bis 15°C ideal. Bis sich der Neuaustrieb entwickelt, wird die Erde nur leicht angefeuchtet. Beginnt das Wachstum, wird wieder kräftiger gegossen. 
Tipp im Februar 2017: Sie erinnern sich noch? Ende April, schönes Wetter, endlich Rasenmähen und –  der Mäher springt nicht an? Ersparen Sie sich diesen Ärger und besorgen jetzt, in der arbeitsarmen Zeit, den Jahresservice: Öl wechseln, Zündkerzen austauschen, und Messer schleifen (lassen). So geht es gut gelaunt in den Frühling. (Nicht in allen Kleingartenanlagen ist der Betrieb von Benzinrasenmähern erlaubt.)
Zwiebeln säen
Für Zwiebeln gilt der Grundsatz: Je früher, desto besser, so dass bei günstiger Witterung bereits Ende Februar mit der Aussaat begonnen werden kann. Zwiebeln keimen schon bei Temperaturen von 2 bis 3 °C. Voraussetzung für den Erfolg ist ein gut vorbereitetes, feinkrümeliges Saatbett. Nur einjähriges Saatgut keimt gut, so dass auch bei neu erworbenem Samen eine Keimprobe empfehlenswert ist. Es könnte sonst passieren, dass Sie das schlechte Auflaufen des Samens der frühen Aussaat  zuschreiben, was aber selten der Fall ist. Wichtig ist die Saattiefe – Zwiebeln dürfen höchstens einen Zentimeter tief in den Boden gebracht werden. Eine Verwendung von Radieschen als Markiersaat empfiehlt sich, da Unkrautjäten und Hacken zu den wichtigsten Maßnahmen der Zwiebelkultur zählen.
Winterschnitt bei Reben
Der Winterschnitt des Weins ist prinzipiell von November bis März möglich. Der Saftstrom in der Rebe beginnt sehr früh im Jahr. Bei zu spätem Schnitt verliert die Rebe deshalb durch starken Saftaustritt aus der Schnittfläche wertvolle Aufbaustoffe. Bei stärkerem Frost sollte der Schnitt aber verschoben werden. Beim Wein wird grundsätzlich zwischen zwei Augen geschnitten. Fruchtholz (Tragholz) mit Blütenständen (Gescheine) bilden nur die einjährigen Sommertriebe, die aus zweijährigem Holz hervorgehen. Wird der vorjährige Trieb also auf zwei Augen zurückgeschnitten, verbleibt der Zapfen. Aus ihm entstehen zwei Austriebe, die Bogrebe und der zukünftige Zapfen. Der Zapfen ist das wichtigste Erneuerungsorgan der Rebe. Zur Verinnerlichung des Schnittprinzips empfiehlt sich einmal das gründliche Studium von Fachliteratur. Anhand guter Schnitt-Skizzen ist der Vorgang schnell verstanden.
Kontrolle im Dahlienlager
Jeder frostfreie Wintertag ist zum Lüften und zur Kontrolle der Lager für Gladiolen, Dahlien, Indisches Blumenrohr (Canna) und anderer Knollen zu nutzen. Dahlienknollen sind am meisten gefährdet, wenn im Lager die Luft zu feucht ist. Der Wurzelhals, aus dem der Frühjahrstrieb erfolgt, darf nicht beschädigt werden. Schimmel an den Stängelrückständen muss sofort entfernt und gründlich gelüftet werden. Der Schimmel greift sonst schnell auf den Wurzelhals über – die Knollen drohen zu verfaulen. Liegen die Knollen zudem zu dicht übereinander, sollten sie umgeschichtet und mit größerem Abstand zueinander gelagert  werden.
Rittersterne warm stellen
Blühfähige Rittersterne müssen warm stehen. Trotzdem werden sie anfangs kaum gegossen. Reichlicher gewässert wird erst, wenn der Blütentrieb richtig sichtbar wird. Andernfalls kann er steckenbleiben und es entwickeln sich nur Blätter. Ist der neue Trieb da, sollte die Pflanze hell und bei maximal 18°C stehen. Bei 15-16°C entwickeln sich die Blüten zwar etwas langsamer, aber sie werden viel schöner und halten länger. Bei richtiger Pflege blüht der Ritterstern lange und von Jahr zu Jahr immer üppiger.
Tipp im Februar 2011: So lange im Garten noch nicht viel zu tun ist, kann in einer leicht schattigen Gartenecke ein Kompostplatz angelegt werden. Praktisch ist es, gleich drei Behälter oder Silos aufzustellen: einen zum Sammeln der Grünabfälle, einen zum ordentlichen Aufschichten und einen zum Umsetzen und Reifen.
Saatbeete vorbereiten
Nicht jeder Hobbygärtner kann oder möchte auf Frühbeete oder kalte Kleingewächshäuser zurückgreifen, um möglichst früh zu bestellen. Das ist auch nicht unbedingt notwendig. Denn im Freiland kann leichter Boden in sonniger Lage, der frostfrei ist, schon ab Ende Februar für Saaten vorbereitet werden. Als Kultur kommen frühe Möhren, Radieschen oder Saubohnen in Frage. Auch bei Zwiebelsaat gilt: je früher desto besser. Um die Winterfeuchtigkeit zu halten, wird das Land nur mit einem Grubber bearbeitet und mit der Harke zu einem feinkrümeligen Saatbeet vorbereitet. Gleichzeitig sollten die Wege abgesteckt, festgetreten oder schmale Lattenroste ausgelegt werden. Die Arbeitswege sollten keinesfalls ausgeschaufelt werden. Die Randreihen der Gemüsekulturen stünden bei sonnigem Wetter stets zu trocken. Das Wachstum leidet darunter wesentlich.

Leimringe entfernen
Die im Herbst an die Obstbäume angelegten Leimringe sollten im Laufe des Februars entfernt und über den Hausmüll entsorgt werden. Dabei muss sehr sorgfältig gearbeitet werden. Unter den Rändern der Leimringe haben oft weitere Schadorganismen Unterschlupf gefunden. Auch Frostspannerweibchen können dort ihre Eier abgelegt haben. Deshalb sollten auch alle Rindenrisse und die Bereiche ober- und unterhalb des Leimringes genau geprüft werden.
Stauden festtreten
Wenn der Boden im Ziergarten völlig aufgetaut ist, muss kontrolliert werden, ob im Herbst gepflanzte Stauden durch Frost emporgehoben wurden, sonst drohen Verluste im Staudenbeet. Je nach Grad der Lockerung müssen die betreffenden Pflanzen herausgehoben und neu gepflanzt oder nur festgedrückt werden. Ist der Boden nur mäßig feucht, empfiehlt es sich, anschließend zu wässern. Im Steingarten zeigen sich Ende Februar die ersten Blüten, beispielsweise des Winterlings. Um den Frühblühern ein ungehindertes Durchkommen ans Tageslicht zu ermöglichen, sollte jetzt das als Winterschutz aufgelegte Fichtenreisig und Falllaub entfernt werden. Der Winterschutz sollte aber in der Nähe liegenbleiben: So kann bei starken Frösten immer noch einen leichten Schutz gegeben werden.
Pelargonien topfen
Trocken überwinterte Pelargonien (Geranien) werden Ende Februar zurück geschnitten und in neues Substrat getopft. Buschige Exemplare erzielt man, wenn jeder Trieb auf ein Drittel seiner Länge gekürzt wird. Der Schnitt sollte stets zwischen zwei Augen (ruhende Knospen) erfolgen. Die Wurzeln werden von trockener Erde befreit und um die Hälfte gekürzt. Die so vorbereiteten Pflanzen erhalten verhältnismäßig kleine Töpfe (ca. 9 cm Durchmesser). Als Substrat kommt Einheitserde mit etwas Sand vermischt zur Anwendung. Nur mäßig feucht gehalten ist ein heller Standort bei kühlen Temperaturen (nicht über 20° Celsius) für einen kräftigen Neuaustrieb unerlässlich. Ab Ende April werden die Pelargonien allmählich an ihren sonnigen Freilandaufenthalt gewöhnt.
Tipp im Februar 2010: Bereits im Februar beginnt die Vorkultur einiger Gemüsepflanzen unter Glas. Verwenden Sie für die Aussaat spezielle Anzuchterden. Die sind zwar teurer als andere Erden, aber die Investition lohnt sich. Anzuchtsubstrate sind strukturstabil, nährstoffarm und frei von Krankheiten. Sie halten die Feuchtigkeit, ohne dabei zu vernässen: ideale Startbedingungen für junge Sämlinge.
Schnee entfernen
Schnee ist die natürliche Schutzdecke für alle im Freien stehenden Pflanzen. Auf Wegen und sonstigen Flächen liegender Schnee leistet gute Dienste, wenn man ihn auf Beete und Rabatten bringt. Pulverschnee eignet sich vor allem als Schutzdecke für wintergrüne Stauden und andere niedrig bleibende Pflanzen, die bei Kahlfrost leiden. Die Arbeit lohnt sich auf jeden Fall, zumal Schnee auf den Beeten die Bodenfeuchtigkeit erhöht. Nach starkem Schneefall sollte der auf immergrünen Gehölzen haftende Schnee entfernt werden, damit kein Schneebruch entsteht. Dazu klopft man mit einem Holzrechen leicht von unten gegen die mit Schnee belasteten Triebe, bis sie schneefrei sind.
Ziergehölzen schneiden
Die Winterzeit ist Schnittzeit bei Gehölzen. An einem Spalier oder einer Pergola gezogener Kletter-Knöterich (Fallopia, früher bekannt als Polygonum) kann an einem frostfreien Tag gründlich ausgelichtet werden. Dabei braucht man nicht kleinlich vorzugehen, denn Knöterich verträgt starken Rückschnitt. Ist der Knöterich unten kahl geworden, schneidet man ihn auf 40 bis 50 cm über dem Boden zurück. Im zeitigen Frühjahr reichlich mit Nährstoffen versorgt (3 Liter Kompost je m²), erreicht er bald seine ursprüngliche Höhe. Auch Waldreben (Clematis), die im Sommer oder Herbst blühen, werden im Vorfrühling auf 20 bis 40 cm zurückgeschnitten. Blütensträucher, die ihre Knospen bereits im vergangenen Sommer entwickelt haben, dürfen im Winter nicht zurückgeschnitten werden, man würde alle Blütenknospen entfernen. Dazu gehören Flieder (Syringa), Forsythie (Forsythia), Blauregen (Wisteria), Goldregen (Laburnum) und Zierkirschen (Prunus). Bei ihnen beschränkt man sich im Winter auf das Auslichten. Sind die Sträucher zu groß oder müssen in Form gebracht werden, wird sofort nach der Blüte im Frühjahr zurückgeschnitten.
Tipp im Februar 2009: Zitrusbäumchen umtopfen
Viele der hierzulande angebotenen Zitronen- und Orangenbäumchen kommen aus dem Süden und werden dort als Baumschulware für das Freiland produziert. Deshalb stimmt in den meisten Fällen die Erde für die Topfkultur nicht. Beim Umpflanzen sollte daher unbedingt eine spezielle Zitruserde verwendet werden. Sie ist kalkfrei, wasserdurchlässig und gut durchlüftet. Häufigster Fehler bei Zitruskulturen: Jetzt im Winter wird zu viel gegossen. Wenn die Pflanzen kühl bei 10-15°C und recht hell stehen, können sie für Wochen vergessen werden. Im Mai kommen sie dann ins Freie und werden kräftig gegossen und gedüngt.
Pflanzkübel vorbereiten
Langsam kommt die Zeit, leere Kübel, Kästen, Töpfe und Schalen für die kommende Balkonsaison durchzusehen. Mit einer kräftigen Wurzelbürste und einem Eimer Wasser lassen sich auch betagte Exemplare wieder „auf Vordermann bringen“. Positiver Nebeneffekt: Wenn die Kataloge für den Gartenbedarf ins Haus flattern, wissen Sie genau, welche Neuanschaffung im Kübelsortiment nötig ist – und welche Verlockungen Sie sich sparen können.
Tipp im Februar 2006: Majoran jetzt aussäen
Ende Februar können Sie Majoran in Schalen und Töpfen aussäen. Der feine Majoransamen darf nicht zu dicht und nur einen halben Zentimeter tief liegen. Die Aussaatgefäße benötigen einen hellen Platz auf der Fensterbank und Temperaturen von 15 bis 20° Celsius. Pikieren Sie später jeweils 3 bis 4 Pflanzen in kleine Töpfe und stellen Sie diese im warmen Frühbeet auf.
Frühblüher begrüßen
Manchmal blühen bereits Anfang Februar die ersten Frühblüher wie Schneeglöckchen, Winterling, Amur-Adonisröschen, Wildkrokus-Arten und einige Steichbrech-Gewächse. Sorgen Sie für Licht und Luft und räumen Sie vorsichtig Nadelholzreisig und Laub zur Seite. Auf jeden Fall sollten Sie die Winterschutzdecke etwas lockern, damit sich die Blüten ungehindert entwickeln können.
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Der Garten im März

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Tipp im März 2024: Wertvoller Nektar: die besten Frühjahrsblüher für frühe Brummer
Hummeln schwirren meist schon ab 4 Grad Außentemperatur aus auf der Suche nach Nahrung. Wer sie und andere Frühaufsteher bei der Nahrungssuche unterstützen möchte, sollte auf die entsprechende Pflanzenauswahl setzen. Es gibt relativ farbenfrohe Möglichkeiten für den Garten. Einige beliebte und robuste Frühjahrsblüher sind natürlich das Schneeglöckchen, aber auch Krokusse, Winterlinge und Traubenhyazinthen. Der Märzenbecher, das Leberblümchen und das Buschwindröschen bringen zudem viel Farbe in den Garten. Da diese Pflänzchen durch ihre sehr frühe Blütezeit im Jahr keine Konkurrenz durch die Beschattung von Baumkronen oder Sträucher fürchten müssen, lassen sie sich auch an Stellen im Garten anpflanzen, die nach dem Laubaustrieb ab April sehr schattig und dunkel werden. Frühblüher locken also nicht nur bestäubende Insekten an und bieten ihnen eine wichtige Energiequelle nach dem Winter. Sie sorgen auch für einen farbenfrohen und blühenden Start in die neue Gartensaison.
Aromatisches Schattendasein – Bärlauch im Garten
Bärlauch (Allium ursinum) gehört zu den Wildkräutern im Garten, die im Frühjahr als erstes geerntet werden können. Bärlauch ist eine köstliche und vielseitig einsetzbare Pflanze für die Küche. Um Bärlauch anzubauen, benötigt man einen schattigen bis halbschattigen Standort im Garten mit humusreichem und feuchtem Boden. Pflanzen kann man die kleinen Zwiebeln sowohl im Herbst als auch im Frühjahr. Der Boden sollte stets feucht sein, aber nicht nass. Um die Pflanzen herum, sollte gemulcht werden, um Feuchtigkeit im Boden zu speichern und Unkrautwuchs zu unterdrücken. Bärlauch kann sich schnell ausbreiten, daher ist es wichtig ihn regelmäßig zu ernten und so eine Überwucherung zu vermeiden. Dabei sollte darauf geachtet werden die einzelnen Blätter vorsichtig zu lösen, um die Pflanze nicht zu beschädigen. Frisch geernteter Bärlauch lässt sich gehackt wunderbar in Eiswürfelbehälter einfrieren. So kann man ihn auch nach dem Frühjahr noch genießen.
Zwiebeln direkt ins Beet säen
Die Aussaat von Speisezwiebeln ist besonders bei seltenen und alten Sorten vonnöten, da Raritäten selten als Pflanzgut (Steckzwiebeln) vertrieben werden. Zwiebeln stellen besonders hohe Ansprüche an den Boden und gedeihen am besten auf Lehm- und Lößböden mit hohem Humusanteil. Reine Sandböden, aber auch zu schwere oder nasse Böden sind ungeeignet. Frische organische Düngung mögen Zwiebeln ebenfalls nicht. Die Aussaat sollte so früh wie möglich erfolgen, allerdings muss der Boden abgetrocknet sein. Die für die Aussaat vorgesehene Fläche darf nicht gegraben, allenfalls gegrubbert und geharkt werden. Der günstigste Saattermin liegt Anfang bis Mitte März. Als Reihenabstand genügen 20 cm. Säen Sie möglichst dünn (0,5 g Saatgut/m²) und nicht tiefer als 1 Zentimeter. Markiersaat beispielsweise mit Radieschen ist von Vorteil. Nach dem Auflaufen sollten zu dicht stehende Pflänzchen vereinzelt werden.
Was ist eigentlich Biodiversität?
Biodiversität ist gleichbedeutend mit biologischer Vielfalt. Sie umfasst drei Bereiche: die Artenvielfalt, die genetische Vielfalt innerhalb der Arten und die Vielfalt der Ökosysteme. Weltweit ist heute ein dramatischer Rückgang in allen drei Bereichen zu beobachten. Der Erhalt der Biodiversität ist so wichtig, da sie die Lebensgrundlagen des Menschen sichert, indem sie Leistungen wie Bodenbildung, Bestäubung und mehr erbringt. Viele Kleingärten haben bereits eine hohe Biodiversität, durch den Anbau vielfältiger Nutzpflanzen und kleinteilige Strukturen. Vor allem Insekten, Wildpflanzen und Co. profitieren von einer naturnahen Bewirtschaftung ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Dünger.
Mehr Informationen und Anregungen bietet das Projekt „Kleingärten für Biologische Vielfalt“ https://kleingaerten-biologische-vielfalt.de/
Tipp im März 2023: Frühe Erbsensorten, wie die Zuckererbse Ambrosia oder Frühe Heinrich, können schon jetzt direkt ins Gemüsebeet gesät werden. Die Aussaattiefe sollte etwa bei 3-5 cm liegen. Ein Abstand von etwa 20 cm sollte zwischen den einzelnen Pflanzen gewahrt werden. Die optimale Keimtemperatur bei Erbsen liegt bei ca. 12 – 18 °C. Sobald der Boden ausreichend erwärmt ist, beginnt die Keimung.
Stauden, Gräser und Farnen teilen
Ab März können zu groß geratene oder blühfaul gewordene Stauden, Gräser oder Farne geteilt werden und einen neuen Platz im Beet oder dem Beet des Nachbarn finden. Ziemlich perfekt sind die Pflanzen an die Standortverhältnisse in Ihrem Garten angepasst, sodass sie leicht fußfassen sollten. Graben Sie dazu die Pflanze großzügig aus und teilen Sie sie mit einem scharfen Spaten in zwei oder mehr Teile. Manchmal muss auch ein scharfes Messer (z.B. ein Brotmesser) zu Hilfe genommen werden, um einen Wurzelballen möglichst schonend teilen zu können. Die Pflanzenteile werden dann umgehend in die bereits vorbereiteten Pflanzlöcher umgesetzt, mit guter Gartenerde aufgefüllt und ringsum angedrückt. Zum Schluss müssen die neu gesetzten Stauden, Gräser oder Farne nur noch kräftig angegossen werden. Es lohnt, sich schon im Herbst und Winter einen Plan zu machen, welche Pflanzen geteilt werden müssen.
Aronia – die Superfrucht
Die Aronia melanocarpa, auch Schwarze Apfelbeere genannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und stammt ursprünglich aus den Wäldern Nordamerikas. Sie gedeiht in Kanada genauso gut wie in Europa und Sibirien. Was spricht also dagegen diese genügsame Pflanze im eigenen Garten zu kultivieren? Die Aronia benötigt einen lockeren, feuchten - nicht staunassen – Boden an einem möglichst sonnigen Standort. Sie gedeiht aber auch an halbschattigen Standorten sehr gut. Der Apfelbeerenstrauch wird ein bis zwei Meter hoch und entwickelt im Mai kleine weiße Blüten, die, ob ihrer Zugehörigkeit zu den Rosengewächsen, der unserer Apfelbäume ähneln. Ab August reifen dann die violetten Beeren an Schirmrispen heran. Wenn man nicht schnell genug ist, muss man sich die Ernte mit Vögeln teilen. Hat man doch noch welche ergattert, lassen sich die herbsüßen Früchte dann gut zu Gelee oder Marmelade verarbeiten. Auch Sirup oder Saft kann man aus den Früchten herstellen. Da die Aronia Temperaturen bis unter - 30°C gut aushält, muss man sich um ihren Winterschutz zudem keine großen Gedanken machen.
Topfpflanzen im Garten
Wenn einzelne Pflanzen im Garten in Töpfen heranwachsen sollen, sollten sie in ihren beengten Wohnverhältnissen optimale Bedingungen vorfinden. Dazu zählen: eine optimale Nährstoffversorgung – denn in Gefäßen mit viel kleinerem Wurzelraum sind die Nährstoffe nicht nur schnell verbraucht, sondern können durch regelmäßiges Gießen auch viel schneller aus dem Topf oder Kübel ausgespült werden. Regelmäßige Wassergaben – Pflanzen, die in Töpfen wachsen, haben keine Möglichkeit ihre Wurzeln in trockenen Zeiten etwas tiefer ins Erdreich zu schlagen, um sich selbst mit Wasser zu versorgen. Daher sind Pflanzen in Topfhaltung sehr viel abhängiger von ihrem Gärtner, was eine regelmäßige Versorgung mit Wasser anbelangt. Möglichst keine Unkrautbildung – denn Konkurrenzpflanzen können sich negativ auf das Wachstum der Topfpflanze auswirken. Und selbstverständlich ist der richtige Standort entscheidend für ein gesundes Wachstum. Es sollte immer individuell auf die Bedürfnisse jeder einzelnen Pflanze eingegangen werden, die in einen Topf oder Kübel gepflanzt werden soll. Je besser man es schafft ähnliche Lebensbedingungen „nachzuahmen“, wie es die Pflanze von ihrem natürlichen Standort her kennt, desto besser kann eine im Topf gehaltene Pflanze gedeihen.
Tipp im März 2022: Wer Kartoffeln vorkeimt, verfrüht die nicht nur die Ernte um etwa 14 Tage, sondern steigert auch den Ertrag. Zur Verfrühung werden die Kartoffeln Anfang März einschichtig so in flache Kisten gelegt, dass der Teil mit den meisten Augen nach oben zeigt. Entscheidend ist genügend Licht, damit sich kurze, kräftige Keime entwickeln. : An frostfreien Tagen kann schon jetzt unerwünschtes Beikraut aus den Beeten entfernt werden. Wer die Finger nicht mehr stillhalten kann, kann sich also dem Entfernen von Löwenzahn und co. widmen, bevor diese sich ungehemmt vermehren. Da in den Beeten noch kaum andere Stauden wachsen und man einen freien Blick hat, lassen sich die Pflanzen gut erkennen. Zudem ist der Boden zu dieser Jahreszeit durch häufigen Niederschlag so locker, dass das gründliche Entfernen der Pflanzen leicht von der Hand geht. Achten Sie beim Betreten der Beete aber unbedingt darauf nicht auf die Köpfe der bereits ausgetriebenen Frühjahrsblüher zu treten.
Saatscheiben und -bänder selbst herstellen
Eine wunderbare und vor allem nützliche Aufgabe, die schon jetzt im zeitigen Frühjahr angegangen werden kann, ist es Saatscheiben selbst herzustellen. Auch Kinder haben ihre Freude an dieser Tätigkeit. Dafür einfach vorsichtig die obere Lage von einem Blatt Küchenrolle entfernen. Nun die untere Lage Küchenpapier mit einer Blumenspritze anfeuchten, damit die Samen besser haften bleiben. Die Samen mit Abstand auf das feuchte Küchenpapier legen. Anschließend die anfangs entfernte Papierlage wieder oben drauflegen, nochmals leicht befeuchten, andrücken und gut trocknen lassen. Saatscheiben sind besonders hilfreich bei der Aussaat von Küchenkräutern wie Basilikum oder Koriander. Saatbänder können zudem bei der Aussaat von Möhren oder Radieschen dienlich sein. Sie sorgen vor allem für den richtigen Abstand im Beet und verhindern, dass die Samen, zum Beispiel bei starkem Regen, weggespült werden.
Gemüsebeete startklar machen
Ab März können die Gemüsebeete für die kommende Anbausaison vorbereitet werden. Sobald die Temperaturen draußen ansteigen, der Frost vorüber und der Boden im Gemüsebeet abgetrocknet ist, kann es losgehen. Waren die Beete über den Winter mit organischem Mulch bedeckt, wird dieser nun abgetragen und kann kompostiert werden. Haben sich unerwünschte Beikräuter auf dem Beet breitgemacht, sollten diese im gleichen Atemzug entfernt werden. Tiefgründiges Umgraben der Beete ist nicht zu empfehlen, da das das Bodengefüge zerstört. Es genügt die Beete oberflächlich zum Beispiel mit einer Harke zu lockern und einzuebnen. Je feiner der Boden ist, desto leichter haben es die jungen Zöglinge später beim Wachsen. Kurz bevor die ersten Gemüse ins Beet gesät oder gesetzt werden, wird dieses noch mit frischem Kompost versorgt. Dieser wird gleichmäßig auf dem Boden verteilt und leicht in die Oberfläche eingearbeitet. Ab März können bereits frühe Sorten von Erbsen oder Möhren gesät werden. Feldsalat keimt schon bei niedrigeren Temperaturen und eignet sich damit besonders gut für die frühe Aussaat.
Mulchschichten entfernen
Im März sollten alle Mulchschichten im Gemüse- und Ziergarten, die als Winterschutz dienten, gelockert oder entfernt werden. So kann sich der Boden schneller erwärmen und die aufkeimenden Beetpflanzen werden wieder mit frischer Luft und Sonnenlicht versorgt. Bleibt das Mulchmaterial zu lang auf den Beeten liegen, wachsen die neuen Triebe sparrig, dünn und kraftlos und können zudem anfälliger sein für Pilzkrankheiten. Um die Pflanzen behutsam an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen, sollte das Material an einem wolkenbehangenen Tag entfernt werden – so verhindert man, dass bereits ausgetriebene Pflänzchen einen Sonnenbrand erleiden. Organisches Material, das verwendet wurde, beispielsweise Laub oder Reisig, kommt auf den Komposthaufen. Beim Abräumen des Mulchs und bei jeder Bodenpflegemaßnahme sollte gleichzeitig auf Nacktschneckeneier geachtet werden. Wer die kleinen weißen „Kügelchen“ jetzt entfernt, erspart Sie sich später manchen Ärger über zu viele der unliebsamen Gartengäste.
Tipp im März 2020: Wer Kartoffeln vorkeimt, verfrüht die nicht nur die Ernte um etwa 14 Tage, sondern steigert auch den Ertrag. Zur Verfrühung werden die Kartoffeln Anfang März einschichtig so in flache Kisten gelegt, dass der Teil mit den meisten Augen nach oben zeigt. Entscheidend ist genügend Licht, damit sich kurze, kräftige Keime entwickeln.
Batavia-Salat pflanzen
Als Eichblatt- und Bataviasalat werden interessante Varietäten des Pflücksalats bezeichnet. Wie der Name verrät, besitzt Eichblatt eichenblattförmige Blätter, die je nach Sorte rotbraun oder gelbgrün gefärbt sind. Blattbatavia, auch als ‚Lollo rossa’ oder ‚Lollo bianca’ bekannt, bilden dagegen kompakte, halbkugelige Pflanzen mit stark gekrausten Laubblättern. Auch davon gibt es rotbraune oder grüne Sorten. Wer bereits im Mai eigenen Salat ernten möchte, muss unter Glas oder Folie Jungpflanzen vorziehen oder diese beim Gärtner kaufen. Ab Mitte März können die Setzlinge im Schutz eines Folientunnels oder unter Vlies ausgepflanzt werden. Bei sonnigem Wetter darf das Lüften nicht vergessen werden. Leichte Minustemperaturen überstehen Salatpflanzen problemlos. Achtung: Salat ist eine beliebte Beute von Nacktschnecken. Hier sollte Vorsorge getroffen werden.
Speisezwiebeln stecken
Wer rechtzeitig große Zwiebeln ernten möchte, muss die Pflanzzwiebeln bereits im März stecken. Entscheidend für den Anbauerfolg ist die Größe der Zwiebeln, sie sollten nur Haselnussgröße haben. Je größer die Steckzwiebel, umso eher besteht die Gefahr, dass die Pflanzen schießen (vorzeitig blühen) und keine Zwiebel ausbilden. ie Zwiebeln werden nur einen Zentimeter tief gesteckt, so dass der Zwiebelhals noch zu sehen ist. Für zehn Quadratmeter Beetfläche benötigt man etwa 0,5 bis 0,7 kg Pflanzgut. Zwiebeln stellen hohe Ansprüche an das Erdreich. Sie gedeihen am besten auf sandigen Böden mit hohem Humusgehalt, die im Frühjahr beizeiten abtrocknen. Zwiebeln mögen keinen frischen Stalldung, ebenso wenig umgegrabene Beete. Grubbern und sorgfältiges Harken bzw. Rechen reichen völlig aus.
Erdbeeren ausputzen
Im März werden die Erdbeerbeete auf die Saison vorbereitet: Ausputzen, Lockern und Düngen sind angesagt. Alle vertrockneten, verfaulten oder verfärbten Laubblätter werden entfernt und vernichtet, weil an ihnen oft Krankheitserreger überwintert haben, besonders Botrytis, der Erreger der Grauschimmelfäule. Liegt noch Mulch auf den Beeten, wird dieser vorsichtig und oberflächlich in den Boden eingearbeitet. Dabei kann gleich gedüngt werden. Je Quadratmeter Erdbeerbeet werden drei bis fünf Liter Kompost und danach ein geeignetes Mulchmaterial, etwa Stroh oder Laub, aufgebracht. Wird Rohkompost als Mulchmaterial verwendet, kann der Dünger eingespart werden. Dann sollte aber während der Fruchtbildung eine zusätzliche geeignete Deckschicht auf die Beete ausgebracht werden, um die Früchte vor Nässe und Verschmutzung zu schützen.
Stauden pflanzen und teilen
Ende März kann mit dem Pflanzen von spätblühenden Stauden begonnen werden. Dazu gehören Glatt- und Raublattastern, Herbstanemone, Fetthenne oder Herbsteisenhut. Auch alte Pflanzen werden jetzt geteilt und umgepflanzt. Das Teilen fördert das Wachstum und garantiert eine reiche Blüte. Im Frühjahr blühende Stauden wie Gemswurz, Frühlingsplatterbse oder Leberblümchen werden erst im Spätfrühling geteilt, sonst ist ihre Blüte gefährdet. Beim Teilen geht man beherzt vor, oft hilft ein Stich mit dem Spaten. Jedes Teilstück sollte einen gesunden mehrtriebigen Kopf haben. Die Rhizome und Wurzeln der Stauden werden sorgfältig von Wurzelunkräutern wie Quecke und Winde befreit. Da auch Stauden unter Bodenmüdigkeit leiden, ist ein neuer Platz für gesundes Wachstum sehr wichtig.
Tipp im März 2019: Um zu testen, ob Kompost reif ist und als Anzuchterde verwendet werden kann, wird eine Keimprobe durchgeführt. Am besten eignet sich dafür Kresse-Saatgut. Kressesamen reagieren rasch auf pflanzenunverträgliche Substanzen. Keimt die Kresse dicht und grün, ist die Erde gebrauchsfertig. Bleiben viele Samen taub oder werden die Keimblätter gelblich bzw. verfaulen, muss der Kompost noch nachreifen.
Steckzwiebeln setzen
Steckzwiebeln müssen im März gelegt werden, wenn rechtzeitig große Zwiebeln geerntet werden sollen. Die Erzeugung von Speise- und Lagerzwiebeln aus Steckzwiebeln ist sicherer als der Anbau von Saatzwiebeln. Entscheidend für den Erfolg ist die Größe der Steckzwiebeln. Sie sollten maximal Haselnussgröße haben. Je größer die Steckzwiebeln sind, desto größer ist der Ausfall durch Schosser – also Pflanzen, die Blütenschäfte anstatt einer kräftigen Zwiebel ausbilden. Speisezwiebeln gedeihen am besten auf mittelschweren Böden mit hohem Humusgehalt. Gesteckt werden die Zwiebeln in einem Reihenabstand von 25 cm, der Abstand in der Reihe sollte 8 cm betragen. Sie kommen nur so tief in den Boden, so dass der Zwiebelhals noch zu sehen ist. Der Platz zwischen den Zwiebelreihen lässt sich durch eine Reihe Radieschen zusätzlich nutzen.
Himbeeren pflanzen
Himbeeren mögen leichte, sehr humose Böden. Sie sollten nur auf solchen Flächen gepflanzt werden, die frei von Wurzelunkräutern sind. Himbeeren werden in einem Reihenabstand von 150 cm und in der Reihe 50 cm auseinander gepflanzt. Der Wurzelhals der Jungpflanzen kann einige Zentimeter tiefer im Boden stehen. Himbeeren sind Flachwurzler und sollten daher immer gemulcht werden. Eine kräftige Schicht aus Laub und Grünschnitt imitiert Waldbodenbedingungen und fördert Wachstum und Ertrag der Himbeeren merklich. Es gibt ein- und zweimal tragende Sorten, die als Sommer- und Herbsthimbeeren kultiviert werden. Für langen Himbeergenuss gehören beide Kulturgruppen in den Garten.
Duftwicken säen
Duftwicken (Lathyrus odoratus) sind nicht frostempfindlich, deshalb können sie bereits ab Mitte März an Ort und Stelle ausgesät werden. Kleinblütige Sorten blühen üppiger als großblumige. Duft- oder Edelwicken lieben einen gut bearbeiteten, humusreichen Boden. Für einen guten Anbauerfolg sollte der Standort jedes Jahr gewechselt werden. Sollen die Wicken jährlich an der gleichen Stelle blühen, muss ein Teil des Bodens durch frischen Kompost oder Gartenerde ersetzt werden. Je nach Standort und gewünschter Wirkung werden die Wicken ein- oder zweireihig ausgesät. An Zäunen genügt in der Regel eine Reihe, auf Beeten werden sie in Zweierreihen mit 20 cm Abstand, zwischen denen das Rankgerüst steht, gesät. In der Reihe beträgt der Saatabstand 5 cm.
Blumenknollen vorkultivieren
Vorkultivierte Blumenknollen bringen zeitige Blütenpracht im Sommer. Das lohnt sich besonders bei Blumenrohr (Canna-Indica-Hybriden) Canna-Knollen werden Ende März in Blumentöpfe gepflanzt. Zu große Knollen werden geteilt, wobei jedes Teilstück mindestens eine Triebknospe besitzen muss. Die Töpfe sollten nur so groß gewählt werden, dass ein Knollenstück gerade hineinpasst. Als Substrat werden sandige Blumen- oder Komposterde verwendet. Die Knollen werden flach mit Erde bedeckt und können bei 15 bis 18 °C so lange dunkel stehen, bis die Triebe sichtbar werden. Dann benötigen sie ausreichend Licht für eine gesunde Triebentwicklung.
Tipp im März 2018: Unansehnliche, vermooste Rasenflächen können mit ein paar Tricks frühjahrsfit gemacht werden. Nach dem ersten Schnitt wird vertikutiert, danach gesiebte Komposterde aufgestreut, die mit Quarzsand im Verhältnis eins zu drei vermischt wurde. Das fördert die Durchlüftung und verringert das Mooswachstum. Nehmen Wildkräuter wie Gänseblümchen oder Gundermann überhand: Nicht zur Chemie greifen! Die Devise lautet: Mit organischem Langzeitdünger düngen, düngen, düngen. Dann werden die Wildkräuter durch die kräftig wachsenden Rasengräser verdrängt.
Zwiebelraritäten in das Saatbett
Die Aussaat von Speisezwiebeln ist besonders bei seltenen und alten Sorten angesagt, da solche Raritäten selten als Pflanzgut (Steckzwiebeln) vertrieben werden. Zwiebeln stellen besonders hohe Ansprüche an den Boden und gedeihen am besten auf Lehm- und Lößböden mit hohem Humusanteil. Reine Sandböden, aber auch zu schwere oder nasse Böden sind ungeeignet. Frische organische Düngung mögen Zwiebeln ebenfalls nicht. Die Aussaat sollte so früh wie möglich erfolgen, allerdings muss der Boden abgetrocknet sein. Die für die Aussaat vorgesehene Fläche darf nicht gegraben, allenfalls gegrubbert und geharkt werden. Der optimale Saattermin liegt je nach Witterung zwischen Anfang und Mitte März. Gesät wird in Reihen (Abstand 20 cm) etwa 1 cm tief. Säen Sie möglichst dünn (0,5 g Saatgut/m²) und nicht tiefer als einen Zentimeter. Eine Markiersaat mit Radieschen verschafft Übersicht. Nach dem Auflaufen können zu dicht stehende Pflänzchen vereinzelt werden.
Aus für die Johannisbeer-Gallmilbe
Schwarze Johannisbeeren werden häufig von Johannisbeer-Gallmilben befallen. Der Befall ist bereits vom Spätherbst an durch die ballonartig aufgetriebenen Rundknospen sichtbar. Die Milben verursachen einen schwachen oder völlig fehlenden Austrieb, Blattdeformationen und später Ertragsverluste. Außerdem verbreitet die versteckt lebende Milbenart eine Virose, die brennesselartig verformte Blätter zur Folge hat. Die Milben werden durch konsequenten Rückschnitt ins alte Holz oder durch Ausbrechen der befallenen Knospen bekämpft. Die befallenen Pflanzenteile gehören nicht auf den Kompost! Ist der Befall zu stark, hilft nur noch Roden der erkrankten Sträucher. Wichtig sind gesundes Pflanzgut aus dem Fachmarkt und der Anbau resistenter Sorten, zum Beispiel die Sorten ‚Dr. Bauer‘s Ometa‘ und  ‚Titania’.
Sommerblumensaat ins Frühbeet
Sommerblumen, die eine Vorkultur benötigen, werden ab Mitte März ins Frühbeet gesät (siehe Februar-Tipp). Gesät werden Löwenmaul, Sommerastern, Studentenblumen und Zinnien. Nicht zu eng aussäen, sonst muss verzogen werden. Die Aussaat wird nur leicht mit Erde bedeckt und stets feucht gehalten. Vorsicht beim Gießen! Stehen die Jungpflanzen zu feucht, vderbeiten sich schnell Wurzelpilze. Gelüftet werden die Frühbeete so oft wir möglich, allerdings nur bei freudnlichen Wetter: So kann der Boden trocknen und die Pflänzchen werden abgehärtet.
Blühstart auf Balkonien
Balkonkästen, Schalen, Tröge und Kübel für Sommerblumen können ab Mitte März mit Frühjahrsblühern bestückt werden. Das verkürzt die Wartezeit bis zur Sommerbepflanzung Mitte/Ende Mai. Als Substrat kommen torffreie Blumenerden aus dem Handel oder Kompost aus dem Garten zum Einsatz. Kompost kostet nichts und enthält reichlich Nährstoffe, deshalb sollte er mit Gartenboden vermischt werden. Zusaätzlich gedüngt werden muss dann nicht mehr. Geeignete Blumenarten für die Frühjahrspflanzung  sind Stiefmütterchen, Primeln, Tausendschön, Vergissmeinicht und alle frühblühenden Zwiebelblumen.
Tipp im März 2017: Im März sollten alle Mulchschichten im Gemüse- und Ziergarten, die als Winterschutz dienten, entfernt werden. So kann sich der Boden schneller erwärmen. Organisches Material, das verwendet wurde, kommt auf den Komposthaufen. Beim Abräumen des Mulchs und bei jeder Bodenpflegemaßnahme sollte auf Nacktschneckeneier geachtet werden. Wer die kleinen weißen „Kügelchen“ jetzt entfernt, erspart Sie sich später manchen Ärger über zu viele der unliebsamen Gartengäste.
Möhren säen
In den März fällt die Hauptaussaatzeit für frühe und mittelfrühe Möhrensorten. Der Reihenabstand sollte 20 cm betragen. Möhrensamen ist relativ klein – ein Gramm enthält 800 bis 900 Samenkörner. Aus diesem Grund werden Möhren meist zu dicht gesät. Je Quadratmeter sollten nur etwas 0,5 Gramm zur Aussaat kommen. Dazu kann der Möhrensamen mit der doppelten Menge trockenen, feinen Sands gemischt werden – die  Aussaatdichte verringert sich. Bis zum Auflaufen der Möhren vergehen manchmal bis zu vier Wochen, sodass Markiersaat anzuraten ist. Dazu eignen sich Radieschen sehr gut. Vor dem Schließen der Saatrillen wird alle 8 bis 10 cm ein Korn ausgelegt. Radieschen keimen schon nach wenigen Tagen und lassen die Reihen erkennen, so dass rechtzeitig gehackt oder gemulcht werden kann.
Beeren pflegen
Strauchbeerenobst sowie Erdbeeren sind Flachwurzler, das heißt die meisten Wurzeln befinden sich in 20 bis 30 cm Bodentiefe. Hacken bzw. Grubbern statt Graben lautet daher die Devise. Das meiste Beerenobst gehört ursprünglich zum Unterholz von Waldgebieten mit dicken Mullschichten auf dem Boden. Daher kommt dem Mulchen im Garten, also der Abdeckung mit organischem Material, bei Beerenobst große Bedeutung zu. Geeignet sind alle verrotteten oder angerotteten Materialien wie Laub, Stroh, Mäh- und Schnittgut, Rinden- oder Gartenkompost. Achtung: Kompost ist ein hochpotenter Dünger. Zusätzliches Ausbringen von mineralischen oder organischen Düngern erübrigt sich in der Regel. Regelmäßige Bodenproben verschaffen Gewissheit.
Rosen pflanzen
Wer in diesem Jahr neue Rosen pflanzen möchte, sollte bereits im März mit den Vorbereitungen beginnen. Günstig ist eine zwei Spaten tiefe Lockerung des Bodens am zukünftigen Standort. Da Rosen viele Jahre stehen bleiben, sollte der Boden am besten mit reichlich Humus aus organischem Material wie verrottetem Stalldung oder Grobkompost verbessert werden. Der Kompost gehört nur in die oberen Bodenschichten. Zu tief in den Boden gelangt, würde er wegen Sauerstoffmangels faulen. In milden Lagen können Rosen bereits im März gepflanzt werden. Sonst wartet man bis April.
