Fachberatung Stadtverband: Rosen (11.11.2016)
Am Freitag, den 11. November 2016 hielt Thomas Lolling vom Deutschen Rosarium Dortmund im Westfalenpark einen sehr informativen Bericht mit viel gutem Bildmaterial über die Königin der Blumen, die Rose.
Wir erfuhren wichtige Details zu Standortbedingungen, dass eine Rose mindestens 5 Stunden Licht am Tag benötigt, eine gute Luftzufuhr wichtig ist, damit das Laub nach einem Regen gut abtrocknen kann und dass Rosen nicht zu dicht nebeneinander stehen sollten. Damit kann man auch Vorsorge gegen Sternrusstau, Rosenmehltau und andere Schädlingen treffen.
Wichtig ist ebenfalls die Sortenwahl. ADR-Rosen (Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung) kommen in der Regel ohne Pflanzenschutzmittel aus (http://www.ADR-Rose.de).
Der Boden sollte mittelschwerer, humoser Lehmboden sein, tiefgründig und krümelig. Er sollte regelmäßig aufgelockert werden und unkrautfrei sein. Wichtig ist ebenfalls, beschädigte oder von Schädlingen befallene Teile der Pflanzen nicht zu kompostieren, sondern über den Hausmüll zu entsorgen.
Rosen sollten wegen der so genannten Bodenmüdigkeit nicht an einen Platz gepflanzt werden, an dem zuvor Rosen gestanden haben. Ist es anders nicht möglich, so sollte der Boden ausgetauscht werden, um den neuen Pflanzen einen guten Start zu ermöglichen.
Düngung sollte im Frühjahr aufgebracht werden, man sollte jedoch über seine Bodenbeschaffenheit Bescheid wissen. Empfohlen wird eine Bodenanalyse, bevor "drauf los" gedüngt wird. Hornspäne und Knochenmehl sind bodenschonende Präparate. Ab Ende Juni sollte nicht mehr gedüngt werden, damit das Rosenholz ausreifen kann. Frisch gepflanzte Rosen sollten nicht gedüngt werden.
Legt man Wert auf eine "schöne" Abdeckung des Bodens unter den Rosen, ist Rindenhumus gut geeignet, wenn er nicht höher als 3 bis 4 cm aufgebracht wird - dazu Dolokalk und Hornspäne zuführen. Rindenmulch ist nicht geeignet.
Bei der Auswahl des Pflanzmaterials ist zu empfehlen, wurzelnackte Rosen zu erwerben und dabei auf die Qualität der Pflanze zu achten. Wurzelnackte Rosen sind preisgünstiger als Containerware. Wichtig ist, die Setzlinge mindestens 24 Stunden zu wässern.
Die Veredelung muss 5 cm unter der Oberfläche liegen.
Beim Winterschutz ist eine Laubabdeckung und Anhäufeln mit Komposterde ausreichend. Bei Hochstämmen gibt man Reisig in die Krone und wickelt Krone und Stamm mit Jute ein, um Frostschäden zu vermeiden.
Herr Herrmann Kopp von den Freunden des Deutschen Rosariums Dortmund in der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V. lud herzlich zu den Rosenschnittkursen im März 2017 in das Haus der Rose im Westfalenpark ein. Dazu bitte anmelden unter Tel. 0231 50-26100 (Rosenschere und Handschuhe mitbringen).
Eine Einladung für einen Vortrag am 26.11.2016 um 14 Uhr (Vortragsbeginn 15 Uhr 30) sprach Herr Kopp ebenfalls aus. Marcus Zeiler, der Gartendirektor der Insel Mainau, hält einen Lichtbildervortrag über die Parkanlagen dieses Kleinods im Bodensee. Die Veranstaltung findet im Ballettzentrum im Westfalenpark statt.
Desweiteren warb Herr Kopp um Mitglieder für die Rosenfreunde Dortmund und berichtete, dass der Westfalenpark eine Jahreskarte verschenkt, wenn man ab dem 1. Januar 2017 Mitglied wird.
Kontakt:
Deutsches Rosarium Dortmund GRF
Thomas Lolling
Westfalenpark
An der Buschmühle 3
44139 Dortmund
Tel. 0231 50-26100
E-Mail: rosarium@dortmund.de
Freunde des Deutschen Rosariums Dortmund GRF
in der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V.
Hermann Kopp
Somborner Straße 14
44388 Dortmund
Tel. 0231 634485
E-Mail: herrmann.kopp@t-online.de
Internet: http://www.rosenfreunde-dortmund.de
Herr Lolling und Herr Kopp sind gerne bereit, weitere Fragen zu beantworten.