Kübelpflanzen aufwecken
Überwinterte Kübelpflanzen beenden im März ihre kühle Ruhephase, in der sie nur wenig Wasser und gar keine Nährstoffe erhalten haben. Jetzt regt sich neues Wachstum und es wird wieder mehr gegossen. Zuvor sollte die oberste Erdschicht gelockert oder durch neue Topferde ersetzt werden. Ab Ende März erhalten Kübelpflanzen Flüssigdünger. Muss umgepflanzt werden, ist jetzt die beste Zeit. Mit dem einsetzenden Wachstum sollten die Pflanzen gründlich durchgeputzt werden. Alte oder vertrocknete Blätter, Stängel oder Wedel werden entfernt, großblättrige Arten von Staub befreit. Bei dieser Gelegenheit  kann gleich auf Schädlingsbefall, wie Woll-, Schild-, Schmierläuse oder Spinnmilben kontrolliert werden.
Tipp im März 2011: Mit den ersten Strahlen der Frühlingssonne sprießen allerorten Wildkräuter wie Brennnessel, Bärlauch und Löwenzahn. Für eine Frühjahrskur sind sie genau richtig, denn mit ihren Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen bringen sie das Immunsystem auf Trab. Wem das Sammeln zu umständlich oder unsicher ist, baut Arznei- und Gewürzpflanzen im Garten an.
Manchmal schwierig: Petersilie
Schnittpetersilie benötigt im Garten einen Standort, der vor allem gegen winterliche Nord- und Ostwinde geschützt ist. Sie kann auch halbschattig stehen, und da sie nur etwa 20 cm hoch wächst, ist sie auch als Beeteinfassung geeignet. Obwohl Petersilie in jedem Gartenboden wächst, ist für reichlich Humus zu sorgen. Gut geeignet sind kräftige Kompostgaben, frischen Stalldung dagegen vertragen weder Schnitt- noch Wurzelpetersilie. Wichtig ist eine tiefe Bodenbearbeitung vor der Aussaat. Da Petersiliensamen seine Keimkraft nur etwa zwei Jahre behält, ist bei altem Saatgut eine Keimprobe Pflicht. Da Petersilie bedeutend sicherer und schneller keimt, wenn der Boden etwas erwärmt und nicht mehr zu nass ist, sollte sie nicht vor dem 15. März gesät werden. Dabei ist Geduld ratsam, denn Petersiliensamen braucht bis zu drei Wochen, bis er keimt.
Knoblauch: große Zehen für große Zwiebeln
Mitte bis Ende März kann auf Beeten in vollsonniger Lage Knoblauch gesteckt werden. Als Pflanzgut verwendet man Teilzwiebeln, auch Zehen genannt. Die Knoblauchzwiebeln sollten erst kurz vor dem Stecken geteilt werden. Zu beachten ist, dass große Zehen erfahrungsgemäß auch größere Zwiebeln entwickeln. Knoblauch wird etwa 5 bis 6 cm tief gesteckt. Er bevorzugt nährstoffreichen, nicht zu leichten, tiefgründigen Boden und stellt etwa die gleichen Ansprüche wie die Speisezwiebel. Stauende Nässe vertragen beide nicht.
Lieben es warm: Estragon und Salbei
Zum Anbau von Estragon eignen sich sandige Böden mit viel Humus. Er braucht volle Sonne. Da er 100 bis 150 cm hoch wird, wird er am besten an die Südseite eines Zaunes oder Gebäudes gepflanzt. Im Kräuterbeet würde er übrige Pflanzen beschatten. Neupflanzungen mit Estragon legt man Ende März mit Teilpflanzen oder bewurzelten Stecklingen an. Sämlinge fallen sehr unterschiedlich aus, und ihr Aroma lässt oft zu wünschen übrig. Estragon kann drei bis vier Jahre am gleichen Standort stehen. Beim Anbau von Salbei ist zu beachten, dass er gegen stauende Nässe und saure Böden empfindlich ist. Er sollte gegen winterliche Ostwinde geschützt gepflanzt werden und gedeiht halbschattig stehend genauso gut wie vollsonnig. Salbei wird 50 cm hoch und sollte drei bis vier Jahre am selben Standort stehen.
Anspruchslos: Dill und Kerbel
Dill braucht nicht auf gesonderten Beeten angebaut zu werden. Er wächst in allen Bodenarten. Wer keine großen Mengen anbauen will, streut den Samen weitläufig auf die Gemüsebeete. Besonders schön macht sich Dill in den Mischkulturbeeten stilvoller Bauerngärten. Kerbel, ein hocharomatischer Verwandter des Dills, braucht dagegen nährstoffreichen, nicht zu trockenen Boden in vollsonniger Lage. Obwohl Kerbel 50 bis 60 cm hoch wird, erntet man ihn in bereits bei einer Höhe von 25 bis 30 cm. Das ist in der Regel fünf Wochen nach der Aussaat der Fall. Da mit der Kerbelaussaat bereits Mitte März begonnen wird, kann er für eine saisonale Komplettversorgung alle vier Wochen nachgesät werden. Alle ausdauernden Gewürzkräuter wie Thymian, Lavendel, Rosmarin und Liebstöckel erhalten im März vor dem Austrieb eine kräftige Kompostgabe als Startdünger. Der Winterschutz wird beseitigt und die Pflanzen werden durchgeputzt. Um verholzende Kräuter wie Lavendel oder Ausdauerndes Bohnenkraut in Form zu bringen, ist ein Rückschnitt ratsam.
Tipp im März 2010: Frühkartoffeln können Ende Februar/Anfang März zum Vorkeimen dicht in flache Kisten mit Komposterde gelegt werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass dabei möglichst viele Augen (Keimanlagen) nach oben zeigen. Die Kiste sollte hell bei 12-15 °C aufgestellt werden. Mit vorgekeimten Kartoffeln kann die Ernte bis zu drei Wochen vorverlegt werden.
Blatt- oder Stielgemüse: Mangold
Beim Anbau von Mangold ist die Art der Nutzung zu beachten. Er kann z. B. als Schnittmangold ähnlich Spinat verwendet werden. In diesem Fall genügen bei der Aussaat Reihenabstände von 25 bis 30 cm. Beim Stielmangold werden später nur die Blattrippen verwendet. Für diese Anbauform sind 35 bis 40 cm Reihenabstand nötig. Mangold kann ab Mitte März ausgesät werden. Die Saattiefe beträgt 2-3 cm. Stielmangold wird nach dem Auflaufen auf 35-40 cm in der Reihe vereinzelt, damit er genügend Platz bekommt um möglichst breite Blattstiele zu entwickeln. Da Mangoldwurzeln tief in den Boden eindringen, muss dieser vorab tief gelockert werden. Zu leichte Böden werden mit reichlichen Kompostgaben verbessert.
Gehölzschnitt: ökologischer Pflanzenschutz
Schnittmaßnahmen an Obst sind Formen des ökologischen Pflanzenschutzes. Das gilt z. B. für die Johannisbeer-Knospengallmilbe an der Schwarzen Johannisbeere. Rückschnitt bis in das gesunde Holz mit anschließender Wundbehandlung ist auch bei der Rotpustelkrankheit und Rindenkrankheiten wie Obstbaumkrebs, Blutlauskrebs und Rindenbrand sowie bei Monilia-Spitzendürre eine Maßnahme zur Gesundung der Gehölze. Bei Apfel- und Stachelbeermehltau werden befallene Triebe ebenfalls eingekürzt. Stachelbeermehltau ist an bräunlich verfärbten, gekrümmten oder verdrehten Triebspitzen zu erkennen. Die abgeschnittenen, befallenen Pflanzenteile sollten über den Hausmüll entsorgt oder – wenn das z. B. in einem Kaminofen möglich ist – verbrannt werden.
März 2009: Licht und Luft im Frühbeet
Aussaaten im Frühbeet sollten Sie bei frostfreiem Wetter täglich lüften. Vor allem das Deckmaterial (Schilfmatten, Vliese) sollten Sie jeden Tag entfernen und abends wieder auflegen, denn Licht und Luft sind wichtige Voraussetzungen zum Erzielen gesunder, kräftiger Pflanzen. Seien Sie dagegen vorsichtig mit dem Gießen. Gegossen wird nur, wenn die obere Bodenschicht ausgetrocknet ist - dann aber so durchdringend, dass es nicht gleich wieder notwendig wird. Gießen Sie nur an sonnigen Tagen, damit die Pflanzen beim Lüften schnell abtrocknen und sich keine Umfallkrankheiten oder Fäulnis breit machen.
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Der Garten im April

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Tipp im April 2024: Warum man Jungpflanzen pikieren muss
Im April sind schon zahlreiche Samen gesät. Für die anfängliche Anzucht eignet sich immer nährstoffarme Aussaaterde. Zu stark vorgedüngtes Substrat könnte die zarten Wurzeln „verbrennen“. Denn im Samen selbst stecken die Nährstoffe, die der Keimling für die ersten Tage im Leben benötigt. Diese sind aber schnell verbraucht. Zu erkennen ist das daran, dass das Wachstum der Jungpflanze scheinbar stoppt. Mit dem fertig ausgebildeten Keimblattpaar, wird es also allerhöchste Zeit zu pikieren, zu dicht stehende Pflänzchen zu vereinzeln und dabei auf nährstoffreiches Substrat umzusteigen. Jede einzelne Jungpflanze sollte vorsichtig aus der Kinderstube entnommen werden, ohne dabei die Wurzeln zu beschädigen. Zudem sollte man nicht in der prallen Sonne arbeiten – die Pflanzen müssen sich langsam an die neuen Bedingungen gewöhnen. Feuchten Sie das Substrat vor dem Einpflanzen schon leicht an. Haben alle ihren Platz gefunden, wird noch einmal vorsichtig angegossen.
Thymian in Töpfen vorziehen
Die Anzucht von Thymian aus Samen gelingt relativ simpel. Wer also mehr von dem aromatischen Sonnenanbeter in seinem Garten anbauen möchte, kann jetzt mit der Aussaat in Töpfen beginnen. Als Substrat wählt man am besten Anzuchterde. Die feinen Samen werden dann nicht zu dicht und gleichmäßig aufgestreut, vorsichtig angedrückt und angegossen. Da Thymian ein Lichtkeimer ist, sollte man die Samen nicht mit Erde bedecken. Die Erde in den Töpfen muss nun feucht gehalten werden, darf aber nicht nass sein. Der Standort sollte geschützt und warm sein. Die optimale Keimtemperatur liegt zwischen 16 und 22 Grad. Daher bietet sich ein helles Plätzchen auf der Fensterbank an. Haben die Sämlinge nach ein paar Wochen neben ihren Keimblättern auch mehrere echte Blätter entwickelt, können Sie den Wurzelballen vierteln und jedes Teil in einen neuen Topf umpflanzen. Im Gewächshaus können die Pflanzen dann noch an Größe zulegen, bevor Sie sie an einen sonnigen Standort ins Freiland pflanzen.
Torffreie Anzuchterde
Torf ist leicht, faserig, locker und billig, aber leider nicht nachhaltig. Deswegen empfiehlt es sich beim Kauf von Anzuchterde auf torffreie Alternativen zu setzen. Eine günstige Option ist eine selbsthergestellte Mischung aus reifem Kompost und Gartenerde, unter die man etwas Sand mischt. Torf bildet sich nur in natürlichen Mooren. Durch die Sättigung mit Wasser werden abgestorbene Pflanzenteile nicht zersetzt, sondern sammeln sich langsam an. So wächst das Moor unendlich langsam in die Höhe. Dabei wird viel Kohlenstoff gespeichert und es entsteht ein einmaliger Lebensraum für seltene Pflanzen- und Tierarten. Für das Abstechen von einem Meter Torf waren 1000 Jahre Pflanzenwachstum notwendig! Der Torfabbau setzt klimaschädliches CO² freigesetzt und zerstört die biologische Vielfalt vor Ort. .
Barrierefreiheit für den Igel
Der kleine Stachelträger erwacht nun aus dem Winterschlaf und ist hungrig. Kleingartenanlagen sind im Siedlungsgebiet ideale Lebensräume für ihn, wenn sie gut miteinander vernetzt sind. Es hilft dem Igel, regelmäßige Durchgänge zwischen Gärten und zu angrenzenden Grünflächen zu schaffen, die ungefähr 13 mal 13 Zentimeter groß sind. So spart er viel Energie auf seinen nächtlichen Streifzügen, indem er keine Umwege laufen muss. Bei der Suche nach Nahrung in Form von Insekten, Würmen u. ä. kann ein Igel in einer Nacht bis zu drei Kilometer zurücklegen. Eine Gefahr stellen ungesicherte Gartenteiche und Schächte dar, die mit Ausstiegsmöglichkeiten gesichert werden sollten.
Tipp im April 2023: Es kursieren viele Tipps wie man Giersch langfristig loswerden kann. Manch einer isst ihn auf, ein anderer packt ihn an der Wurzel. Ein weiterer Tipp ist es, den Giersch regelmäßig zu beschneiden und ihm so die Grundlage zum Betreiben von Fotosynthese zu entziehen. Denn wo kein Blatt mehr vorhanden ist, kann auch keine Lichtenergie aufgenommen werden – man hungert ihn sozusagen aus. Das geht nicht von heute auf morgen – aber mit Geduld kennen wir uns ja aus.
Gemüseanbau im Schnellverfahren
Wer es kaum erwarten kann endlich selbst gezogenes Gemüse auf dem Teller liegen zu haben, kann jetzt im April bei Bodentemperaturen zwischen 10-15°C Gemüse und Kräuter aussäen, die eine kurze Entwicklungsphase bis zur Ernte haben. Beispiele dafür sind Radieschen, Pflücksalate oder Rucola. Radieschen sind nach etwa 6 Wochen erntereif. Es gibt sie in unterschiedlichsten Sorten und buntesten Farben. Pflegeleicht sind sie obendrein. Das wichtigste ist, dass die heranwachsenden Radieschen eine gleichmäßige Wassergabe erhalten. Auch Pflücksalate gibt es in einer großen Sortenvielfalt. Erntereif sind sie nach etwa 8 Wochen. Vorteilhaft ist, dass die Salatblätter einzeln von unten geerntet werden. Die Salatpflanze wächst weiter und bildet immer wieder frisches Grün. Rucola braucht etwa 4-6 Wochen bis er nach der Aussaat geerntet werden kann. Geerntet wird immer vor der Blüte – dann schmecken seine Blätter nussig-mild. Auch Rucola bildet laufend neue Blätter aus, wenn er regelmäßig beerntet wird. Falls es im April nochmal kalt werden sollte, decken Sie Ihre Aussaaten mit einem schützenden Vlies ab – dann sind Sie auf der sicheren Seite.
Tomaten für´s Freiland vorziehen: Warum der Aussaatzeitpunkt entscheiden ist?
Tomaten selbst heranzuziehen ist nicht schwer, wenn man ein paar wichtige Tipps beachtet. Einer dieser Tipps ist die Samen nicht zu früh auszusäen. Wer seine Tomaten im Freiland auspflanzen möchte, wartet mit der Aussaat besser bis Ende März/Anfang April und pflanzt sie nach den Eisheiligen Mitte Mai aus – also etwa 6 Wochen nach der Aussaat. Warum? Tomatensamen keimen und wachsen schnell. Zu mehreren in kleine Töpfchen gesät und mit einer dünnen Schicht Substrat bedeckt sie, keimen sie, gleichmäßig feucht gehalten und an einem warmen Plätzchen, schon nach etwa einer Woche. Haben sich dann die ersten echten Blätter entwickelt, wird in einzelne Töpfchen in nährstoffreiches Substrat pikiert. Nun ist es wichtig die Pflanzen an einen hellen Platz am Fenster zu stellen. Aufgrund der länger werdenden Tage im Laufe des April und intensiverer Sonneneinstrahlung, sollten sich kräftige Pflanzen entwickeln. Wer bereits im Februar begonnen hat auszusäen, muss damit rechnen, dass sich sparrige, dünne, schwache Pflanzen entwickeln – gut zu erkennen an zentimeterlangen Abständen zwischen den einzelnen Blattstielen (Internodien). Hier fehlt es einfach an Licht. Gibt es Zusatzbeleuchtung, ist es zwar möglich auch schon frühzeitiger mit der Aussaat zu beginnen. Dann muss man aber auch damit rechnen, dass einem die Pflanzen irgendwann über den Kopf wachsen und das Wohnzimmer zum Tomatendschungel wird.
Zuckermelonen anbauen
Soll eine frühe Zuckermelonen-Ernte ab August das Ziel sein, werden die Pflänzchen am besten an einem geschützten Ort im Haus vorgezogen. Säen Sie mehrere Samen in eine Aussaatschale oder einen Topf aus. Bedecken Sie die Samen etwa einen halben bis einen Zentimeter mit Substrat. Wenn sie die Aussaat gleichmäßig feucht halten, sollten die ersten Samen bereits nach einer Woche keimen. Sind zwischen den Keimblattpaaren bereits die echten Laubblätter zu erkennen, ist es an der Zeit die Zöglinge in größere Töpfe umzutopfen. Dabei bekommt jede Jungpflanze einen eigenen Topf. Etwa Mitte Mai, wenn frostige Nächte nicht mehr zu erwarten sind und sich eine Handvoll echte Blätter entwickelt haben, können die Pflanzen an einen warmen, sonnigen Platz im Beet umziehen. Einen Versuch ist es wert.
Tipp im April 2020: Sobald die Tage länger und wärmer werden, werden auch Insekten und Spinnentiere im Garten aktiv. Doch nicht nur Nützlinge sind an den Gartenpflanzen zu beobachten. Auch Blattläuse und Raupen machen sich jetzt mitunter an den Obstgehölzen zu schaffen. Wer genau hinschaut und sie entdeckt, kann größeren Schaden verhindern, indem die ersten kleinen Kolonien entweder per Hand oder mit einem Wasserstrahl entfernt werden. Unterstützung bekommt man dabei aus dem Tierreich von Singvögeln und Ohrwürmern. Letztere sind nachtaktiv und können mit Tagesverstecken aus kopfüber aufgehängten Blumentöpfen, die mit Holzwolle gefüllt sind, in die Obstgehölze gelockt werden.
Obstblüte schützen
Im April besteht immer noch die Gefahr, dass die Temperaturen unter 0° Celsius fallen. Die Obstblüte von frühblühenden Obstgehölzen im Garten kann dadurch gefährdet sein. Im schlimmsten Fall tragen die Gehölze in diesem Jahr keine Früchte mehr. Wirksamer Frostschutz ist selbst im Erwerbsobstbau schwierig. Im Garten lassen sich Beerensträucher am ehesten vor Blütenfrost schützen. Jutegewebe oder Papier – über leichte Gerüste gespannt – können die Spätfrostschäden mindern. Bei allen groß werdenden Obstgehölzen ist es besser, vor allem in rauen Lagen nach spät blühenden Sorten Ausschau zu halten. Hier gibt es eine große Auswahl an Obstgehölzen, die erst im April oder sogar Mai beginnen zu blühen. Schon wenige Tage Blühverzug können die Gefahr von Frostschäden abwenden, da die offene Blüte am empfindlichsten reagiert. Beim Apfel sind die Unterschiede in der Blütezeit am größten. Als mittelspät bis spät blühende Sorten gelten unter anderem die Winteräpfel ‚Melrose’, ‚Pilot’ oder ‚Rebella’. Weitere, spät blühende Obstarten sind Himbeere oder Quitte.
Staudenpflanzung
Wer den passenden Pflanztermin für neue Stauden im Herbst verpasst hat, kann diese jetzt im Frühjahr – vorausgesetzt der Boden ist bereits frostfrei – problemlos einpflanzen. Heimische Wildstauden wie Margeriten, Blutweiderich oder Staudensonnenblumen können so nach der Pflanzung in Ruhe Wurzeln schlagen und ab dem Frühsommer ihre volle Pracht entfalten. Nachdem ein Standort, der den Ansprüchen der Staudenart entspricht, gefunden und das Pflanzloch vorbereitet ist, tränken Sie zunächst den Wurzelballen so lange in einen Eimer voll Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Dann setzen Sie die Staude ins Loch, füllen die Ränder mit Gartenerde auf, die sie vorsichtig andrücken. Abschließend gießen Sie die Staude noch einmal durchdringend an. Drohen frostige Nächte, sollten die Neulinge im Garten vorsichthalber mit einem Vlies geschützt werden.
Mulch selbst anbauen
Mulchmaterial kann man gezielt selbst anbauen. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass manch ein gut geeignetes Material von sehr ansehnlichen und zierenden Stauden stammt, die jetzt im April gepflanzt werden können. Eine sehr gut geeignete Pflanze ist beispielsweise die Taglilie. Die Blüten der Taglilien blühen zwar nur - wie der Name schon vermuten lässt - einen Tag lang, dafür üppig und über mehrere Wochen etwa ab Juni. Im Herbst sterben Laub und Blütenstängel ab. Die ganze Kraft der Pflanze steckt dann in ihren Knollenwurzeln. Wichtig ist, dass das vertrocknete Laub bis ins Frühjahr an der Pflanze verbleibt, bevor es vor dem Austrieb entfernt und mit einer Schere in kleine Stücke geschnitten wird. Damit lassen sich dann Erdbeer- oder Staudenbeete wunderbar mulchen. Eine Abdeckung mit Mulch hat viele Vorteile: es unterdrückt das Wachstum unerwünschter Beikräuter und schützt den Boden vor Austrocknung. Mulch aus dem eigenen Garten ist zudem nachhaltig und kostengünstiger als gekauftes. Was im eigenen Garten wächst, bleibt auch im eigenen Garten.
Tipp im April 2020: Tulpen-Magnolien bieten einen geradezu spektakulären Anblick, wenn im April ihre noch kaum beblätterten Zweige mit opulenten Blüten übersät sind. Wer so eine Kostbarkeit in seinem Garten vermisst, kann schnell noch Abhilfe schaffen, denn das späte Frühjahr ist ein guter Pflanztermin. Aktuell angebotene blühende Topfware ist zwar etwas teurer, schafft aber sofort einen Glanzpunkt im Garten.
Sommerkohlrabi aussäen
Für den Sommer- und Herbstbedarf werden Kohlrabi Anfang April ausgesät. Wer über einen längeren Zeitraum (August bis Oktober) ernten möchte, sollten Ende April noch einmal zur Saattüte greifen. Besonders geeignet sind dafür Herbstsorten wie ‚Azur Star’, ‚Korridor’ oder ‚Octave’. Gesät wird entweder auf ein Freilandbeet und danach pikiert oder man sät einzeln direkt in kleine Töpfe, die im Frühbeet aufgestellt werden. Diese Methode bringt gesunde Jungpflanzen mit kräftigen Wurzelballen, lohnt sich aber nur, wenn wenige Pflanzen benötigt werden. Kohlrabi leidet in manchen Jahren stark unter den Larven der Kohlfliege. Ein guter Schutz gegen die unerwünschten Gäste sind Insektenschutznetze, die rechtzeitig – am besten sofort nach der Pflanzung – aufgelegt werden.
Obstblüte schützen
Temperaturen unter 0° Celsius gefährden die Obstblüte im Garten. Wirksamer Frostschutz ist selbst im Erwerbsobstbau schwierig. Im Garten lassen sich Beerensträucher am ehesten vor Blütenfrost schützen. Jutegewebe oder Papier – über leichte Gerüste gespannt – können die Spätfrostschäden mindern. Bei allen groß werdenden Obstgehölzen ist es besser, vor allem in rauen Lagen nach spät blühenden Sorten Ausschau zu halten. Schon wenige Tage Blühverzug können die Gefahr von Frostschäden abwenden, da die offene Blüte am empfindlichsten reagiert. Beim Apfel sind die Unterschiede in der Blütezeit am größten. Als mittelspät bis spät blühende Sorten gelten unter anderem ‚Pia’, ‚Pilot’ oder ‚Rebella’. Weitere, spät blühende Obstarten sind Himbeere, Quitte oder Walnuss.
Clematis pflegen
Bei der Waldrebe (Clematis) kann man oft erst im April feststellen, wie viel Holz im Winter erfroren ist und weggeschnitten werden kann. In schneearmen und strengen Wintern frieren Clematis manchmal bis zum Boden zurück. Sie treiben in der Regel aber von unten wieder aus. Gehören die Waldreben zur Gruppe der am vorjährigen Holz blühenden Sorten, erscheinen bei großen Frostschäden in dieser Saison keine Blüten. Sind die Pflanzen gänzlich dahin, kann jetzt neu gepflanzt werden. Dazu sollte man gute Topfware mit ausreichend entwickelten Ballen erwerben. Waldreben werden etwa 5 cm tiefer gepflanzt, als sie vorher im Topf standen. Da Clematis als Waldbewohner im unteren Bereich empfindlich auf Sonnenlicht reagieren, sollte der Boden nach der Pflanzung mit  einer dicken Schicht Mulch bedeckt und die Stängel durch Vorpflanzen schattenspendender Stauden (40 bis 70 cm) geschützt werden.
Dahlien pflanzen
Dahlienknollen können oft schon Ende April in den Boden gebracht werden. Überwinterte Knollen wachsen nur, wenn der Knollenhals gesund ist, denn Dahlien treiben nur an dieser Stelle aus. Daher sollten auch neu gekaufte Knollen noch im Geschäft sorgfältig auf Krankheiten und Schäden geprüft werden. Man erspart sich so die Enttäuschung darüber, dass sich nach der Pflanzung nichts tut. Hochwüchsige Dahlien-Sorten benötigen Stützpfähle, die vor dem Pflanzen gesetzt werden. Das schützt die Knollen vor Beschädigung. Dahlienknollen werden so tief gesetzt, dass sie mindestens zehn Zentimeter mit Erde bedeckt sind. Das gibt Standsicherheit und schützt vor Spätfrösten. Der Pflanzabstand ist sortenabhängig und wird je nach Sortenauswahl eingehalten.
Tipp im April 2019: Ab April werden Insekten und Spinnentiere im Garten mobil – und mit ihnen viele Schädlinge. Achten Sie auf Blattläuse und Raupen. Der Erstbefall an Gehölzen kann mechanisch, also mit der Hand oder einem Wasserstrahl, entfernt werden. Um die biologische Bekämpfung zu unterstützen, können mit Holzwolle gefüllte Blumentöpfe verkehrt herum in die Gehölze gehängt werden – für Ohrwürmer! Die nachtaktiven Tiere leben räuberisch und nutzen die künstlichen Tagesverstecke gern.
Knoblauch pflanzen
Knoblauch muss bis spätestens 10. April gesteckt werden, wenn man gute Erträge erzielen will. Als Pflanzgut verwendet man Teilzwiebeln, die auch als „Zehen“ bezeichnet werden. Die Knoblauchzwiebeln sollten erst kurz vor dem Stecken geteilt werden. Erfahrungsgemäß entwickeln große „Zehen“ auch große Zwiebeln. Der Reihenabstand im Knoblauchbeet beträgt 20 bis 25 cm. In der Reihe steckt man im Abstand von 10 bis 15 cm und etwa 5 bis 6 cm tief. Knoblauch liebt leichte, auch sandige, humose Böden in sonniger Lage.
Gurken ins Kleingewächshaus
In der letzten Aprildekade können sowohl im Kleingewächshaus als auch im Folienhaus Gurken zur Sommernutzung gepflanzt werden. Die Vorkultur – z. B. Kopfsalat – wird zu diesem Zeitpunkt bereits von der Fläche geräumt, sodass die Gurken am 20. April in die teilweise geräumten Bestände gepflanzt werden können. Der frühe Pflanztermin erfordert jedoch zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen Spätfröste. Geeignet sind Strohmatten, Luftpolsterfolie oder Frostschutzvliese. Für den Anbau unter Glas sollten grundsätzlich nur spezielle Hausgurken-Sorten verwendet werden.
Kapuzinerkresse anbauen
Kapuzinerkresse ist eine Gewürzpflanze, die vielseitig verwendet werden kann und darum mehr Beachtung verdient. Meist wird sie nur als Zierpflanze angebaut. Dabei liefert sie nebenher genügend Gewürz für den Haushalt. Zum Würzen eignen sich nicht nur die Blätter und Blüten, sondern auch die grünen Knospen und die noch grünen Früchte. Nährstoffreicher, mit viel Humus versehener Mittelboden sagt der Kapuzinerkresse am meisten zu. Da sie sehr frostempfindlich ist, wird sie erst nach Mitte Mai ins Freiland gepflanzt. Um bis dahin kräftige Pflanzen zu haben, sät man Anfang bis Mitte April je 3 Samen in kleine Töpfe, die mit sandiger Komposterde gefüllt sind und auf einer hellen Fensterbank platziert werden.
Goldmohn aussäen
Die Blüten des Kalifornischen Goldmohn (Eschscholzia californica) leuchten in einem intensiven Orangerot. Wer sie im eigenen Garten erleben möchte, kann beeindruckende Sommerblume jetzt aussäen. Beim Aussäen sollte auf genügend Abstand geachtet werden. Da die Pflanzen tiefe Pfahlwurzeln bilden, lassen sie sich später nur schwer umpflanzen. Auch wenn die Pflanzen nur einjährig sind, verbreitet sich der Goldmohn meist von selbst im Garten und bleibt so lange erhalten. Am besten wächst er auf sandigen Lehmböden und mag es warm und trocken. Tipp: einige Samen auf Leerstellen im Steingarten ausgesät, ergeben zur Blütezeit im Sommer wunderbare Farbtupfer.
Tipp im April 2018: Im April werden Insekten und Spinnentiere im Garten mobil – und dabei nicht nur Nützlinge. Wer jetzt auf Blattläuse und Raupen an den Obstgehölzen achtet, kann größeren Schaden verhindern. Die ersten kleinen Kolonien werden mit der Hand oder einem Wasserstrahl entfernt. Unterstützung aus dem Tierreich gibt es von Singvögeln und auch Ohrwürmern. Letzte sind nachtaktiv und können mit Tagesverstecken aus kopfüber aufgehängten Blumentöpfen, die mit Holzwolle gefüllt sind, in die Obstgehölze gelockt werden.
Knoblauch pflanzen
Knoblauch muss bis spätestens 10. April gesteckt werden, wenn man gute Erträge erzielen will. Als Pflanzgut verwendet man Teilzwiebeln, die auch als Zehen bezeichnet werden. Die Knoblauchzwiebeln sollten erst kurz vor dem Stecken geteilt werden. Erfahrungsgemäß entwickeln große Zehen auch große Zwiebeln. Der Reihenabstand im Knoblauchbeet beträgt 20 bis 25 cm. In der Reihe steckt man im Abstand von 10 bis 15 cm und etwa 5 bis 6 cm tief. Knoblauch liebt leichte, sandige, humose Böden in sonniger Lage.
Gurken ins Kleingewächshaus
In der letzten Aprildekade können sowohl im Kleingewächshaus als auch im Folienhaus Gurken zur Sommernutzung gepflanzt werden. Die Vorkultur – z. B. Kopfsalat – wird zu diesem Zeitpunkt bereits geerntet, so dass die Gurken am 20. April in die frei werdenden Flächen gepflanzt werden können.
 Der frühe Pflanztermin erfordert jedoch zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen Spätfröste. Geeignet sind Strohmatten, Luftpolsterfolie oder Frostschutzvliese.
 Für den Anbau unter Glas sollten grundsätzlich nur spezielle Hausgurken-Sorten verwendet werden.
Kapuzinerkresse säen
Kapuzinerkresse ist eine Gewürzpflanze, die vielseitig verwendet werden kann. Meist wird sie nur als Zierpflanze angebaut. Dabei liefert sie auch genügend Gewürz für den Haushalt. Zum Würzen eignen sich nicht nur die Blätter und Blüten, sondern auch die grünen Knospen und Früchte. Nährstoffreicher, mit viel Humus versehener Gartenboden sagt der Kapuzinerkresse am meisten zu. Da sie sehr frostemp- findlich ist, wird sie erst nach Mitte Mai ins Freiland gepflanzt. Um bis dahin kräftige Pflanzen zu haben, sät man Anfang bis Mitte April je 3 Samen in kleine Töpfe, die mit sandiger Komposterde gefüllt sind und auf einer hellen Fensterbank platziert werden.
Steinkraut säen
Einjähriges Steinkraut (Lobularia maritima) wird je nach Sorte 12 bis 30 cm hoch, duftet intensiv und ist gut für Einfassungen geeignet. Volle Sonne, nicht zu nährstoffreiche und mehr trockene Böden sagen dem Steinkraut zu. Die Aussaat beginnt Mitte April mit einem Reihenabstand von 15 bis 20 cm. in der Reihe wird nach dem Aufgehen so verzogen, dass nur alle 10 bis 15 cm eine Pflanze steht. Bei warmem Wetter erfolgt die Keimung bereits nach 8 Tagen. Das Steinkraut kann auch auf einem Saatbeet breitwürfig gesät werden. Die Jungpflanzen werden später an den gewünschten Standort gepflanzt. Steinkraut gedeiht sehr gut in Töpfen und Kübeln.
Tipp im April 2017: Wer keinen Kompost oder andere organische Düngemittel zur Verfügung hat oder nicht auf mineralische Düngung verzichten möchte, sollte darauf achten, nur chloridfreie Dünger zu verwenden. Chloridfreie Mineraldünger werden im Fachhandel häufig als Beerendünger gehandelt.
Blumenkohl pflanzen 
Blumenkohl ist ein sehr anspruchsvolles Gemüse,  das nur auf bestem Boden mit gutem Erfolg angebaut werden kann. Günstig ist ein tiefgründiger, sandiger Lehm oder lehmiger Sand mit hohem Humusanteil. Das für die Pflanzung vorgesehene Beet sollte im Herbst reichlich Stalldung oder Kompost erhalten haben. Wer sich jetzt im Fachhandel kräftige Jungpflanzen mit Ballen besorgt, kann bereits im Juni die ersten Blumen ernten. Es muss sich bei den Jungpflanzen unbedingt um Frühsorten handeln! Gepflanzt wird im Abstand von 50 x 50 cm. Sind die Pflanzen gut abgehärtet, vertragen sie auch geringen Frost. Sicherheitshalber sollten jedoch Frostschutzhauben bereit stehen, oder man verwendet Vlies. Um Blumenkohl über einen längeren Zeitraum ernten zu können, sind Folgepflanzungen in 3-wöchigem Abstand bis Mitte Juli empfehlenswert.
Obstgehölze düngen
Wer im Obstgarten noch keine organischen Dünger ausgebracht hat, kann dies jetzt nachholen. Obstgehölze sind Humuszehrer, eine gründliche Humusversorgung garantiert reiche Erträge in hoher Qualität. Kompost und andere organische Dünger verbessern den physikalischen Zustand des Bodens, führen regelmäßig Nährstoffe zu und begünstigen durch Aktivierung des Bodenlebens die Wirkung mineralischer Dünger. Auch eine Mineraldüngung der Obstgehölze ist jetzt noch möglich. Bei älteren Gehölzen befinden sich die aktiven Faserwurzeln im Bereich der Kronentraufe, das bedeutet am Rand des Blätterdachs. Nährstoffgaben im Stammbereich sind daher wenig sinnvoll. Kompost wird oberflächlich geharkt, Mineraldünger flach eingehackt.
Rasen fit machen
Rasenflächen mit kahlen Stellen sollten vor dem Ausbessern kurz geschnitten werden. Die auszubessernden Stellen werden mit einem starken Rechen aufgelockert und recht dick mit Grassamen bedeckt. Darüber wird gesiebte Komposterde dünn ausgestreut, alles vorsichtig eingeharkt harken und festgeklopft.  Bis zum Aufgehen der Saat sollte regelmäßig gewässert werden. Moos im Rasen ist ein Zeichen für unausgeglichenen Wasser-, Luft- und Nährstoffgehalt, der Boden ist versauert. Hier hilft nur gründliches Durchlüften des Bodens. Dazu wird der Rasen mit einem scharfen Eisenrechen oder dem Vertikutierer bearbeitet. Der ausgeharkte Rasenfilz und das Moos können kompostiert werden. Je nach Witterung kann ab Ende April die Rasenfläche erstmalig geschnitten werden. Dadurch wird das Bestocken der Gräser angeregt, sodass auch dünne Flächen schnell wieder dicht werden.
Gladiolenknollen setzen
Gladiolenknollen werden Ende April gelegt. Sie müssen gesund sein. Beim Kauf von Gladiolenknollen sollte auch unter dem Hüllblatt nachgesehen werden, denn verfärbte oder eingesunkene Stellen zeigen Krankheiten an. Kranke Knollen verseuchen den Gartenboden. Werden Gladiolenknollen mehrere Jahre an gleicher Stelle gepflanzt, verlieren sie ihre Widerstandskraft. Deshalb benötigen Gladiolen jedes Jahr einen anderen Standort. Die Knollen kommen etwa 10 cm tief in den Boden. Das ist zwar eine große Tiefe und verzögert den oberirdischen Austrieb, ist aber eine einfache Maßnahme gegen das Umfallen und ersetzt das unattraktive Stäben der Pflanzen.
Tipp im April 2011: Beeren, vor allem Erdbeeren, sind chloridempfindlich. Darum sollten bevorzugt organische Dünger, etwa Kompost, für Beerenobst verwendet werden. Wer dennoch nicht auf mineralische Dünger verzichten will, sollte nur chloridfreie Mischungen ausbringen. Entsprechende Dünger sind häufig als „Beerendünger“ gekennzeichnet.
Salat an den Start
Wenn es die Witterung zulässt, kann ab Anfang April Salat gepflanzt werden. Je früher der Pflanztermin, desto wichtiger ist beim Salatanbau die Verwendung pikierter oder getopfter Pflanzen. Wenn Sie auf kontinuierliche Versorgung mit Kopfsalat Wert legen, sollten Sie nicht zu viel auf einmal setzen, sondern in Abständen von 14 bis 18 Tagen nachpflanzen. Dabei sollten alle Möglichkeiten des Mischanbaus, z. B. mit Möhren, Radieschen oder Kohlrabi genutzt werden. Besonders wichtig beim Kopfsalat ist die richtige Pflanztiefe, sonst unterbleibt die Kopfbildung. Die meist noch an den Jungpflanzen sichtbaren Keimblätter müssen dicht über der Erde stehen. Wenn sich die Salatpflanzen dabei auch etwas umlegen, ist das immer noch besser, als sie zu tief zu pflanzen. Hohes Pflanzen beugt Umfallkrankheiten durch Fäulnispilze vor. Als Pflanzabstände für den Frühanbau von Kopfsalat genügen 20 x 20 cm.
Ein Platz für Pfefferminze
Frische Pfefferminze ist unübertroffen in ihrem Aroma, nicht nur im Mojito. Die einfachste Vermehrung ist die durch Ausläufer (Wurzelsprosse), die beim Teilen alter Pflanzen anfallen. Aus Samen gezogene Pfefferminze ist immer minderwertig und produziert nur wenig ätherisches Öl. Qualitativ hochwertiges Pflanzgut gibt es im Fachmarkt oder auf Liebhaberseiten im Internet. Es gibt zahlreiche Minze-Hybriden mit zum Teil exotischen Aromen, wie die Orangen- oder Ananasminze. Obwohl man Pfefferminze nur etwa 3 Jahre am gleichen Standort wachsen lässt, verlangt sie nährstoffreichen und gut mit Humus versorgten Boden. Feuchte Böden und halbschattige Lagen sind für die Pfefferminze optimal, obwohl sie auch volle Sonne verträgt. Minze braucht viel Platz und gehört deshalb nicht in das Kräuterbeet oder die Kräuterspirale. Sie würde dort schnell allen anderen Pflanzen Konkurrenz machen oder sie überwuchern.
Zeit für Wein
Mitte April treten in milden Regionen kaum noch starke Fröste auf, sodass Tafeltrauben gepflanzt werden können. Neben den leckeren Früchten bietet Wein noch mehr: Als Kletterpflanzen, die an der Laubenwand oder an einer Pergola empor ranken, spenden die Pflanzen nicht nur Schatten im Hochsommer, sondern vielen Singvögeln Futter- und Nistmöglichkeiten. Beste Ergebnisse erzielt man bei der Weinkultur in gut durchlässigem Boden, der sich rasch erwärmt. Das ausreichend große Pflanzloch wird kräftig mit reifem Kompost bestückt. Die im Handel angebotenen Jungpflanzen sind in der Regel einjährig und benötigen im ersten Standjahr ausreichen Wasser. Für den Garten geeignete Tafeltrauben sind ‚Venus’ (blau) oder ‚Suzi’ (weiß). Beide Sorten sind pilztolerant.
Schattenwand aus Sonnenblumen
Wer seinen Komposthaufen gegen Sonnenbestrahlung schützen will, kann auf Sonnenblumen zurückgreifen. Dazu wird rund um den Kompostplatz ein etwa 30 cm breiter und ebenso tiefer Graben ausgehoben. Die ausgeworfene Erde wird reichlich mit Kompost vermischt und wieder eingefüllt. Auf diesem Streifen kommt die Sonnenblumensaat. Die Samen sollten 5 cm tief in den Boden gelegt werden, um später eine gute Standfestigkeit der Pflanzen zu gewährleisten. Sonnenblumen sind starke Zehrer. Da sie ihren Nährstoffbedarf jedoch bereits aus dem angrenzenden Komposthaufen decken, ist eine zusätzlich Düngung nicht nötig. Allerdings sollte reichlich gewässert werden. Sonnenblumen erfreuen mit ihren leuchtenden Blütenköpfen nicht nur den Gärtner, sondern sind auch den ganzen Sommer lang einer Attraktion für Insekten.
Tipp im April 2010: Ein Pollenbelag auf der Oberfläche des Gartenteiches ist im Frühjahr ganz normal. Der Pollenflug der Frühjahrsblüher hinterlässt gelbbraune Schlieren auf der Teichoberfläche. Die Pollen sollten mit einem feinmaschigen Kescher regelmäßig abgefischt werden, um eine übermäßige Nährstoffanreicherung im Teichwasser zu vermeiden.
Möhren verfrühen
Um das Auflaufen und die Entwicklung von Möhren zu beschleunigen, ist ein Abdecken mit Folie von Vorteil. Im April herrschen oft noch ungünstige Witterungsbedingungen, die das Keimen der Möhren stark verzögern können. Darum kann ein Teil des Möhrenbeetes abgedeckt werden. Man spannt dazu perforierte Folie auf einen Holzrahmen. Die Abdeckung verbleibt auf dem Beet, bis die Pflanzen eine Wuchshöhe von 10 cm erreicht haben. Der durch die Abdeckung erzielte Entwicklungsvorsprung kann bis 14 Tage betragen. Noch günstiger sind Insektenschutzvliese, die bis kurz vor der Ernte auf dem Beet verbleiben können. Dadurch erreicht man neben der Ernteverfrühung auch noch einen perfekten Schutz vor dem Befall mit der Möhrenfliege.
Bohnenkraut säen
Das einjährige Bohnenkraut  stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden. Es gedeiht auf humusreichen, lockeren Böden am besten. Für ein kräftiges Aroma sollte auf eine vollsonnige Lage geachtet werden. Einjähriges Bohnenkraut sollte auch in günstigen Lagen erst in den letzten Apriltagen ausgesät werden, denn es ist frostempfindlich. Der Reihenabstand beträgt 20 bis 25 cm. Es wird sehr dünn ausgesät und das Saatgut nur sacht festgedrückt, da Bohnenkraut zu den Lichtkeimern gehört. Die Aussaaten sollten bei Spätfrösten durch Vlies geschützt werden.
Schorfbekämpfung bei Apfel
Die Schorfbekämpfung bei Kernobst beginnt vor der Blüte. Mit dem Mausohrstadium (erste Blätter beginnen sich zu entfalten) kann der Schorfpilz mit seinen Sporen die Gehölze infizieren. Entscheidend ist es, diese Primärinfektion zu verhindern oder einzudämmen. Dies geschieht entweder auf natürliche Art im Herbst/Winter, indem das Falllaub der Obstbäume schnell und gründlich kompostiert wird oder durch Netzschwefelbehandlung der Knospen im Frühjahr. In schorfgefährdeten Lagen sollten schorfresistente Apfelsorten angepflanzt werden. Dazu gehören die Frühherbstsorten ‚Reglindis’, und ‚Retina’, die Spätherbstsorten ‚Rebella’ und ‚Reka’ sowie die tschechische Sorte ‚Topaz’. Teilweise verfügen diese Sorten über Mehrfachresistenzen, etwa auch gegen Mehltau und Feuerbrand.
Steinkraut – genügsamer Dauerblüher
Einjähriges Steinkraut oder auch Duftsteinrich (Lobularia maritima) – das übrigens zu den Kohlgewächsen gehört – wird je nach Sorte 12 bis 30 cm hoch und ist eine der schönsten Sommerblumen für Einfassungen und Blütenteppiche mit intensivem Duft. Viel Sonne, nicht zu nährstoffreiche und mehr trockene Böden sagen dem Steinkraut am besten zu. Die Aussaat beginnt Mitte April. Nach der Keimung, die bei warmem Wetter bereits nach acht Tagen beginnt, werden die Pflanzen verzogen, so dass nur alle 10 bis 15 cm ein Tuff steht. Bei Trockenheit muss in der Jungpflanzenphase durchdringend gewässert werden. Empfehlenswerte Sorten sind z. B. ‚Schneeteppich‘ (weiß blühend) oder ‚Königsteppich‘ (tiefviolett blühend).
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Der Garten im Mai 

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Tipp im Mai 2023: Herbstgemüse aussäen
Im Mai beginnt die perfekte Zeit, um Herbstgemüse auszusäen. Im Gegensatz zum Frühjahrsgemüse benötigen Herbstpflanzen mehr Zeit zum Wachsen und Reifen, weshalb eine frühe Aussaat notwendig ist. Herbstgemüse zeichnet sich durch seine robusten Eigenschaften aus und kann oft bis in den Winter hinein geerntet werden. Zu den beliebtesten Herbstgemüsen zählen Karotten, Radieschen, Spinat, Feldsalat, Kohlrabi und verschiedene Sorten von Kohl. Die Aussaat von Herbstgemüse im Mai erfordert eine sorgfältige Vorbereitung des Bodens. Der Boden sollte vor der Aussaat gelockert und von Unkraut befreit werden. Es ist auch ratsam, den Boden mit organischem Dünger anzureichern, um das Wachstum der Pflanzen zu fördern. Nach der Aussaat ist es wichtig, die Samen regelmäßig zu gießen, bis sie gekeimt sind. Es ist auch wichtig, Unkraut regelmäßig zu entfernen und die Pflanzen vor Schädlingen zu schützen. Sobald die Pflanzen eine gewisse Größe erreicht haben, sollten sie ausgedünnt werden, um eine Überfüllung und Konkurrenz um Nährstoffe zu vermeiden.
Tomaten selbst veredeln
Veredeltes Gemüse sind Pflanzen, bei denen ein Teil einer robusten Wurzel- oder Stammunterlage mit einem empfindlicheren Pflanzenteil, wie einer Knospe oder einem Trieb, verbunden ist. Dadurch werden die positiven Eigenschaften beider Pflanzenteile kombiniert, um eine widerstandsfähigere und produktivere Pflanze zu erzeugen. Veredelt wird, um Krankheitsresistenz, Ertrag und Qualität zu verbessern. Wer selbst einmal veredeln möchte, kann es zum Beispiel an Tomaten testen: Gebraucht werden eine robuste Unterlage und eine Oberteilsorte. Schneiden Sie die Pflanzen sorgfältig mit sterilisiertem, scharfem Werkzeug, um einen sauberen Schnitt zu erhalten. Die Unterlage sollte etwa 10 cm hoch sein, während das Oberteil etwa 15 cm lang sein sollte. Führen Sie einen Keil- oder Schrägschnitt in die Unterlage ein und passen Sie das Oberteil vorsichtig an. Die Schnittflächen müssen gut zusammenpassen und sich berühren. Um beide Teile miteinander zu fixieren, verwenden Sie eine flexible Veredelungsklammer oder einen Veredelungsclip. Schützen Sie die veredelte Stelle vor Sonne und Austrocknung, bewässern Sie die Pflanze gut und stellen Sie sicher, dass sie ausreichend Licht bekommt.
Tipp zum plastikfreien Gärtnern: üppige Bepflanzung statt Unkrautvlies
Unkrautvlies aus Plastik ist absolut nicht zu empfehlen. Denn es hindert alle Pflanzen daran von unten hindurchzuwachsen. Zudem kann Regenwasser schlechter vom Boden aufgenommen werden, Bodenlebewesen werden verdrängt und es sieht nicht schön aus. Wer dann allenfalls sein Unkrautvlies mit Rindenmulch oder Kies bedeckt, schafft wieder eine neue Grundlage für die Keimung von Wildpflanzensamen, die mit dem Wind herbeigeweht werden. Eine deutlich bessere Alternative ist es, die Beete üppig zu bepflanzen, sodass Wildwuchs kaum eine Chance hat Wurzeln zu fassen und dabei auf eine standortgerechte Pflanzenauswahl zu setzen. Denn wenn die Pflanzen sich an einem Standort wohl fühlen, entwickeln sie sich auch entsprechend prächtig. Bodendecker sind wunderbare Alternativen zu Unkrautvlies und in den Gärtnereien in einer großen Auswahl erhältlich. Auch das Mulchen mit Rasenschnitt oder Stroh trägt dazu bei Wildwuchs zu verringern. Im Allgemeinen sollte man sich jedoch damit anfreunden auch einigen Wildpflanzen in seinem Garten zu begegnen – stellen sie doch eine wertvolle Nahrungsgrundlage für viele Insekten dar.
Mähfreier Mai
Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge sind mit den wärmer werdenden Temperaturen auf der Suche nach Nahrung im Garten unterwegs. Eine einfache Methode zu ihrem Wohlergehen das Nektar- und Pollenangebot zu erhöhen ist eine Mähpause im Mai. Werden im Rasen Gänseblümchen, Klee und Co. geduldet, trägt dies bereits zum Insektenschutz bei. Wer nicht die gesamte Rasenfläche sprießen lassen möchte, kann einzelne Mäh-Inseln stehen lassen.
Tipp im Mai 2023: Es kann losgehen mit dem Auspflanzen! Nach den Eisheiligen, also Mitte Mai, nach Abzug der Kalten Sophie, können endlich Gemüse wie Tomaten, Paprika, Gurken oder Auberginen ins Freiland gepflanzt werden. Denn sie stammen ursprünglich aus wärmeren Regionen der Erde und würden hierzulande ungeschützt bei Frost erfrieren. Die Gefahr, dass es nach Mitte Mai noch einmal frostig wird, ist zwar relativ gering, dennoch sollte im Fall der Fälle der Wetterbericht bis Ende Mai gut beobachtet und die Pflanzen geschützt werden, z.B. mit einem dünnen Vlies.
Saatkartoffeln oder Reste aus der Küche?
Für den Kartoffelanbau im Kleingarten sollte ausschließlich zertifiziertes Pflanzgut zum Einsatz kommen. Bevor eine Pflanzkartoffel in den Handel kommt, wird sie in sogenannten Prüfstellen für Pflanzkartoffeln auf möglichen Pilz- und Virusbefall überprüft. Dabei kommt es immer drauf an, dass die Pflanzen gesund wachsen und ertragreich sind. Übriggebliebene Kartoffeln aus der Küche sind hingegen nicht geprüft. Blattläuse können Viren und andere Krankheiten verbreiten und so dafür sorgen, dass ein Anbau von gesunden Kartoffeln auf diesen Flächen lange Zeit nicht mehr möglich ist. Dabei machen diese Viren und Krankheiten auch nicht vorm Gartenzaun des Nachbarn halt. Wer also seine eigenen gesunden Knollen ernten möchte, setzt besser auf zertifiziertes Pflanzgut, zu erkennen an der blauen Bandrole. Gärtnereien vor Ort, aber auch Online-Shops bieten eine Vielzahl an Sorten an, die es sich lohnt auszuprobieren. An einem warmen Ort vorgekeimt, lassen sich die Kartoffeln nach den Eisheiligen auspflanzen. Sie können auch schon früher ausgepflanzt werden, sollten dann aber vor Frösten geschützt werden. Da Kartoffeln Starkzehrer sind, sollten sie nicht mit anderen Starkzehrern zusammen gepflanzt werden. Und auch andere Nachtschattengewächse wie Tomaten oder Auberginen sollten ein separates Beet bekommen. Kartoffeln sollten etwa vier Jahre lang nicht im selben Beet angebaut werden.
Worauf kommt es beim Kauf von Stauden an?
Im Frühjahr und im Herbst ist die beste Zeit um neue Stauden zu kaufen. Denn zu diesen Zeiten ist der Gartenboden so warm, dass es den Neulingen leichtfällt, schnell Wurzeln zu schlagen. Die beste Pflanzzeit im Frühling ist dabei nach den Eisheiligen – etwa Mitte Mai, wenn ausgeschlossen werden kann, dass es keine Fröste mehr gibt. Worauf gilt es darüber hinaus zu achten? Ein Blick Richtung Wurzeln lohnt sich. Sind diese schön weiß und ragen kleine feine Fasern unten aus dem Topf heraus, kann angenommen werden, dass es der Pflanze gut geht. Sind die Wurzeln hingegen braun, stark verfilzt oder schleimig, kann es sein, dass Staunässe oder ähnliches der Pflanze zugesetzt hat. Abschließend sollte man sich die Blätter genau anschauen. Eine kompakt gewachsene Staude, die kräftig erscheint, sollte eher gekauft werden als eine, die lange, dünne, wenig stabile Triebe hat. Sind die Blätter gekräuselt oder anderweitig verformt, oder sogar Schädlinge zu erkennen, sollte die Pflanze besser nicht gekauft werden.
Wie funktioniert eine Erdtopfpresse?
Mit einer Erdtopfpresse kann man händisch aus Anzuchterde o.Ä. Erdwürfel mit einer kleinen Mulde in der Mitte pressen, in die ein Pflanzensamen hineingelegt wird. Auf einen Schlag können damit je nach Format mehrere Erdpresstöpfe gleichzeitig erzeugt werden. Sinnvoll sind sie, wenn man eh auf die eigene Anzucht setzt. Damit erspart man sich den Wust an kleinen Töpfen, die man ansonsten gebraucht hat – eine nachhaltige Alternative also. Sind die Samen dann in die kleine Mulde gelegt, empfiehlt es sich die Oberfläche mit etwas Sand zu bestreuen. In der Anfangszeit sollten die Erdpresstöpfe mit Wasser besprüht werden, damit die Samen in der Keimphase gleichmäßig feucht bleiben. Sind die Samen gekeimt, sollten die Erdwürfel sich alle paar Tage mit Wasser vollsaugen, überschüssiges Wasser wird abgelassen. Sind die Erdballen dann gut durchwurzelt, kann man sie in größere Gefäße umpflanzen oder direkt an Ort und Stelle im Beet platzieren.
Tipp im Mai 2022: Maulwürfe bringen Erde aus tieferen Erdschichten an die Oberfläche. Die Erde ist locker, krümelig und praktisch frei von Unkrautsamen, Wurzeln und Tieren wie Regenwürmern oder Engerlingen. Denn bei seinen Grabearbeiten verspeist der Maulwurf seine Beute sogleich. Je dunkler die Erde des Maulwurfshügels ist, desto mehr Humus enthält dieser. Anstatt sich über immer wieder neue Maulwurfshügel im Garten zu ärgern, sollte man sie sich zunutze machen und sich über die Entlastung bei der Gartenarbeit freuen. Denn fruchtbare Maulwurfserde kann genutzt werden für das Auffüllen von Hochbeeten, Beeten, aber auch für Topf- und Kübelpflanzen.
Sommerblumen füllen Lücken
Ab Mitte Mai können die meisten vorkultivierten Sommerblumen ausgepflanzt werden. Sie sollten gut abgehärtet sein, also bereits ein paar Freilandtage auf dem Balkon oder der Terrasse verbracht haben. Nur dann überstehen sie Nachttemperaturen bis zum Gefrierpunkt. Droht Frost, sollten Schutzvliese bereitliegen. Einjährige Sommerblumen eignen sich gut zum Schließen von kahlen Stellen in Steingarten und Staudenrabatte. Besonders durch Auswintern entstandene Lücken oder solche Stellen, die durch das Abblühen von Zwiebelblumen entstehen, können für Sommerblüher genutzt werden.
Exoten mit reichem Ertrag
Ingwerpflanzen lassen sich aus den im Handel erhältlichen Ingwerrhizomen heranziehen. Benötigt wird ein Stück Ingwer, das mehrere Augen besitzt. Ingwer liebt Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit. Ist so ein Standort gegeben, kann der Ingwer auch im Garten angepflanzt werden. Nach ca. 6 Monaten können die nun reichlich gewachsenen Rhizome geerntet werden. Im Kübel gepflanzt, kann der Topf im kühler werdenden Herbst ins Zimmer gestellt werden. Hier kann der Ingwer unbesorgt weiterwachsen bis geerntet wird. Die Physalis, auch Andenbeere genannt, ist eine leicht zu kultivierende Staude, die mehrjährig ist, allerdings hierzulande nur einjährig angebaut wird, da ihr die Frosthärte fehlt. Aussäen kann man die Physalis im Zimmer bereits im Februar, ausgepflanzt wird nach den Spätfrosten im Mai an einen sonnigen Standort mit frischer, nahrhafter Erde. Im Juli sind dann bereits die ersten Früchte reif. Bis in den Herbst hinein kann reichlich geerntet werden.
Richtig gießen
Pflanzen sollten grundsätzlich einmal kräftig, als öfter zaghaft gegossen werden. Die Pflanze lernt dadurch kräftige, tiefere Wurzeln auszubilden, die dann in der Lage sind sich aus tieferen Bodenschichten selbst mit Wasser und Nährstoffen zu versorgen. Nur oberflächlich gegossene Pflanzen, bilden auch nur oberflächlich Wurzeln aus und sind für Extremsituationen nicht gut ausgerüstet. Ausnahmen bilden Topfpflanzen. Da sie sich nicht selbst mit Wasser aus dem Boden versorgen können, müssen sie vom Gärtner besonders umsorgt werden. Idealerweise tränkt man Topfpflanzen so lange ins Wasser bis keine Blasen mehr aufsteigen. Nur mit der Gießkanne gegossen, geht viel Wasser verloren, in dem es ungenutzt wieder unten herausfließt.
Blattläuse im Garten
Blattläuse saugen gern an geschwächten Pflanzen, oder Pflanzen, deren Stängel und Blätter sehr weich sind. Meist treten sie auch in der Nähe von Ameisenpopulationen auf. Sie haben ein Abkommen: Ameisen ernähren sich von Honigtau und bringen Blattläuse in Sicherheit, wenn Gefahr besteht, oder helfen bei der Umsiedlung. Nicht jede Blattlaus muss bekämpft werden. Sie dienen Marienkäfern und ihren Larven, Schlupfwespen und Schwebfliegen als Nahrung. Wird es dennoch zu viel an einer Pflanze, empfiehlt sich das händische Zerdrücken, ein harter Wasserstrahl. Wer allerdings für viel Pflanzenvielfalt im eigenen Garten sorgt, bietet Nützlingen ein gutes Zuhause und diese kümmern sich dann um die Vertilgung der Blattläuse.
Mai 2021: Blumenwiese anlegen
Wer für mehr Pflanzen- und Insektenvielfalt in seinem Garten sorgen möchte, kann noch bis in den Mai hinein eine Blumenwiese anlegen. Saatgutmischungen für die unterschiedlichsten Standorte von trocken und nährstoffarm bis feucht und humos bietet der Gartenfachhandel.
Nachdem eine Fläche, die ruhig einige Quadratmeter groß sein sollte, gefunden ist, sollte der Boden von Bewuchs befreit und so bearbeitet werden, dass eine feinkrümelige Bodenstruktur entsteht. Die Samen werden dann an einem windstillen und regenfreien Tag gleichmäßig mit der Hand auf der Fläche ausgesät, leicht angedrückt und danach gut angegossen. Auch in den ersten Wochen müssen die jungen Pflänzchen an trockenen Tagen zusätzlich gegossen werden, um ihnen beste Startbedingungen zu bieten. Nach etwa 4-6 Wochen hat sich die Fläche dann schon in eine stattliche Blumenwiese verwandelt, blüht bis in den Herbst hinein ununterbrochen und bietet der Insektenwelt einen reich gedeckten Tisch und sicheren Unterschlupf. Der Pflegeaufwand bis zur ersten Mahd im September geht gegen null. Das abgemähte Schnittgut sollte vor der Kompostierung noch einige Tage auf der Fläche liegen bleiben. So haben die einzelnen Arten Gelegenheit sich selbst zu versamen. Im darauffolgenden Jahr wird sich dann herauskristallisieren, welche Pflanzenarten sich in Ihrem Garten am wohlsten fühlen. Entweder säen Sie dann nach oder sie lassen sich von der Wandlungsfähigkeit Ihres Gartens überraschen.
Tipp für Balkongärtner im Mai 2020: Vorratsdüngung in Form von Düngestäbchen, -granulat oder -tabletten ist eine praktische Angelegenheit für alle, die wenig Zeit haben und mit dem Gießen bereits genug beschäftigt sind. Je nach Produkt sind die Pflanzen so für zwei bis sechs Monate versorgt. Notieren sollte man sich allerdings den nächsten fälligen Düngetermin im Kalender, damit die Pflanzen nicht plötzlich „hungern“ und kümmern.
Buschbohnen aussäen
Da Buschbohnen Bodentemperaturen von 9 bis 10°C benötigen, ist eine Aussaat vor dem 15. Mai nicht zu empfehlen. Auf schweren, nassen Böden sollte man besser bis Ende Mai warten. Ausgesät wird in Horsten. Das bedeutet, alle 30 cm kommen fünf bis sechs Samen in den Boden. Späte Aussaaten in warmem Erdreich holen den damit verbundenen Wachstumsrückstand schnell auf. Buschbohnen bevorzugen sonnige, nicht zu regenreiche Lagen. Sie stellen keine besonderen Ansprüche an den Boden, er sollte humusreich sein. Als Vorfrucht sollten Hülsenfrüchte aller Art vermieden werden. Buschbohnen sind stark magnesiumbedürftig. Sichtbares Zeichen für Magnesiummangel sind aufgehellte Gewebebereiche zwischen den Blattadern. Abhilfe schaffen magnesiumhaltige Mineraldünger.
Erdbeeren schützen
Grauschimmel (Botrytis) ist der „Rivale“ köstlicher Erdbeeren. Vorbeugende Maßnahmen sind: Sorgfältiges Säubern des Pflanzenbestandes von abgestorbenen Blättern bereits im April, weiter Pflanzenabstand, Sortenwahl, kurze Kulturdauer und richtiges Gießen (morgens zwischen die Pflanzen, ohne Blätter und Früchte zu benetzen). Eine weitere Maßnahme zur Verringerung des Grauschimmelbefalls ist das Abdecken des Bodens mit schützendem Material. Verwendet werden geschnittenes Stroh, Häcksel oder Holzwolle. Da schützt nicht nur vor Verschmutzung, sondern lässt die Früchte bei Nässe schneller abtrocknen und hilft gegen Schnecken- und Tausendfüßer-Fraß. Von grobem Torf, der hier und da empfohlen wird, sollte aus Ressourcenschutzgründen abgesehen werden.
Blumenzwiebeln pflegen
Sobald Tulpen im Verblühen sind, sollten die Fruchtkapseln abgeschnitten werden. Tulpen setzen oft Samen an, die die Entwicklung der Zwiebeln stark beeinträchtigen. Zwischen die abgeblühten Zwiebelpflanzen können nun Sommer- bzw. Einjahrsblumen gesetzt werden. Das betrifft vor allem Beete, in denen Tulpen und Narzissen im Boden belassen werden. Die Sommerblumen sollten der Höhe der umgebenden Stauden angepasst sein. Geeignete Lückenfüller sind Studentenblumen (Tagetes), Zinnien, Sommerazaleen (Godetia) und für den vorderen Beetbereich Männertreu (Lobelia), Portulakröschen (Portulaca) und der polsterbildende Duftsteinrich (Lobularia), den es als violett und weiß blühende Sorten gibt.
Wandelröschen
Wandelröschen (Lantana) sind dankbare Blüher für Terrasse, Balkon und Blumenbeet. Sie lieben viel Sonne und Wärme. Ein nährstoffreiches Substrat und regelmäßiges Düngen sorgen für üppigen Flor. Junge Wandelröschen sind Dauerblüher für den Balkonkasten, ältere Pflanzen dekorative Kübelgewächse. Lantana können sehr gut in Form geschnitten werden. Besonders reizvoll sind Kronenbäumchen. Der Umstand, dass Lantana während der Blühphase die Blütenfarbe verändern, hat ihnen zu dem Namen Wandelröschen verholfen. Dabei verändert sich die Blütenfarbe von Gelb über Orange hin zu einem kräftigen Rot. Vorsicht ist geboten, wenn Kinder zur Familie gehören: Die zunächst grünen, sich zur Reife dunkel färbenden Beeren sind sehr giftig.
Tipp im Mai 2019: Jetzt ist es Zeit für die Sommerpflanzung in Balkonkästen und Terrassenkübel. Düngestäbchen, Langzeitdüngetabletten und geprillter (in Kügelchen eingehüllter) Dünger sind praktisch für alle, die wenig Zeit haben und mit dem Gießen schon genug beschäftigt sind. Je nach Produkt sind die Pflanzen für zwei, drei oder sogar sechs Monate versorgt. Alle Pflanzen in Gefäßen brauchen regelmäßige Düngergaben, da die Nährstoffe im eng begrenzten Wurzelraum der Gefäße schnell aufgebraucht sind.
Gesunden Porree pflanzen
Porree stellt an das Klima keine besonderen Ansprüche, benötig aber tiefgründige, humose Böden. Porree verlangt unbedingt organische Düngung, die aber bereits im Herbst ausgebracht worden sein muss. Dicke Lauchstangen erzielt man, wenn der Porree schon in der zweiten Maihälfte angebaut wird. Dazu werden im Abstand von 30 cm etwa 10–20 tiefe Furchen gezogen, in die die Lauchpflänzchen möglichst tief gesetzt werden. Vorher sollten Wurzeln und Blätter um jeweils ein Drittel gekürzt werden. In der Reihe genügt ein Abstand von 10–15 cm. Die Furchen bleiben vorerst offen. Wird der Lauch kräftiger, werden sie zugeschüttet und der Porree entwickelt lange weiße Schäfte.
Fruchtende Erdbeeren pflegen
Bald beginnt die Erdbeerzeit: 500 Gramm der leckeren Früchte decken den Tagesbedarf an Vitamin C und Folsäure. Doch Grauschimmel kann die Erntefreuden erheblich einschränken. Er ist der Hauptfeind der köstlichen Früchte. Vorbeugende Maßnahmen sind sorgfältiges Säubern des Pflanzenbestandes von abgestorbenen Blättern ab April, ein weiter Pflanzabstand, moderne und widerstandsfähige Sorten, kurze Kulturdauer (Pflanzen nur 2 Jahre auf dem Beet stehen lassen) sowie richtiges Gießen bei Trockenheit (morgens zwischen die Pflanzen, ohne Blätter und Früchte zu benetzen). Damit die Früchte trocken und sauber bleiben, ist eine Mulchdecke aus Stroh ratsam.
Mit Sommerblumen Lücken füllen
Der harte Winter forderte seinen Tribut im Garten: erkennbar an mancher Lücke im Steingarten oder auf Staudenrabatten. Einjährige Sommerblumen füllen solche Lücken, für die noch keine Ersatzstauden gefunden wurden und dort, wo Arten vorgesehen sind, die besser im August gepflanzt werden (z. B. Iris). Dasselbe gilt für Stellen, die durch das Abblühen von Blumenzwiebeln entstehen. Die Sommerblumen sollten im Wuchs der Höhe der umgebenden Stauden angepasst sein. Die vorkultivierten Sommerblumen müssen gut abgehärtet sein. Nur dann überstehen sie auch gelegentliche Nachttemperaturen bis zum Gefrierpunkt. Empfindliche Pflanzen wie Tagetes oder Zinnien kommen erst in der zweiten Maihälfte aufs Beet.
Edles Pampasgras pflanzen
Mitte Mai ist die beste Pflanzzeit für das Pampasgras. Es ist eines der schönsten Solitärgräser, verlangt aber einen Winterschutz. Während der Vegetationszeit braucht Pampasgras viel Wasser und Nährstoffe. Deshalb gießt man im Frühsommer wöchentlich mit einer Düngerlösung. Stauende Nässe verträgt das Gras aber nicht, deshalb sollte die Pflanzgrube mit einer 20–30 cm hohen Drainageschicht aus Kies gefüllt werden. Es gibt reich blühende Sorten, aber auch solche mit kümmerlichem Flor. Diese sind schlecht ausgelesen. Achten Sie beim Kauf auf Qualitätspflanzgut und vermeiden Käufe im Discounter oder Lebensmittelmarkt. Die Ähren des Pampasgrases ergeben einen vorzüglichen Trockenschmuck für die Vase.
Tipp im Mai 2018: Auch wenn die Eisheiligen erst Mitte des Monats vorüber sind, ist es ratsam, bereits jetzt alle Balkonblumen zu besorgen. Ab Mitte Mai wird die Nachfrage nach Einjährigen so groß, dass oft nicht mehr alle Pflanzen zu bekommen sind. Aber Achtung: Die Pflanzen bleiben noch im Anzuchttopf, um sie bei Nachtfrostgefahr schnell geschützt unterzubringen. Nützlich dabei sind Topfpaletten, Stiegen oder Kisten aus dem Supermarkt. 
Stangenbohnen säen
Stangenbohnen verlangen windgeschützte Lagen und warme, humusreiche Böden. Mit Kalk versorgter Boden, der in der zweiten Tracht steht (Mistgaben im Vorjahr) sagt den Stangenbohnen am besten zu. Zum erfolgreichen Anbau gehören etwas drei Meter lange Stangen oder Latten, die vor der Aussaat aufgestellt werden. Stangenbohnen werden in der zweiten Maihälfte ausgesät, um optimal Erträge zu erzielen. Sie benötigen bis zum Erntebeginn eine zehn bis12 Tage längere Entwicklungszeit als Buschbohnen, bringen aber deutlich höhere Erträge. Auch die Erntezeit ist länger als bei Buschbohnen. Da Stangenbohnen einen Reihenabstand von 80 cm verlangen, kommen je Beet nur zwei Reihen in Frage. Die Stangen in der Reihe sollten 60 cm Abstand voneinander haben. Als Zwischenfrucht können Kohlrabi oder Kopfsalat aufs Beet.
Pfingstrosen kränkeln
Wenn sich bei Pfingstrosen ein Teil der Knospen nicht weiter entwickelt, leiden sie meist unter Grauschimmel. Durch den Erreger dieser Krankheit (Botrythis paeoniae) werden die äußeren Hüllen der Knospen zerstört und so verklebt, dass sich die Blüten nicht entfalten können. Damit sich der Grauschimmel nicht weiterverbreitet, sind alle befallenen Pflanzenteile großzügig abzuschneiden und über den Hausmüll zu entsorgen. Grauschimmel tritt vor allem bei feucht-warmem Wetter auf. Auch extrem schattige und feuchte Lagen fördern den Befall mit der Pilzkrankheit.
Rieseln bei Johannisbeeren
Das Ausrieseln (vorzeitiger Fruchtfall) der Trauben tritt vor allem bei Schwarzen Johannisbeeren auf.  Mögliche Ursachen sind Spätfrost, Trockenheit (Johannisbeeren sind Flachwurzler!), zu starker Schnitt, überhöhte Stickstoffdüngung und besonders ungenügende Bestäubung. Neben dem Vermeiden der abiotischen Ursachen ist vor allem der Anbau mehrerer Sorten günstig: Fremdbestäubung wirkt sich auf Ertrag und Fruchtqualität stets besser aus als Selbstbestäubung.
Blumenknollen pflanzen
Die vorgetriebenen Knollen der Begonien und Rhizome des Blumenrohrs (Canna) sollten nicht vor dem 20. Mai gepflanzt werden. Beide sind sehr frostempfindlich und fallen – anders als Dahlien – selbst leichten Spätfrösten zum Opfer. Bei Knollenbegonien genügt ein Pflanzabstand von 25 x 25 cm. Das Blumenrohr muss je nach Stärke des Wurzelstocks 40 bis 50 cm auseinander stehen. Reichliche Kompostgaben lassen Canna zu eindrucksvollen, kräftigen Pflanzen heranwachsen.
Tipp für Balkongärtner im Mai 2017: Die ersten schönen Maitage sind ideal zum Streichen von Gartenlaube, Zaun und Pergola. Der Anstrich soll nicht nur zum besseren Aussehen beitragen, sondern auch das Holz gegen Fäulnis schützen. Verwendet werden geeignete (umweltfreundliche) Holzschutzmittel oder Lasuren aus dem Fachhandel. Auch Leinölfirnis ist gut geeignet. Warmes, trockenes Wetter erleichtert nicht nur das Streichen, sondern fördert auch das tiefe Eindringen ins Holz und das Trocknen des Anstrichs.
Speisekürbis an den Start
Speisekürbis bevorzugt humus- und nährstoffreiche mittlere Böden, gedeiht aber auch auf leichten Böden, wenn für genügend Humus gesorgt wird. Da er auch halbschattige Standorte gut verträgt, können Sie ihn an Stellen anbauen, die anderen Gemüsearten nicht so zusagen. Da Speisekürbis sehr frostempfindlich ist, sollte die Aussaat nicht vor dem 15. Mai, das Pflanzen nicht vor dem 20. Mai stattfinden. Der Samen wird nur 1 bis 2 cm mit Erde bedeckt. An jede Aussaatstelle werden sicherheitshalber 2-3 Samen ausgelegt. Nach dem Aufgehen bleibt nur die stärkste Pflanze stehen. Wer unbedingt vor dem 15. Mai aussäen möchte, kann die junge Saat auch mit Frostschutzhauben schützen. Der Speisekürbis wird inzwischen in einem atemberaubend vielfältigen, formen- und farbenreichen Sortiment angeboten. Experimentieren lohnt sich beim Kürbisanbau auf jeden Fall.
Obstgehölze kräftig wässern
Im Wachstumsmonat Mai haben Obstkulturen einen hohen Wasserbedarf, weshalb bei Trockenheit das Bewässern im Vordergrund steht. Das gilt besonders für das sichere Anwachsen nach der Frühjahrspflanzung und für Flachwurzler wie Strauch-  und Erdbeeren. Gleichmäßige Bodenfeuchte vermag später auch das übermäßige Abstoßen junger Früchte zu verhindern. Am wirksamsten ist Gießen im Bereich der Kronentraufe (am Kronenrand). Dort befinden sich die meisten Saugwurzeln. Ausreichende Bewässerung kann in trockenen Jahren den Ertrag um bis zu 30 Prozent steigern. Der sparsame Umgang mit Wasser ist aber auch wichtig. Regelmäßiges Hacken, Unkrautbekämpfung und Mulchen sparen viel Wasser. Zu bedenken ist außerdem, dass Rasen unter Obstbäumen ein Wasser- und Nährstoffkonkurrent ist. Er sollte zugunsten des Beerenobstes regelmäßig gemäht werden.
Sommerblumen füllen Lücken
Ab Mitte Mai können die meisten vorkultivierten Sommerblumen ausgepflanzt werden. Sie sollten gut abgehärtet sein, also bereits ein paar Freilandtage auf dem Balkon oder der Terrasse verbracht haben. Nur dann überstehen sie Nachttemperaturen bis zum Gefrierpunkt. Droht Frost, sollten Schutzvliese bereit liegen. Mit dem Pflanzen von Tagetes oder Zinnien sollte besser bis Ende Mai gewartet werden. Diese Einjahrsblumen fallen schon den geringsten Kältegraden zum Opfer. Außerdem verlangen sie zum optimalen Anwachsen genügend erwärmten Boden. Alle einjährigen Sommerblumen eignen sich gut zum Schließen von kahlen Stellen in Steingarten und Staudenrabatte. Besonders durch Auswintern entstandene Lücken oder solche Stellen, die durch das Abblühen von Zwiebelblumen wie Tulpen und Narzissen entstehen, können für Sommerblüher genutzt werden.
Schnelle Ranker säen
Zum Bewachsen von Gitterwerk an Laube, Haus oder auf dem Balkon eigenen sich rankende Kapuzinerkresse (Tropaeolum), Prunkwinde (Ipomoea) und die Schwarzäugige Susanne (Thunbergia) ausgezeichnet. Alle Pflanzen sind einjährig und werden Anfang Mai in nährstoffreiche Blumenerde in Balkonkästen gesät. Im Abstand von 40 cm werden 3 bis 4 Samen gelegt. Vor Spätfrösten sollten die jungen Pflanzen geschützt werden. Die Triebe der Glockenrebe und Thunbergia ranken bzw. winden von selbst, die der Kapuzinerkresse müssen angeheftet werden, doch die Mühe lohnt sich. Alle drei Arten belohnen regelmäßiges Düngen und hohe Wassergaben mit kräftigem Wachstum und unermüdlichen Flor.
Tipp im Mai 2011: Pfingstrosen blühen erst nach zwei bis drei Jahren üppig. Wichtig ist, dass ein kräftiger Wurzelstock mit mindestens drei Triebknospen gepflanzt wird. In den ersten Jahren sollten nach dem Verblühen die verwelkten Blütenstände entfernt werden, damit die Samenbildung den Pflanzen keine Kraft entzieht.
Kürbis liebt es warm
Wenn Speisekürbisse reichliche Nährstoffe vorfinden, wachsen sie auf allen Bodenarten gut, die wenigstens etwas Humus enthalten. Da sie auch halbschattige Lagen gut vertragen, können sie an Stellen angebaut werden, die anderen Gemüsearten nicht so zusagen. Zum Beranken von Zäunen sowie zur Beschattung von Komposthaufen eignen sie sich ebenfalls sehr gut. Dafür sollten die Kürbisse aber nicht auf, sondern neben den Komposthaufen gepflanzt werden. Die Aussaat erfolgt frühestens Mitte Mai, das Auspflanzen vorgezogener Jungpflanzen erst Ende Mai. In zu kaltem Boden keimen die Samen nicht, sondern verfaulen. Das Saatgut wird nur ein bis zwei Zentimeter mit Erde bedeckt. Der Abstand zwischen den Pflanzen beträgt mindestens einen Meter. Zur Sicherheit werden an jeder Saatstelle drei Samen ausgelegt. Später bleiben nur die kräftigsten Pflanzen stehen. Ungeduldige Gärtner, die ihre Schützlinge schon früher auspflanzen wollen, können kühle Perioden mit Frostschutzhauben überbrücken.
Pflanzzeit für Tomaten
Sind die Eisheiligen nach dem 15. Mai vorüber, werden Tomatenpflanzen an ihren endgültigen Freilandstandort gepflanzt. Bei zu lang und spillerig gewachsenen Tomatenpflanzen wird nicht nur der Wurzelballen, sondern auch der untere Stängelteil in den Boden gebracht. Diese Tomaten dürfen aber nicht senkrecht, sondern müssen schräg eingepflanzt werden. So gelangen die Wurzeln nicht in kältere Bodenschichten. An dem Stängelteil im Boden bilden sich zusätzliche Adventivwurzeln, was ein schnelles Einwachsen garantiert. Abschließend werden die jungen Tomatenpflanzen vorsichtig an einen Stützpfahl gebunden.
Einjährige als Lückenfüller
Einjährige Sommerblumen eignen sich sehr gut als Lückenfüller im Staudenbeet. Durch Erfrieren entstandene Leerstellen, die noch nicht bepflanzt wurden oder auch Löcher, die durch das Abblühen von Blumenzwiebelhorsten (Hyazinthen, Narzissen, Tulpen) entstehen, können mit Einjährigen aufgefüllt werden. Die Sommerblumen sollten farblich ins Konzept des Staudenbeetes passen und auch in ihrer Wuchshöhe an die umgebenden Stauden angepasst sein. Zweijährige wie Fingerhut, Goldlack, Stockrosen und Glockenblumen müssen bereits im Mai für die Blüte im nächsten Jahr ausgesät werden. Dazu ist nicht unbedingt ein Frühbeet nötig, aber ein windgeschütztes, sonniges Aussaatbeet ist von Vorteil. Besonders feinsamige Arten müssen weitläufig gesät werden. Fingerhutsamen ist beispielsweise so klein, dass 10.000 Korn nur etwa 1 Gramm wiegen. Deshalb wird der Samen nur schwach mit Erde bedeckt und auf gleichmäßige Feuchtigkeit im Beet geachtet, denn Trockenheit während der Keimzeit unterbricht den Keimprozess und gefährdet den Erfolg. Sind die Jungpflanzen kräftig genug, werden Sie nach sechs bis acht Wochen an den endgültigen Standort gepflanzt.
Rückschnitt für Erika und Mandelbäumchen
Heidekräuter, wie Erica oder Calluna sollten jedes Jahr nach der Blüte kräftig zurückgeschnitten werden. Die Triebe werden um ein bis zwei Drittel ihrer Länge eingekürzt. So entstehen schöne, von der Basis an dichte Büsche, die jedes Jahr reichlich blühen. Auch das Mandelbäumchen (Prunus triloba), das oft als Zwergstamm angeboten wird, sollte nach der Blüte kräftig zurückgeschnitten werden. Dadurch wachsen lange, kräftige, mit Knospen besetzte Triebe, die im Folgejahr üppig blühen.
Tipp im Mai 2010: Gladiolen-, Dahlien-, und Cannaknollen können Anfang Mai wieder ausgepflanzt werden. Wurden die Knollen vorgetrieben, sollte mit der Pflanzung gewartet werden, bis der Austrieb garantiert nicht mehr von Frost bedroht wird. Sonst hat man sich die Mühe umsonst gemacht.
Obstgehölze wässern
Im Obstgarten steht im Mai die Wasserversorgung im Vordergrund. Besonders Flachwurzler wie Strauchbeeren und Erdbeeren sowie alle frisch gepflanzten Gehölze benötigen bei Trockenheit reichliche Wassergaben. Gleichmäßige Bodenfeuchte verhindert im Juni das Abstoßen übermäßig vieler Früchte. Bewässerung kann in Trockenjahren den Ertrag um etwa 30 % steigern. Gegossen wird im Bereich der Kronentraufe, also dem Rand der Krone, weil sich dort die meisten Saugwurzeln befinden. Hacken, Mulchen und regelmäßige Unkrautbekämpfung verbessern das Wasserhaltevermögen des Bodens und sparen Wasser. Wächst Rasen unter den Obstbäumen, sollte dieser kurz gehalten werden, da die Gräser gerade bei jungen Gehölzen als Wasser- und Nahrungskonkurrent wirken.
Pfingstrosen pflegen
Voraussetzung für eine baldige Blüte bei Staudenpäonien ist, dass ein kräftiger Wurzelstock mit mindestens drei Triebknospen gepflanzt wurde. Trotzdem muss damit gerechnet werden, dass die Pflanze erst nach zwei bis drei Jahren üppig blüht. Die ersten Blüten kann man sicherlich im Jahr nach der Pflanzung erwarten. Dann sollten nach dem Blühen auch die verwelkten Blütenstände entfernt werden, damit der Pflanze keine Kraft durch unnötige Samenbildung entzogen wird. Pfingstrosen sind robuste, langlebige Pflanzen, wenn man sie ungestört wachsen lässt. Versetzen verübelt die Pflanze meist mit schlechtem Wachstum und mit einem längeren Blütenausfall. Deshalb ist die Wahl des richtigen und endgültigen Platzes sehr wichtig. Pfingstrosen benötigen einen vollsonnigen Standort, der kurzzeitig beschattet sein darf und mögen keine Staunässe.
Kübelpflanzen ins Freie
Anfang Mai können Kübelpflanzen, die leichten Nachtfrost vertragen, wieder ins Freie. Dazu zählen Zwergpalme, Oleander und Bleistrauch. Zum Abhärten sollten sie einige Tage am Haus stehen. Die so genannten Eisheiligen (12.-14.Mai) müssen vorüber sein, um frostempfindliche Kübelpflanzen ins Freiluftquartier zu räumen. Dazu gehören Zitrus, Zierbanane, Bougainville, Korallenstrauch und Engelstrompete. Regelmäßiges Wässern und ein Düngerguss zu Beginn des Neuaustriebs fördern kräftiges Wachstum und Blütenbildung.
Rosen beobachten
Aus den Unterlagen veredelter Rosen entwickeln sich oft Wildtriebe. Da die Basis der Wildtriebe meist unter der Erdoberfläche liegt, muss die Erde an den entsprechenden Stellen vorsichtig beiseite geräumt werden. Wichtig ist, die Wildtriebe an ihrer Basis abzuschneiden, da sich sonst aus den ruhenden Augen neue Triebe bilden. Auch bei Stamm- und Kletterrosen ist auf Wildtriebe zu achten. Echten Mehltau an Rosen sollten Sie sofort bekämpfen. Sind die Blattoberflächen vollständig mit dem typisch weißgrauen Belag überzogen, ist es meist zu spät. Sobald sich der erste Befall zeigt, werden die entsprechenden Pflanzenteile durch beherzten Rückschnitt entfernt. Die entfernten Teile können auf dem Kompost entsorgt werden, da Mehltaupilze nur auf lebenden Pflanzen existieren können. In stark mehltaubelasteten Lagen kann zusätzlich der Einsatz eines im Handel erhältlichen Fungizids erwogen werden. Die Mittel wirken bei Tagestemperaturen um 20°C am besten. Halten Sie unbedingt die Vorschriften auf den Kleinpackungen ein!
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Der Garten im Juni 

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Tipp im Juni 2024: Anhand der Blattgröße den passenden Standort erkennen: Schattenpflanzen
Die Blattgröße verrät viel über den Wasserbedarf einer Pflanze. Große bzw. zahlreiche Blätter verbrauchen viel Wasser. Großblättrige Pflanzen sollten in halbschattigen oder schattigen Bereichen im Garten wachsen. Der ideale Schattenbereich im Garten ist geprägt durch einen Boden, der humos und feucht, aber nicht staunass ist. Pflanzen, die diese Bedingungen schätzen sind u.a. Funkien, Farne, Elfenblume, Astilben und viele Gräser. Es gibt zudem wunderschöne bodenbedeckende Stauden, die im Schatten gedeihen und als Unterpflanzung dienen können. Storchschnabel, Waldsteinie, Günsel, Porzellanblümchen, Buschwindröschen oder Frauenmantel lassen sich hervorragend mit höherwachsenden Schattenstauden kombinieren. Die enorme Struktur- und Farbvielfalt der Welt der Schattenpflanzen, lässt auch das dunkelste Eck im Garten in ganz neuem Glanz erscheinen.

Gemüse pflegen im Juni
Im Juni gibt es im Gemüsegarten viel zu tun, denn die Pflanzen stehen in vollem Wachstum. Bewässern Sie die Pflanzen besonders bei trockenem Wetter regelmäßig – für einen guten Start in den Tag am besten morgens. Um die Verdunstung zu minimieren, mulchen Sie die Beete zum Beispiel mit Rasenschnitt, denn nichts ist kontraproduktiver als offenliegender Boden. Düngen Sie zudem Ihre Gemüse mit Kompost, um das Wachstum zu unterstützen. Besonders starkzehrende Pflanzen wie Tomaten, Zucchini, Gurken und Kürbisse sind sehr dankbar über zusätzliche Nährstoffe. Zwischen den Reihen sollten Sie ungewünschte Beikräuter regelmäßig entfernen, um Nährstoff- und Lichtkonkurrenz auszuschließen. Auch eine regelmäßige Kontrolle auf Schädlinge und Krankheiten, wie Blattläuse, Schnecken oder Pilzkrankheiten steht jetzt an. Zudem sollten hochwachsende Pflanzen wie Tomaten, Erbsen und Bohnen gestützt werden, damit sie nicht abbrechen.
Polsterstauden zurückschneiden
Teppich-Phlox, Blaukissen oder Steinkraut sollten nach der Blüte zurückgeschnitten werden. Damit wird die polsterartige Form erhalten, die Blütenbildung gefördert und Krankheiten vorgebeugt. Nutzen Sie dafür eine scharfe Gartenschere, um saubere Schnitte zu gewährleisten und Schäden an der Pflanze zu vermeiden. Schneiden Sie die verblühten Blütenstände und etwa ein Drittel der Stängel zurück. Dies fördert das Wachstum und eine zweite Blüte bei einigen Arten. Entfernen Sie dabei totes oder krankes Pflanzenmaterial, um die Gesundheit der Stauden zu erhalten. Vermeiden Sie es, zu tief ins alte Holz zu schneiden, da dies die Pflanze schwächen kann. Bei Bodendeckern wie Gänsekresse oder Steinkraut reicht oft ein leichter Formschnitt nach der Blüte. Nach dem Rückschnitt kann eine leichte Düngung oder das Hinzufügen von Kompost hilfreich sein, um das Wachstum zu unterstützen. Bewässern Sie die Pflanzen gut nach dem Schneiden, insbesondere bei Trockenheit.
Wasserstellen für Tiere schaffen
Gartenvögel, Eichhörnchen und Igel sind an warmen und trockenen Tagen besonders durstig. Mit flachen Trinkschalen wie Keramikuntersetzern oder Suppentellern kann man ihnen schnell und einfach eine Tränke schaffen. Der ideale Platz ist ein gut einsehbarer Ort, damit sich Katzen nicht anschleichen können. Wichtig ist außerdem, das Gefäß regelmäßig zu reinigen und neu zu befüllen.  Auch Bienen und andere Insekten brauchen Wasser zum Überleben. Wenn man die Tränke mit Steinen, Korken oder kleinen Zweigen ausstatten, können die Insekten sicher landen, ohne unterzugehen. Nicht geeignet sind gläserne Murmeln. Ein naturnaher Gartenteich mit Flachwasserzone und ohne Fischbesatz ist natürlich ebenfalls eine ideale Trinkstelle und schafft zugleich Lebensraum für Libellen und Co. Steile Teiche, Pools und Tröge stellen hingegen Todesfallen dar und sollten immer eine Ausstiegsrampe für Tiere bieten oder bei Nichtbenutzung abgedeckt werden.
Tipp im Juni 2023: Kaum ein Kraut ist so einfach zu kultivieren wie Minze. Zur Gattung Mentha zählen etwa 30 Arten mit einer reichen Sortenvielfalt. Wer Minze im Garten hat, sollte allerdings nicht ihren Ausbreitungsdrang unterschätzen. Minzen vermehren sich unterirdisch durch Wurzelausläufer und oberirdisch durch Samen. Wer die Minze in ihre Grenzen weisen möchte, setzt sie in einen großen Topf oder Kübel. Da Minzen von Natur aus nicht standorttreu sind und irgendwann anfangen zu wandern, sollte man sie jährlich in nährstoffreiches Substrat umtopfen. Minzen mögen halbschattige und sonnige Standorte und eine regelmäßige Wasserversorgung.
Sauerkirschen nach der Ernte schneiden
Nachdem der Sauerkirschbaum abgeerntet ist, sollte er geschnitten werden, um seine Vitalität zu erhalten und im kommenden Jahr wieder reich ernten zu können. Äste, die waagerecht oder leicht aufrecht stehen, erzielen die höchsten Erträge mit einer guten Fruchtqualität. Die an ihnen sitzenden Bukett-Triebe sollten an den Ästen belassen werden, da sie die Grundlage für neue Kirschen im nächsten Jahr bilden. Zu erkennen sind Bukett-Triebe an der Ansammlung vieler Blütenknospen, unter denen sich auch eine Holzknospe befindet. Abgeschnitten werden Äste, die stark aufrecht stehen und die steil nach unten hängen. Dabei sollte entweder auf einen flacher wachsenden Ast abgeleitet oder bei verkahlten Ästen auf Knospen an der Basis zurückgeschnitten werden. Stehen sich einzelne Triebe zu nah, wird einer dieser Triebe komplett herausgenommen. In der Krone werden die steil aufrecht wachsenden Triebe auf flachwachsende abgeleitet, um die Sauerkirsche in ihrem Höhenwachstum im Zaum zu halten.
Rosenpflege im Juni
Im Juni stehen viele Rosen in voller Blüte. Daher ist es wichtig, sie gut zu pflegen, um ihre Schönheit und Gesundheit zu erhalten. Rosen benötigen im Juni regelmäßig Wasser, um zu blühen und gesund zu bleiben. Achten Sie darauf, dass der Boden gleichmäßig feucht bleibt, aber nicht zu nass wird. Eine Mulchschicht um den Wurzelbereich herum kann helfen, Feuchtigkeit im Boden zu speichern, die bei höheren Temperaturen ansonsten einfach verdunsten würde. Zudem sollten Rosen mit einem geeigneten Dünger versorgt werden, um ein gesundes Wachstum und eine gute Blüte zu fördern. Ein organischer Rosen-Dünger ist empfehlenswert. Oft treten im Juni Schädlinge wie Blattläuse, Spinnmilben oder Rosenblattwespen auf. Eine regelmäßige Kontrolle der Rosen und gegebenenfalls eine natürliche Schädlingsbekämpfung mit Nützlingen können helfen, Schäden zu vermeiden. Um eine längere Blütezeit zu erreichen, sollten verblühte Blüten zudem regelmäßig entfernt werden. Dies fördert das Wachstum neuer Knospen und Blüten.
Mit Schafwolle Mulchen und Düngen
Den Boden rund um die Pflanzen im Garten zu Mulchen, ist in vielerlei Hinsicht eine gute Idee. Der Boden ist bedeckt, so dass das Wasser im Boden nicht so schnell verdunsten kann. Unkraut kann sich nicht mehr so leicht vermehren. Der Boden ist vor Erosion geschützt und die Bodenfruchtbarkeit wird erhöht, da sich die Bodenlebewesen über das Material hermachen. Neben Lebendmulch wie Senf, Spinat und Feldsalat, oder Material wie angetrockneter Rasenschnitt oder Stroh, hört man ab und an auch von Schafwolle zum Mulchen und Düngen. Denn in Schafwolle stecken viele Nährstoffe, die unsere Pflanzen gut gebrauchen können. Sie ist reich an Stickstoff (Wachstum), Kalium (Wasseraufnahme), und Phosphor (Blütenbildung und Fruchtbildung). Schön kleingerupft, lässt sich Schafwolle oberflächlich in die Erde einarbeiten und wirkt dort wie ein Langzeitdünger. Die Bodenlebewesen helfen bei der Zersetzung der Wolle und machen die wertvollen Nährstoffe für die Pflanzen verfügbar. Als Mulch kann sie auch rund um die Pflanzen herum ausgelegt werden. Schafwolle speichert in und auf den Beeten das Wasser, wodurch man sich den einen oder anderen Gießgang ersparen kann.
Juni 2022: Bei großer Hitze Pflanzen beschatten
Sobald eine große Hitzewelle ankündigt ist, sollten Kleingärtnerinnen und Kleingärtner aktiv werden. Denn nicht nur wir Menschen ächzen unter sehr hohen Temperaturen. Auch unsere Pflanzen leiden darunter. Gewächshäuser sollten bei hohen Temperaturen gelüftet werden. Am besten bedeckt man sie zudem mit Schattiergewebe aus dem Handel oder anderen Stoffen. Das gleiche gilt für Pflanzen, die in praller Sonne im Freien wachsen. Mit leichten Stoffen aus z.B. Baumwolle oder Leinen lassen sich diese gut über die besonders heißen Mittags- und Nachmittagsstunden abdecken. Würde man auf einen Sonnenschutz verzichten, könnten die Blätter Sonnenbrand erleiden und absterben, kleine Früchte, wie sie manch eine Tomatensorte oder auch Beerensträucher tragen, würden an der Pflanze vertrocknen. An sehr heißen Tagen sollte man seine Pflanzen zudem vor allem am Morgen gießen und bei Bedarf noch einmal am frühen Abend.
Zwei- und mehrjährige Blüher säen
Zwei- und mehrjährige Blüher wie Bart-Nelken, Stockrosen, Marienglockenblumen oder Hornveilchen werden im Sommer zwischen Mai und Juli ausgesät. Zur Blüte kommen sie dann aber erst ab dem nächsten Frühjahr. Am einfachsten ist es einen Standort im Gartenbeet ausfindig zu machen, an dem die Pflanzen dauerhaft wachsen können. Der Boden sollte feinkrümelig sein und vor der Aussaat leicht angefeuchtet werden. Achten Sie darauf, ob es sich um Licht- oder Dunkelkeimer handelt. Ggf. werden die Samen nicht oder leicht mit Erde abgedeckt. Säen Sie das Saatgut gleichmäßig verteilt und nicht zu dicht aus – je mehr Platz zwischen den Jungpflanzen ist, desto besser können sie sich auch entwickeln. Die Saatstelle sollte auf jeden Fall markiert werden, ansonsten kann es schnell zur Verwechslung beim Unkrautzupfen kommen. Sind die Sämlinge bis in den Herbst groß genug gewachsen, werden sie entweder verpflanzt oder überwintern an Ort und Stelle bis zum nächsten Frühjahr.
Tipp im Juni 2020: Der Juni ist Blattlauszeit! Blattläuse schädigen nicht nur durch ihre Saugtätigkeit, sondern übertragen mit ihrem Speichel auch Viruskrankheiten bei Pflanzen. Wer Blattläuse in Schach halten möchte, sollte Nützlinge wie Florfliegen und Marienkäfer fördern und nicht zu stickstoffreich düngen. Zu viel Stickstoff führt zu weichem  Pflanzengewebe, das bei Blattläusen besonders beliebt ist. Sind die Läuse erst einmal da, können sie mit der Hand abgestreift, mit einem Wasserstrahl weggespritzt oder Blätter mit großen Läuse-Kolonien einfach ganz entfernt werden. Der Juni ist Blattlauszeit! Blattläuse schädigen nicht nur durch ihre Saugtätigkeit, sondern übertragen mit ihrem Speichel auch Viruskrankheiten bei Pflanzen. Wer Blattläuse in Schach halten möchte, sollte Nützlinge wie Florfliegen und Marienkäfer fördern und nicht zu stickstoffreich düngen. Zu viel Stickstoff führt zu weichem  Pflanzengewebe, das bei Blattläusen besonders beliebt ist. Sind die Läuse erst einmal da, können sie mit der Hand abgestreift, mit einem Wasserstrahl weggespritzt oder Blätter mit großen Läuse-Kolonien einfach ganz entfernt werden. 
Erntezeit: Erdbeeren
Bevor die Erdbeerernte beginnt, sollten junge Fruchtstände mit Stroh, Holzwolle, Holzhobelspänen oder auch schwarzer Folie unterlegt werden. Das hält Schnecken und Drahtwürmer fern und sorgt dafür, dass die Früchte trocken und sauber bleiben. Trotz dieser Maßnahmen kann bei ungünstiger Witterung Grauschimmel auftreten. Um eine Infektion der noch gesunden Früchte zu vermeiden, werden neben den gesunden auch alle befallenen Früchte geerntet und sorgfältig entsorgt. Bleiben die kranken Früchte im Beet, entstehen neue Infektionsquellen. Reife Erdbeerfrüchte werden am günstigsten in den frühen Morgen- und Abendstunden geerntet. Werden sie anschließend gekühlt, verlängert sich der Verwertungszeitraum der empfindlichen Früchte wesentlich.
Schnittzeit: Rosen
Damit Rosen nach dem ersten Flor schnell einen zweiten bringen, sollten abgeblühten Triebe nicht zu stark gekürzt werden. Zurück geschnitten wird nur bis zum ersten Auge. Auch das rechtzeitige Entfernen der abblühenden Blumen fördert einen schnellen Austrieb neuer Knospen. Bei remontierenden (mehrmals blühenden) Kletterrosen fördert das Ausschneiden der verblühten Büschel ebenfalls eine üppige Nachblüte. Dabei sollte auf die frischen Langtriebe geachtet werden. Diese dürfen auf keinen Fall beschädigt oder zurück geschnitten werden. Eine kräftige Düngergabe mit reifem Kompost oder organischem Rosendünger aus dem Fachhandel fördert die Nachblüte.
Gießzeit: Immergrüne
In Trockenperioden benötigen besonders die im Frühjahr gepflanzten immergrünen Gehölze ausgiebige Wassergaben. Die Pflanzen sind im Juni gewöhnlich noch nicht sehr stark eingewurzelt und können das Bodenwasser aus der Umgebung schlecht nutzen. Besonders bei Containerpflanzen mit festem Ballen ist das Gießen wichtig. Einmal völlig ausgetrocknet, nehmen die Ballen – obwohl sie bereits im Boden sind – schwer wieder Wasser auf, was zum Absterben der Neupflanzen führen kann. Rhododendron sind in dieser Hinsicht besonders empfindlich. Eine sparsame Düngung der Rhododendron nach der Blüte kräftigt die Pflanzen. Verwendet wird  Spezialdünger mit hohem Magnesiumanteil.
Saatzeit: Küchenkräuter
Viele Kräuter wie Dill und auch Bohnenkraut sind in jedem Stadium als Gewürz verwendbar, das heißt, sie können schon als Jungpflanzen geerntet werden. Die Hauptsache ist, dass ausreichend Kräuter angebaut werden. Auch im Juni können deshalb weiterhin Dill, Gartenkresse, Kerbel oder einjähriges Bohnenkraut im Abstand von 14 Tagen ausgesät werden. So erhält man laufend junges, frisches Grün dieser begehrten Gewürzkräuter für Tunken, Soßen und Salate. Dill, der zur Fruchtreife kommt, sät er sich nicht selten üppig selbst aus. Aufgrund seiner besonderen Schönheit eignet er sich auch für Blumenbeete und -sträuße, am besten mit anderen großblumigen Sommerblühern.
Tipp im Juni 2019: Wasserpflanzen im Gartenteich, etwa Seerosen oder Zwergrohrkolben, die in Pflanzkörbe gesetzt wurden, lassen in ihrer Wuchs- und Blühfreudigkeit nach einiger Zeit nach. Dies ist in der Regel ein Zeichen dafür, dass die Nährstoffvorräte im Korbsubstrat aufgebraucht sind. Deshalb wird nun mit einem speziellen Wasserpflanzendünger nachgedüngt.
Eisbergsalat pflegen
Eisberg sollte wie alle anderen Kopfsalat-Sorten beim Pflanzen so flach wie möglich gesetzt werden. Das beugt Wurzelhalsfäule vor und bringt große, feste Köpfe. Beim Eisbergsalat ist sorgfältiges Gießen besonders wichtig. Bis sich die Blätter der Pflanzen auf dem Beet berühren, muss reichlich gewässert werden (20-25 l/m²). Danach ist oft bis zur Ernte kein weiteres Wässern nötig. Bei lang anhaltender Trockenheit muss vorzugsweise morgens vorsichtig zwischen den Pflanzen gegossen werden. Die Blätter sollen möglichst wenig benetzt werden, da Eisbergsalat sehr fäulnisanfällig ist. Bei lang anhaltend nassem Wetter sollten die Beete sogar mit Folie überbaut werden.
Kernobst ausdünnen
Manuelles Ausdünnen bei Kernobst fördert die Fruchtqualität. Trotz Junifalls ist der Fruchtansatz oft so hoch, dass die Gehölze die sortentypische Fruchtgröße nicht erreichen. Bei kleineren Baumformen kann man leicht eingreifen und einen Teil der Früchte per Hand ausdünnen. Das geschieht, wenn die Früchte etwa haselnussgroß sind. Je Fruchtstand wird nur eine Frucht – die so genannte Terminalfrucht oder „Königsfrucht“ belassen. Sie ist in der Regel die größte und gesündeste. Beim Ausdünnen darf die Stielbasis der verbleibenden Früchte nicht verletzt werden. Auch bei Steinobst, wie Pfirsich und Aprikose ist das Ausdünnen sehr ratsam.
Hecken schneiden
Ende Juni ist es Zeit, laubabwerfende Hecken zu schneiden. Vor dem Schnitt sollte unbedingt überprüft werden, ob noch besetzte Vogelnester vorhanden sind. In diesem Fall muss der Schnitt verschoben werden. Beim jährlichen Pflegeschnitt wird nicht in das alte Holz geschnitten, sondern nur bis zur Basis der Neutriebe. Um formalen Hecken ein akkurates Aussehen zu geben, bedarf es einigen Geschicks bzw. Erfahrung. Anfänger sollten sich die Arbeit durch das Spannen von Schnüren oder die Verwendung von Schnittschablonen (bei Buchsbaum) erleichtern. Nach dem Schnitt darf bei entsprechender Wetterlage das Gießen nicht vergessen werden. So wird der Verlust von Biomasse durch einen schnellen Neutrieb ausgeglichen.
Balkonpflanzen düngen
Ab Juni erhalten die Pflanzen in Balkonkästen und -kübeln regelmäßige Düngergaben. Der Zeitpunkt richtet sich nach ihrer Entwicklung. Begonnen wird in der Regel, wenn die ersten Knospen und Blüten sichtbar sind. Pelargonien beispielsweise sollten vor dem Blühbeginn nicht gedüngt werden, da sie sonst zuviel Laub entwickeln und die Blütenbildung nur spärlich erfolgt. Alle gesunden und wüchsigen Balkonpflanzen erhalten nun wöchentlich eine Nährdüngerlösung. Wer es weniger aufwendig mag, verwendet Düngestäbchen oder Vorratsdünger in Granulatform.
Tipp im Juni 2018: Biologischer Pflanzenschutz sollte stets Vorrang vor der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln haben. Treten im Garten Marienkäfer und ihre Larven (Blattlauslöwen) zahlreich auf, ist dies immer ein untrügliches Zeichen für Blattlausbefall. Sowohl die erwachsenen Käfer als auch die Larven vertilgen große Mengen der Pflanzensauger. Darum sollten beide geschützt und auf jegliche Anwendung von chemischen und auch (vermeintlich) biologischen Pflanzenschutzmitteln verzichtet werden. 
Hausgurken pflegen
Hausgurken stellen hohe Ansprüche an Boden- und Luftfeuchtigkeit. Sie gedeihen nur dann optimal, wenn regelmäßig gewässert und die Lufttemperatur überwacht wird. Der Wasserbedarf ist bei Hausgurken vom Entwicklungszustand abhängig und daher im Juni und Juli am höchsten. Bei warmer Witterung sind 2 bis 3 Liter je Tag und Pflanze durchaus normal. Als vertretbares Temperaturmaximum gelten 32 °C. Das Nachtminimum sollte 18 °C nicht unterschreiten. Steigt die Temperatur über 28 °C, muss gelüftet werden. Um Blattschäden durch Verbrennungen zu vermeiden, müssen die Gewächshäuser zusätzlich schattiert werden, zum Beispiel mit Schattenleinen. Mit Erscheinen der ersten Früchte sollten Hausgurken zusätzlich gedüngt werden. Dazu werden aus einem handelsüblichen Stickstoffdünger eine 0,3-prozentige Nährlösung hergestellt oder kräftige Kompostgaben verabreicht.
Erdbeeren vermehren
Erdbeeren sind als aromatische Fitmacher neben Maibeeren das erste Obst im Gartenjahr. Die bioaktiven, kalorienarmen Entschlacker versprechen Genuss ohne Reue. Erdbeeren sollten auch während der Ernte ausgiebig gewässert werden. Das verbessert Fruchtgröße und Ertrag. Gegossen wird ohne Brause zwischen den Pflanzreihen. Das Laub sollte dabei nicht benetzt werden. Die für die Vermehrung vorgesehenen Beete können bereits bei der Ernte sorgfältig darauf vorbereitet werden: Dazu werden die Ausläufer längs zur Reihe gelegt und die Zwischenreihen mit reichlichen Kompostgaben verbessert. Danach werden die Ausläufer wieder ausgelegt. So erzielt man gesunde Jungpflanzen mit kräftigen Wurzeln.
Rosenblüte fördern
Werden Rosen auch im Sommer richtig geschnitten, fördert dies einen weiteren Flor. Deshalb müssen die verblühten Blumen beizeiten abgeschnitten werden. Je länger sie an der Pflanze verbleiben, umso mehr verzögert sich der Neuaustrieb und damit die zweite Blütezeit. Beim Schneiden dürfen die Blütentriebe nicht zu stark gekürzt werden. Als Regel gilt, dass die Blütenstiele nur bis zum ersten kräftigen Auge zurückgeschnitten werden. Eine Zusatzdüngung nach dem Schnitt fördert ebenfalls die zweite Blüte. Zur Anwendung kommen ein Rosen-Spezialdünger aus dem Fachhandel oder reifer Kompost. Bleiben Niederschläge aus, wird der Dünger durch gründliches Wässern in Wurzelnähe verbracht.
Duftwicken pflegen
Die Duftwicke (Lathyrus odoratus) blüht sehr reich, wenn die welken Blüten laufend entfernt werden. Da Wicken zu den Selbstbefruchtern gehören, setzen sie regelmäßig und reichlich Samen an. Deren Ausbildung erfordert viele Nährstoffe, die den Pflanzen und damit der Blütenneubildung verloren gehen. Da die Wicken zusätzlich bestrebt sind, möglichst reiche Nachkommenschaft hervorzubringen, werden die Pflanzen durch den Verlust der Samenanlagen dazu angeregt, stetig neue Blüten zu treiben. Wicken eignen sich hervorragend als Schnittblumen für die Vase. Die regelmäßige Blumenernte und eine Zusatzdüngung fördern den Flor bis zum Frühherbst.
Tipp im Juni 2017: Rasenschnitt ist gut zur Bodenbedeckung (Mulchen) besonders unter Hecken geeignet. Dies ist besser, als die in der Gartensaison oft reichlich anfallenden Mengen zu kompostieren. Zuviel Rasenschnitt im Kompost kann zu Fäulnis-Nestern, die nicht nur unangenehm riechen, sondern den Rotteprozess verzögern, führen. Nur sorgfältiges Durchmischen des Schnittguts mit trockenem Laub oder holzigem Häckselgut erhöht die Luftdurchlässigkeit im Kompost und somit eine geruchsfreie Umsetzung.  Aber auch beim Mulchen gilt: Die Bodendecke aus Grasschnitt sollte maximal 7-8 cm stark sein, damit sie nicht fault.
Buschbohnen pflegen und nachsäen
Wer laufend Buschbohnen ernten möchte, sollte auch im Juni ein bis zwei Aussaaten vornehmen. Dabei sind Sorten mit kurzer Entwicklungsdauer wie ‚Marona’ oder ‚Maxi’ vorzuziehen. Obwohl Buschbohnen in mittelschweren Böden mit wenig Wasser auskommen, sollten Sie Trockenperioden durch reichliches Gießen überbrücken. Den größten Wasserbedarf hat die Buschbohne zur Blütezeit, sodass im Mai ausgesäte Bohnen besonders in der Zeit von Ende Juni bis Mitte Juli reichlich mit Wasser versorgt werden müssen. Damit beugen Sie gleichzeitig einem übermäßigen Befall durch Spinnmilben vor, deren Auftreten durch Trockenheit besonders begünstigt wird.
Pilzbefall im Obst bekämpfen
Im Obstgarten machen sich bei ungünstiger Witterung Apfelmehltau und Monilia-Spitzendürre breit. Beim Apfelmehltau zeigen Jungtriebe, Blätter und Fruchtstände einen mehligen Belag und rollen sich ein. Die befallenen Pflanzenteile werden sofort abgeschnitten, um die Bildung von Sporenträgern zu verhindern. Das kranke Schnittgut ist gut kompostierbar. Besonders anfällig sind alte Sorten wie ‚Cox’, ‚Jonathan’ oder ‚Ontario’. Auch bei der Spitzendürre an Steinobst werden befallene Triebe kräftig zurück geschnitten. Dabei müssen auch Ziergehölze im Garten auf Befall kontrolliert werden. Vor allem Mandelbäumchen und Zierquitte sind anfällig für den Schadpilz. Mit Monilia befallenes Schnittgut darf nicht zum Mulchen verwendet werden! Kompostieren dagegen ist möglich, wenn das zerkleinerte Material gut mit Erde abgedeckt wird.
Gladiolen wässern und nachstecken
Erst wenn sich die Blütentriebe entwickeln, sollten Gladiolen intensiv und reichlich gegossen werden. Das ist leicht feststellbar, indem Sie die flachen Seiten der Gladiolentriebe zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen. Vom Erdboden nach oben fühlend bemerken Sie den Ansatz, wie weit sich der Blütentrieb aus der Knolle herausgeschoben hat. Ist kein Ansatz spürbar, sitzt er noch zu tief und mit dem Wässern kann gewartet werden. Um auch noch im September Gladiolen in Blüte zu haben, können in den ersten Junitagen noch Knollen ausgelegt werden. Dazu werden die größten Knollen ausgewählt, weil kleinere eine längere Entwicklungszeit haben. Diese Pflanzen würden erst im Oktober blühen und wären durch Frühfröste gefährdet.
Stauden anbinden und zurückschneiden
Hohe Stauden fallen oft auseinander, deshalb werden sie rechtzeitig an Stäbe gebunden. Das Anbinden sollte sorgfältig durchgeführt werden, damit die natürliche Wuchsform erhalten bleibt. Nichts sieht unschöner aus als Stauden, die wie zusammengeschnürte Reisigbündel im Beet stehen. Polsterstauden, die Ende Juni verblühen, kürzen Sie so ein, dass sie nicht zu umfangreich werden. Das ist vor allem bei älteren Pflanzen regelmäßig nötig. Zu entfernende, auf der Erde liegende Triebe mit Wurzeln lassen sich gut zur Vermehrung verwenden. Sie werden gleich wieder eingepflanzt, aber anfangs feucht und schattig gehalten.
Tipp im Juni 2015: Wasserpflanzen im Gartenteich, etwa Seerosen oder Zwergrohrkolben, die in Pflanzkörbe gesetzt wurden, lassen in ihrer Wuchs- und Blühfreudigkeit nach einiger Zeit nach. Dies ist in der Regel ein Zeichen dafür, dass die Nährstoffvorräte im Korbsubstrat aufgebraucht sind. Deshalb wird nun mit einem speziellen Wasserpflanzendünger nachgedüngt.
Eisbergsalat pflegen
Eisberg sollte wie alle anderen Kopfsalat-Sorten beim Pflanzen so flach wie möglich gesetzt werden. Das beugt Wurzelhalsfäule vor und bringt große, feste Köpfe. Beim Eisbergsalat ist sorgfältiges Gießen besonders wichtig. Bis sich die Blätter der Pflanzen auf dem Beet berühren, muss reichlich gewässert werden (20 bis 25 l/m²). Danach ist oft bis zur Ernte kein weiteres Wässern nötig. Bei lang anhaltender Trockenheit muss vorzugsweise morgens vorsichtig zwischen den Pflanzen gegossen werden. Die Blätter sollen möglichst wenig benetzt werden, da Eisbergsalat sehr fäulnisanfällig ist. Bei lang anhaltend nassem Wetter sollten die Beete sogar mit Folie überbaut werden.
Kernobst ausdünnen
Manuelles Ausdünnen bei Kernobst fördert die Fruchtqualität. Trotz Junifalls ist der Fruchtansatz oft so hoch, dass die Gehölze die sortentypische Fruchtgröße nicht erreichen. Bei kleineren Baumformen kann man leicht eingreifen und einen Teil der Früchte per Hand ausdünnen. Das geschieht, wenn die Früchte etwa haselnussgroß sind. Je Fruchtstand wird nur eine Frucht – die so genannte Terminalfrucht oder „Königsfrucht“ belassen. Sie ist in der Regel die größte und gesündeste. Beim Ausdünnen darf die Stielbasis der verbleibenden Früchte nicht verletzt werden. Auch bei Steinobst, wie Pfirsich und Aprikose, ist das Ausdünnen sehr ratsam.
Hecken schneiden
Ende Juni ist es Zeit, laubabwerfende Hecken zu schneiden. Vor dem Schnitt sollte unbedingt überprüft werden, ob noch besetzte Vogelnester vorhanden sind. In diesem Fall muss der Schnitt verschoben werden. Beim jährlichen Pflegeschnitt wird nicht in das alte Holz geschnitten, sondern nur bis zur Basis der Neutriebe. Um formalen Hecken ein akkurates Aussehen zu geben, bedarf es einigen Geschicks bzw. Erfahrung. Anfänger sollten sich die Arbeit durch das Spannen von Schnüren oder die Verwendung von Schnittschablonen (bei Buchsbaum) erleichtern. Nach dem Schnitt darf bei entsprechender Wetterlage das Gießen nicht vergessen werden. So wird der Verlust von Biomasse durch einen schnellen Neutrieb ausgeglichen.
Balkonpflanzen düngen
Ab Juni erhalten die Pflanzen in Balkonkästen und -kübeln regelmäßige Düngergaben. Der Zeitpunkt richtet sich nach ihrer Entwicklung. Begonnen wird in der Regel, wenn die ersten Knospen und Blüten sichtbar sind. Pelargonien beispielsweise sollten vor dem Blühbeginn nicht gedüngt werden, da sie sonst zu viel Laub entwickeln und die Blütenbildung nur spärlich erfolgt. Alle gesunden und wüchsigen Balkonpflanzen erhalten nun wöchentlich eine Nährdüngerlösung. Wer es weniger aufwendig mag, verwendet Düngestäbchen oder Vorratsdünger in Granulatform.
Tipp im Juni 2010: Die Düngung der Sommerblumen hängt von ihrem Standort ab. Wachsen sie in einem Balkonkasten, sollen sie jede Woche mäßig stark mit einem Flüssigdünger versorgt werden. Stehen die gleichen Arten dagegen in einem Beet, reicht eine Startdüngung 4 Wochen nach der Pflanzung, die alle 6 Wochen durch eine weitere Gabe ergänzt wird.
Kohlrabi nachpflanzen
Kohlrabi eignet sich gut als Nachfrucht für abgeerntete Gemüsebeete wie zum Beispiel bei Erbsen. Für den Nachbau sind Sommersorten zu verwenden. Sie können bis zu 2 Monate lang geerntet werden. Der Wechsel von Trockenheit und großer Feuchtigkeit verursacht bei Kohlrabi aufgerissene Knollen. Kohlrabibeete sollten deshalb stets gleichmäßig feucht gehalten werden, damit keine Wachstumsstockungen und somit Risse auftreten. Übrigens sind blaue Kohlrabisorten weniger anfällig für Schaderreger und bleiben länger zart.
Erdbeeren wässern
Erdbeeren sind als aromatische Fitmacher nach den Maibeeren das erste Obst im Gartenjahr. Auch während der Ernte sollte bei Trockenheit ausgiebig gewässert werden. Das verbessert Fruchtgröße und Ertrag. Doch Vorsicht: Gegossen wird ohne Brause zwischen den Reihen ohne das Laub und die Früchte zu benetzen. So kann die Ausbreitung des gefürchteten Grauschimmels eingedämmt werden. Sollen die Erdbeerpflanzen zur Vermehrung genutzt werden, kann man schon während der Ernte die Ausläufer zwischen die Pflanzreihen legen, wo der Boden sorgfältig mit Kompost aufgebessert wurde.
Sommerastern pflegen
Obwohl es bei Sommerastern nahezu welkefreie Sorten gibt, leiden auch sie in machen Jahren unter der so genannten Asternwelke. Ursache ist eine schwer zu bekämpfende Pilzkrankheit (Fusarium-Arten). Das Ausbringen von chemischen Pilzmitteln bringt keinerlei Bekämpfungserfolge. Um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, sollten Pflanzen, die erste Symptome zeigen, sofort aus dem Beet und dem Garten entfernt werden. Die erkrankten Pflanzen dürfen nicht kompostiert werden. Ist die Asternwelke einmal aufgetreten, sollten auf dem gleichen Beet 4 bis 5 Jahre keine Astern angebaut werden. Vorbeugend können Pflanzenstärkungsmittel wie Bacillus subtilis eingesetzt werden.
Blumenzwiebeln roden
Die Zwiebeln von Tulpen, Narzissen und anderen Frühblühern nimmt man aus dem Boden, wenn das Laub vollständig vergilbt ist. Erst dann haben sich die Zwiebeln vollständig entwickelt. Jedes zu frühe Roden geht auf Kosten der Blüte im kommenden Jahr. Ist der neue Standort der Blumenzwiebeln schon frei, können sie sofort wieder in den Boden gebracht werden. In diesem Fall werden die Zwiebeln nicht getrocknet. Sie werden geputzt, eventuell sortiert und neu gepflanzt. Um Blumenzwiebeln beim Roden nicht zu beschädigen, werden sie mit der Grabegabel, nicht mit dem Spaten geerntet. Narzissen können meist mehrere Jahre am gleichen Standort stehen bleiben, Tulpen sollten alle 2 Jahre versetzt werden.
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Der Garten im Juli 
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Tipp im Juli 2023: In den letzten Julitagen beginnt die Aussaat von Feldsalat für die Herbsternte. Er wird in der zweiten Oktoberhälfte erntereif. Da Feldsalat unter den im Spätherbst auftretenden Frösten nicht leidet, steht bis in den Dezember hinein frisches Salatgemüse zur Verfügung. Der zu den Baldriangewächsen gehörende Feldsalat gedeiht auf allen Gartenböden. Wichtig ist eine freie, sonnige Lage. Gesät wird in einem Reihenabstand von 15 cm und einer Saattiefe von 1–1,5 cm. Benötigt werden etwa 3 g Saatgut je Quadratmeter.
Erdbeeren abranken für kräftige Mutterpflanzen
Erdbeeren, die nicht der Vermehrung dienen sollen, sollten nach der Ernte sofort „abgerankt“ werden. Noch während der Fruchtreife beginnen die Erdbeerpflanzen Ausläufer zu bilden. Diese vegetative Vermehrungsart ist typisch für Erdbeeren. Die Ausläufer mit den noch unbewurzelten Jungpflanzen werden vorsichtig mit dem Messer oder der Gartenschere nah an der Mutterpflanze abgeschnitten. Das kräftigt die Mutterpflanzen und sorgt für eine reiche Ernte im kommenden Jahr. Darüber hinaus sollten Erdbeerkulturen nicht zu lange nutzen. Nach zwei bzw. drei Jahren räumt man den Bestand komplett ab, denn trotz guter Pflege sinkt mit zunehmender Standzeit die Fruchtgröße ohne dass die Ertragsmenge steigt.
Kartoffelkäfer an Nachtschattengewächsen absammeln
Schön sieht er ja aus, der Kartoffelkäfer mit seinem gelb-schwarz gestreiften Körper. Es lohnt sich jedoch einen genaueren Blick auf das Kartoffellaub und andere im Garten wachsende Nachtschattengewächse wie Tomaten, Auberginen oder Paprika und Chilis zu werfen. Fraßstellen am Laub können auf einen Befall des Kartoffelkäfers hindeuten. Da er wegen seiner Größe von etwa 15mm kaum zu übersehen ist, sollte er dann auch so zügig wie möglich abgesammelt werden. Am besten sammelt man die Käfer dann in einem mit Wasser befüllten Schraubglas. Auch die Larven können großen Schaden anrichten. Diese erkennt man an ihrem schwarzen Kopf, ihrem roten Körper, der seitlich schwarz gepunktet ist. Schauen Sie sich auch die Unterseiten des Laubs an. Dort legen die Weibchen ihre Eier ab. Diese sind gelb, zylindrisch und hängen dicht nebeneinander im Paket und sollten ebenso entfernt werden, bevor die Larven schlüpfen. Die Gefräßigkeit der Kartoffelkäfer kann unter Umständen so weit gehen, dass nur noch Blattgerippe der Pflanzen übrigbleiben bevor die Früchte erntereif sind.
Nacktschnecken im Garten aufspüren – mit Holz und Eierkartons
In feuchten Gärten und nach Regenfällen kommen die ungeliebten Spanischen Wegschnecken aus ihren Verstecken heraus und machen sich unter anderem über die Gemüsepflanzen her. Vor allem Erdbeeren, knackfrischer Salat, Spinat oder Kohlarten gehören zu ihren Lieblingsspeisen. Manchmal erwischt man sie auf frischer Tat, allerdings kann das Absammeln doch recht mühsam und zeitintensiv sein. Da die Nacktschnecken ihren Körper ständig feucht halten müssen, verkriechen sie sich gern in den Schatten an kühlere Standorte, sobald die Sonne scheint. So findet man sie unter Holzbrettern sehr gut, aber auch unter Eierkartons, die man angefeuchtet einfach in die Beete legen kann. Die dort versammelten Nacktschnecken lassen sich dann ganz unkompliziert absammeln. Die meisten Nacktschnecken findet man an und unter den Brettern und Eierkartons, wenn es schön warm ist und die Sonne scheint. Für die anschließende nachhaltige Entsorgung der Schnecken empfiehlt das Umweltbundesamt einen Überblick über geeignete Maßnahmen.
Tipp im Juli 2022: Regenwasser sammeln
Wer dieser Tage seine Pflanzen im Kleingarten bewässern muss, greift gern auf das gesammelte Regenwasser aus seinen Regentonnen zurück. Doch was macht Regenwasser eigentlich so besonders? Regenwasser hat gleich mehrere Vorteile: zum einen ist es kalkfrei - einige Pflanzen, wie Maiglöckchen, Gurken, Rettich und verschiedene Kräuter reagieren empfindlich auf kalkhaltiges Wasser. Regenwasser ist luftwarm – Trink- oder Brunnenwasser ist oft sehr kalt und kann Stress und Entwicklungsprobleme bei Gartenpflanzen verursachen. Vor allem die empfindlichen Wurzeln leiden oft unter zu kaltem Wasser. Regenwasser fällt kostenfrei vom Himmel – gerade in der heutigen Zeit mit Blick auf den Klimawandel und steigende Preise sollte jeder Tropfen Regenwasser für die Bewässerung der eigenen Gartenpflanzen gesammelt und gespeichert werden. Wer zudem noch weniger Gießen möchte, sollte die Gartenbeete mulchen. Egal ob mit Rasenschnitt oder gehäckseltem Holzschnitt, eine schützende Decke zwischen den Pflanzen hilft hohe Verdunstung zu vermeiden.
Schnittzeit: Süßkirschen
Der ideale Zeitpunkt für den Rückschnitt von Süßkirschbäumen ist direkt nach der Ernte oder sogar währenddessen, denn schwer zu beerntende Äste können gleich mit der Säge abgetrennt und die Früchte am Boden bequem geerntet werden. Süßkirschen, vor allem altgewachsene hochkronige Bäume, die aus Zeiten stammen, als schwach wachsende Unterlagen noch weitgehend unbekannt waren, wachsen jährlich mehr als einen halben Meter in die Höhe. Im Sommer heilen Schnittw
Rosen düngen
Remontierende Rosen, also solche, die öfter blühen, sollten nach der Blütezeit und spätestens Ende Juni zurückgeschnitten werden. Bis spätestens Mitte Juli sollten die Rosen dann auch die letzte Düngegabe erhalten, damit die Triebe bis zum Herbst gut ausreifen. Wird später gedüngt, bilden die Triebe nicht ausreichend Holz und festes Gewebe und frieren oft stark zurück, auch in verhältnismäßig milden Wintern. Zum Düngen sollten am besten organische Dünger verwendet werden. Sie verbessern die Bodenstruktur und bringen Humus in den Gartenboden ein. Kompost aus dem eigenen Kleingarten eignet sich gut, um für ausreichend Nährstoffe rund um die Rosen zu sorgen. Dabei reichen 3 Liter je m² vollkommen aus. Ist kein Regen in Sicht, wird durchdringend gewässert, um den Dünger rasch in Wurzelnähe zu bringen.
Tipp im Juli 2021: Wer im Herbst und Winter frisches Gemüse ernten möchte, sollte spätestens Anfang Juli mit der Aussaat von Rosenkohl, Grünkohl und Co. beginnen. Bis Ende Juli sollten die Jungpflanzen dann so kräftig gewachsen sein, dass sie ins Beet umgesetzt werden können. Bei der Auswahl passender Gemüse für den späten Ertrag, achten Sie auf die passende Sortenwahl und den Hinweis auf eine „späte Sorte“. Wer schnell einige Lücken im Gemüsebeet schließen möchte, sät einfachrasch wachsendes Gemüse nach wie Radieschen, Pflücksalate oder Spinat. 
Tipps zum richtigen Gießen
Der geeignetste Zeitpunkt zum Gießen liegt in den Morgenstunden. Das benötigte Wasser steht den Pflanzen so schon zu Tagesbeginn zur Verfügung und kann über den Tag hinweg mit allen Nährstoffen zusammen aufgenommen werden. Morgens ist die Luft zudem noch nicht so warm. Das Wasser verdunstet nicht gleich nach dem Gießen, sondern sickert in den Boden. In den Abendstunden ist Gießen nicht zu empfehlen. Denn die Pflanzen sind in den späten Stunden des Tages nicht mehr in der Lage Wasser aufzunehmen – sie befinden sich in einer Ruhephase. Dadurch kann es zu Staunässe kommen. Wurzeln leiden unter Sauerstoffmangel und können absterben. Der wichtigste Tipp ist immer nur den Wurzelbereich zu gießen. Das Wasser gehört nicht auf die Blätter oder Früchte einer Pflanze, sondern allein an die Wurzeln. Wasser auf oberirdischen Pflanzenteilen kann Krankheiten hervorrufen und bspw. Pilzbefall fördern. Zudem sollte lieber einmal kräftig und ausgiebig gegossen werden, als öfter und zaghaft. Grund ist, dass wenig oberflächliches Wasser nur unzureichend bis zu den Wurzeln vordringen kann und die Pflanze somit nur unzureichend versorgt wäre. Kräftig, aber seltener gegossene Pflanzen bilden stärkere, tief reichende Wurzeln und können sich in Notzeiten auch gut selbst mit Wasser aus der Tiefe versorgen.
Thymian ernten und verarbeiten
In den Kräuterbeeten sollte es derweil ordentlich sprießen. Verholzende mediterrane Kräuter wie Thymiane haben in den letzten Wochen mit ihren unzähligen Blüten zahlreiche nektarsuchende Insekten wie Bienen und Schmetterlinge angelockt. Die Triebe samt Samenstände können jetzt geerntet werden. Sie sollten dabei nur darauf achten nicht ins alte Holz zu schneiden. Entweder hängen Sie die geernteten Triebe büschelweise auf oder legen sie locker auf einem Tablett verteilt an einen trockenen Ort. Sind die Triebe nach ungefähr einer Woche gut durchgetrocknet, können die Blättchen abgezupft und in verschraubbare Gläser an einem dunklen, kühlen Ort bis zu ihrer Verwendung aufbewahrt werden. Die Thymianpflanze wird dann in kurzer Zeit neue Triebe bilden, die regelmäßig geerntet werden können. Der Gehalt an ätherischen Ölen bei Thymian ist zwar vor seiner Blüte am höchsten, dennoch ist er als Bienenmagnet im heimischen Kräuterbeet ein echter Hingucker und wertvoller Nektarspender.
Tipp im Juli 2020 für Balkongärtner: Wem die Triebe der Petunien zu lang geworden sind, schneidet sie einfach kräftig zurück. Sie treiben von der Basis her wieder aus und blühen erneut üppig. Abgewelkte Blumen sollten regelmäßig entfernt werden. 14-tägige Düngergaben erhöhen die Blühbereitschaft der Pflanzen.
Pflegezeit: Melonen
Melonen müssen im Juli mit viel Aufmerksamkeit gepflegt werden. Dazu gehören vor allem Schnittmaßnahmen, die Bestäubung  sowie sorgfältiges Gießen und Belüftung. Im Gegensatz zu Hausgurken werden Melonen unter Glas auch bei intensivster Sonneneinstrahlung nicht schattiert. Für guten Insektenflug zum Bestäuben müssen die Häuser und Kästen offen sein. Bleibt die Witterung anhaltend trocken und warm, können im Frühbettkasten die Fenster dauerhaft herunter genommen werden. Von Beginn der Blüte bis zum Fruchtansatz werden Melonen nur sparsam gegossen. Sie vertragen grundsätzlich keine Staunässe. Sobald die Früchte erkennbar sind, sollte darauf geachtet werden, dass diese nicht direkt auf dem feuchten Boden aufliegen – am besten werden kleine Styroporplatten unter die Melonen gelegt. Das verhindert, dass die Früchte an einer Stelle faulig werden.
Erntezeit: Brokkoli
Im Mai gepflanzter Brokkoli erreicht Mitte bis Ende Juli seine Erntereife. Geerntet wird, wenn die Einzelknospen der Blume bereits  gut ausgebildet, aber noch fest geschlossen sind. Bei warmem Wetter lockern die Blütenanlagen sehr schnell auf und verlieren an Verzehrqualität, so dass der richtige Schnittzeitpunkt nicht verpasst werden darf. Nach der Ernte der Mittelblume entwickeln sich aus den Blattachseln Nebensprosse mit kleineren Blumen. Die Brokkolipflanzen werden deshalb nach der Haupternte weiter gepflegt. So kann sich die Ernte bei guter Pflege bis in den September hinein erstrecken: Voraussetzung ist, dass regelmäßig gedüngt und ausreichend gewässert wird.
Schnittzeit: Süßkirschen
Süßkirschbäume sollten sofort nach der Ernte geschnitten werden. Die Schnittwunden heilen zu diesem Zeitpunkt gut und dem lästigen so genannten Gummifluss nach stärkeren Eingriffen wird vorgebeugt. Dies gilt vor allem für altgewachsene hochkronige Bäume aus Zeiten, als schwach wachsende Unterlagen noch weitgehend unbekannt waren. Solche Bäume können in Höhe und Breit oft um einige Meter gekürzt werden. Der Neutrieb bringt in den Folgejahren am jungen Fruchtholz größere Früchte hervor, die zudem gefahrlos geerntet werden können. Schwer zu beerntende Äste können gleich mit der Säge abgetrennt und die Früchte am Boden bequem geerntet werden.
Düngezeit: Rosen
Rosen erhalten Ende Juli die letzte Düngegabe, damit die Triebe bis zum Herbst gut ausreifen. Wird später gedüngt, bilden die Triebe nicht ausreichend Holz und festes Gewebe und frieren oft stark zurück, auch in verhältnismäßig milden Wintern. Zum Düngen werden kalkreiche Volldünger verwendet, deren Stickstoffanteil gering ist. Am besten geeignet sind spezielle Rosen-Dünger. Dazu werden 30-40 Gramm je m² gestreut und anschließend sanft eingehackt. Wer keine synthetischen Mineraldünger verwenden will, arbeitet Kompost in das Rosenbeet ein. Dabei reichen 3 Liter je m² vollkommen aus. Ist kein Regen in Sicht, wird durchdringend gewässert, um dem Dünger rasch in Wurzelnähe zu bringen.
Tipp im Juli 2019: Nicht selten verleiden Stechmücken gemütliche Sommerabende vor der Gartenlaube oder auf der Terrasse. Doch anders als oft angenommen spielt Licht für Stechmücken keine Rolle: sie werden vor allem von Körpergerüchen und Körperwärme angezogen. UV-Lampen mit Klebestreifen oder Elektrogitter nützten deshalb genauso wenig wie „Mücken-Piepser“. Diese Geräte töten meist Nachtfalter und andere nützliche Insekten. Auch von Pflanzengerüchen lassen sich Mücken kaum beeindrucken. Der beste Schutz sind immer noch lange Kleidung und Hautpflegemittel mit Repellentien (Vergrämungsstoffe).
Feldsalat aussäen
In den letzten Julitagen beginnt die Aussaat von Feldsalat für den Herbstverbrauch. Der Salat wird dann in der zweiten Oktoberhälfte erntereif. Da Feldsalat resistent gegen frühe Fröste ist, kann bis in den Dezember hinein frisches Salatgemüse geerntet werden. Feldsalat gedeiht auf allen Gartenböden, nur schwere Lehmböden bekommen ihm nicht. Wichtig ist eine freie sonnige Lage. Feldsalat wird mit einem Reihenabstand von 15 cm und einer Saattiefe von 1 cm in den Boden gebracht. 3 Gramm Saatgut reichen für etwa 1 Quadratmeter Anbaufläche.
Erdbeeren abranken
Erdbeeren, die nicht der Vermehrung dienen, sollten nach der Ernte sofort „abgerankt“ werden. Erdbeerpflanzen beginnen noch während der Fruchtreife mit der Ausläuferbildung. Diese vegetative Vermehrungsart ist typisch für Erdbeeren. Die Ausläufer mit den noch unbewurzelten Jungpflanzen werden vorsichtig mit dem Messer von den Mutterpflanzen entfernt. Das kräftigt die Mutterpflanzen für eine reiche Ernte im kommenden Jahr. Erdbeerkulturen sollten nicht zu lange genutzt werden. Nach zwei bzw. drei Jahren räumt man den Bestand komplett ab, denn trotz guter Pflege sinkt mit zunehmender Standzeit die Fruchtgröße ohne dass die Ertragsmenge steigt.
Ziergehölze pflegen
Rosen brauchen auch im Juli viel Aufmerksamkeit. Verwelkte Blumen und Wildtriebe müssen regelmäßig entfernt werden. Wildtriebe erkennt man am helleren Grün und den kleineren Blättern. Sie wachsen aus der Basis der Veredlungsunterlage und nehmen der Edelsorte Kraft. Die Wildtriebe sollten so tief wie möglich abgeschnitten werden. Auch bei anderen veredelten Ziergehölzen, vor allem bei Flieder, Blauregen und Zierkirsche sollten die Wildtriebe entfernt werden. Alle Ziergehölze, vor allem Jungpflanzen sollten regelmäßig und ausreichend mit Wasser versorgt werden.
Kübelpflanzen versorgen
Kübelpflanzen brauchen im Sommer regelmäßig und viel Wasser. Da die Pflanzen meist exponiert stehen, verdunsten sie an heißen oder windigen Sommertagen viel Feuchtigkeit. Auch Gefäße aus Ton oder Keramik beschleunigen durch ihre poröse Oberfläche die Wasserverdunstung im Ballen. In solchen Fällen sollte zweimal täglich gegossen werden. Manche Pflanzen, wie Engelstrompeten (Brugsmania) sind „regelrechte Säufer und Fresser“. Sie brauchen unbedingt jeden Tag Wasser und auch häufig Dünger. Der Dünger fördert Knospenbildung und Wachstum.
Tipp im Juli 2018: Wasserbehälter, z. B. Regentonnen, sind oft Brutstätten von Stechmücken. Der beste Schutz dagegen ist ein dicht schließender Deckel auf dem Behälter. Eine weitere Methode ist das vollständige Entleeren des Behälters vor dem Nachfüllen. So können sich bereits vorhandene Larven nicht weiterentwickeln. Unter Umständen hilft das Abschöpfen der Larven (die zur Atmung unter der Wasseroberfläche verharren) mit einem Kescher. In Gartenteichen halten Fische und andere Kleintiere den Bestand in Schach. 
Feldsalat aussäen
In den letzten Julitagen beginnt die Aussaat von Feldsalat für die Herbsternte. Er wird in der zweiten Oktoberhälfte erntereif. Da Feldsalat unter den im Spätherbst auftretenden Frösten nicht leidet, steht bis in den Dezember hinein frisches Salatgemüse zur Verfügung. Der zu den Baldriangewächsen gehörende Feldsalat gedeiht auf allen Gartenböden. Wichtig ist eine freie, sonnige Lage. Gesät wird in einem Reihenabstand von 15 cm und einer Saattiefe von 1–1,5 cm. Benötigt werden etwa 3 g Saatgut je Quadratmeter.
Erdbeeren pflanzen
Juli und August sind optimale Pflanzzeit für Erdbeeren. Frühe und mittelfrühe Sorten werden Mitte Juli, späte Sorten Anfang August gepflanzt. Erdbeeranbau ist auf fast allen Böden möglich. Wichtig sind ausreichende Humusversorgung und der pH-Wert des Bodens. Auf leichten Böden sollte er 5,5 auf schweren Böden 6–6,5 betragen.
 Humusmehrende Zwischenfrüchte wie Phacelia, Raps oder Senf dienen der optimalen Vorbereitung der Pflanzfläche. Für organische Düngung sind Erdbeeren sehr dankbar, am besten ist Rohkompost oder verrotteter Stalldung. Erdbeeren sind empfindlich gegen Trockenstress. Je trockener der Boden bei der Pflanzung war, desto wichtiger ist regelmäßiges Wässern danach.
Bartiris pflanzen
Für Bartiris, auch Schwertlilien genannt, ist Ende Juli/Anfang August die beste Zeit zum Teilen und Pflanzen. Das richtige Pflanzen zum richtigen Zeitpunkt fördert das Wachstum und eine reiche Blüte. Dazu werden alte Pflanzen mit verzweigten Rhizomen mit der Grabegabel aus dem Boden gehoben, die Erde abgeschüttelt und danach der Wurzelstock geteilt. Die Blätter werden etwa um ein Drittel, die Wurzeln handbreit gekürzt. Beim Pflanzen werden die Wurzeln fächerförmig ausgebreitet und angedrückt. Gepflanzt wird so, dass die obere Hälfte des Rhizoms noch gut sichtbar ist. Das ist besonders bei schweren Böden wichtig.
Stiefmütterchen aussäen
Anfang Juli ist der beste Zeitpunkt zur Aussaat von Stiefmütterchen. Günstig ist ein Saatbeet, bei dem in die obere Schicht fein gesiebter Kompost eingarbeitet wurde. Die fördert die Bewurzelung der Pflänzchen.  Die Samen sind recht klein und dürfen daher nicht zu dicht gesät werden. Sonst wachsen nur vergeilte, spärliche Pflänzchen heran. Der Abstand zwischen den Samenkörnern sollte etwa 1 cm betragen. Das ist zwar etwas aufwändig – aber die Mühe lohnt sich. Ordentlich gepflegt, wachsen kräftige Jungpflanzen für den Einsatz in Kübeln und Kästen im kommenden Frühjahr heran, die unter günstigen Bedingungen sogar schon im Anzuchtbeet zu blühen beginnen.
Tipp im Juli 2017: Ohne Bewässerung läuft im Juli fast gar nichts. Ist der Sommer nicht total verregnet, müssen Balkonkästen und Kübelpflanzen, Tomaten, Gurken und vieles andere mehr regelmäßig gegossen werden. Gewässert werden sollte besser einmal täglich kräftig, anstatt mehrmals in kleinen Mengen. Gegossen wird in den Morgenstunden. Dabei sollte beachtet werden, dass nur Boden und Wurzelbereich gewässert werden. Wasser auf dem Blattwerk fördert Pilzsporen oder hinterlässt hässliche Brennflecken.
Brokkoli ernten
Im Mai gepflanzter Brokkoli erreicht Mitte bis Ende Juli die Schnittreife. Geerntet wird, wenn die Einzelknospen der Blume bereits gut sichtbar, aber noch fest geschlossen sind. Besonders bei warmer Witterung darf dieser Zeitpunkt nicht verpasst werden, weil die Blumen dann sehr schnell auflockern, was zu Qualitätseinbußen führt. Nach der Ernte der Mittelblume treibt Brokkoli aus den Blattachseln Nebensprosse mit kleinen Blumen. Dadurch kann sich die Ernte bei guter Pflanzenentwicklung bis in den September erstrecken. Voraussetzung ist, dass der Brokkoli bis Ende August regelmäßig gedüngt und gewässert wird. Brokkoli wächst schneller und ist anspruchsloser als Blumen- oder Kopfkohl, benötigt aber mehr Kalk. Deshalb für hohe Erträge vor der Pflanzung reichlich Algenkalk und Kompost in die Erde einarbeiten und eventuell eine zusätzliche Kalkgabe direkt ins Pflanzloch geben.
Erdbeeren pflanzen
Der Hochsommer ist die optimale Pflanzzeit für Erdbeeren. Frühe und mittelfrühe Sorten werden am besten Mitte Juli, mittelspäte und späte im August gepflanzt. Humusmehrende Vorkulturen oder Zwischenfrüchte wie Phacelia, Raps, Senf fördern einen guten Start der Erdbeeren. Erdbeeranbau ist auf fast allen Böden möglich. Wichtig sind die Humusversorgung des Bodens sowie sein pH-Wert. Auf leichten Böden sollte der pH-Wert 5,5 und auf schweren Böden 6,0 bis 6,5 betragen. Stärker alkalische Böden bekommen den Erdbeeren nicht. Für organische Düngung sind Erdbeeren dankbar, am besten geeignet ist reifer Kompost oder Stalldung. Dadurch wird das Bodenleben aktiviert und ein gleichmäßiges Anwachsen garantiert. Da Erdbeeren empfindlich für Trockenstress sind, ist regelmäßige Bewässerung, besonders wenn der Boden zur Pflanzung trocken war, notwendig.
Winterling eher nicht umpflanzen
Der Winterling, einer der ersten Frühjahrsblüher, sollte nur umgepflanzt werden, wenn es die Gegebenheiten im Garten – etwa Neuanlage einer Rabatte – unbedingt erfordern. Der Winterling entwickelt sich wie die meisten Wildarten im Garten  ungestört am besten und sät sich dann auch selbst aus. Er gedeiht an sonnigen und halbschattigen Plätzen besonders gut. Beim Ausgraben ist Aufmerksamkeit gefordert, denn die Knöllchen sind erdgrau gefärbt und daher schwerer zu erkennen. Der Winterling wirkt nur in großen Tuffs. Deshalb sollten immer mehrere Knollen gleichmäßig etwa fünf Zentimeter tief gepflanzt werden. Gepflanzt wird bis spätestens Ende August. Zu spät gelegte Knöllchen vertrocknen oft oder treiben im Frühjahr nicht mehr aus.
Frischluftkur für Zimmerpflanzen
Im Juli können auch Zimmerpflanzen ins Freie. Frische Luft in lichtem Schatten von Gebäuden oder unter Bäumen erhöht die Vitalität von Orchideen, Grün- und Buntblattpflanzen.  Schädlinge verschwinden bald von selbst oder werden gefressen. Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht fördern bei Orchideen und Kakteen das Blühen. Übrige Zimmerpflanzen können während eines warmen Sommerregens ohne Übertopf ins Freie gestellt werden. Staub wird von den Blättern gespült und der Topfballen nachhaltig durchfeuchtet. Bis zu zwei Wochen halten Zimmerpflanzen in der Urlaubszeit durch, wenn sie in der Badewanne abgeduscht und gut durchfeuchtet werden. Sie bleiben in der Wann (Voraussetzung ist ein Bad mit Fenster) oder kommen in einen schattigen Raum. Weniger Licht führt zu geringerem Wasserverbrauch.
Tipp im Juli 2015: Nicht selten verleiden Stechmücken gemütliche Sommerabende vor der Gartenlaube oder auf der Terrasse. Doch anders als oft angenommen spielt Licht für Stechmücken keine Rolle: sie werden vor allem von Körpergerüchen und Körperwärme angezogen. UV-Lampen mit Klebestreifen oder Elektrogitter nützten deshalb genauso wenig wie „Mücken-Piepser“. Diese Geräte töten meist Nachtfalter und andere nützliche Insekten. Auch von Pflanzengerüchen lassen sich Mücken kaum beeindrucken. Der beste Schutz sind immer noch lange Kleidung und Hautpflegemittel mit Repellentien (Vergrämungsstoffe).
Feldsalat aussäen
In den letzten Julitagen beginnt die Aussaat von Feldsalat für den Herbstverbrauch. Der Salat wird dann in der zweiten Oktoberhälfte erntereif. Da Feldsalat resistent gegen frühe Fröste ist, kann bis in den Dezember hinein frisches Salatgemüse geerntet werden. Feldsalat gedeiht auf allen Gartenböden, nur schwere Lehmböden bekommen ihm nicht. Wichtig ist eine freie sonnige Lage. Feldsalat wird mit einem Reihenabstand von 15 cm und einer Saattiefe von 1 cm in den Boden gebracht. 3 Gramm Saatgut reichen für etwa 1 Quadratmeter Anbaufläche.
Erdbeeren abranken
Erdbeeren, die nicht der Vermehrung dienen, sollten nach der Ernte sofort „abgerankt“ werden. Erdbeerpflanzen beginnen noch während der Fruchtreife mit der Ausläuferbildung. Diese vegetative Vermehrungsart ist typisch für Erdbeeren. Die Ausläufer mit den noch unbewurzelten Jungpflanzen werden vorsichtig mit dem Messer von den Mutterpflanzen entfernt. Das kräftigt die Mutterpflanzen für eine reiche Ernte im kommenden Jahr. Erdbeerkulturen sollten nicht zu lange genutzt werden. Nach zwei bzw. drei Jahren räumt man den Bestand komplett ab, denn trotz guter Pflege sinkt mit zunehmender Standzeit die Fruchtgröße ohne dass die Ertragsmenge steigt.
Ziergehölze pflegen
Rosen brauchen auch im Juli viel Aufmerksamkeit. Verwelkte Blumen und Wildtriebe müssen regelmäßig entfernt werden. Wildtriebe erkennt man am helleren Grün und den kleineren Blättern. Sie wachsen aus der Basis der Veredlungsunterlage und nehmen der Edelsorte Kraft. Die Wildtriebe sollten so tief wie möglich abgeschnitten werden. Auch bei anderen veredelten Ziergehölzen, vor allem bei Flieder, Blauregen und Zierkirsche sollten die Wildtriebe entfernt werden. Alle Ziergehölze, vor allem Jungpflanzen sollten regelmäßig und ausreichend mit Wasser versorgt werden.
Kübelpflanzen versorgen
Kübelpflanzen brauchen im Sommer regelmäßig und viel Wasser. Da die Pflanzen meist exponiert stehen, verdunsten sie an heißen oder windigen Sommertagen viel Feuchtigkeit. Auch Gefäße aus Ton oder Keramik beschleunigen durch ihre poröse Oberfläche die Wasserverdunstung im Ballen. In solchen Fällen sollte zweimal täglich gegossen werden. Manche Pflanzen, wie Engelstrompeten (Brugsmania) sind „regelrechte Säufer und Fresser“. Sie brauchen unbedingt jeden Tag Wasser und auch häufig Dünger. Der Dünger fördert Knospenbildung und Wachstum.
Tipp im Juli 2011: Zucchini beginnen jetzt mit der Ausbildung von Früchten, die bereits im Jungstadium geerntet werden sollten. Das fördert nicht nur den Neuansatz von Früchten, sondern diese sind zarter, schmecken besser und lassen sich vielseitiger in der Küche verwenden. Die Kürbisgewächse bilden schnell sehr große Früchte, die dann kaum noch verbraucht werden können.
Pflegeprogramm für Freilandgurken
Im Juli beginnt die Ernte bei Freilandgurken. Gurken sind starke Zehrer, daher gehören Gießen und Düngen zu den wichtigsten Juliarbeiten. Wegen der großen Blattmasse sind Dünger mit erhöhtem Stickstoffanteil vorteilhaft. Gurken sind chlorempfindlich. Deshalb sollten nur chloridarme Dünger (z. B. Beerendünger) angewendet werden. Beim Bodenlockern durch Hacken ist Vorsicht geboten, weil Gurken dicht unter der Erdoberfläche wurzeln. Sind die Gurkenbeete sorgfältig gemulcht, entfällt das Hacken. Je früher die Gurkenfrüchte geerntet werden, umso schneller entwickeln sich die nachfolgenden. Die Früchte sollten nicht zu lange an der Pflanze verbleiben, da sonst ein Teil der Folgefrüchte im Jugendstadium abgestoßen wird und die Ernte weniger üppig ausfällt.
Pflanzzeit für Erdbeeren
Erdbeerpflanzen sollten nur zwei, im Höchstfall drei Jahre im Beet stehen und dann sofort nach der Beerenernte gerodet werden. Auf älteren Pflanzungen geht der Ertrag auch bei bester Pflege so stark zurück, dass die Betreuung nicht mehr lohnt. Bekanntlich erzielt man im zweiten Jahr nach der Neupflanzung die höchsten Erträge. Für die Neupflanzung sollten nur Jungpflanzen vom Fachgärtner bezogen werden. Man erspart sich mit gesunden, kräftigen Jungpflanzen nicht nur eine Menge Ärger, sondern kann auch verschiedene Sorten ausprobieren, um so die am besten geeignete für den Garten und den eigenen Geschmack zu finden.
Pflanzzeit für Iris
Für Bartiris, auch Schwertlilien genannt, ist die zweite Julihälfte der beste Zeitpunkt zum Teilen und Pflanzen. Alte Pflanzen mit verzweigten Rhizomen werden vorsichtig mit der Grabegabel ausgehoben und die anhaftende Erde abgeschüttelt. Danach wird der Wurzelstock geteilt. An den Teilstücken werden die Laubblätter etwa um ein Drittel gekürzt, die Wurzeln auf etwa eine Handbreit. Gepflanzt wird so, dass die obere Hälfte des Rhizoms sichtbar bleibt. Kräftiges Angießen und – vor allem bei trockener Witterung – regelmäßiges Wässern nicht vergessen!
Rückschnitt bei Kletterrosen
Bei einmal blühenden Kletterrosen sollten die abgeblühten Triebe stark zurückgeschnitten werden. Dadurch wird Platz für die Jungtriebe gemacht, die im kommenden Jahr die Blüten hervorbringen. Sie werden nach dem Rückschnitt am Spalier verteilt und so befestigt, dass ein harmonischer, geschlossener Eindruck entsteht. Rosen sollten im Juli letztmalig gedüngt werden, damit das Holz bis zum Herbst gut ausreifen kann. Unausgereifte Rosentriebe fallen dem Frost sehr leicht zum Opfer, starkes Zurückfrieren ist dann selbst in milden Lagen nicht zu.
Tipp im Juli 2009: Kokardenblumen sind typische Sommerblüher und werden einjährig gezogen. Doch was sie in einem Sommer an Blütenpracht hervorbringen können, ist geradezu sensationell. Wichtigste Voraussetzung: Trockenheit und Wärme. Die Pflege der Kokardenblumen ist einfach: Da sich häufiges Gießen eher nachteilig auswirkt, sollten sie mit trockenheitsverträglichen Partnern kombiniert werden. Das Entfernen welker Blüten verlängert den Nachflor. Eine Düngung alle 3 bis 4 Wochen ist ausreichend.
Beeren ernten und auslichten
Es herrscht Hochsaison bei der Strauchbeerenernte, denn Juli ist Johannisbeerzeit. Da die ersten aber erst dann richtig schmecken, wenn sie absolut reif sind, sollte von Zeit zu Zeit gut gefärbte Beeren gekostet werden. Nach der Ernte werden die älteren, deutlich dunkler gefärbten Triebe der Johannisbeersträucher entfernt. Auch die frühen Sorten der Kulturheidelbeere werden Anfang Juli reif. Lassen Sie die Beeren, die schon komplett blau gefärbt sind, noch eine Woche am Strauch hängen. So entwickeln sie ein wirklich volles Aroma. Sobald die Sommerhimbeeren geerntet worden sind, können die abgetragenen Ruten bodennah herausgeschnitten werden.
Stauden zurückschneiden
Stauden sollten nach der Blüte beherzt zurückgeschnitten werden. Wenn Steppensalbei, Frauenmantel und Rittersporn bis knapp über den Boden zurückgeschnitten werden, blühen diese Arten im August ein zweites Mal. Das funktioniert auch bei Lupinen und Nelkenwurz, bei denen man die abgeblühten Stiele entfernt. Nach dem Schnitt erhalten die Stauden eine Nährstoffgabe in Form von Kompost. Dabei nicht mehr als 2 bis 3 Liter je Quadratmeter ausbringen.
Warmes Wasser für Gemüse
Viele Gemüsekulturen mögen kein kaltes Gießwasser. Dies gilt vor allem für Kulturen aus dem mediterranen Raum oder solche aus Südamerika, wie Paprika, Melonen, Gurken, Tomaten oder Auberginen. Können Sie kein Regenwasser nutzen, dann sorgen Sie zumindest dafür, dass das Grundwasser etwa Lufttemperatur annehmen kann. Füllen Sie einfach nach dem Gießen die Kannen erneut mit Frischwasser und lassen diese bis zum nächsten Guss stehen. Auch die Anschaffung einer Gießwassertonne, in der sich das Wasser bis zum nächsten Bewässerungstermin erwärmen kann, lohnt immer.
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Tipp im August 2022: Koriander spaltet die Geschmäcker. Die einen empfinden den Geschmack seiner Blätter als seifig, die anderen lieben es, mit ihm das Lieblingsgericht zu verfeinern. Koriander hat aber mehr zu bieten als nur sein Grün. Lassen Sie ihn blühen und Samen bilden. Die reifen Samen können dann nicht nur für die Aussaat im kommenden Jahr genutzt werden, sondern passen, fein gemahlen, ganz hervorragend zu gebratenem oder gedünstetem Gemüse wie Rote Bete, Zucchini und Co. Denn der Geschmack der Samen unterscheidet sich stark vom Geschmack des frischen Grüns.
Verrückte Chilisorte: Bolivian Rainbow
So ein Farbenschauspiel sieht man selten in der Pflanzenwelt. Die Chilisorte Bolivian Rainbow schafft es immer wieder erstaunte Blicke auf sich zu ziehen. Die 50 – 70 Zentimeter große Pflanze wechselt nicht nur ihre Blattfarbe von dunkelgrün zu dunklem Violett. Auch ihre aufrecht sitzenden, etwa einen Zentimeter kleinen Früchte wechseln ihre Farbe im Wachstumsverlauf. So stehen, je nach Reifegrad, cremefarbene, gelbe, orange, hell- und dunkelviolette Früchte dicht neben knallroten Früchten. Sie werden mit einem Schärfegrad zwischen 5 bis 7 als sehr scharf eingestuft. Noch ein kleiner Tipp für die Anzucht: Damit beginnt man am besten schon im Februar, da Chilis mehrere Monate Zeit brauchen bis sie die ersten Blüten bilden. So hat man den ganzen Sommer etwas von ihnen. Wachsen sie im Freiland, sorgen spätestens die ersten Fröste für ein Absterben der Pflanze – denn winterhart ist sie leider nicht.
Was verbirgt sich hinter Alternanz bei Obstbäumen
Im letzten Jahr hingen die Apfel- und Birnenbäume noch voller Früchte, in diesem Jahr ist davon nichts zu sehen. Da fragt man sich doch, was da eigentlich los ist? In der Fachsprache nennt man eine Schwankung des Ertrags im zweijährigen Rhythmus Alternanz. Was löst sie aus? Zum einen bestimmen pflanzeneigene Phytohormone, wie sich die Knospen in den kommenden Jahren entwickeln. Wird aus einer Knospe eine Blüte, ein Trieb oder ein Blatt? Zudem ist das Klima entscheidend. Spätfröste, Trockenheit oder Nässe können sich über mehrere Jahre auf die Fruchtbildung auswirken. Eine weitere Erklärung ist folgende: hängt der Baum in einem Jahr voller Früchte, bringt er einen Großteil seiner Energie für die Ausbildung der Früchte auf. Das ist kräfteraubend. Es werden dann weniger Reservestoffe ins Holz eingelagert, was im Folgejahr unter Umständen die Anfälligkeit für klimatische Einflüsse und Krankheiten erhöht. Ein regelmäßiger, fachgerechter Schnitt und auch das Auslichten von überzähligen Früchten und Trieben können den Baum entlasten und ihn dabei unterstützen, in jedem Jahr einen gleichmäßigen Ertrag zu bringen.
Keine Garantie für Sortenreinheit bei selbstgewonnenen Kürbissamen
Im Inneren von Kürbissen lagern unzählige Samen. Doch diese einfach im nächsten Jahr wieder in die Erde zu stecken, in der Hoffnung man baue die gleiche Sorte wieder an, kann fehlschlagen. Denn Kürbisgewächse zählen zu den Fremdbefruchtern. Sie bilden weibliche und männliche Blüten aus. Weibliche sind an ihrem dicken Fruchtknoten zu erkennen, männlichen sitzen auf einem langen Stiel. Die Bestäubung wird von Insekten vorgenommen wie Bienen oder Hummeln. Sie fliegen allerdings nicht nur ausschließlich eine Kürbissorte an, sondern tummeln sich in unterschiedlichen – zum Beispiel auch in den Kürbisgewächsen der Nachbargärten. Werden nun unterschiedliche Sorten durch die Insekten miteinander gekreuzt, können die Eigenschaften der eigentlichen Sorte verloren gehen und unter Umständen auch giftige Bitterstoffe entstehen. Für den Hobbygärtner ist es daher sicherer, sich für die nächste Saison mit Saatgut der Lieblingssorte aus dem Fachhandel einzudecken, da hier Profis dafür sorgen, dass es sich um sortenreines Saatgut handelt.
Tipp im August 2022: Ist es in den Sommermonaten über einen längeren Zeitraum sehr trocken, sollte auch der Komposthaufen ab und an mit Wasser versorgt werden. Denn um die mikrobiologischen Prozesse im Komposthaufen am Laufen zu halten, benötigt es einen gewissen Grad an Feuchtigkeit. Daher sollten Sie bei ihren regelmäßigen Gießgängen nicht nur die Beete mit Wasser versorgen, sondern auch die Komposthaufen im Garten.
Samen aus Pflücksalat selbst ziehen
Spannend anzusehen, was aus unseren Gemüsepflanzen wird, wenn sie nicht komplett geerntet werden. Großes Erstaunen kann eine nicht abgeerntete Pflücksalat-Pflanze auslösen, die mit rasantem Wachstums in die Höhe und einer starken Stammbildung im Gemüsebeet glänzt und die Blicke auf sich zieht. Der Weg dorthin ist denkbar einfach. Ernten Sie den Salat nicht. Wässern Sie den Salat wie gewohnt weiter. Nach einiger Zeit wird die Salatpflanze in die Höhe wachsen. Der Strunk kann dabei gut 1-1,5 m hoch werden und am oberen Ende ein Meer an Blüten hervorbringen. Aus jeder Blüte entwickeln sich dann eine Vielzahl an Samen, die sich nach der vollständiger Reife ganz einfach entnehmen und wieder aussäen lassen. Botanisch betrachtet, zählen die beliebten Pflücksalate (Lactuca sativa var. crispa) zur Familie der Korbblütler. Sie werden nicht wie bspw. Kopfsalat im Ganzen geerntet, sondern je nach Bedarf von außen nach innen Blatt für Blatt.
Phacelia als Gründünger säen
Sind die Gemüsebeete abgeerntet, lohnt es sich Gründüngerpflanzen wie Phacelia, auch Bienenfreund genannt, auszubringen. Um den Boden fit zu machen für das nächste Gartenjahr, wird der noch lockere Boden mit einer Harke eingeebnet. Die Phacelia-Samen werden mit Sand gemischt, denn so lassen sie sich gleichmäßiger aussäen. Anschließend geht man vorsichtig mit der Harke über das Beet, arbeitet die Samen etwa 1 cm tief in den Boden ein und gießt gut an. In den nächsten Wochen keimen die Samen und bilden einen dichten Pflanzenteppich, der über die kalten Monate abstirbt und den Boden auch im Winter mit einer natürlichen Mulchschicht bedeckt. Sobald der Boden im Frühjahr erwärmt ist, wird die Mulchdecke oberflächlich in den Boden eingearbeitet. Bodenlebewesen helfen dann dabei die Pflanzenreste vollständig zu zersetzen. Durch das organische Material, das im Boden verbleibt, erhöht sich nicht nur der Humusgehalt im Boden. Es wird zudem die Ertragfähigkeit des Bodens erhöht, die für ein gutes Wachstum der nachfolgenden Gemüsegenerationen gebraucht wird.
August 2021: Rückschnitt von Stauden
Stauden, die die Fähigkeit besitzen nach der Hauptblüte ein weiteres Mal zur Blüte zu kommen, bezeichnet man als „remontierend“. Werden nach dem Hauptflor und vor Beginn der Samenbildung die Stauden handbreit zurückgeschnitten, entwickelt sich im Laufe des Spätsommers ein zweiter Blütenflor. Dieser fällt dabei für gewöhnlich nicht ganz so üppig aus wie der Hauptflor. Beispiele für remontierende Stauden sind Fingerkraut, Frauenmantel, Glockenblumen-Arten, Kugeldistel, Storchschnabel-Arten, Rittersporn oder Steppen-Salbei. Nach dem Rückschnitt sollten die Stauden mit Kompost versorgt und regelmäßig gewässert werden, um die Pflanzen bei ihrem erneuten Austrieb zu unterstützen.
Beerensträucher auslichten
Nach der Ernte lohnt es sich Beerensträucher wie Johannisbeeren oder Himbeeren auszulichten. Der Schnitt nach der Ernte sorgt für eine bessere Belüftung der Sträucher, trägt somit zur Pflanzengesundheit bei und sorgt im kommenden Sommer wieder für viele, leckere Früchte. Beim Schnitt von Johannisbeeren sollten überalterte und zu dicht stehende Zweige entfernt werden. Nur 6 bis 10 kräftige Jungtriebe werden stehen gelassen. Himbeeren gibt es als sommer-, herbst- und doppelt tragende Sorten. Sommerhimbeeren tragen nur an zweijährigen Ruten, Herbsthimbeeren tragen nur an einjährigen Ruten. Nach der Ernte werden die abgeernteten Ruten bodennah zurückgeschnitten.
Tipp im August 2020: Balkonpflanzen benötigen auch im August ausreichend Wasser und Nährstoffe, um durch zu blühen. Wenn beim Bepflanzen der Kästen kein Vorratsdünger in das Substrat gemischt wurde, erhalten die Schützlinge einmal wöchentlich einen schnellwirkenden Flüssigdünger aus dem Fachmarkt. Auch hier gibt es Produkte auf organischer Basis.
Speisekürbis – weniger ist mehr
Für den Speisekürbis gilt: Je weniger Früchte an der Pflanze bleiben, umso besser wird die Qualität. Es sollte deshalb darauf geachtet werden, dass sich je Pflanze nur zwei bis drei Kürbisse entwickeln. Die Früchte werden dann sehr groß, ohne dass der Gesamtertrag (Gewicht) je Pflanze zurückgeht. Mit dem Entfernen der überflüssigen Früchte wird so lange gewartet, bis diejenigen, die an der Pflanze bleiben sollen, etwa tennisballgroß sind. Gleichzeitig werden alle Kürbisranken so eingekürzt, dass nach der letzten Frucht, die hängen bleiben soll, noch zwei  Blätter an den Trieben verbleiben.
Tomaten – Triebe jetzt stutzen
Anfang August werden die Triebspitzen der Tomaten abgeschnitten. Die Erfahrung zeigt, dass nachfolgende Fruchtstände in unseren Breiten in der Regel nicht mehr ausreifen. Man geht so vor, dass über dem letzten, gut entwickelten Blütenstand nur ein Laubblatt stehen bleibt. Auch das Ausgeizen darf weiterhin nicht vergessen werden. Werden einige der Tomatenpflanzen bereits nach dem 3. oder 4. Fruchtstand gestutzt, wird der Erntebeginn beschleunigt. Tritt an den unteren Blättern der Tomatenpflanzen Braunfäule (Phytophtora) auf, sind diese sofort zu entfernen und über den Hausmüll zu entsorgen. So wird eine Infektion gesunder Blätter vermieden, der Bestand wird besser durchlüftet und belichtet. so dass die Früchte besser ausreifen.
Himbeeren – mit gepflegten Ruten ins neue Jahr
Abgetragene Himbeerruten von Sommersorten werden nach der Ernte sofort direkt am Boden abgeschnitten. Dies ist bei Sommersorten die wichtigste Maßnahme zur Bekämpfung der gefährlichen Rutenkrankheit. Der die Krankheit verursachende Schadpilz Leptospaeria bevorzugt feuchte Bedingungen und dringt hauptsächlich durch Rindenrisse in die Pflanze ein. Insbesondere bei zu dichtem Stand und überalterten Kulturen kann er großen Schaden anrichten. Die Ruten sind möglichst über den Hausmüll zu entsorgen. Frühes Entfernen der Altruten fördert zudem die Jungruten. Neben dieser Arbeit kann zugleich das Haltegerüst repariert und die Jungruten locker verteilt angebunden werden. Je laufendem Meter sollten nur acht bis zehn der stärksten Ruten auf dem Beet stehen bleiben.
Zweijährige – jetzt für das kommende Frühjahr pflanzen
Anfang August werden die Zweijährigen gepflanzt, damit sie im kommenden Jahr reich blühen. Sollen von Goldlack, Bartnelke, Fingerhut oder Stockrose für das nächste Jahr starke Pflanzen erzielen werden, müssen diese im ersten Augustdrittel gepflanzt werden. Fast alle genannten Arten (außer Fingerhut) bevorzugen sonnige Standorte. An den Boden stellen sie keine besonderen Ansprüche, wenn er nur humus- und nährstoffreich ist. Stiefmütterchen, Tausendschön und Vergissmeinnicht werden in der zweiten Augusthälfte gepflanzt. Die im Juli ausgesäten Pflanzen werden vorerst mit einem Abstand von 15 mal 15 cm auf ein Beet im Garten gesetzt. Den endgültigen Standort (Balkonkästen, Kübel, Rabatten) sollten die Jungpflanzen erst im Frühjahr beziehen, da nicht alle gut durch den Winter kommen.
Tipp im August 2019: Zwar herrscht in dieser Frage weiterhin keine Einigkeit, aber inzwischen raten viele Fachleute dazu, auch bei Kernobst die meisten Schnittmaßnahmen im Sommer durchzuführen. Im Sommer bei warmer Witterung heilen die Wunden schneller. Während der Vegetationszeit können die Gehölze aktiv Wunden abschotten und so das Eindringen von Schaderregern weitgehend unterbinden.
Gemüse wässern
Wenn es im Sommer so richtig warm ist, muss immer wieder zu Gießkanne und Gartenschlauch gegriffen werden. Das geschieht am besten frühmorgens oder bei berufstätigen Hobbygärtnern auch abends, aber niemals in der prallen Mittagssonne. Pro Quadratmeter Beetfläche muss mit 10 bis 20 Litern Wasser gerechnet werden, das sind etwa zwei Gießkannen voll. Mit dieser Menge wird das Gemüsebeet im kompletten Wurzelraum gut durchfeuchtet. Allerdings sollte die Gießmenge kurz hintereinander in drei bis vier Teilen gegeben werden, damit das Wasser einsickern kann und nicht oberflächlich abläuft.
Erdbeeren düngen
Im August erhalten die abgeernteten Erdbeeren die Hauptdüngung. Etwa Anfang August werden 50 bis 60 Gramm Mehrnährstoffdünger je Quadratmeter verabreicht, am besten ein organischer oder mineralischer Beerendünger aus dem Fachmarkt. Bei Kompostgaben können 5 l je Quadratmeter verabreicht werden. Ende August/Anfang September sind zwei bis drei kräftige Wassergaben von 20 bis 30 l je Quadratmeter erforderlich, um die ab September im Kurztag stattfindende Blütenknospenbildung für die kommende Saison zu unterstützen.
Pfingstrosen umpflanzen
Beim Pflanzen oder Umpflanzen von Pfingstrosen muss darauf geachtet werden, dass die Wurzelkrone höchstens 5 cm mit Erde bedeckt ist, anderenfalls blühen sie nicht. Pfingstrosen werden nur umgepflanzt oder geteilt, wenn es unbedingt notwendig ist. Sie werden umso prächtiger, je länger sie unbehelligt am Standort stehen bleiben können. Zum Umpflanzen am besten geeignet sind die Monate August und September. Es dauert dann gewöhnlich zwei Jahre, bis sie wieder prächtig blühen. Sind Pfingstrosen zu tief gepflanzt worden, entwickeln sich keine Blüten. Pfingstrosen lieben einen sonnigen Platz.
Zweijährige pflanzen
Anfang August werden die zweijährigen Blumen gepflanzt, damit sie im kommenden Jahr prächtig blühen. Wer von Goldlack, Fingerhut, Stockrose Bartnelke und Marienglockenblume für das nächste Jahr starke Pflanzen erzielen will, muss sie im ersten Drittel des Augusts pflanzen. Alle genannten Arten verlangen sonnige Lagen. An den Boden stellen sie keine Ansprüche, wenn er humos und nährstoffreich ist. Der Pflanzabstand sollte 25 x 25 cm betragen, bei Stockrosen mehr.
Tipp im August 2018: Beine hochlegen im August? Mitnichten: Jetzt beginnt die Staudenpflanzzeit. Damit sich keine Hektik breit macht, sollte man sich bereits jetzt etwas Zeit nehmen, und eine Umgestaltung bzw. Neuanlage der Rabatten zu planen und vorzubereiten. Wachsen in Nachbars Garten Pflanzen, die man selbst gern hätte? Dann einfach fragen, was dort gedeiht und welche Ansprüche diese Pflanzen stellen. Vielleicht fällt beim Teilen von Nachbars der Stauden sogar etwas ab? Durch Tausch über den Gartenzaun kommt man rasch und preiswert zu einem gut gefüllten Staudenbeet. Tipps für den grünen Daumen gibt's gratis dazu.
Pak Choi ernten
Pak Choi – ein beliebtes und wohlschmeckendes Asia-Gemüse – benötigt von der Pflanzung bis zur Ernte nur etwa 40-50 Tage. Die ersten Juli-Aussaaten können deshalb bereits in der letzten August-Dekade geerntet werden. Länger sollten die Pflanzen auch nicht auf dem Beet stehen, da mit zunehmendem Alter die fleischigen Stiele faserig und damit ungenießbar werden. ziehen möchte, sollte keine Scheu vor der Gießkanne haben. Trockenheit ist beim Pak Choi unbedingt zu vermeiden, denn schon ein kurzes Schlappwerden der Blätter beeinflusst den Geschmack. Die Stiele können gedünstet wie Spargel zubereitet werden oder – klein geschnitten – mit verschiedenen Dressings zu Rohkostsalat verarbeitet werden. Die Blätter lassen sich wie Spinat verwenden.
Himbeeren zurückschneiden
Abgetragene Ruten der Sommerhimbeeren müssen sofort nach der Ernte direkt am Boden abgeschnitten werden. Das ist die wichtigste Maßnahme zur Bekämpfung der gefährlichen Rutenkrankheit. Die Ruten gehören auf keinen Fall auf den Kompost oder als Schreddermaterial auf die Beete! Frühes Entfernen der Altruten fördert das Wachstum der Jungruten. Bereits jetzt können das Spanngerüst repariert und die Jungruten locker verteilt am Gerüst befestigt werden. Dabei bleiben nur 8 bis 10 der kräftigsten Neutriebe je Meter stehen. Ein lockerer Stand lässt Luft und Sonne in den Pflanzenbestand – das fördert die Pflanzengesundheit und den Blüten- und Fruchtansatz.
Kaiserkronen pflanzen
Jetzt ist Pflanzzeit für Kaiserkronen: Man sollte sich beim Kauf von einem Fachmann, der auf Zwiebelblume spezialisiert ist, beraten lassen. Er wählt nur reich blühende Typen aus. Die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) mag einen sonnigen Standort und tiefgründigen, humosen, nahrhaften Boden. Die Zwiebeln werden mit einem Pflanzabstand von 25 cm etwa 20 cm tief in den Boden gelegt. In lockeren, leichten Böden muss die Pflanztiefe sogar 30 cm betragen. Während der Triebentwicklung sind ausreichend Feuchtigkeit und eine zusätzliche Düngung förderlich für die Blüte.
Kübelpflanzen pflegen
Kübelpflanzen, die im Frühjahr nicht verpflanzt wurden, können jetzt noch umgesetzt werden. Im August ist allerdings der letzte Termin: Später verpflanzt, durchwurzeln die Gefäße nicht mehr vollständig und die Pflanzen kommen schlecht durch den Winter. Obwohl Balkonpflanzen länger und kräftiger blühen, wenn Sie stets genügend Wasser und Nährstoffe erhalten, sollten mehrjährige Gehölze in Kübeln im August letztmalig gedüngt werden. So reift das Holzt gut aus, was für eine verlustlose Überwinterung wichtig ist. Die letzten Düngergaben sollten zur Festigung des Gewebes besonders viel Kali und Phosphor enthalten.
Tipp im August 2017: Im Gartenteich beginnt der Herbst früher als im restlichen Garten, da es nur wenige Teichpflanzen mit spätem Blühtermin gibt. Manche Gewächse beginnen sogar schon Ende August, sich zurückzuziehen. Deshalb sollten bereits jetzt alle vergilbenden, umgeknickten, weichblättrigen Pflanzen zurück geschnitten werden, damit das Wasser durch zusätzliche Fäulnis nicht unnötig belastetet wird.
Tomaten pflegen
Zeigen sich an den Tomatenpflanzen Anzeichen von Blattkrankheiten, sollten diese Blätter sofort entfernt werden. Das Laub muss aber bereits bei erstem Befall abgeschnitten und im Hausmüll entsorgt werden, damit die gesunden Blätter nicht infiziert werden. Anfang August werden auch die Spitzen der Tomatentriebe abgeschnitten, weil die nachfolgenden Fruchtstände nicht mehr ausreifen würden. Dazu wird über dem letzten gut entwickelten Blütenstand (in der Regle der fünfte) nur noch ein Laubblatt belassen und der Rest gekappt. Die sich nach dieser Maßnahme noch kräftiger entwickelnden Seitentriebe werden weiterhin regelmäßig ausgegeizt.
Erdbeeren düngen
Im August erhalten abgeerntete Erdbeeren die Hauptdüngung. 50 bis 60 g Volldünger je Quadratmeter werden Anfang August in den Boden eingearbeitet. Bei Kompostgaben ist mit ungefähr 5 Litern je Quadratmeter zu rechnen. Ende August, Anfang September sind zwei bis drei kräftige Wassergaben von 20 bis 30 mm (das entspricht 20 bis 30 Liter je Quadratmeter) erforderlich, um die im Kurztag ab Ende September eintretende Blütenknospenbildung zu fördern. Eine grundsätzliche Düngeregel bei Erdbeeren lautet: Zwei Drittel nach der Ernte, ein Drittel vor der Blüte!
Madonnenlilien umpflanzen
Die Madonnen-Lilie (Lilium candidum) wird verpflanzt, bevor sich Ende August der neue Blattschopf bildet. Diese Lilienart treibt nach dem Absterben der oberirdischen Teile wieder aus und überwintert mit den Blättern. Bei ihr darf der der richtige Zeitpunkt zum Umpflanzen in der ersten Augusthälfte nicht verpasst werden. In Tuffs gepflanzt, wirken Madonnenlilien, die einst zahlreiche Bauerngärten verschönten, am besten. Der Standort sollte sonnig sein. Die Zwiebeln werden relativ flach gepflanzt, die Zwiebelspitze sollte nur 3 bis 5 cm mit Erde bedeckt sein.
Kübel- und Balkonpflanzen versorgen
Balkonpflanzen blühen länger, wenn sie stets genügend Wasser und Nährstoffe erhalten. Wurde bei der Pflanzung im Frühjahr keine Langzeit- oder Vorratsdünger gegeben, erhalten die Pflanzen einmal wöchentlich eine schnell wirkende Volldüngergabe oder Düngerlösung, die phosphor- und kalibetont sein sollte.  Gehölze in Kübeln werden im August das letzte Mal gedüngt, damit ihr Holz gut ausreift. Dies ist für eine verlustfreie Überwinterung wichtig. Die letzten Düngergaben sollten zur Festigung des Gewebes ebenfalls phosphor- und kalibetont sein.
Tipp im August 2014: Schneller als gedacht kommt von August bis September die Hauptpflanzzeit für Stauden. Damit sich keine Hektik breit macht, sollte man sich bereits jetzt etwas Zeit nehmen, und eine Umgestaltung bzw. Neuanlage der Rabatten zu planen und vorzubereiten. Wachsen in Nachbars Garten Pflanzen, die man selbst gern hätte? Dann einfach fragen, was dort gedeiht und welche Ansprüche diese Pflanzen stellen. Vielleicht fällt beim Teilen der Stauden sogar etwas ab? Durch Tausch über den Gartenzaun kommt man rasch und preiswert zu einem ansehnlichen Stauden-Bestand.
Pak Choi ernten
Pak Choi – ein beliebtes und wohlschmeckendes Asia-Gemüse – benötigt von der Pflanzung bis zur Ernte nur etwa 40-50 Tage. Die ersten Juli-Aussaaten können deshalb bereits in der letzten August-Dekade geerntet werden. Länger sollten die Pflanzen auch nicht auf dem Beet stehen, da mit zunehmendem Alter die fleischigen Stiele faserig und damit ungenießbar werden. ziehen möchte, sollte keine Scheu vor der Gießkanne haben. Trockenheit ist beim Pak Choi unbedingt zu vermeiden, denn schon ein kurzes Schlappwerden der Blätter beeinflusst den Geschmack. Die Stiele können gedünstet wie Spargel zubereitet werden oder – klein geschnitten – mit verschiedenen Dressings zu Rohkostsalat verarbeitet werden. Die Blätter lassen sich wie Spinat verwenden.
Himbeeren zurückschneiden
Abgetragene Ruten der Sommerhimbeeren müssen sofort nach der Ernte direkt am Boden abgeschnitten werden. Das ist die wichtigste Maßnahme zur Bekämpfung der gefährlichen Rutenkrankheit. Die Ruten gehören auf keinen Fall auf den Kompost oder als Schreddermaterial auf die Beete! Frühes Entfernen der Altruten fördert das Wachstum der Jungruten. Bereits jetzt können das Spanngerüst repariert und die Jungruten locker verteilt am Gerüst befestigt werden. Dabei bleiben nur 8 bis 10 der kräftigsten Neutriebe je Meter stehen. Ein lockerer Stand lässt Luft und Sonne in den Pflanzenbestand – das fördert die Pflanzengesundheit und den Blüten- und Fruchtansatz.
Kaiserkronen pflanzen
Jetzt ist Pflanzzeit für Kaiserkronen: Man sollte sich beim Kauf von einem Fachmann, der auf Zwiebelblume spezialisiert ist, beraten lassen. Er wählt nur reich blühende Typen aus. Die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) mag einen sonnigen Standort und tiefgründigen, humosen, nahrhaften Boden. Die Zwiebeln werden mit einem Pflanzabstand von 25 cm etwa 20 cm tief in den Boden gelegt. In lockeren, leichten Böden muss die Pflanztiefe sogar 30 cm betragen. Während der Triebentwicklung sind ausreichend Feuchtigkeit und eine zusätzliche Düngung förderlich für die Blüte.
Kübelpflanzen pflegen
Kübelpflanzen, die im Frühjahr nicht verpflanzt wurden, können jetzt noch umgesetzt werden. Im August ist allerdings der letzte Termin: Später verpflanzt, durchwurzeln die Gefäße nicht mehr vollständig und die Pflanzen kommen schlecht durch den Winter. Obwohl Balkonpflanzen länger und kräftiger blühen, wenn Sie stets genügend Wasser und Nährstoffe erhalten, sollten mehrjährige Gehölze in Kübeln im August letztmalig gedüngt werden. So reift das Holzt gut aus, was für eine verlustlose Überwinterung wichtig ist. Die letzten Düngergaben sollten zur Festigung des Gewebes besonders viel Kali und Phosphor enthalten.
Tipp im August 2011: An Laubenwänden, Pergolen und Zaunlatten befinden sich im August häufig verendete Raupen, die mit kleinen, gelben Kokons besetzt sind. Aus Unkenntnis werden die Kokons oft als Raupeneier bezeichnet und vernichtet. Es handelt sich aber um Puppen von Schlupfwespen. Diese legen Ihre Eier in die lebenden Raupen und bringen sie zum Absterben. Auf diese Weise helfen die Schlupfwespen, Schädlinge zu vernichten. Die Kokons müssen also unbedingt geschont werden.
Sellerie nicht entblättern
Dass man durch Entfernen von Laubblättern an Knollensellerie größere Knollen erzielt, ist ein großer Irrtum. Von reich beblätterten Pflanzen kann ab und zu ein Blatt zum Würzen verwendet werden. Ansonsten wird jedes Blatt und jede Wurzel zum Aufbau der Knollen gebraucht. Nur Pflanzen mit vielen, gesunden Blättern ergeben große Knollen. Sellerie darf zudem nie im Wachstum stoppen. Viel Feuchtigkeit und eine kalibetonte Düngergabe sorgt zudem für feste Knollen, was die Haltbarkeit im Winter beträchtlich verlängert.
Knoblauch ausgereift ernten
Knoblauch soll erst geerntet werden, wenn das Kraut vollkommen abgestorben ist. Die Zwiebeln müssen ausgereift sein, wenn sie sich im Winter gut halten sollen. Sie werden mit der Grabegabel vorsichtig aus dem Boden gehoben und zum Trocken an einem luftigen Platz gelagert. Danach wird geputzt und sortiert. Die größten Knollen werden für den Anbau im kommenden Jahr ausgewählt. Auch die sich in den Blütenständen entwickelnden Brutzwiebeln können zur Vermehrung verwendet werden.
Sauerkirschen schneiden
Bei Sauerkirschen hat sich - wie bei anderen Steinobstarten - der Sommerschnitt bewährt. Er verringert die Gefahr von Pilzinfektionen, da die Bäume die Wunden schneller überwachsen. An langtriebigen Sorten wie Morellen werden alle abgeernteten Seitentriebe auf einen kräftigen eintriebigen Zweig möglichst nah an einem Gerüstast eingekürzt. Das verhindert die Ausbildung von so genannten Peitschen, die die Kirschen im Laufe der Jahre wie Trauerweiden aussehen lassen.
Dahlienflor fördern
Dahlien blühen umso reicher, je öfter die unansehnlichen und verblühten Blumen entfernt werden. Auch durch häufiges Ernten von Schnittblumen für die Vase wird der Flor gefördert. Wenn für das kommende Jahr Neuanschaffungen fürs Dahliensortiment geplant sind, sollte jetzt die Gelegenheit genutzt werden, die zahlreichen Dahlienschauen in vielen Gärtnereien, Stadt- und Schlossgärten zu besichtigen. Am Standort kann sich über die Sorteneigenschaften ein viel besseres Bild gemacht werden als im Sortiments-Katalog.
Tipp im August 2010: Lavendel muss im Laufe des Augusts zurückgeschnitten werden, damit er noch einmal austreibt. So vorbereitet, kommt er gut durch den Winter. Der Rückschnitt erfolgt, wenn alle Blüten abgeerntet sind. Gleichzeitig können die Sträucher in eine ansprechende halbkugelige Form gebracht werden.
Kürbis und Tomate entspitzen
Wenn zum Erntedankfest große Kürbisse geerntet werden sollen, muss beizeiten darauf geachtet werden, nur zwei bis drei Früchte je Pflanze zu belassen. Diese werden dann sehr groß. Mit dem Entfernen der überflüssigen Früchte wird gewartet, bis die kräftigsten etwa tennisballgroß sind. Gleichzeitig werden alle Triebe so gekürzt, dass nach der letzten Frucht, die hängen bleiben soll, noch zwei Blätter an den Ranken verbleiben. Auch an den Tomatenpflanzen werden Anfang August die Spitzen der Haupttriebe entfernt, weil die nachfolgenden Fruchtstände nicht mehr erntefertig ausreifen. Dabei wird über dem letzten, gut entwickelten Blütenstand nur ein Blatt stehen gelassen.
Johannisbeeren schneiden
Alte Johannis- und Stachelbeersträucher können bereits nach der Ernte ausgelichtet werden. Die Pflanzen bringen gleichmäßige Ernten, wenn jährlich überalterte Triebe entfernt und durch junge ersetzt werden. Überalterte Triebe sind am kümmerlichen Jahrestrieb erkennbar. Sie fruchten zwar noch, aber die Beeren werden immer kleiner. Von den neuen Bodentrieben werden nur so viele stehen gelassen, wie als Ersatz für die alten gebraucht werden. Das Auslichten im August hat den Vorteil, dass bei den Sträuchern im belaubten Zustand besser erkennbar ist, was zu dicht steht. In unbelaubtem Zustand sieht der Strauch viel luftiger aus. Die jungen Ersatztriebe müssen so stehen, dass die Form des Strauches bewahrt bleibt. Um das zu erreichen, können die Triebe auch durch Binden etwas gelenkt werden.
Stauden teilen
Fast alle verblühten Stauden können ab Ende August geteilt und umgepflanzt werden. Die Pflanzen haben dann bis zum Herbst noch genügend Zeit zum Einwurzeln, um den Winter gut zu überstehen. Das Einwachsen wird wesentlich gefördert, wenn der Boden zwischen frisch gepflanzten Stauden mit einer starken Mulchschicht bedeckt wird. Nach dem Aufbringen der Bodendecke sollte durchdringend gegossen werden. So bleibt der Boden unter der Mulchschicht lange gleichmäßig feucht.
Herbstzeitlose pflanzen
Im August gepflanzte Herbstzeitlose (Colchicum) blühen noch im gleichen Jahr zur Monatswende September/Oktober. Das Laub erscheint jedoch erst im Frühjahr. Herbstzeitlose wirken am besten in Tuffs. Darum pflanzt man mindestens drei Zwiebeln in einem Trupp zusammen. Obwohl die Herbstzeitlosen vollsonnige Lagen sehr gut vertragen, gedeihen sie auch im Halbschatten. Colchicum sollten nur umpflanzt werden, wenn es unbedingt notwendig ist. Ungestört entwickeln sie sich am besten. Eine Sache allerdings trübt die Freude an den Herbstschönen: Alle Pflanzenteile sind außerordentlich giftig (Colchicin). Denken Sie mit Rücksicht auf Kleinkinder oder Haustiere daran.
Tipp im August 2009: Zwar herrscht in dieser Frage weiterhin keine Einigkeit, aber inzwischen raten viele Fachleute dazu, auch bei Kernobst die meisten Schnittmaßnahmen im Sommer durchzuführen. Im Sommer bei warmer Witterung heilen die Wunden einfach schneller.
© Bundesverband Deutscher Gartenfreunde Zurück

Der Garten im September
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Tipp im September 2023: Die mit Früchten besetzten Triebe der Lampionblume (Physalis alkekengi) sollten erst abgeschnitten werden, wenn die orangeroten Fruchthüllen gut ausgefärbt sind. Sie ergeben einen dauerhaften Vasenschmuck und ergänzen Trockengebinde hervorragend. Beim Schneiden werden alle Laubblätter entfernt, so dass nur noch die Früchte am Stiel bleiben. Die Lampionblume wuchert stark und kann zwischen schwächer wachsenden Pflanzen lästig werden. Da sie Halbschatten verträgt, kann sie zwischen Bäume oder Sträucher gepflanzt werden. Sie bildet dort einen dichten Bestand, in dem Unkräuter bzw. Beikräuter kaum eine Chance haben.
Winterastern gründlich wässern und düngen
Erst mit dem herbfrischem Duft der Winterastern hält der Herbst endgültig Einzug in die Gärten und protzt dabei noch mal mit prachtvoller Farbenvielfalt. Winterastern, die im Oktober und November blühen, lieben einen Standort in voller Sonne, der jedoch nicht zu exponiert sein sollte. Sie brauchen auch im September noch viel Wasser und sollten eine zusätzliche Nährstoffgabe bekommen. Wenn es im Herbst zu trocken ist, entwickeln sich die Blüten der spät blühenden Astern nicht richtig. Beim Gießen sollten die Blätter möglichst trocken bleiben, um Mehltau vorzubeugen und andere Pilzkrankheiten zu vermeiden. Um lange Freude an der Farbenpracht zu garantieren, benötigen hohe Sorten eine Stütze, um nicht abzuknicken. Winterastern eignen sich gut für den Schnitt und passen zu Sonnenhüten, Phlox, Gräsern oder Silberkerze. Winterastern sind zwar winterhart, sollten aber dennoch sicherheitshalber mit etwas Laub abgedeckt werden, um einen möglicherweise kalten und frostigen Winter garantiert gut überstehen zu können.
Rhabarber jetzt teilen
Sobald die Blätter vom Rhabarber beginnen, gelb zu werden, kann er geteilt und verpflanzt werden. Ende September gepflanzter Rhabarber ergibt bereits im kommenden Jahr eine erste kleine Ernte. Zuerst sollte man einen geeigneten Pflanzplatz vorbereiten, denn die ausgegrabenen Wurzelstöcke sollten nicht zu lange der Luft ausgesetzt sein. Zudem sollte der Boden am neuen Platz vor dem Pflanzen möglichst tief bearbeitet und kräftig mit Humus (Kompost) versorgt werden. Alte Wurzelstöcke werden mit dem Spaten dann so geteilt, dass jedes Teilstück einen starken Kopf hat. Rhabarber gedeiht auf allen Böden. Auf leichten Böden, die sich schneller erwärmen, beginnen der Austrieb und damit die Ernte jedoch wesentlich früher. Denken Sie beim Pflanzen daran, dass Rhabarber sehr viel Blattmasse entwickelt. Der Pflanzabstand muss mindestens 1 x 1 Meter betragen, anderenfalls entwickelt der zur Familie der Knöterichgewächse gehörende Rhabarber zu schwache Blattstiele.
Blütenfülle in Dauerschleife: Herbst-Anemonen und Staudensonnenblumen
Einmal gepflanzt, blühen Herbst-Anemonen und Staudensonnenblumen über viele Wochen lang im Sonnenbeet. Noch besser daran ist, dass mit diesen beiden Pflanzen das Gartenbeet über viele Jahre ein Blickfang wird. Im Gegensatz zu einjährigen Sonnenblumen (Helianthus annuus), die im Frühjahr immer wieder neu ausgesät werden müssen, treiben Staudensonnenblumen (Helianthus decapetalus) Jahr für Jahr wieder von der Basis her aus und erfreuen mit einer Blütenfülle von Juli bis Oktober. Herbst-Anemonen aus der Gattung der Anemonen sind der ideale Partner für sie. Sie sind ebenso pflegeleicht, vertragen viel Sonne und sollten auch an einem Standort mit etwas mehr Bodenfeuchte stehen. Staudensonnenblumen wie auch Herbst-Anemonen sollten nach zwei bis drei Jahren im Frühjahr geteilt werden, damit ihre Blühfreudigkeit erhalten bleibt. Beide erreichen locker eine Höhe zwischen 1,20 und 1,60 Meter und sind ein regelrechter Blickfang im Staudenbeet. Gute Kontraste bieten zwischen ihnen gepflanzte Gräser wie Lampenputzer- oder Diamantgras.
Tipp im September 2022: Ab Ende September beginnt die Zeit für das Stecken von Wintersteckzwiebeln. Ideal ist ein vollsonniger bis halbschattiger Standort mit lockerem, humosen Gartenboden, der feucht, aber nicht staunass sein sollte. Gepflanzt wird in einem Reihenabstand von 10 Zentimetern. Bei 3 Zentimetern Pflanztiefe und einem Pflanzabstand von mindestens 8 Zentimetern sollten die Zwiebeln genügend Raum haben, sich gut entwickeln zu können. Vor dem Pflanzen sollte das Beet mit etwas frischem Kompost versorgt werden. Wintersteckzwiebeln sind winterhart. Sie können im kommenden Jahr je nach Sorte schon ab April geerntet werden. Sicheres Zeichen für ausgereifte Zwiebeln ist welkendes Zwiebellaub.
Kartoffeln ernten und einlagern
Die Zeit der Erntereife von mittelfrühen und späten Kartoffelsorten ist gekommen, wenn ihr Laub vollkommen eingetrocknet ist und sie sich ganz leicht von der Pflanze ablösen lassen. Beim Ernten sollte man vorsichtig vorgehen, um die Knollen nicht zu beschädigen. Zum Ausgraben eignen sich die Grabegabel oder auch der Krail. Kartoffeln ohne Schadstellen werden vorsichtig von Erdresten befreit und können dunkel und kühl eingelagert werden. Kartoffeln mit Verletzungen sollten hingegen zeitnah gegessen werden. Kartoffeln mit grünen Stellen sollten entsorgt werden, da sie das giftige Solanin enthalten. Kartoffeln mit braunen Flecken sollten ebenfalls entsorgt werden. Gesunde Laubreste können über den Komposthaufen entsorgt werden. Krankes Laub, das beispielsweise mit Kraut- und Braunfäule befallen ist, wird über den Hausmüll entsorgt. Kartoffeln sind Starkzehrer und gehören der Familie der Nachtschattengewächse an. Daher sollte man sie in den folgenden 3 Jahren an wechselnden Standorten anbauen und auch keine anderen Nachtschattengewächse pflanzen. Damit das Beet nach der Ernte nicht brachliegt, kann als Folgekultur bis in den Oktober hinein beispielsweise Herbstspinat gesät werden. 
Brombeeren in kühleren Regionen nicht schneiden
Johannisbeeren und Himbeeren sollen direkt nach der Ernte zurückgeschnitten werden. Im Allgemeinen gilt das auch für Brombeeren, die im Gegensatz zu Johannis- und Himbeeren aber erst im Herbst abgeerntet werden. Für Brombeerpflanzen, die in besonders kühlen Regionen wachsen, ist es allerdings ratsam den Rückschnitt der langen, vorjährigen Triebe erst im kommenden Frühjahr vorzunehmen – denn Brombeerpflanzen sind etwas frostempfindlich. Hier dienen die älteren Triebe den jungen Trieben als Winterschutz und sollen diese vor Frostschäden schützen. Wenn die gröbsten Fröste vorbei sind, können die alten Triebe, die im Vorjahr Früchte getragen haben, bodennah eingekürzt werden. Denn Brombeeren bilden die meisten Früchte an zweijährigen Trieben aus.
Rhabarber pflanzen
Sobald die Blätter des Rhabarbers beginnen gelb zu werden, kann er geteilt und verpflanzt werden. Ende September gepflanzter Rhabarber ergibt bereits im kommenden Jahr eine erste kleine Ernte. Die ausgegrabenen Wurzelstöcke sollten nicht zu lange der Luft ausgesetzt sein. Alte Wurzelstöcke werden mit dem Spaten so geteilt, dass jedes Teilstück einen starken Kopf hat. Vor dem Pflanzen sollte der Boden möglichst tief bearbeitet und kräftig mit Humus (Kompost) versorgt werden. Rhabarber gedeiht auf allen Böden. Auf leichten Böden, die sich schneller erwärmen, beginnen der Austrieb und damit die Ernte jedoch wesentlich früher. Denken Sie beim Pflanzen daran, dass Rhabarber sehr viel Blattmasse entwickelt. Der Pflanzabstand muss mindestens 1 x 1 Meter betragen, anderenfalls entwickeln sie zu schwache Blattstiele.
September 2021: Knoblauch im Herbst stecken
Knoblauch kann im Frühjahr und im Herbst gesteckt werden. Erfahrungsgemäß lichten sich die Beete im Herbst zügig. Warum nicht also den frei gewordenen Platz im Beet nutzen, um die würzige Knolle zu kultivieren? Das Beet sollte gut aufgelockert und mit etwas Kompost versorgt werden. Anschließend wird eine Mulde gezogen. Im Abstand von ca. 15 Zentimetern werden die einzelnen Zehen mit dem flachen Teil nach unten in die Erde gesteckt, 3 bis 4 Zentimeter mit Erde bedeckt und bei Trockenheit angegossen. Knoblauch, der bereits im Herbst in die Erde kommt, hat einen großen Wachstumsvorsprung gegenüber den im Frühjahr gesteckten Knollen. Im Herbst beginnt er bereits Wurzeln zu bilden und auszutreiben, legt dann im Winter eine Ruhepause ein, ehe er im Frühjahr richtig durchstartet. Die Herbstpflanzung hat zudem den Vorteil, dass im zeitigen Sommer dickere Knollen geerntet werden können als bei der Frühjahrspflanzung. Knoblauch wächst gut in Reihen, aber auch kreuz und quer im Beet. Als gute Mischkulturpartner eignen sich Erdbeeren und Möhren.
Stauden pflanzen und teilen
Neben dem Frühjahr ist im Herbst ein idealer Zeitpunkt zur Pflanzung von Stauden. Da der Boden noch warm ist, die Temperaturen hingegen moderat und auch mit mehr Niederschlägen zu rechnen ist, können im Herbst gepflanzte bzw. geteilte Stauden leicht Wurzeln schlagen und sich am Standort etablieren, bis mit den ersten Frösten zu rechnen ist. Wählen Sie den passenden Standort für die jeweilige Pflanzenart aus, zu beachten sind hierbei die Lichtansprüche (sonnig, halbschattig, schattig) und die Ansprüche an Bodenart und Wasserbedarf. Befreien Sie den Standort von Unkraut und Wurzeln und lockern Sie den Boden auf. Vor dem Einpflanzen tränken Sie die Wurzelballen der Stauden in Wasser und setzen sie erst dann in den Boden ein. Geteilte Stauden sollten so schnell wie möglich am neuen Standort eingepflanzt werden. Darauf folgt kräftiges, durchdrängendes Wässern der Pflanzung.
Ist der Kürbis reif?
Besonders leuchtend kommen der Tage die Kürbisse daher, die überall in den Gärten beginnen zu strahlen. An folgenden Merkmalen lässt sich erkennen, ob der Kürbis bereits erntereif ist. Ist der Stielansatz schon leicht angetrocknet oder vollkommen trocken, kann davon ausgegangen werden, dass der Kürbis reif ist. Ein weiteres Merkmal ist ein hohler, dumpfer Klang, wenn man vorsichtig auf den Kürbis klopft. Etwa einen Zentimeter über dem Stielansatz sollte der Kürbis mit einer scharfen Gartenschere oder einem scharfen Messer abgeschnitten werden. Gesunde, unbeschädigte Kürbisfrüchte können dann an einem kühlen, dunklen Ort ein paar Wochen gelagert werden, bevor sie auf den Teller kommen. Portionsweise eingefroren, in Stücken oder als Mus, ist Kürbis noch länger haltbar. Auf das abgeerntete Kürbisbeet kann noch im September Feldsalat gesät werden.
Tipp im September 2020: Heidekraut (Erica gracilis), das jetzt die Herbstsaison im Balkongarten einläutet, blüht lange, wenn es hell, luftig und immer feucht steht. Sind die Pflanzen einmal  ballentrocken geworden, welken Blätter, Blüten, Knospen und ihre Schönheit ist vorbei. Im Zimmer verlieren die Pflanzen schnell ihre Farbe. Am besten eignet sich blühende Heide zum Bepflanzen von Balkonkästen und Kübeln auf der Terrasse.
Zwiebellaub nicht niedertreten
Die im aktuellen Gartenjahr gepflanzten und gesäten Zwiebeln sollten im Laufe des Septembers vollständig geerntet werden. Nach regenreichen Sommern ist das Laub der Zwiebeln oft noch grün, es kann nicht geerntet werden. Um die Reife der Zwiebeln zu beschleunigen, werden diese vorsichtig mit der Grabegabel angehoben. Dadurch zerreißt ein Teil der Wurzeln, die verminderte Wasserzufuhr leitet die Reifung ein. Das früher oft angewandte Niedertreten des Laubs im Sommer ist nicht empfehlenswert. Es führt zur Notreife, was die Lagerfähigkeit der Zwiebeln stark beeinträchtigt. Geerntet wird, wenn das Laub vollkommen eingetrocknet ist. Die geputzten Zwiebeln sollen vier bis sechs Wochen lang an einem trockenen, luftigen Ort nachreifen. Anschließend kommen sie ins endgültige Lager, das trocken und kühl – aber frostfrei – sein muss.
Apfelernte – von Fall zu Fall
Die Kernobsternte beginnt, wenn sich die Früchte leicht lösen lassen. Im Erwerbsgartenbau gibt es zahlreiche Messmethoden, um den optimalen Pflücktermin zu bestimmen. Im Garten muss einfacher entschieden werden: Als Zeichen für den Beginn der Pflückreife (Baumreife) gilt das erste Abfallen gesunder, nicht „madiger“ Früchte. In der Regel lassen sich dann die meisten Früchte durch Drehen mühelos vom Zweig ablösen. Bei Frühsorten kann ein etwas früherer Pflücktermin günstig sein, weil die Früchte dann weniger druckempfindlich sind. Der optimale Erntetermin ist nicht konstant, er kann nicht nach dem Kalender ermittelt werden. Die Reifefolge der verschiedenen Sorten untereinander bleibt dagegen relativ gleich – hier hilft ein Blick in Sortentabellen. Der optimale Termin für einer Sorte kann bis zu vier Wochen schwanken – je nach Witterung. Aber auch die Unterlage und die Anzahl der Früchte am Baum spielen eine Rolle.
Winterastern gründlich wässern
Erst mit dem herb-frischem Duft der Winterastern hält der Herbst endgültig Einzug in die Gärten und protzt dabei noch mal mit voller Farbenpracht. Winterastern lieben einen Standort in voller Sonne, der jedoch nicht zu exponiert sein sollte. Sie brauchen auch im September noch viel Wasser und Nährstoffe. Ist der Herbst zu trocken, entwickeln sich die Blüten der spät blühenden Astern nicht richtig. Beim Gießen sollten die Blätter möglichst trocken bleiben, um eine Infektion mit Mehltau und anderen Pilzkrankheiten zu vermeiden. Um lange Freude an der Farbenpracht zu garantieren, benötigen hohe Sorten mit unzureichender Standfestigkeit eine Stütze. Winterastern eignen sich gut für den Schnitt und passen zu Sonnenhüten, Phlox, Gräsern, Silberkerze oder Goldrute.
Tulpen für die Winterblüte vorbereiten
Niedrige Tulpensorten ergeben ab Januar schöne Zimmerpflanzen, wenn Ende September starke Zwiebeln in Töpfe gepflanzt werden. Dazu eignen sich vor allem frühe Sorten. Als Substrat wird sandige Komposterde verwendet. Die Töpfe sollten so groß sein, dass zwischen Zwiebeln und Topfrand ein fingerdicker Rand verbleibt. Die Zwiebeln werden nur zwei Drittel tief in die Erde gesetzt, einmal kräftig angegossen und im Freiland in den Boden versenkt. Auf die Topfoberfläche kommt eine ordentliche Schicht Sand. Ende November können die Tulpen wärmer gestellt, also ins Haus geholt werden. Ein geeigneter Standort ist ein kühler Kellerraum, da die Pflanzen immer noch dunkel stehen müssen. Regelmäßiges Wässern ist wichtig. Ende Dezember ist es dann soweit: Die Tulpen kommen an ihren endgültigen Standort im Zimmer. Je kühler dort die Temperaturen sind, desto länger blühen die Tulpen.
Tipp im September 2019: Blumenzwiebeln sind zum Verwildern unter Bäumen und Sträuchern ideal. Besonders geeignet sind Winterlinge, Schneeglöckchen, Blausterne und Traubenhyazinthen. Dazu wird die Mulchdecke unter den Gehölzen zur Seite geharkt. Danach werden die Zwiebeln bunt gemischt auf die Rabatte gestreut. Eine Schicht aus zehn Zentimetern Humus, etwas Rindenmulch und die alte Mulchdecke sorgen anschließend für ausreichenden Schutz. Das farbenprächtige Beet bringt Jahr für Jahr Frühlingsstimmung in den Garten.
Kohlarten düngen
Chinakohl steht im September in der Hauptentwicklung und braucht darum viel Wasser und Nährstoffe. Je nach Witterung sind im September zwei bis drei  Wassergaben zu je 20 l/m² erforderlich. Mit Beginn der Kopfbildung erhält der Chinakohl noch eine Kopfdüngung aus einem schnell wirkenden Stickstoffdünger. Auch der stark zehrende Grünkohl erhält im September eine Stickstoff-Kopfdüngung, damit er bis zum Frost noch ausreichend Blattmasse bildet. Beide Kohlarten erhalten 5 g Reinstickstoff je m². Düngerlösungen sind besser als trocken ausgestreutes Granulat, da der Stickstoff schneller pflanzenverfügbar ist und nicht ausgewaschen wird. Gleichzeitig erhalten die Pflanzen das für die Nährstoffaufnahme erforderliche Wasser. Die Lösungen werden 0,2 prozentig angesetzt, das heißt 20 g Mineraldünger werden in 10 l Wasser gelöst. Eine Gießkanne mit Düngerlösung reicht für 4 m² Kohl-Anbaufläche.
Fallobst lesen
Fallobst beim Apfel sollte regelmäßig aufgesammelt werden. Aus den „madigen“ Früchten kriechen nämlich die Schmetterlingslarven (Wickler) aus, verpuppen sich im Boden und schlüpfen im kommenden Jahr als neue Population. Optimal wäre ein tägliches Auflesen der Früchte. Diese sollten schnell frisch verzehrt oder verarbeitet werden. Befallenes Fallobst gehört natürlich nicht auf den Komposthaufen. Ein Weibchen des Apfelwicklers legt beispielsweise in der ersten Generation 80 bis 100 Eier an den Früchten ab. Daher kann eine regelmäßige Fallobstlese einen Neubefall wesentlich eindämmen.
Holunder ernten
Holunder wird ab Ende August über mehrere Wochen geerntet. Von der gesunden Wildobstart existieren inzwischen zahlreiche Sorten, die sich durch große Trugdolden mit einheitlicher Beerenreife auszeichnen. In der Reihenfolge sind dies ‚Sampo’, ‚Mammut’ und ‚Haschberg’. Die Verarbeitung der sehr stark färbenden Beeren sollte unmittelbar nach der Ernte erfolgen. Da die roten Stiele der Fruchtstände den Geschmack beeinträchtigen, müssen die Beeren davon getrennt werden. Das geht ganz einfach mit einer Speisegabel. Die Beeren enthalten den giftigen Inhaltsstoff Sambunigrin und dürfen deshalb nicht roh verzehrt werden. Kochen zerstört dieses Glykosid.
Strohblumen trocknen
Strohblumen werden zum Trocknen mit den Blüten nach unten aufgehängt. So bleiben die Stiele gerade. Damit sie ihre leuchtenden Farben behalten, müssen Strohblumen (Helichrysum) rechtzeitig geschnitten werden, und zwar, bevor die Blumen voll erblüht sind. Dazu sollte trockenes Wetter abgewartet werden. Die geschnittenen Stiele werden in kleinen Bündeln an einem luftigen, dunklen Ort aufgehängt. Strohblumen sind einjährige Sommerblumen, die im April direkt ins Freiland ausgesät werden. Sie mögen sandige, nährstoffarme Böden in sonniger Lage.
Tipp im September 2018: Schon jetzt kann die Pflanzung von laubabwerfenden Gehölzen im Spätherbst vorbereitet werden. Welche Arten und Sorten sollen zum Einsatz kommen? Stimmen deren Ansprüche mit dem Standort (Boden, Niederschläge, Klima) überein? Bei der Auswahl sollte auch auf die endgültige Größe geachtet werden, um Grenzabstände oder Bestimmungen der Gartenordnung in Kleingärten einzuhalten. Schließlich können schon jetzt die Pflanzstellen vorbereitet werden, indem der Boden tiefgründig gelockert und mit Kompost oder Gesteinsmehl angereichert wird.
Feldsalat säen
Der zur Frühjahrsernte bestimmte Feldsalat sollte bis spätestens Mitte September ausgesät werden. Wird später gesät, gehen die Pflänzchen zu klein in den Winter, was den Ertrag im Frühjahr wesentlich schmaler ausfallen lässt. Feldsalat gedeiht außer auf schweren Lehmböden auf jedem Gartenboden. Wichtig ist eine freie, sonnige Lage. Gesät wird in einem Reihenabstand von 15 cm und einer Saattiefe von 1,0 bis 1,5 cm. Die Saatmenge beträgt etwa 3 Gramm je Quadratmeter  Anbaufläche. Für den Feldsalat lassen sich auch frei gewordene Frühbeet nutzen. Sie bieten den Vorteil, auch bei Schnee und Frost ernten zu können.
Petersilie topfen
Um im Winter laufend frische Petersilie ernten zu können, werden die Pflanzen jetzt in Töpfe gesetzt. Dazu kann gekrauste und glatte Blattpetersilie verwendet werden. Auch Wurzelpetersilie kann getopft werden, doch braucht es dafür größere und vor allem tiefere Töpfe. Für Blattpetersilie reichen Töpfe mit 12 cm Durchmesser, bei Wurzelpetersilie sollten es 14er Töpfe sein. In jeden Topf kommen möglichst viele Pflanzen. Der Abstand muss nicht mehr als 3 cm zu betragen. Die Pflanzen werden unter Schonung der Wurzeln aus dem Boden genommen und sofort eingetopft. Sie leiden bei langem Lagern an der Luft. Als Substrat kommt sandige Komposterde zum Einsatz. Die getopfte Petersilie bleibt bis zum Frostbeginn im Freien und wird dazu bis an den Topfrand in den Boden eingesenkt. Regelmäßiges Wässern ist ein Muss, das Substrat sollte anfangs nicht austrocknen.
Zwetschen ernten
Ende September/Anfang Oktober ist Zwetschenzeit. Die verbreitetste Sorte ist die ‚Hauszwetsche’. Leider ist sie extrem anfällig für die Scharka-Virose, welche die Blätter und vor allem die Früchte befällt. Die leicht erkennbaren Symptome (pockenartige Verkrüppelungen, Verfärbungen) machen die Früchte für den Verzehr ungeeignet. Da keine Gesundung der Bäume erfolgt und eine Verbreitung durch Blattläuse jederzeit möglich ist, sollten befallene Bäume gerodet werden. Als Ersatz stehen inzwischen viele tolerante Sorten zur Verfügung. Bei der Ernte ist zu beachten, dass das Holz vor allem älterer Pflaumenbäume sehr leicht brüchig wird. Schütteln ist daher die zweckmäßigste Erntemethode.
Sommerblumen säen
In der zweiten Septemberhälfte im Freien ausgesäte, einjährige Sommerblumen blühen im nächsten Jahr bedeutend eher als Frühjahrsaussaaten. Dazu eignen sich besonders Mohn (Papaver) Ringelblume (Calendula), Kornblume (Centaurea), Kornrade (Agrostemma) und andere. Die jungen Pflanzen dieser Arten überstehen den Winter sehr gut, wenn sie nicht an windigen Plätzen stehen. Ausgesät wird horstweise in Reihen. Der Abstand zwischen den Horsten beträgt etwa 20 cm. Nachdem Auflaufen werden alle Pflanzen stehen gelassen. Erst im Frühjahr wird vereinzelt. Eine lockere Abdeckung mit Fichtenreisig schützt im Winter vor Kahlfrösten.
Tipp im September 2017: Wer sich jetzt die Mühe macht, von Schädlingen und Krankheiten befallenes Laub an Zier- und Nutzgehölzen regelmäßig zu entfernen, erspart seinem Garten manches Massenauftreten von unerwümschten Gästen im kommenden Jahr. Derzeit fressen sich viele Larven „Winterspeck" an, um als Larve oder Puppe in oder auf dem Boden zu überwintern. Ebenso verhält es sich bei vielen Pilzkrankheiten, die jetzt ihre Überdauerungsorgane auch dorthin entlassen. Beispiele sind die Larven der Kirschfruchtfliege, die aus abgefallenen Früchten in den Boden kriechen (oder sich abseilen) oder die Sporen des Sternrußtaus, die auf am Boden liegendem Rosenlaub überdauern.
Rhabarber pflanzen
Sobald die Blätter des Rhabarbers beginnen, gelb zu werden, kann er geteilt und verpflanzt werden. Ende September gepflanzter Rhabarber ergibt bereits im kommenden Jahr eine erste kleine Ernte. Die ausgegrabenen Wurzelstöcke sollten nicht zu lange der Luft ausgesetzt sein. Alte Wurzelstöcke werden mit dem Spaten so geteilt, dass jedes Teilstück einen starken Kopf hat. Vor dem Pflanzen sollte der Boden möglichst tief bearbeitet und kräftig mit Humus (Kompost) versorgt werden. Rhabarber gedeiht auf allen Böden. Auf leichten Böden, die sich schneller erwärmen, beginnen der Austrieb und damit die Ernte jedoch wesentlich früher. Denken Sie beim Pflanzen daran, dass Rhabarber sehr viel Blattmasse entwickelt. Der Pflanzabstand muss mindestens 1 x 1 Meter betragen, anderenfalls entwickeln sie zu schwache Blattstiele.
Kernobst ernten
Im Marktobstbau gibt es zahlreiche Messmethoden (Zuckergehalt, Stärkabbau, Fleischfestigkeit), um den optimalen Erntezeitpunkt von Apfel und Birne zu bestimmen. Im Garten muss einfacher entschieden werden. Als Zeichen für den Eintritt der Pflückreife (Baumreife) gilt das Abfallen gesunder, nicht „madiger" Früchte. Ursache dafür ist die natürliche Bildung einer Ablöseschicht aus Korkzellen am Stielende der Früchte. Dann lassen sich die Früchte durch Drehen mühelos ablösen. Hier gilt: Probieren geht über Studieren. Bei den Frühsorten, deren Haltbarkeit begrenzt ist, kann etwas früheres Ernten günstig sein, weil die Früchte dann weniger druckempfindlich sind. Der optimale Erntezeitpunkt ist wichtig aber nicht konstant. Er kann nicht nach dem Kalenderdatum ermittelt werden. Lediglich die Rangfolge der Reife der Sorten untereinander bleibt jährlich konstant.
Lampionblumen trocknen
Die mit Früchten besetzten Triebe der Lampionblume (Physalis) sollten erst abgeschnitten werden, wenn die orangeroten Fruchthüllen gut ausgefärbt sind. Sie ergeben einen dauerhaften Vasenschmuck und ergänzen Trockengebinde hervorragend. Beim Schneiden werden alle Laubblätter entfernt, so dass nur noch die Früchte am Stiel bleiben. Die Lampionblume wuchert stark und kann zwischen schwächer wachsenden Pflanzen lästig werden. Da sie Halbschatten verträgt, kann sie zwischen Bäume oder Sträucher gepflanzt werden. Sie bildet dort einen dichten Bestand, in dem Wild- bzw. Beikräuter kaum einen Chance haben.
Wintergrüne jetzt auf Frost vorbereiten
Nadelgehölze und wintergrüne Laubgehölze wie Rhododendron, Pieris u. a. werden im September kräftig gegossen, damit sie gut über den Winter kommen. Wenn an diesen Gewächsen im Winter Schäden entstehen, dann ist meist nicht Frost, sondern Trockenheit die Ursache. Diese Gehölze verdunsten auch im Winter viel Wasser, das sie mit Hilfe der Wurzeln aus dem Boden ersetzen müssen. Das ist aber nur möglich, wenn der Boden genügend Feuchtigkeit enthält. Selbstverständlich entfällt das zusätzliche Wässern, wenn ausreichend Regen fällt.
Tipp im September 2012: Heidekraut (Erica gracilis), das jetzt die Herbstsaison im Balkongarten einläutet, blüht lange, wenn es hell, luftig und immer feucht steht. Sind die Pflanzen einmal  ballentrocken geworden, welken Blätter, Blüten, Knospen und ihre Schönheit ist vorbei. Im Zimmer verlieren die Pflanzen schnell ihre Farbe. Am besten eignet sich blühende Heide zum Bepflanzen von Balkonkästen und Kübeln auf der Terrasse.
Zwiebellaub nicht niedertreten
Die im aktuellen Gartenjahr gepflanzten und gesäten Zwiebeln sollten im Laufe des Septembers vollständig geerntet werden. Nach regenreichen Sommern ist das Laub der Zwiebeln oft noch grün, es kann nicht geerntet werden. Um die Reife der Zwiebeln zu beschleunigen, werden diese vorsichtig mit der Grabegabel angehoben. Dadurch zerreißt ein Teil der Wurzeln, die verminderte Wasserzufuhr leitet die Reifung ein. Das früher oft angewandte Niedertreten des Laubs im Sommer ist nicht empfehlenswert. Es führt zur Notreife, was die Lagerfähigkeit der Zwiebeln stark beeinträchtigt. Geerntet wird, wenn das Laub vollkommen eingetrocknet ist. Die geputzten Zwiebeln sollen vier bis sechs Wochen lang an einem trockenen, luftigen Ort nachreifen. Anschließend kommen sie ins endgültige Lager, das trocken und kühl – aber frostfrei – sein muss.
Apfelernte – von Fall zu Fall
Die Kernobsternte beginnt, wenn sich die Früchte leicht lösen lassen. Im Erwerbsgartenbau gibt es zahlreiche Messmethoden, um den optimalen Pflücktermin zu bestimmen. Im Garten muss einfacher entschieden werden: Als Zeichen für den Beginn der Pflückreife (Baumreife) gilt das erste Abfallen gesunder, nicht „madiger“ Früchte. In der Regel lassen sich dann die meisten Früchte durch Drehen mühelos vom Zweig ablösen. Bei Frühsorten kann ein etwas früherer Pflücktermin günstig sein, weil die Früchte dann weniger druckempfindlich sind. Der optimale Erntetermin ist nicht konstant, er kann nicht nach dem Kalender ermittelt werden. Die Reifefolge der verschiedenen Sorten untereinander bleibt dagegen relativ gleich – hier hilft ein Blick in Sortentabellen. Der optimale Termin für einer Sorte kann bis zu vier Wochen schwanken – je nach Witterung. Aber auch die Unterlage und die Anzahl der Früchte am Baum spielen eine Rolle.
Winterastern gründlich wässern
Erst mit dem herb-frischem Duft der Winterastern hält der Herbst endgültig Einzug in die Gärten und protzt dabei noch mal mit voller Farbenpracht. Winterastern lieben einen Standort in voller Sonne, der jedoch nicht zu exponiert sein sollte. Sie brauchen auch im September noch viel Wasser und Nährstoffe. Ist der Herbst zu trocken, entwickeln sich die Blüten der spät blühenden Astern nicht richtig. Beim Gießen sollten die Blätter möglichst trocken bleiben, um eine Infektion mit Mehltau und anderen Pilzkrankheiten zu vermeiden. Um lange Freude an der Farbenpracht zu garantieren, benötigen hohe Sorten mit unzureichender Standfestigkeit eine Stütze. Winterastern eignen sich gut für den Schnitt und passen zu Sonnenhüten, Phlox, Gräsern, Silberkerze oder Goldrute.
Tulpen für die Winterblüte vorbereiten
Niedrige Tulpensorten ergeben ab Januar schöne Zimmerpflanzen, wenn Ende September starke Zwiebeln in Töpfe gepflanzt werden. Dazu eignen sich vor allem frühe Sorten. Als Substrat wird sandige Komposterde verwendet. Die Töpfe sollten so groß sein, dass zwischen Zwiebeln und Topfrand ein fingerdicker Rand verbleibt. Die Zwiebeln werden nur zwei Drittel tief in die Erde gesetzt, einmal kräftig angegossen und im Freiland in den Boden versenkt. Auf die Topfoberfläche kommt eine ordentliche Schicht Sand. Ende November können die Tulpen wärmer gestellt, also ins Haus geholt werden. Ein geeigneter Standort ist ein kühler Kellerraum, da die Pflanzen immer noch dunkel stehen müssen. Regelmäßiges Wässern ist wichtig. Ende Dezember ist es dann soweit: Die Tulpen kommen an ihren endgültigen Standort im Zimmer. Je kühler dort die Temperaturen sind, desto länger blühen die Tulpen.
Tipp im September 2010: Kürbisfrüchte sind gegen Nachtfröste sehr empfindlich. Kürbisse müssen also geerntet werden, sobald Nachtfrostgefahr besteht, was manchmal bereits in der zweiten Septemberhälfte geschieht. An einem frostfreien, luftigen Ort reifen die Kürbisse nach und sind bis Dezember haltbar.
Späte Radieschen säen
Freier Platz in Frühbeeten kann im September mit Radieschen ausgenutzt werden. Eine schnellwüchsige Sorte (z. B. ’Cyros’ F1, rot; 'Vitus', weiß) eignet sich dazu am besten. In warmen, geschützten Lagen und leichten Humusböden werden bis Mitte September gesäte Radieschen auch im Freiland noch erntefertig. Bevorzugen Sie die Einzelkornaussaat, auch wenn es etwas mühevoller ist. Eventuell erhalten Sie die Radieschensaat auch als Saatband, also bereits für die Einzelkornaussaat präpariert. Diese Aussaatmethode lässt die Radieschen gleichmäßiger keimen und rascher wachsen.
Jetzt Lilien pflanzen
Während die Madonnenlilie (Lilium candidum) bereits im August verpflanzt werden muss, ist für alle anderen Lilien der September die beste Zeit zum Pflanzen oder Verpflanzen. Fast alle Lilien lieben einen warmen sonnigen Standort und vor allem ausreichend Wasserabzug. Wo der Boden lehmig und schwer ist, können Sie ihn mit Sand und leichtem Kompost verbessern. Eine Drainageschicht aus Kies optimiert die Bedingungen ebenfalls. Lilien lieben eine leichte Beschattung in Bodennähe, so dass Sie immer mit Begleitpflanzen (niedrige und halbhohe Stauden) arrangiert werden sollten. Für die Pflanztiefe gilt im Allgemeinen die Regel, dass der Raum zwischen Zwiebelspitze und Bodenoberfläche das Doppelte der Zwiebelhöhe betragen sollte.
Rechtzeitig Gladiolen ernten
Frühblühende Gladiolen sollten Sie schon im Laufe des Septembers aus dem Boden nehmen. Warten Sie also nicht, bis alle oberirdischen Teile abgestorben sind, wie sonst bei Zwiebel- und Knollengewächsen üblich. Es hat sich erwiesen, dass die Entwicklung von Krankheitserregern an den im Boden befindlichen Knollen rasch voranschreitet. Durch frühes Ernten wird dieser Prozess verhindert, zumindest unterbrochen. Allerdings sollten Sie auch nicht zu früh roden: Ein sicheres Zeichen sind abgestorbene Wurzeln. Graben sie dazu probehalber eine Knolle aus oder legen Sie diese vorsichtig an einer Seite frei. Sind die Wurzeln braun, kann gerodet werden.
Geranien fürs Frühjahr vermehren
Zur Anzucht von Pelargonien-Jungpflanzen für das kommende Frühjahr können Sie jetzt Stecklinge schneiden. Am besten geeignet sind kurze Seitentriebe. Diese bewurzeln sehr leicht und ohne Ausfall. Lassen sie die gebrochenen oder geschnittenen Stecklinge einen Tag lang liegen, damit sie etwas anwelken und die Schnittstelle abtrocknet. So behandelt faulen sie nicht so leicht und bewurzeln schneller. Stecken sie die Triebe vorsichtig zu mehreren in kleine Töpfe, die mit sandiger Komposterde gefüllt sind. Höchstens 1 cm tief gesteckt, erhalten die Zöglinge einen hellen Platz am Fenster und der Topf eine Glas- oder Folienhaube. Diese erzeugt hohe Luftfeuchtigkeit, so genannte gespannte Luft, die das Bewurzeln beschleunigt. Nach dem Stecken einmal kräftig angießen, später nur noch mäßig gießen. Regelmäßiges Entfernen vergilbter Blätter verhindert das Ausbreiten von Krankheiten.
© Bundesverband Deutscher Gartenfreunde Zurück

Der Garten im Oktober 
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Tipp im Oktober 2023: Wer Singvögel im Garten unterstützen möchte, kann schon jetzt neue Nistkästen aufhängen. Diese dienen verschiedenen Höhlenbrütern bereits im Winter als Nachtquartier. Wichtig: Das Flugloch sollte entgegen der Hauptwetterrichtung nach Südosten oder Osten zeigen. Auch Fledermäuse oder Siebenschläfer (beide Säuger stehen unter Naturschutz) benutzen Nistkästen im Garten gern als Quartier für den Winterschlaf.
Faszinierend: Samen unter dem Mikroskop
Das Mikroskopieren von Pflanzensamen ist eine faszinierende Möglichkeit, ihre Struktur und Merkmale genauer zu untersuchen. Mit einem Lichtmikroskop mit hoher Vergrößerung kann man viele Details sichtbar machen, die mit bloßem Auge gar nicht zu erkennen wären. Dafür muss es kein Profi-Mikroskop sein. Auch einfache Schülermikroskope mit bis zu 40-facher Vergrößerung schaffen es die winzigen Samen von einer Seite darzustellen, wie man sie bisher noch nicht betrachtet hat. Manch ein Mikroskop bietet sogar die Möglichkeit durch das Aufsetzen eines Smartphones Fotos vom Gesehenen machen zu können. Für Kinder, aber auch Erwachsene, ergibt sich daraus die Möglichkeit ein Pflanzensamenbuch zu gestalten. Neben einem Foto der mikroskopierten Samen, kann der originale Pflanzensamen eingeklebt werden. Ein Foto oder eine Zeichnung der dazu passenden Pflanze, macht das Bild rund. Eine schöne Beschäftigung für Herbst- und Wintertage für alle, die schon immer etwas genauer hinschauen wollten.
Ziersträucher pflanzen
Die beste Pflanzzeit für laubabwerfende Ziersträucher ist der Monat Oktober. Werden die Gehölze bis Mitte Oktober gepflanzt, entwickeln sie bis zum Eintritt stärkerer Fröste noch so viele Faserwurzeln, dass im Frühjahr gleich das Wachstum einsetzt. Erkundigen Sie sich vor dem Pflanzen über die endgültige Wuchshöhe und -breite, und wählen Sie den Pflanzstandort dementsprechend aus. Bodenvorbereitung und Düngung sind für Ziersträucher ebenso wichtig wie für Obstgehölze. Wichtig ist den Boden rund um den frisch gesetzten Strauch vor den ersten Frösten zu bedecken. Die Bodendecke, z.B. aus einer Schicht Laub, angetrocknetem Rasenschnitt oder Kompost verhindert ein schnelles Eindringen des Frostes und hält die Feuchtigkeit länger im Boden. Im kommenden Frühjahr wird nicht zersetztes Laub an wärmer werdenden Tagen entfernt, Mulch aus Rasenschnitt oder Kompost vorsichtig in den Boden eingearbeitet. Ziersträucher werden beim Pflanzen zurückgeschnitten, um ein Gleichgewicht zwischen Wurzeln und Zweigen herzustellen. Je nach Wuchskraft nimmt man alle Triebe auf zwei Drittel ihrer Länge zurück. Schwach wachsende Gehölze werden stärker zurückgeschnitten. Nach der Pflanzung wird gründlich gewässert.
Totholz als Lebensraum im Garten stehen lassen
Wer mit wenig Aufwand viel Gutes tun möchte, kann im Falle des Absterbens eines Gehölzes, z.B. eines alten Obstbaumes, einfach aufs Fällen verzichten und das stehende Totholz im Garten an Ort und Stelle belassen. Denn nicht nur liegendes Totholz, wie Totholzhecken oder Asthaufen, stellen ideale Lebensräume für vielerlei Gartenbewohner dar. Ökologisch sehr wertvoll ist auch stehendes Totholz – hier tummelt sich das Leben. Viele Käferarten beispielsweise nutzen abgestorbene Bäume, um sich zu vermehren. Käferlarven fressen Gänge in den Stamm, verpuppen sich dort und schaffen so gleichzeitig einen neuen Lebensraum für andere Insekten. Die hinterlassenen Gänge werden anschließend gern von Wildbienen als Bruthöhle nachgenutzt und dienen als idealer winterlicher Rückzugsort. Ist ein großes Gehölz im Garten eingegangen, genügt es daher die Krone etwas einzukürzen und Äste zurückzuschneiden, die drohen abzubrechen. Mit einer darunter angelegten Blühwiese, kann auch ein abgestorbener Baum im Garten zu einem echten Blickfang werden.
Tipp im Oktober 2022: Wenn Sie Ihre Sommerblumen selbst vermehren möchten, dann lassen Sie die Samen so lange an der Pflanze ausreifen, bis sie vollkommen trocken sind. Denn zu früh geerntete Samen haben die vollständige Samenreife noch nicht durchlaufen und würden nach der Aussaat im kommenden Frühjahr nicht keimen. Die Samenernte erfolgt an einem trockenen Tag. Bereiten Sie kleine Sammelbehälter vor, die Sie beschriften und ggf. mit einem Foto der Pflanze versehen. So wissen Sie auch noch im kommenden Frühjahr, um welche Pflanze es sich handelt. Lagern Sie die Samen bis zum Aussaatzeitpunkt an einem dunklen, trockenen und kühlen Ort.
Wurzelnackte Obstgehölze pflanzen
Der Herbst ist die beste Pflanzzeit für alle Obstgehölze. Da die Bäume ihr Laub bereits abgeworfen haben, stecken sie ihre ganze Energie in die Bildung von Wurzeln. Wurzelnackte Gehölze, das heißt Pflanzen, die ohne Ballen oder Topf verkauft werden, werden ausschließlich im Herbst gepflanzt. Der Boden ist im Oktober noch warm genug und Bodenfröste lassen in den meisten Regionen noch etwas auf sich warten. Den Obstgehölzen bleibt also noch ausreichend Zeit zur Bildung von Feinwurzeln. Das Pflanzloch sollte entsprechend der Wurzellänge tief und breit genug ausgehoben werden. Um Staunässe bei schweren Böden zu vermeiden, lockern Sie den Boden gut auf. Bei sandigen Böden gilt es zu verhindern, dass das Wasser zu schnell versickert. Ein solcher Boden sollte mit Kompost versorgt werden. Zum Schutz gegen Wühlmäuse können Sie das Pflanzloch mit feinmaschigem Draht auskleiden. Anschließend setzen Sie das Obstgehölz ein und füllen das Pflanzloch mit Erde auf. Nun kräftig angießen. In sehr trockenen Gegenden unterstützen Sie das Wurzelwachstum, indem Sie in den ersten Wochen regelmäßig wässern.
Kübelpflanzen überwintern
Manchmal kann es schneller frostig werden, als man sich vorstellen kann. Gut, wenn das Winterlager für frostempfindliche Kübelpflanzen schon vorbereitet ist. Es muss möglichst hell, kühl (10 °C) und trocken sein. Sobald die Kübelpflanzen ins Überwinterungsquartier eingezogen sind, sollte es regelmäßig gelüftet und die Pflanzen auf Schädlinge kontrolliert werden. Gießen nicht vergessen, jedoch in größeren Abständen. Denn die Pflanzen befinden sich in einem Ruhezustand. Zu viel Gießwasser und zu hohe Temperaturen führen zu unerwünschtem Wachstum, so genannter Geiltriebe, und schwächen die Pflanzen unnötig. Kübelpflanzen, die im Freien überwintern müssen, sollten rundum mit Luftpolsterfolie, Jutegewebe oder anderen wärmeisolierenden Materialien eingewickelt werden. Anders als im natürlichen Boden friert der Boden im Kübel schneller durch, was den Wurzelballen im Gefäß gefährdet und so zum Totalausfall der Pflanze führen kann. Auch hier an wärmeren, trockeneren Tagen das Gießen nicht vergessen.
Frühblüher für jeden Standort
Wer im Frühjahr blühende Beete in seinem Kleingarten haben möchte, sollte schon jetzt die Zwiebeln in den Boden setzen. Sie sollten etwa doppelt so tief eingepflanzt werden, wie sie lang sind. Der Boden sollte vorab gut aufgelockert und mit etwas Kompost versorgt werden. Die Zwiebeln anschließend mit der Sprossachse nach oben in den Boden einsetzen, mit Erde bedecken und gut angießen. Der ideale Standort für Winterlinge liegt am Rand von laubabwerfenden Gehölzen, die im Sommer kühlen Schatten spenden. Narzissen benötigen sonnige Standorte, gedeihen im Halbschatten am Rande von Gehölzgruppen allerdings genauso gut. Tulpen und Krokusse sind wahre Sonnenanbeter und lieben sonnige Standorte. Wer in seinem Garten mit Wühlmäusen zu kämpfen hat, kann seine Frühjahrsblüher vorsorglich in Pflanzkörbe setzen oder die Pflanzlöcher mit feinmaschigem Draht auskleiden, bevor die Zwiebeln in den Boden kommen.
Tipp im Oktober 2021: Wenn der Fruchtfall bei Quitten einsetzt oder die gelbe Schale der Früchte aufhellt, kann geerntet werden. Verarbeiten Sie die Früchte rasch, da bei zu langer Lagerung Fleischbräune einsetzen kann und der Aromaverlust erhöht wird. Reife Quitten halten sich etwa 7 Tage im Kühlschrank. Ohne Kühlung sind es etwa 3 Tage. Quitten können unter anderem zu Saft, Gelee oder Marmelade verarbeitet werden.
Empfindliche Knollen und Zwiebeln ausgraben und einlagern
Einige Zwiebel- und Knollenpflanzen sind nicht winterhart und sollten vor dem Winter ausgegraben und trocken und kühl, aber frostfrei gelagert werden. Dahlien und Indisches Blumenrohr werden gerodet, wenn die ersten Fröste ihr Laub braun färben. Gladiolen sollten hingegen schon im Oktober aus der Erde genommen werden. Das gleiche gilt für Montbretien – sie halten zwar einstellige Minustemperaturen aus, sind allerdings trotzdem sehr empfindlich, falls es kälter werden sollte. Schneiden Sie Laub und Blütenstände 2–3 cm der Pflanzen über der Bodenoberfläche ab. Mit einer Grabegabel vorsichtig aus dem Boden heben. Verwenden Sie keinen Spaten, da die Knollen und Zwiebeln verletzt werden könnten. Diese sollten nun vorsichtig von Erdresten gereinigt und trocken und kühl (etwa 10°C) in Kisten oder Stellagen eingelagert werden. Das Winterlager sollte regelmäßig gelüftet und die Knollen und Zwiebeln ab und an auf Schimmelpilzbefall kontrolliert werden.
Schneeglöckchen pflanzen
Wie Tulpen, Narzissen oder Blausterne, werden auch die Zwiebeln der Schneeglöckchen vor den ersten Frösten zwischen September und Oktober gepflanzt. Üppig in Tuffs verteilt, gehören Schneeglöckchen zu den ersten blühenden Pflänzchen im Garten. Schon im Januar schaffen sie es, mit ihren Blütenköpfchen Schneedecken zu durchbrechen. Die Zwiebeln erwerben Sie am besten bei einem Gartenfachmarkt Ihres Vertrauens, sobald sie angeboten werden. Prüfen Sie mit leichtem Druck auf die Zwiebeln, ob sie sich fest anfühlen und gesund aussehen. Wählen Sie einen langfristigen Standort für ihre Schneeglöckchen aus. Dann entwickeln sich durch Versamung oder Brutknollen im Laufe der Zeit dichte Horste. Lichter Schatten und humusreiche Erde reichen den anspruchslosen Schneeglöckchen aus, um sich gut entwickeln zu können. Besonders zeitig im Jahr aktive Insekten wie Hummeln nutzen die ab Februar blühenden Frühblüher, um nach den kalten Monaten wieder schnell ihre Energiespeicher auftanken zu können.
Laub in allen Beeten nutzen
Eine Schicht aus Blättern ist der ideale Frostschutz vor allem für Kräuter, aber auch kälteempfindliche Stauden, wie etwa das Pampasgras. Himbeeren, Erdbeeren und andere Beerenobst-Arten mögen Laub als Mulchschicht auf dem Boden, das entspricht ihren natürlichen Lebensbedingungen im Wald und schützt ihren Wurzelbereich, da Beerenobst zu den Flachwurzlern gehört. Falllaub kann überall im Garten auf den Beeten verteilt werden. Es schützt den Boden vor starkem Frost, vor Austrocknung, aktiviert das Bodenleben, und versorgt den Boden durch Abbauprozesse mit Nährstoffen, die die Pflanzen in der kommenden Saison gut nutzen können. Das überschüssige Laub kann als Laubhaufen im Garten verbleiben und bietet so Igeln, Kröten und anderen Nützlingen im Garten einen Unterschlupf im Winter.
Tipp im Oktober 2020: Wer Singvögel im Garten unterstützen möchte, kann schon jetzt neue Nistkästen aufhängen. Diese dienen verschiedenen Höhlenbrütern bereits im Winter als Nachtquartier. Wichtig: Das Flugloch sollte entgegen der Hauptwetterrichtung nach Südosten oder Osten zeigen. Auch Fledermäuse oder Siebenschläfer (beide Säuger stehen unter Naturschutz) benutzen Nistkästen im Garten gern als Quartier für den Winterschlaf.
Knollensellerie lagern
Knollensellerie wächst zwar bis in den Oktober hinein, sollte jedoch vor dem Auftreten erster Fröste geerntet werden. Da die Knollen zum Teil über dem Boden stehen, leiden diese bereits bei wenigen Minusgraden. In gefrorenem Zustand darf der Sellerie nicht geerntet werden. Beim Ernten dürfen weder die Knollen noch die Herzblätter beschädigt werden. Dazu wird mit der Grabegabel ausreichend tief unter die Knolle gestochen und diese aus dem Boden gehoben. Alle anhaftenden Erdreste werden vorsichtig abgeschüttelt, die Blätter bis auf die Herzblätter vorsichtig mit der Hand und die Wurzeln mit einem scharfen Messer eingekürzt. So vorbereit werden die Knollen im Keller in Sand oder in eine mit Stroh geschützte Erdmiete im Garten eingelagert.
Quitten ernten
Quitten gehören zu den letzten Früchten im heimischen Erntekalender. Geerntet wird Mitte Oktober, wenn der erste Fruchtfall einsetzt. Für die Verarbeitung der Früchte zu Gelee und Kompott dürfen sie nicht zu reif geerntet werden, weil sonst das in den Früchten vorhandene Pektin zu stark abgebaut ist und deshalb die Gelierwirkung nachlässt. Bei zu spät geernteten oder zu lange gelagerten Früchten erhöht sich dagegen die Gefahr von Fleischbräune.
Birnenquitten reifen in der Regel früher als Apfelquitten. Fallobst und beschädigte Früchte sollten sofort verbraucht werden, da sie trotz ihrer Härte schnell faulen. Gesunde, knapp reif geerntete Früchte lassen sich bis zu zwei Monaten lagern. Quitten verströmen einen angenehmen Duft in Wohnräumen, sollten aber getrennt von weiterem Obst gelagert werden. Ihr starkes Aroma beeinträchtigt andere Früchte.
Ziersträucher pflanzen
Die beste Pflanzzeit für Laub abwerfende Ziersträucher ist Mitte Oktober. Die Sträucher entwickeln dann bis zum Eintritt stärkerer Fröste noch so viele Faserwurzeln, das im kommenden Frühjahr sofort das Wachstum einsetzt. Bodenvorbereitung und Düngung sind bei Ziersträuchern genauso wichtig wie bei Obstgehölzen. Dazu zählen das Feuchthalten der Wurzeln bis zur Pflanzung, festes Anpflanzen (Antreten) und gründliches Wässern, damit die Wurzeln sofort guten Kontakt zum Erdreich erhalten. Eine dicke Mulchdecke aus Rohkompost schützt vor frühen Frösten und hält den Boden feucht.
Kübelpflanzen einräumen
Kübelpflanzen müssen rechtzeitig ins Winterquartier geräumt werden. Auch Arten, die kurzfristige Nachtfröste bis minus 5°C vertragen wie etwa Bleiwurz, Aukube, Oleander, Myrte oder Zwergpalme sollten schon jetzt an geschützte Stellen im Freien platziert werden, bis kalte Temperaturen und Dauerniederschläge eine Aufenthalt im Winterquartier notwendig machen. Dort stehen Kübelpflanzen besser kühl und hell, als warm und dunkel. Generell gilt, dass die Pflanzen so spät wie möglich hereingeholt werden sollten. Die Triebe können so gut  ausreifen. Außerdem sind die Klimabedingungen in den meisten Winterquartieren für die Pflanzen nicht optimal. Deshalb sollte der Aufenthalt dort so kurz wie möglich sein. Vorher werden die Pflanzen auf Schädlingsbefall untersucht. Gegossen wird vorsichtig und höchstens einmal wöchentlich.
Tipp im Oktober 2019: So ungern man im Oktober noch einmal in die Gartensachen schlüpft: jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um laubabwerfende Hecken zu pflanzen. Diese Gehölze befinden sich nun in einer Ruhephase und vertragen das Neupflanzen besonders gut. Außerdem sind so genannte wurzelnackte Pflanzen die preiswertesten im Einkauf. Hainbuche, Liguster und viele Blütengehölze gehören dazu. Es lohnt sich also, im Oktober noch einmal „in die Hände zu spucken“. 
Möhren ernten
Die für den Winterverbrauch bestimmten Möhren werden in der zweiten Oktoberhälfte aus dem Boden genommen. Dazu verwendet man am besten eine Grabegabel. Beim Ernten beschädigte Möhren werden aussortiert. Das Möhrenkraut darf nicht abgeschnitten, sondern es muss abgedreht werden, weil sonst die Köpfe der Möhren leicht faulen. Die geernteten Möhren werden am besten in einer Erdmiete im Freien oder in feuchtem Sand im Keller aufbewahrt. Erdmieten werden nur 10 bis 15 cm tief ausgehoben und später mit trockenem Stroh und einer Erdschicht abgedeckt. Wichtigste Maßnahme ist der Schutz der Möhren vor Mäusefraß mit Hilfe eines Drahtgeflechts.
Süßkirschen pflanzen
Süßkirschen lieben sonnige und trockene Plätze im Garten. Muss ein alter Apfelbaum gerodet werden, kann an seiner Stelle eine Kirsche gepflanzt werden. Möglich ist dies inzwischen auch in kleinen Gärten durch moderne, schwach wachsende Unterlagen. Standardunterlage „Gisela 5“ vermindert das Wachstum der lichthungrigen Kirschbaumriesen von einst um 60 Prozent. Außerdem existieren die ersten selbstfruchtenden Süßkirsch-Sorten wie ‚Lapins’, ’Stella’ und ‚Sunburst’, sodass keine Befruchtersorte gepflanzt werden muss. Trotz breiter Sortenpalette geht der Trend eindeutig zu großfrüchtigen, dunkelroten bis schwarzen Kirschen. Süßkirschen sind das früheste Baumobst im Garten. Sie lieben warme, durchlüftete, nicht zu schwere Böden.
Rosen winterfest machen
Ende Oktober erhalten alle Rosen – auch die neu gepflanzten – einen Winterschutz. Auch bei älteren Rosen werden die Trieb nicht komplett zurückgeschnitten, sondern nur etwas gekürzt. So wird ein vollständiges Zurückfrieren der Triebe in kalten Wintern vermieden. Der endgültige Rückschnitt erfolgt im Frühjahr. Buschrosen werden angehäufelt, um die Veredlungsstelle mit Erde zu bedecken und so vor Frösten zu schützen. Dazu verwendet man am besten Komposterde und nicht die Erde unmittelbar aus dem Beet. Die Hügel bzw. Haufen müssen so hoch sein, dass die Rose etwa 15 cm über dem Erdniveau bedeckt ist. Vor strengen Kahlfrösten schützten zusätzlich Zweige von Nadelgehölzen (Fichte, Kiefer), die lose um die Rosentriebe drapiert werden.
Dahlienknollen roden
Dahlienknollen werden nach dem ersten Frost aus dem Boden genommen. Sie dürfen beim Ausgraben nicht verletzt werden, weil sie sonst faulen. Darum wird zum Roden eine Grabegabel verwendet. Die Erde zwischen den Knollen wird entfernt, alle oberirdischen Teile werden bis auf 10 cm zurückgeschnitten und sämtliche Blattreste entfernt. Die Knollen werden in einem luftigen, trockenen und frostfreien Raum überwintert. Nur gut abgetrocknete Knollen überstehen den Winter schadlos. Die Dahlienknollen können in Obstkisten in einem trockenen Torf-Sand-Gemisch eingelagert werden. Eine zweite Möglichkeit ist das Aufstapeln der Knollen zu Pyramiden, wobei die Knollenhälse frei belieben müssen. Regelmäßige Kontrolle sowie häufiges Lüften des Winterlagers vermeidet Ausfälle durch Infektion mit Fäulniserregern.
Tipp im Oktober 2018: Bereits jetzt können im Garten Nistkästen für Singvögel aufgehängt werden. Viele Höhlenbrüter, die den Winter bei uns verbringen, benutzen diese als Winter- und Nachtquartier. Achten Sie darauf, dass ein eher schattiges Plätzchen ohne direkte Sonneneinstrahlung gewählt wird und dass das Flugloch entgegen der Hauptwetterrichtung nach Südosten oder Osten zeigt. Alte Kästen werden vom Nistmaterial befreit und mit einer Bürste oder einem Pinsel grob gereinigt.
Knollensellerie ernten
Der Knollensellerie wächst zwar bis in den Oktober hinein: Er muss jedoch vor dem Auftreten stärkerer Fröste geerntet werden. Da die Knollen zum Teil über dem Boden stehen, leiden sie bereits bei wenigen Grad unter Null. In gefrorenem Zustand darf der Sellerie nicht geerntet werden. Er muss erst wieder völlig auftauen. Beim Ernten des gesunden Gemüses dürfen weder die Knollen noch die Herzblätter beschädigt werden. Eine Grabegabel ist das geeignete Werkzeug zum Ernten. Sie wird tief unter die Knollen gestochen und diese werden dann aus dem Boden gedrückt. Die anhaftende Erde wird vorsichtig abgeklopft. Der geerntete Sellerie wird sofort für den Einschlag vorbereitet. Lässt man ihn mit den Blättern liegen, entziehen diese den Knollen Feuchtigkeit, so dass sie welken. Die Blätter werden nicht abgeschnitten, sondern vorsichtig mit den Händen entfernt. Die Herzblätter bleiben auch im Einschlag an den Knollen. Die Wurzeln werden mit einem scharfen Messer bis auf einige Zentimeter gekürzt. Als Aufbewahrungsort der Sellerieknollen eignet sich ein kühler Keller oder die Erdmiete. Im Keller wird feuchter Sand als Einschlagsubstrat verwendet. Dort hinein werden die Knollen dicht an dicht „gepflanzt“, wobei Herzblätter und der obere Knollenteil wie im Beet frei bleiben.
Walnüsse ernten
Walnüsse, die nacheinander natürlich vom Baum fallen, haben die beste Qualität. Dadurch erstreckt sich die Ernte jedoch über längere Zeit. Außerdem muss täglich gelesen werden. Alternativ können die Nüsse durch kräftiges Schütteln oder vorsichtiges Abschlagen geerntet werden. Walnüsse müssen gründlich getrocknet werden. Am besten erfolgt dies in einem trockenen, luftigen Raum auf Horden, deren Böden aus schwachen Latten oder Drahtgeflecht bestehen. Vor dem Trocknen werden die Hüllblätter entfernt und die Nüsse mit einer harten Bürste gereinigt. Benutzen Sie dazu unbedingt Arbeitshandschuhe, da die Fruchthüllen sehr stark färben! Für eine gleichmäßige Trocknung werden die Nüsse einlagig ausgebreitet und öfter durchgeschüttelt. Zur Bevorratung werden die getrockneten Nüsse später in luftdurchlässigen Säcken hängend aufbewahrt.
Ziersträucher pflanzen
Die beste Pflanzzeit für laubabwerfende Ziersträucher ist der Monat Oktober. Werden die Gehölze bis Mitte Oktober gepflanzt, entwickeln sie bis zum Eintritt stärkerer Fröste noch so viele Faserwurzeln, dass im Frühjahr gleich das Wachstum einsetzt. Jeder Zierstrauch benötigt so viel Platz, dass er sich artspezifisch entwickeln kann. Erkundigen Sie sich also vor dem Pflanzen über die endgültige Wuchshöhe und -breite, und wählen Sie den Pflanzstandort dementsprechend aus. Bodenvorbereitung und Düngung sind für Ziersträucher ebenso wichtig wie für Obstgehölze. Frischer Stalldung wird nicht in die Pflanzgrube gegeben, sondern nach der Pflanzung als Bodenabdeckung verwendet. Die Bodendecke verhindert ein schnelles Eindringen des Frostes und hält die Feuchtigkeit länger im Boden. Im kommenden Frühjahr wird der Stallmist dann eingearbeitet. Ziersträucher werden beim Pflanzen zurückgeschnitten, um ein Gleichgewicht zwischen Wurzeln und Zweigen herzustellen. Je nach Wuchskraft nimmt man alle Triebe auf zwei Drittel ihrer Länge zurück. Schwach wachsende Gehölze werden stärker zurückgeschnitten. Nach der Pflanzung wird gründlich gewässert und – wenn kein Stallmist vorhanden ist – der Boden mit einer 10 cm dicken Mulchschicht aus geeignetem Material abgedeckt.
Kübelpflanzen einräumen
Kübelpflanzen, die kurzzeitige Nachtfröste vertragen, werden im Oktober eingeräumt. Oft treten Anfang Oktober schon Nachtfröste bis minus 5 °C auf. Dann erhalten Bleiwurz (Plumbago), Myrte (Myrthus), Oleander (Nerium) und Olive (Olea) einen möglichst geschützten Standort, bis strengere Fröste einen Aufenthalt im Winterquartier notwendig machen. Einige Kübelpflanzen vertragen – vorausgesetzt sie sind abgehärtet – für kurze Zeit Nachtfröste bis zu minus 10 °C und können lange im Freien bleiben. Dazu gehören Lorbeer (Laurus), Granatapfel (Punica) oder die Hanfpalme (Trachycarpus). Sie stehen den Winter über besser an einem windgeschützten Ort im Freien als in zu dunklen und zu warmen Räumen. Achten Sie beim Einräumen der Kübelpflanzen auf Schädlingsbefall und vor allem auf Nacktschnecken an Topfunterseiten oder in Untersetzern. Geeignete Maßnahmen wie Absammeln, das Entfernen stark befallener Blätter oder der Einsatz eines geeigneten Schädlingsbekämpfungsmittels schützen vor unliebsamen Überraschungen im Winterquartier.
Tipp im Oktober 2017: Größere Solitärgräser wie das Pampasgras (Cortaderia) werden vor dem Winter im  oberen Bereich locker zusammengebunden. Die Pflanzen erhalten gleichzeitig etwas Kompost, der Wurzel- und Herzbereich wird mit einer dicken Laubschicht vor strengen Frösten geschützt. So kommen die etwas empfindlichen Strukturstauden gut über den Winter.
Kohlrabi ernten
Der für den Winterverbrauch vorgesehene Spätkohlrabi sollte vor den ersten stärkeren Frösten geerntet werden. Dabei wird alles Laub bis auf die jüngsten Herzblätter entfernt. Die Strünke werden kurz unter der Knolle abgeschnitten. So vorbereitet, kann der Kohlrabi in einer Erdmiete im Garten für den Winterverbrauch gelagert werden. Da Erdmieten etwas aufwändig herzurichten sind, und vor allem vor Mäusen geschützt werden müssen, bietet sich auch die Lagerung in einem kühlen Keller an. Dort wird der geerntete Kohlrabi in feuchten Sand oder in feuchte Erde eingeschlagen. Wichtig hierbei: Die Strünke bleiben samt Wurzeln an der Knolle. Das Einschlagsubstrat darf nicht austrocknen und sollte deshalb öfter auf seinen Feuchtigkeitsgehalt geprüft werden.
Quitten ernten
Mitte Oktober reifen die Quitten. Wenn der Fruchtfall einsetzt oder die gelbe Schale der Früchte aufhellt, kann geerntet werden. Erfolgt die Ernte zu spät oder werden die Früchte zu lange gelagert, erhöht sich die Gefahr der Fleischbräune, verbunden mit starkem Aromaverlust. Die Fleischbräune ist eine Stoffwechselstörung der Quitte ähnlich der Stippe beim Apfel. Birnenquitten reifen in der Regel früher als Apfelquitten. Fallobst und beschädigte Früchte sind sofort zu verbrauchen, da sie trotz ihrer Härte schnell faulen. Alle gesunden Früchte sollten vor dem Verbrauch noch 2 bis 3 Wochen lagern, das erleichtert ihre Weiterverarbeitung und erhöht das Fruchtaroma.
Strauchobst pflanzen
Der Oktober ist Hauptpflanzzeit für Strauchbeerenobst. Beerenobst gehört in jeden Garten. Seine Vorteile sind geringer Platzbedarf, schneller Ertragsbeginn, hohe Ertragssicherheit sowie eine breite Sortenwahl. Stachel- und Johannisbeeren sind bei relativ geringen Pflegeansprüchen am ertragreichsten. Weiße Johannisbeeren sind gegenüber ihren strenger schmeckenden roten und schwarzen Verwandten süßer und daher als Naschfrüchte bei Kindern beliebt. Strauchbeerenobst wird oft als Stämmchen gezogen angeboten. Stämmchen erleichtert Ernte und Pflege, bringen aber einen geringeren Ertrag als die Strauchkultur. Besonders für Stachelbeeren sind Stämmchen zu empfehlen. Schwarze Johannisbeeren eignen sich weniger gut. Ihr starker Wuchs verursacht kopflastige, instabile Kronen. Häufige Astbrüche beschleunigen ein vorzeitiges Absterben.
Rosen pflanzen
Rosen, die bereits im Oktober gepflanzt werden, treiben früher aus. Sie bilden bereits neue Wurzeln, bevor der Boden durchfriert. Dadurch treiben sie im Frühjahr stärker aus als im März oder April gepflanzte und blühen auch circa zehn Tage früher. Der Boden sollte zur Pflanzung gut vorbereitet werden, da Rosen lange am Standort bleiben. Günstig ist eine zwei Spaten tiefe Lockerung und gute Humusversorgung durch kräftige Beigabe guten Komposts oder verrotteten Stalldungs. Vor dem Pflanzen werden die Wurzeln etwas eingekürzt und die oberirdischen Teile stark zurückgeschnitten. An jedem Trieb bleiben 3 bis 5 Augen stehen. Bei Kletterrosen werden die Triebe auf 8 bis 10 Augen zurückgeschnitten. Der Pflanzabstand für Buschrosen sollte etwa 30 bis 40 cm betragen. Regemäßiges kräftiges Wässern fördert die Bildung vieler Faserwurzeln noch im Herbst, was einem kräftigen Austrieb im Frühjahr bewirkt. Anhäufeln und lockeres Abdecken mit Nadel-Reisig sind geeignete Maßnahmen gegen Frostschäden.
Tipp im Oktober 2011: Trotz der ungewöhnlich warmen Tage im Oktober bleibt es nicht unbemerkt: Der Winter ist im Anmarsch. Nicht mehr lange und Tautropfen verwandeln sich in Reif. Das jetzt wieder reichlich anfallende Herbstlaub erfreut Kinder, ist heute aber nicht jedem Erwachsenen willkommen, weil es Arbeit macht. Doch geben Sie sich einen Ruck: Falllaub ist ein nützliches Geschenk der Natur und dazu kostenfrei.
Lauch ernten
Vom Porree (Lauch) wird nur so viel geerntet, wie in absehbarer Zeit verbraucht wird. Dazu werden nach dem Roden die Wurzeln und auch das Laub etwas eingekürzt und die Stangen in feuchten Sand eingeschlagen. Der Rest des Lauchs bleibt im Beet stehen, denn Porree ist winterhart, wenn die entsprechenden Sorten (z. B. ‚Blaugrüner Winter‘) gepflanzt wurden. Bedecken Sie den Boden zwischen den Lauchstangen mit grob verrottetem Kompost oder einer Mulchschicht. So friert die Bodenoberfläche nicht so schnell durch und die Ernte im Winter geht leichter von statten.
Kräuter schützen
Im August zurück geschnittener Lavendel und Salbei bekommen in den letzten Oktobertagen Winterschutz. Zwischen den Pflanzen wird der Boden fünf bis sechs Zentimeter hoch mit grobem Kompost, Mulch oder einer Schicht Laub bedeckt. Anschließend kommt eine Lage Nadelreisig auf die Pflanzen. Auch bei Thymian ist ein guter Winterschutz unbedingt nötig, weil er sonst besonders in schneearmen, sonnigen Wintern eingeht. Darum werden auch Thymianpflanzen sorgfältig mit Reisig abgedeckt. Liebstöckelwurzeln (Maggikraut) sind ein hervorragendes Würzmittel. Vor dem Gebrauch müssen diese jedoch ausgegraben und getrocknet werden. Günstig ist, diese Arbeit mit dem Teilen und Verpflanzen dieser üppig werdenden Stauden zu verbinden. Die Wurzeln werden gereinigt, in Streifen geschnitten und am besten auf einem Faden aufgereiht an luftiger Stelle getrocknet.
Gehölze kaufen
Der Oktober ist der beste Monat zum Pflanzen von Obstgehölzen. Nur in nassen Böden sollte damit bis zum Frühjahr gewartet werden. Beim Kauf der Jungbäume muss man beachten, wie viel Platz der Baum im tragfähigen Alter beansprucht. Nicht selten kommt es nach Jahren zu Überraschungen. Außerdem ist nicht jede Obstsorte für jede Gegend geeignet. Ein Blick in die Nachbargärten verrät, welche Sorten am Standort gut gedeihen und optimale Erträge bringen. Obstgehölze sollten immer in einer Baumschule gekauft werden. Das Personal dort berät fachkundig bei Größe, Erziehungsform, Sorte und Unterlage. Man sollte nur gute Qualität einkaufen, auch wenn die etwas teurer ist. Dadurch wird gewährleistet, dass die Bäume gut anwachsen und bereits die zu einem gesunden Aufbau nötige Krone haben.
Rosen pflanzen
Auch Rosen können im Oktober problemlos gepflanzt werden, wenn einige Schutzmaßnahmen beachtet werden. Ende Oktober gepflanzte Rosen bilden bereits neue Wurzeln, bevor der Boden durchfriert. Darum treiben sie im Frühjahr auch stärker aus, als im neuen Jahr gepflanzte. Busch- und Beetrosen werden so tief gepflanzt, dass die Veredlungsstelle mit Erde bedeckt ist. Festes Antreten und anschließendes Wässern gewährleisten ein sicheres Einwachsen. Vor dem Pflanzen werden alle verletzten Wurzeln mit einem scharfen Messer eingekürzt, nach dem Pflanzen auch die oberirdischen Triebe, aber nur um ein Viertel ihrer Länge. Den normalen Rückschnitt bis auf wenige Augen wird im Frühjahr erledigt, da ein Teil des Holzes im Winter zurück frieren kann.
Tipp im Oktober 2010: Im Oktober ist die Hauptsaison im Blumengarten vorbei. Außer ausgesprochenen Herbstblühern wie Glockenheide (Calluna) oder Herbstastern (Aster novae-angliae) bereiten sich die meisten Mehrjährigen auf die Winterruhe vor. Trotzdem brauchen Sie nicht die Hände in den Schoß zu legen: Herbstzeit ist Pflanzzeit für Gehölze.
Gehölze pflanzen
Der Oktober ist der geeignete Monat zum Pflanzen der Gehölze. Nur in nassen Böden sollte man damit bis zum Frühjahr warten. Pfirsiche, Aprikosen, Wein, Quitten, Walnüsse und auch Brombeeren leiden bei Herbstpflanzung durch die Wintereinflüsse häufig so stark, dass sie oft nicht anwachsen. Zu den wichtigsten Maßnahmen bei der Obstgehölzpflanzung gehört die Bodenvorbereitung. Zuerst wird eine der Gehölzform und -größe entsprechende Pflanzgrube ausgehoben, danach dem Aushub reichlich Kompost beigemischt und die Sohle der Pflanzgrube gelockert. Jede Grube sollte 50 bis 60 cm tief sein. Der Durchmesser für Obstbäume beträgt in der Regel 100 cm, der für Beerenobst 50 cm. In Kleingärten mit vielseitigen Kulturen sollte bei der Pflanzung von Gehölzen darauf geachtet werden, dass die Beeteinteilung nicht behindert wird. Auch die Schattenwirkung muss mit Rücksicht auf die Nachbarn bedacht werden.
Leimringe anbringen
Als Schutz gegen den Frostspanner erhalten alle Obstgehölze in der ersten Oktoberhälfte Leimringe. Die Ringe müssen so eng am Stamm anliegen, dass die Weibchen des Frostspanners nicht darunter hindurch kriechen können. Haben die Obstbäume Stützpfähle, darf nicht vergessen werden, auch diese mit Leimringen zu bestücken, da die Frostspannerweibchen sonst über das Baumband (die Befestigungsschnur) an den Baum gelangen.
Blattgemüse schützen
Im Oktober können bereits stärkere Frühfröste auftreten, besonders in höheren Lagen. Daher sollte frühzeitig Abdeckmaterial wie Folie, Vlies, Nadelreisig oder Laub bereit liegen. Besonders empfindliche Blattgemüse wie Salate sollten vorsichtshalber mit Frostschutzvlies oder Folie abgedeckt werden. Unter Glas kultivierte Auberginen sollten geerntet werden, bevor stärkere Fröste auftreten. Unreife Früchte entsprechender Größe reifen beim Lagern nach. Aber Vorsicht: Unreife Eierfrüchte sollten mindestens 8 Tage lagern, damit das darin enthaltene giftige Solanin abgebaut wird.
Rasen vorbereiten
Sobald der Laubfall einsetzt, sollten die Rasenflächen regelmäßig abgeharkt (gerecht) werden, sonst muss mit Faulstellen im Grün gerechnet werden. Ab Mitte Oktober wird der Rasen letztmalig geschnitten, damit er gut durch den Winter kommt. Bei dieser Gelegenheit sticht man auch noch vorhandene Wurzelunkräuter aus. So behandelte Rasenflächen machen auch im Winter einen guten Eindruck. Übrigens: Das Falllaub muss nicht sofort entsorgt werden. Ein ungeordneter Haufen aus Laub und Reisig etwas abseits im Garten ist ein ideales Überwinterungsquartier für viele Nützlinge im Garten.
Tipp im Oktober 2008: Bereits jetzt können im Garten Nistkästen für Singvögel aufgehängt werden. Viele Höhlenbrüter, die den Winter bei uns verbringen, benutzen diese als Winter- und Nachtquartier. Achten Sie darauf, dass ein eher schattiges Plätzchen ohne direkte Sonneneinstrahlung gewählt wird und dass das Flugloch entgegen der Hauptwetterrichtung nach Südosten oder Osten zeigt. Alte Kästen werden vom Nistmaterial befreit und mit einer Bürste oder einem Pinsel grob gereinigt.
© Bundesverband Deutscher Gartenfreunde Zurück

Der Garten im November 

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Tipp im November 2023: Im Herbst gibt es noch einiges zu tun im Kleingarten. Dazu gehört unter anderem regelmäßig Laub von Rasenflächen und Wegen zu entfernen. Dieses kann dann gut zum Mulchen der Gemüsebeete genutzt werden, um sie vor Frost zu schützen und Erosion zu vermeiden. Auch Bewässerungssysteme sollten entleert werden, um Frostschäden zu verhindern. Als Vorbereitung auf den Winter ist es ratsam, empfindliche Pflanzen, die nicht winterhart sind, mit einer Schutzschicht abzudecken. Dies kann mit Stroh, Laub oder einer speziellen Vliesabdeckung erfolgen. Der November ist außerdem die perfekte Zeit, um Frühjahrsblüher wie Tulpen oder Narzissen in die Erde zu bringen. Die Erde ist jetzt gut feucht und es sind noch keine Nachtfröste zu erwarten.
Zarten Rosenkohl ernten nach dem ersten Frost: Der ideale Zeitpunkt für die Rosenkohlernte im Herbst ist nach den ersten Frösten. Frost verbessert den Geschmack und mildert die Bitterkeit. Mit einer scharfen Gartenschere oder einem Messer schneidet man die Röschen etwa 1-2 cm über dem Stiel vom Stängeln ab. Beginnen Sie die Ernte von unten nach oben, da die unteren Röschen zuerst reifen. Dadurch haben die oberen mehr Zeit zum Wachsen. Achten Sie darauf, dass die Röschen fest und kompakt sind. Überreife Röschen können bitter sein. Die Ernte kann sich über mehrere Wochen erstrecken, da Rosenkohl nicht auf einmal reif wird. Ernten Sie regelmäßig, um die besten Qualitäten zu erhalten. Nach der Ernte können Sie Rosenkohl im Kühlschrank lagern. Er bleibt so bis zu zwei Wochen frisch. Rosenkohl kann gedünstet, gebraten, geröstet oder roh in Salaten serviert werden. Entfernen Sie vor der Zubereitung die äußeren Blätter und schneiden Sie den Strunk kreuzweise ein, um eine gleichmäßige Garung zu ermöglichen.
Meerrettich im Herbst ernten und vermehren: Graben Sie die Wurzeln des Meerrettichs (Armoracia rusticana) vorsichtig aus, schneiden Sie die Blätter ab und bewahren Sie die Wurzeln im Kühlschrank auf. Dort können sie monatelang lagern. Die dicken Wurzeln sind zum Verzehr bestimmt. Ein paar der dünnen Wurzeln, auch „Fechser“ genannt, sortiert man aus, entfernt die Seitentriebe und pflanzt sie in etwa 5 cm Tiefe und mit mindestens 60 cm Abstand zueinander wieder neu ein. Die ideale Zeit zum Pflanzen von Meerrettich ist im Frühjahr oder im Herbst. Meerrettich kann sich rasend schnell verbreiten, daher ist es ratsam, ihn in einem abgegrenzten Bereich oder in einem Beet anzubauen. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein, der Boden gut durchlässig und feucht. Um die Feuchtigkeit im Boden zu bewahren, mulchen Sie es mit geeigneten Materialien wie Rasenschnitt. Düngen Sie Meerrettich im Frühjahr und im Sommer mit Kompost und halten Sie das Beet frei von Unkraut, da es mit Meerrettich konkurrieren kann. Meerrettich enthält Senföle, Vitamin C, Eisen und ätherische Öle, die für seinen scharfen Geschmack verantwortlich sind.
Jetzt die letzten Andenbeeren ernten und Saatgut sichern: Haben Sie Andenbeeren (Physalis peruviana) im Freiland angebaut, sollten die letzten Früchte vor dem ersten Frost geerntet werden. Essen Sie aber nicht alle Früchte auf einmal auf! Sichern Sie sich vorher Saatgut für die nächste Saison. Streichen Sie dafür die kleinen Samen aus einer reifen Frucht auf ein Küchenpapier. Gut trocknen lassen und an einem kühlen, trockenen Platz lagern. Physalis haben eine relativ lange Entwicklungsphase. Je früher im kommenden Jahr mit der Aussaat begonnen wird, desto früher kann geerntet werden. Die Anzucht startet schon im Januar. Bereiten Sie kleine Töpfe mit Anzuchterde vor. Schneiden Sie kleine Stückchen vom Küchenpapier inkl. Samen ab und legen Sie diese in die Töpfe. Dadurch, dass die Samen am Küchenpapier kleben, können sie beim Gießen nicht fortgespült werden. Obenauf kommt noch eine dünne Schicht Anzuchterde. Damit die Keimung gelingt, müssen die Töpfchen an einen warmen, sonnigen Standort stehen und gleichmäßig feucht gehalten werden. Nach ca. zwei Wochen sollte die Keimung beginnen. Sobald die ersten echten Blätter gewachsen sind, muss in nährstoffreiches Substrat pikiert werden. Nach den Eisheiligen dürfen die kräftigen Pflanzen dann ins Freie.
Tipp im November 2022: Allzu viele Arbeiten fallen im Spätherbst bzw. Winter im Garten nicht an. Zu den Standardaufgaben im Garten gehört allerdings, das Wasser abzustellen und die Regentonnen zu leeren. Zum Schutz vor starken Frösten der Kulturen im Gemüsebeet können dünne Vliese bereitgelegt werden, die bei Bedarf zur Abdeckung der Pflanzen dienen. Abgeblühte, gesunde Staudenstängel sollten nicht abgeschnitten werden. Hier finden über die kalte Jahreszeit viele Vögel nahrhafte Samen und Insekten einen Überwinterungsort.
Letzter Rasenschnitt
Bis Ende Oktober, aber auch bis in den November hinein, wenn die Temperaturen unter 10 C° fallen, sollte an einem trockenen Tag der letzte Rasenschnitt vorgenommen werden. Denn nun ist die Zeit gekommen, in der die Rasengräser langsam ihr Wachstum einstellen und in die Winterruhe gehen. Der Rasenschnitt sollte dabei im Fangkorb des Rasenmähers aufgefangen und nicht als Mulch auf der Fläche liegen gelassen werden. Denn dieser könnte aufgrund der niedrigen Temperaturen und der verlangsamten Verrottungsprozesse von den Bodenlebewesen nicht mehr abgebaut werden, dem Rasen Licht und Luft nehmen und Krankheiten und Pilzinfektionen fördern. Der aufgefangene Rasenschnitt kann allerdings sehr gut als Winterschutz für Zier- und Gemüsebeete genutzt werden.
Obstgehölzpflege im Winter
Einige Handgriffe schützen die eigenen Obstgehölze im Garten vor Schäden. So sollten vor allem junge Gehölze gegen Wildverbiss geschützt werden. Draht- oder Kunststoffmanschetten, die locker am Stamm befestigt werden, sollen Rehe davon abhalten die Rinde der Obstgehölze anbeißen zu können. Das Weißeln der Stämme mit kalkhaltigem Anstrich kann ebenso dazu beitragen, dass Rehe den Gehölzen fernbleiben. Der Kalkanstrich hat zudem den Vorteil, dass bei besonders niedrigen Temperaturen, aber gleichzeitig starker Sonneneinstrahlung Frostrisse an der Rinde auftreten können, die als Eintrittspforte für Krankheitserreger gelten. Diese Risse können entstehen, wenn zu Beginn des Frühjahrs die Intensität der Sonneneinstrahlung zunimmt und nur die sonnenzugewandte Seite des noch gefrorenen Stamms auftaut und sich aufheizt. Dabei entsteht eine Spannung im Stamm, die zu Frostrissen führen kann. Die weiße Farbe des Kalkanstrichs verhindert dann allerdings, dass sich der Stamm schnell aufheizt, da die Sonnenstrahlen reflektiert werden.
Was blüht im Winter?
Aus phänologischer Sicht beginnt mit dem Fall des Laubs der Stieleiche der Winter. Doch obwohl der Großteil unserer laubabwerfenden Gehölze seine Blätter schon vollständig verloren hat und die üppige Zeit der Blütenpracht in den Gärten schon etwas zurückliegt, lassen sich hier und da Pflanzen entdecken, die erst im Winter ihre wahre Schönheit preisgeben. Farbtupfer im Garten liefern beispielsweise Christrosen (Helleborus niger). Im Fachhandel lassen sich Sorten finden, die sich nicht nur in ihrer Wuchshöhe unterscheiden. Auch die Blütenfarbe kann je nach Sorte zwischen weiß, zartrosa, kräftigem rot oder grün variieren. Die hell- oder kräftig gelben, orangen oder sogar rotgefärbten Blüten der Zaubernuss (Hamamelis) erscheinen je nach Sorte zwischen Oktober und März. Der Winter-Jasmin (Jasminum nudiflorum) begeistert zwischen Dezember und März mit seiner gelben Blütenfülle. Die Blüte der Schneeglöckchen leitet dann schon den Vorfrühling ein.
Tipp im November 2021: Empfindliche Staudengräser wie das Pampasgras oder das Pfahlrohr werden zusammengebunden und an ihrer Basis großzügig mit Laub abgedeckt. Das bewirkt zum einen, dass Regenwasser außerhalb der Pflanze abfließen kann. Zum anderen können Fröste nicht bis in das Herz der Pflanze vordringen. Ist der Winter vorüber, können die Gräser im Garten vor dem Austrieb zurückgeschnitten werden,
Herbsthimbeeren pflegen
Herbsthimbeeren wie die Sorten ‘Autumn Bliss’, ‘Himbotop’ oder auch ‘Polka’ tragen bei mildem Witterungsverlauf bis in den Dezember hinein. Macht der erste Frost der Ernte ein Ende, werden alle Ruten bis auf eine Länge von etwa 5 Zentimeter über dem Boden abgeschnitten. Vorteil: es bleibt kein Holz stehen, an dem Rutenkrankheiten überwintern und den Neuaustrieb im Frühjahr infizieren können. Das Himbeerbeet sollte stets mit einer starken Schicht organischen Materials wie Laub oder Rasenschnitt bedeckt sein. Diese Bedingungen finden Himbeeren auch in ihrer natürlichen Umgebung an hellen Standorten in Wäldern vor. Darüber hinaus sorgt der Mulch für eine gleichmäßige Bodenfeuchte, ein ideales Bodenklima und für wertvollen Dünger, aus dem die Pflanzen ihren hohen Nährstoffbedarf decken können.
Rosen winterfest machen
Rosen, wie Edel-, Beet und Zwergrosen, sollten vor dem Winter nicht oder nur in Ausnahmefällen zurückgeschnitten werden. Im Normalfall ist es für eine Überwinterung von Rosen nicht unbedingt erforderlich einen Rückschnitt vorzunehmen. Wachsen die Rosensträucher allerdings zu dicht, sodass Pflegearbeiten wie das Anhäufeln der Pflanzenbasis nicht mehr möglich sind, können einzelne Triebe abgenommen werden. Die Basis der Rose wird dann mit lockerer Erde (kein Kompost) angehäufelt, um die Veredelungsstelle vor Frost zu schützen. Die Sträucher werden zusätzlich mit Nadelreisig, Laub oder Moos locker abgedeckt. Kletter- und Strauchrosen werden grundsätzlich erst im Frühjahr geschnitten und das nur bei Bedarf. Bei Wildrosen kann im Allgemeinen auf Winterschutzmaßnahmen verzichtet werden.
Stachelbeeren selbst vermehren
Im Spätherbst können Sie Ihre Stachelbeersträucher selbst vermehren. Das gelingt am einfachsten durch die Steckholzvermehrung, einer vegetativen Vermehrungsmethode. Schneiden Sie sich mit einem scharfen Messer etwa 15 Zentimeter lange, einjährige, bereits verholzte Triebe Ihres Stachelbeerstrauches ab. Achten Sie bei der Auswahl des Triebes darauf, dass an beiden Triebenden eine gut ausgebildete Knospe sitzt. Locker gebündelt, können die Steckhölzer nun in ein schattiges Beet gesetzt werden, sodass nur noch 2 Zentimeter vom Steckholz aus der Erde herausragen. Angießen nicht vergessen. Nach drei Monaten kontrollieren Sie die Steckhölzer auf ihre Wurzelbildung. Gut bewurzelte Stecklinge pflanzen Sie dann im Frühjahr mit jeweils 25 cm Abstand zueinander in ein im Halbschatten gelegenes Beet. Achten Sie stets auf eine gleichmäßige Wasserversorgung der Jungpflanzen. Im Herbst können die Pflanzen dann an ihren endgültigen Standort umziehen.
Akkus von Akku-Gartengeräten richtig überwintern
Nicht nur Pflanzen brauchen einen Winterschutz. Auch die Akkus von akkubetriebenen Gartengeräten sollten einen frostfreien Überwinterungsplatz bekommen. Viele Gartengeräte wie Rasenmäher, Heckenscheren oder Strauch- und Grasscheren werden mit Akkus angetrieben. Damit die Akkus auch noch in der kommenden Gartensaison ihre volle Leistung erbringen können, ist es entscheidend diese über die kalte Jahreszeit an einem frostfreien Ort zu lagern. Dabei sind die eigenen vier Wände sicherlich die bessere Wahl gegenüber der nicht beheizbaren, mitunter luftfeuchten Gartenlaube. Zusätzlich lohnt sich ein Blick in die Betriebsanleitung des Herstellers. Hier wird genau beschrieben, unter welchen Bedingungen eine lange Haltbarkeit der Akkus gewährleistet ist.
Tipp im November 2020: Obstgehölze sollten im Laufe des Novembers auf Fruchtmumien und krankes Laub kontrolliert werden. Wird beides regelmäßig entfernt und sachgerecht entsorgt, hat man im kommenden Jahr weniger Ärger mit Pflanzenkrankheiten. 
Kohl ernten
Mit Ausnahme von Grün- und Rosenkohl werden alle Kohlarten im November geerntet.Kohl darf nicht in gefrorenem Zustand geerntet werden. Durch das Anfassen und den Transport entstehen Druckstellen, die nach dem Auftauen sehr schnell faulen. Auch nass geernteter Kohl hat in Mieten und im Keller nur eine sehr begrenzte Haltbarkeit. Zum Einschlagen im Keller wird der Kohl mit seinen Wurzeln aus der Erde gehoben. Alle äußeren Laubblätter werden bis auf ein oder zwei entfernt. Anschließend wird der Kohlkopf aufrecht in feuchten Sand eingeschlagen oder auf Regalen gelagert. Grünkohl und Rosenkohl können weiterhin auf den Beeten bleiben. Sie schmecken umso aromatischer, je länger sie kühlen Temperaturen ausgesetzt sind.
Obstlaub kompostieren
Eine gute Laubkompostierung beugt dem Schorfpilz vor. Auf dem Pilzmyzel an abgefallenen Blättern von Apfel und Birne bilden sich im Winter Pilzfruchtkörper mit Sporen, die im Frühjahr durch Windverbreitung zur Erstinfektion der neuen Blätter führen. Durch sorgfältige Kompostierung wird das infizierte Laub bis Februar/März soweit zersetzt, dass auch die Schorferreger absterben und keinen Schaden mehr anrichten können. Dasselbe gilt für viele weitere Schadpilze bei Obst, die ähnlich überwintern. Wichtig sind eine gute Mischung des Kompostmaterials und seine volle Abdeckung mit Erde. Der Abbau wird beschleunigt, wenn das Falllaub gut zerkleinert wird.
Gladiolenknollen lagern
Nur durch sachgemäße Lagerung der Knollen schafft man die Voraussetzung für eine schöne Gladiolenblüte im nächsten Jahr. Kranke Knollen dürfen nicht gemeinsam mit gesunden gelagert werden, sonst besteht Ansteckungsgefahr. Also werden kranke und beschädigte Knollen aussortiert. Gladiolenknollen verlangen einen trockenen, luftigen Überwinterungsplatz mit Temperaturen von etwa 5 bis 10 °C. Die Knollen lagern am besten in flachen Stiegen, die übereinander gestapelt werden können. Aber auch aufgehängte, perforierte Folienbeutel eignen sich zum Überwintern der Knollen. Etwa alle vier Wochen werden die Knollen auf Krankheiten oder Schädlingsbefall kontrolliert. Werden verschiedene Sorten aufbewahrt? Dann bitte Namensschildchen nicht vergessen!
Himbeeren pflegen
Herbsthimbeeren tragen bei mildem Witterungsverlauf bis in den Dezember hinein. Macht der erste Frost der Ernte ein Ende, werden alle Ruten bis kurz unter der Bodenoberfläche abgeschnitten. Vorteil: es bleibt kein Holz stehen, an dem Rutenkrankheiten überwintern und den Neuaustrieb im Frühjahr infizieren können. Das Himbeerbeet sollte stets mit einer starken Schicht organischen Materials bedeckt sein. Damit werden nicht nur die Bedingungen am natürlichen Standort nachgeahmt: die Pflanzen decken aus diesem Substrat auch ihren hohen Nährstoffbedarf. Die beste Zeit, diese Mulchschicht zu erneuern, ist nach dem Rückschnitt im Herbst/Winter.
Tipp im November 2019: Wenn der Winter Einzug im Garten hält und auch die letzten sommergrünen Gehölze ihr Laub verloren haben, sind Sträucher mit attraktiven Ästen und Zweigen ein probates Mittel gegen winterliche Tristesse. Bei vielen Sträuchern mit gefärbten Zweigen verblasst die attraktive Rindenfarbe jedoch bereits im zweiten Jahr. Daher ist es sinnvoll, die ältesten, weniger stark gefärbten Zweige regelmäßig zum Winterende herauszuschneiden und so den Neuaustrieb kräftig gefärbter Äste zu fördern. 
Herbstgemüse ernten
Im November wird es Zeit, das verbliebene Spät- und Herbstgemüse zu ernten. Danach bleiben nur noch die typischen Wintergemüse wie Spinat, Feldsalat, Grün- und Rosenkohl, aber auch Zuckerhut und Mangold auf den Beeten. Zuckerhut verträgt Temperaturen bis -7°C und kann daher noch länger im Beet stehen bleiben. Mangold lässt sich mit etwas Frostschutz (Nadelreisig oder Frostschutzvlies) auch gut überwintern.
Obstbäume schützen
Die Stämme von Obstbäumen sollten gegen Wildverbiss geschützt werden. Achtung, auch Nagetiere sind Feinschmecker! Die Rinde aromatischer Apfelsorten, wie ‚Cox’ Orange‘ und seine Abkömmlinge, wird von Feld- und Schermäusen sowie Kaninchen und Hasen bevorzugt. Die Bäumje müssen so geschützt werden, dass das Wild auch bei hoher Schneedecke nicht an die Rinde gelangt – geeignet sind Drahthosen oder Kunststoffmanschetten. Im Handel sind auch Wildverbissschutzmittel zum Aufsprühen oder Einstreichen erhältlich. Die Wirksamkeit solcher Mittel sollte jeder Gartenfreund allerdings selbst ausprobieren.
Frühblüher nachpflanzen
Wenn Gärtnereien und Gartencenter im November die letzten Blumenzwiebeln und Blumenknollen loswerden wollen, kann bei winterharten Arten und Sorten gerne noch einmal zugegriffen werden. Die Ware ist nämlich bei gleicher Qualität oft um einiges preiswerter als die in den vergangenen Monaten angebotene. Allerdings sollte man damit rechnen, dass die jetzt gesteckten Zwiebeln und Knollen im kommenden Jahr später und auch etwas kleiner blühen werden. Die geringe Investition lohnt jedoch einen Versuch allemal, da die Frühblüher bei entsprechender Pflege im folgenden Jahr ohne weiteres aufholen.
Rosen schneiden
Edel-, Beet und Zwergrosen sollten vor dem Winter nicht zu kräftig zurückgeschnitten werden. 50 cm der Triebe sollten mindestens stehen bleiben, damit beim Zurückfrieren in rauen Wintern noch genügend Holz zum Austreiben bleibt. Anschließend werden die Pflanzen angehäufelt, um die Veredlungsstelle vor Frost zu schützen. Die Sträucher werden zusätzlich mit Nadelreisig locker abgedeckt. Kletter- und Strauchrosen werden grundsätzlich erst im Frühjahr geschnitten und das nur bei Bedarf. Sie werden aber angehäufelt. Nur Wildrosen können im Allgemeinen auf Winterschutzmaßnahmen verzichten.
Tipp im November 2018: Seerosen im Gartenteich leiden im Sommer oft stark unter dem Befall des Seerosenblattkäfers (Galerucella nymphae). Der im Mai einsetzende Schabefraß an der Blattoberseite geht später in einen typischen Lochfraß über. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern bringt die Blätter letztlich zum Absterben. Deshalb sollte jetzt das Röhricht im Uferbereich bis unter die Wasseroberfläche zurückgeschnitten werden. Denn hier überwintern die Blattkäfer. So kann ein Neubefall im kommenden Jahr minimiert oder sogar ganz verhindert werden.
Kohl ernten
Mit Ausnahme des Grün- und Rosenkohls werden im November noch alle im Freien stehenden Kohlarten geerntet. Kleinere Erntemengen werden am besten in einem Keller bevorratet. Dazu wird der Kohl, auch Kohlrabi, mit Wurzeln aus dem Boden gehoben und aufrecht in eine feuchte Sandkiste eingeschlagen. Größere Mengen werden mit dem Strunk nach innen pyramidenförmig aufgeschichtet. Für eine verlustfreie Lagerung sollte nur bei trockenem Wetter geerntet und im Keller für eine gute Durchlüftung gesorgt werden.
Falllaub kompostieren
Die Schorferreger bei Apfel und Birne überleben auf den abgefallenen Blättern, indem ihr Pilzmycel im Spätherbst Fruchtkörper – so genannte Perithezien – ausbildet. Im Frühjahr entweichen aus ihnen die Ascosporen und verursachen mit Hilfe des Windes den Erstbefall der jungen Blätter. Durch gute Kompostierung des Obstlaubes wird dieses bis zum Februar/März weitgehend abgebaut und so ein Befall vermieden. Deshalb wird das Falllaub mit Grasschnitt und Holzhäcksel vermischt und durch vollständiges Abdecken des Kompostgutes mit Erde für eine gute Rotte gesorgt. Der Abbau wird beschleunigt, wenn dem Falllaub eine schwachprozentige Stickstofflösung (5 % Harnstoff, in heißem Wasser aufgelöst) zugesetzt wird.
Pampasgras schützen
Das Pampasgras liebt gut drainierten Boden und in rauen Klimalagen einen Winterschutz. Dazu werden die Blätter der Pflanze im November zu einem Schopf zusammengebunden. So kann Feuchtigkeit nicht so schnell ins Pflanzeninnere dringen – Fäulnis wird verhindert. Anschließend wird das Pampasgras hoch mit einer Schicht trockenen Laubs eingepackt. Ein paar Nadelzweige oder Reisig schützt die Laubpackung vor dem Verwehen durch den Wind. Die Blätter werden nicht gekürzt. Das trockene Laub wird erst im Frühjahr zurückgeschnitten. Junge Pampasgraspflanzen, die besonders frostempfindlich sind, können in Töpfen in einem hellen frostfreien Raum überwintert werden.
Kübelpflanzen einwintern
Auch winterharte Kübelpflanzen sollten vor Frost geschützt werden. Bei den winterharten Gewächsen sind vor allem die Wurzeln in den Gefäßen gefährdet, da die Gefäßwände nicht besonders gut vor eindringendem Frost schützen. Auf der Kübeloberseite reichen ein paar Zweige Nadelreisig als Winterschutz aus. Als Wurzelschutz werden die Gefäße am besten mit Schilfmatten oder Styropor, das mit Jutegewebe eingepackt werden kann, umhüllt. Mit etwas Geschick und ein paar Accessoires wie Zapfen, Fruchtstände und große Schleifen lassen sich gleichzeitig dekorative Arrangements zaubern.
Tipp im November 2017: Gehölze überleben bequem und ohne viel Mühe den Winter auf Balkon oder Terrasse. Wichtig: ab Mitte August wurde nicht mehr gedüngt. So reift das Holz gut aus und erhöht die Frostresistenz.Töpfe und Kübel werden jetzt an einem geschützten Ort aufgestellt und mit Schilfmatten, Luftpolsterfolie und Jutegewebe geschützt. Wintergrüne Pflanzen benötigen auch während der kalten Jahreszeit Feuchtigkeit. Das kann – wenn vorhanden – Schnee sein, der auf das Substrat geschaufelt wird. In niederschlagsarmen Zeiten muss bei frostfreiem Wetter regelmäßig gegossen werden.
Wasserbehälter im Winter leeren
Regentonnen, Vogeltränken und andere Wasserbehälter sollten jetzt vollständig geleert werden, damit sie bei starken Frösten nicht leiden und eventuell undicht werden. Gefäße, die nicht fest mit dem Boden verankert sind, werden am besten umgedreht. An Betonbecken und solchen aus Mauerwerk kann Wasser bei starkem Frost großen Schaden anrichten. Auch diese werden entleert und den Winter über wasserdicht abgedeckt. Eine Ausnahme bilden große Fischbecken und -teiche mit einer Wassertiefe von mindestens 80 cm. Hier sorgen ein Bündel Schilfrohr oder zusammengebundene Zweige, die ins Wasser gestellt werden, für eisfreie Stellen.
Kräuter winterfest machen
Mediterrane Arznei- und Küchenkräuter wie Oregano, Salbei, Estragon und Thymian überstehen den Winter gut im Garten. Trotzdem erhöht man ihre Überlebenschance mit ein wenig Winterschutz erheblich. Etwas Laub um die Büsche gehäuft, ist bereits ein guter Schutz. Für stärkere Minusgrade sollte Nadelreisig, mit dem die Pflanzen bei Bedarf locker abgedeckt werden, bereit liegen. Petersilie kommt auch ohne Abdeckung über den Winter. Sie kann jedoch länger geerntet werden, wenn die Beete vorsichtig mit Vlies abgedeckt werden. Sollten Rüben der Wurzelpetersilie übrig geblieben sein, können diese eintopft und zum Austreiben an einen kühlen Ort in der Wohnung aufgestellt werden.
Clematis vor Frost schützen
Großblütige Waldreben-Sorten (Clematis) sollten vor starken Frösten geschützt werden. Obwohl die meisten Sorten und Hybriden winterhart sind, sind Schutzmaßnahmenin rauen Lagen und dort, wo die Pflazen starken Winden ausgesetzt sind, empfehlenswert. Als Maßnahme genügt bis zu einer Höhe von 1,20 m locker angebrachtes Nadelreisig. Die Waldreben frieren dann nicht bis zum Boden zurück und treiben im kommenden Frühjahr zeitiger und übppiger aus.
Alpenveilchen richtig pflegen
Alpenveilchen (Cyclamen) sind nicht für warme Räume geeignet. Sie wollen hell und kühl stehen, da sich sonst keine der bereits oft zahlreich gebildeten Knospen bis zur Blüte bereit entwickelt. Zusätzlich werden die Laubblätter gelb und die Pflanzen unansehnlich. Schließlich gehen sie ein. Im mäßig warmen Zimmer (maximal 15°C) blühen sie am hellen Fenster monatelang. Beim Gießen darf kein Wasser zwischen die Blüten- und Blattstiele geraten, sonst tritt schnell Grauschimmelfäule (Botrytis) auf. Am besten wird in den Untersetzer gegossen und das überschüssige Wasser nach einer Stunde entfernt. Cyclamen mögen keine dauernassen Substrate.
Tipp im November 2013: Gehölze überleben bequem und ohne viel Mühe den Winter auf Balkon oder Terrasse. Ab Mitte August sollten die dafür vorgesehenen Pflanzen nicht mehr gedüngt worden sein, damit ihr Holz ausgereift und sie später frostfest sind. Töpfe und Kübel werden jetzt an einem geschützten Ort aufgestellt und die Gefäße mit Schilfmatten, Luftpolsterfolie und Jutegewebe geschützt. Wintergrüne Pflanzen benötigen auch während der kalten Jahreszeit Feuchtigkeit. Das kann einmal Schnee sein, der auf das Substrat geschaufelt wird. In niederschlagsarmen Jahren sollten sie bei frostfreiem Wetter jedoch regelmäßig gegossen.
Wasserbehälter im Winter leeren
Regentonnen, Vogeltränken und andere Wasserbehälter sollten jetzt vollständig geleert werden, damit sie bei starken Frösten nicht leiden und eventuell undicht werden. Gefäße, die nicht fest mit dem Boden verankert sind, werden am besten umgedreht. An Betonbecken und solchen aus Mauerwerk kann Wasser bei starkem Frost großen Schaden anrichten. Auch diese werden entleert und den Winter über wasserdicht abgedeckt. Eine Ausnahme bilden große Fischbecken und -teiche mit einer Wassertiefe von mindestens 80 cm. Hier sorgen Sie mit einem Bündel Schilfrohr oder zusammengebundenen Zweigen für eisfreie Stellen.
Kräuter winterfest machen
Mediterrane Garten- und Küchenkräuter wie Oregano, Salbei, Estragon und Thymian überstehen den Winter gut im Garten. Sie sollten Ihnen das aber erleichtern und für ausreichend Winterschutz sorgen. Etwas Laub um die Büsche gehäuft, ist bereits ein guter Schutz. Für stärkere Minusgrade sollten Sie Nadelreisig bereithalten, mit dem die Pflanzen bei Bedarf locker abgedeckt werden. Petersilie kommt auch ohne Abdeckung über den Winter. Sie kann aber länger geerntet werden, wenn die Beete vorsichtig mit Vlies abgedeckt werden. Sollten Stangen der Wurzelpetersilie übrig sein, können sie diese eintopfen und zum Austreiben in die Wohnung stellen.